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Immobilien: René Benko holt Raiffeisen an Bord

16.05.2008 | 18:35 |   (Die Presse)

Der Immobilien-Tycoon hat einen neuen finanzkräftigen Partner. Die Raiffeisen Leasing will sich zu 51 Prozent an drei Projekten von Benkos Signa Holding beteiligen.

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Wien (b.l.). Immobilien-Investor René Benko, der zuletzt vor allem durch den Erwerb und Teilverkauf der Bawag-Immobilien Schlagzeilen machte, hat sich einen neuen finanzkräftigen Partner geangelt. Die Raiffeisen Leasing will sich zu 51 Prozent an drei Projekten von Benkos Signa Holding beteiligen.

Finanzkräftige Partner hatte Benko (31), der sich aus vergleichsweise einfachen Verhältnissen zum Chef einer milliardenschweren Immobilienfirma emporgearbeitet hat, im Laufe seiner Karriere schon viele. Einer davon war Stroh-Tankstellen-Erbe Karl Kovarik, mit dem Benko Ärztezentren errichtete. Ein anderer war die Immobiliengesellschaft Eco Business, die der Conwert und der Wiener Privatbank nahe steht und sich an den Bawag-Immobilien beteiligt hatte. Inzwischen gehen Benko und Eco Business getrennte Wege, die Immobilien wurden aufgeteilt, Benko blieben die Bank-Zentrale an den Tuchlauben und das Haus in der Kärntner Straße 9.

Bei den Projekten, für die man jetzt die Raiffeisen Leasing an Bord holt, handelt es sich um das Bürohaus Rivergate, das neben dem Wiener Millennium-Tower auf der anderen Seite der U-Bahn entstehen soll und 120 Mio. Euro kosten wird. Zweites Projekt ist ein 45 Mio. Euro teures Einkaufszentrum in Innsbruck: Dort soll auch ein Gymnasium als Private-Public-Partnership entstehen. Beim dritten Projekt handelt es sich um Luxusvillen und Resorts am Gardasee, wo Benko einen Zweitwohnsitz hat. Das Projekt wird 40 Mio. Euro kosten, die Villen sollen einzeln verkauft werden.


Benko trug Anfangsrisiko

Die Zusammenarbeit mit Raiffeisen Leasing habe im Jahr 2004 auf Empfehlung der Raiffeisen Landesbank Tirol begonnen, berichtete Peter Engert, Geschäftsführer der Raiffeisen Leasing. „Damals haben viele gesagt, der Benko ist ja noch so jung. Aber wir waren gleich überzeugt, dass hier eine der Größen der Immobilien-Branche heranreift“, streute Engert seinem Geschäftspartner Rosen. Benko erhält zunächst 14 Mio. Euro für das Risiko des „First loss“, das er eingegangen war, etwa um Baugenehmigungen zu erhalten. Dann investieren beide Partner je 20 Mio. Euro in die Projekte, der Rest wird fremdfinanziert.

Vor allem am Gardasee, wo es strenge Naturschutzvorschriften gibt, sei es nicht leicht gewesen, Baugenehmigungen zu erhalten. „Wir hätten unseren Eigentümern dieses Risiko nicht zumuten wollen. Aber René Benko kann sofort tun, was er will“, erklärte Engert die Arbeitsteilung.

Die Zusammenarbeit der Signa Holding mit der Raiffeisen Leasing soll sich nicht auf die drei Projekte beschränken. Die Raiffeisen Leasing könnte auch einsteigen, wenn Benko den Zuschlag für die Immobilien der Bank-Austria-Holding erhält, die derzeit zum Verkauf stehen und insgesamt eine Milliarde Euro wert sein sollen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.05.2008)

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2 Kommentare
17und4
17.05.2008 12:22

ist wohl anders:

wenn man jemanden mit 51% an einer Sache beteiligt, dann hat man das Risiko jemand anderen auf Auge gedrückt, taktisch sicher gut wenn man eine unsichere Sache verfolgt, denn anders kann man das ja fast nicht sehen?

Antworten 17und4
17.05.2008 12:23

Re: ist wohl anders:

oder man hat zuwenig Geld?

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