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Internet: Geldtasche für das virtuelle Alter Ego

16.05.2008 | 18:32 |   (Die Presse)

Beliebtheit von Micropayment wächst.

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LONDON/WIEN (cim). Das Leben im virtuellen Sozialnetz ist bald um eine Facette reicher: Facebook integriert den Bezahldienst Moneybookers in die Profile seiner Benutzer. So können diese über eine virtuelle Geldtasche untereinander Geld kassieren.

Die so genannten Micropayment-Dienste wie Click & Buy oder Moneybookers haben sich auf Kleinstbeträge für Musik oder kostenpflichtige Textdateien spezialisiert. Diese werden per Mausklick bezahlt, ohne immer aufs neue Kreditkarten-Daten eintippen und dem Handelspartner preisgeben zu müssen.

Die Anbieter erfreuen sich steigender Beliebtheit: Moneybookers berichtet von 9000 neuen Kunden pro Tag. Insgesamt sind es fünf Millionen in 40 Ländern. Click & Buy hat zehn Millionen Benutzer. „Die Kunden wollen keine vertraulichen Informationen preisgeben“, sagt Moneybookers-Chef Martin Ott.

Bei den Micropayment-Diensten werden die kleinen Beträge gesammelt und dann per Lastschrift oder Überweisung an den Bezahl-Service geschickt und von dem weitergeleitet. Für den Kunden sind die meisten Dienste kostenlos. Die Gebühr von ein bis fünf Prozent des Umsatzes übernimmt der Verkäufer.


Noch mangelndes Vertrauen

Das beliebteste Zahlungsmittel im Internet bleibt aber die Kreditkarte. Nach einer Studie von AC Nielsen haben 60 Prozent aller Online-Shopper weltweit ihren letzten Einkauf mit Kreditkarte bezahlt. Jeder vierte hat die Ebay-Tochter PayPal, den Marktführer bei Beträgen über 30 Euro, eingesetzt. In Österreich und Deutschland schenkt man den Online-Bezahlsystemen weniger Vertrauen: Nach der Studie haben 72 Prozent das Geld für ihren letzten Einkauf im Internet mit der klassischen Banküberweisung bezahlt.

Bezahlen per Klick ist vor allem bei jungen Internet-Nutzern beliebt. So können Spieler etwa über Moneybookers Sprit für ein virtuelles Raumschiff tanken, erzählt Ott über die Gewohnheiten seiner Nutzer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.05.2008)

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