21.11.2009 20:22 | Meine Presse Merkliste0

Europaweite Milch-Lieferboykotte drohen

28.05.2008 | 15:28 |   (DiePresse.com)

Der am Dienstag in Deutschland begonnene Lieferboykott von Milch findet immer mehr Unterstützung in ganz Europa. Auch in Österreich ruft die IG Milch zum Streik auf.

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Mehr als ein Sturm im Milchpackerl dürfte der Lieferboykott der deutschen Milchbauern werden: In immer mehr europäischen Ländern rufen Interessensvertreter ihre Milchbauern zu solidarischen Protestaktionen auf.

Stefan Mann, der Vizechef des "Bundesverbands Deutscher Milchviehalter (BDM)" sprach in der "Frankfurter Rundschauf" von Zusagen aus den Niederlanden, der Schwiz, Östereich, Belgien, Luxemburg und Frankreich.

 

Die ersten Solidaritätsaktionen laufen

Tatsächlich haben die Milchbauern in der Schweiz bereits angekündigt, ihre Lieferungen an die Molkereien einzustellen. In Frankreich werden ab Donnerstag oder Freitag Molkereien blockiert, die Milch nach Deuschland liefern. Der Vorsitzende des niederländischen Milchbauernverbandes hat die holländischen Bauern aufgerufen, ihre Milch ab sofort auf den Acker zu kippen.

 

Streikaufruf in Österreich

Die österreichische IG Milch hat ihre rund 6000 Mitglieder aufgerufen, ab heute nur noch die Hälfte der normalen Milchmenge an die Molkereien zu liefern. Sollten die Molkereien ihr "Spiel" nicht beenden, müsse es zu einem Systemwechsel kommen, hieß es weiter. Melken, Sammeln, Verarbeiten und Verkaufen sollten getrennt erfolgen. "Damit kann der Preisverlust durch sinnlose Schleuderaktionen nicht mehr an die Bauern abgeschoben werden", ist man bei der IG Milch überzeugt.

 

Motiv: Höhere Preise

(c) APA

Auslöser für die europaweiten Protestaktionen ist der aus Sicht der Bauern zu niedrige Milchpreis. Das Quasi-Monopol der Molkereien und das Oligopol im Lebensmitteleinzelhandel haben die Preise in den letzten Jahren stark gedrückt. Dazu kommen die stark gestiegenen Getreidepreise, die das Futter für die Milchkühe enorm verteuert haben.

 

Panikmache und Frevel

Der Deutsche Milchindustrieverband sprach von "Panikmache". Bei den deutschen Molkereien habe der Ausfall lediglich zwischen 5 und 30 Prozent betragen. Ein solcher Rückgang könne durch die saisonal bedingte Überproduktion und durch Drosselung der Milchpulverproduktion aufgefangen werden. DerDeutsche Einzelhandelsverband HDE wurde deutlicher: Ihr Sprecher Hubertus Pellengahr nannte es "Frevel und eine Riesensauerei", Milch wegzukippen während Menschen hungern. (Ag./ebl)

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123 Kommentare
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Gast: Amy
16.09.2009 15:32
0 0

Gespräche mit Bundeskanzler

Der Milchlieferstopp zeigt anscheinend bereits Wirkung. Bundeskanzler Faymann lädt am Freitag zu einen diesbezüglichen Gespräch ein.

http://jungbauern.wordpress.com/" target="_blank">http://jungbauern.wordpress.com/

Gast: gast
04.06.2008 19:43
0 0

wem das nicht taugt soll verhungern oder selber seine lebensmittel produzieren!!

Wenn ich all diese Kommentare lese denke ich mir wirklich nur, das alle von euch nur dummes unqualifiziertes Zeug von sich geben!

Wenn ihrüber die Bauern mekern wollt dann melkt eure Kühe selber baut selber eure Getreide an usw. dann können wir weiterreden. Wenn das nicht der Fall ist sollt ihr verhungern!!

man man man da sieht man erst mit welchen Idioten man es zu tun hat

Gast: deerhunter
04.06.2008 12:04
0 0

Gerechte Milchpreise für die Landwirte!!

20 cent pro Liter???

Habt ihr schonmla die jetzigen Spritpreise mal in relation gesetzt? Es sind doch die, die mim dicken Benz vorfahren, die die Milch als erstes um sonst saufen würden! Die leute haben bestimmt keinen harten 12-14Stunden Tag und müssen bestimmt nicht Tag und Nacht für den Hof da sein. Also ist es mit sicherheit nicht gerecht, geschweigedenn lohnenswert, die milch für 20 cent zu produzieren!!!

HALTET DURCH!!

MIt freundlichen Grüssen

deerhunter

Gast: gast
03.06.2008 14:16
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Teilnahme am Lieferboykott

5 cent pro lieter mehr kann für die Erhaltung der österreichischen Landschaft nicht zuviel sein!

Im Moment besteht die einmalige Chance Kräfte zu bündeln und eine Europaweit gestärkte Position der Milchproduzenten zu erlangen. Ein EU weiter Schulterschluss der Milchbauern würde auf lange Sicht ein Drüberfahren beim Milchpreis erschweren.Wir sind Lebensmittelproduzenten und hätten bei entsprechendem Zusammenhalt eine nicht außer Acht zu lassende Machtposition! Bis jetzt treten Milchbauern nach außen kaum mit vereinter Stimme auf. Die Gegenseite weiß, dass die Gefahr nicht darin besteht, dass keine Milch geliefert wird oder Bauern kurzfristig mehr Geld für ihre Milch erhalten, sondern dass es in Zukunft zu eimem jederzeit wiederherstellbaren gebündeltem Wiederstand gegen Preissenkungen geben kann!

Mit dem Grünland lebt und stirbt ein beträchtlicher Teil der Österreichischen Identität!

Es ist Solidarität mit den heimischen Milchbauern gefordert!

Gast: Marc
01.06.2008 19:01
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Richtig So

@Stefan, ich gebe dir da voll und ganz recht!

Es ist unmöglich, die gesamten milchproduckte zu importieren!! vorallem da viel milch aus deutschland ja schon exportiert wird! es ist zwar schwer und eigenlich fast unmöglich das alle bauern streicken, da es doch viele gibt du nur die milch als standbein haben, un so finanziel auf den verkauf angewiesen sind, um sich selber zu versorgen. aber ich hoffe das die das schafen so lange wie möglich zu streiken! um nochmal aufs eigentor zurückzukommen, klar ist es nen eigentor irgendwo aber man muss es auf lange sicht sehen! da wird sich bestimmt ne verbesserung zeigen.

es ist teoretisch für einen milchbauern, der ausschließlich milchfieh hat unmöglich sich neue technik zuzulegen, und sich vielleicht mal was zu gönnen! andere leute fliegen 1 bis 2 mal im jahr in urlaub schön spanien oder türkei, nur die bauern die sind froh, wenn se mal 3 tage anne ostsee kommen zeitlich gesehen und finaziel. das sollte man auch beachten.

munterbleiben!

Antworten Gast: Milchbäuerin
02.06.2008 10:28
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Re: Richtig So

Schade, wenn Bauern Berichte verfassen, die mit so vielen Rechtschreibfehlern gespickt sind, dass man sich erst mühsam den Inhalt zusammenstoppeln muss.
Es tut mir als Bäuerin weh, wenn ich mir sagen lassen muss, dass man schon an der Schreibweise einen Bauern erkennt!
Daher wäre an dieser Stelle meine große Bitte: Bei allem Verständnis für unseren Berufsstand - Macht Euch bitte nicht selbst zum Deppen der Nation! Wir haben auch als Bauern und Unternehmer eine hervorragende Schulbildung hinter uns, also bitte zeigt dies auch bei euren Kommentaren, denn derbe, primitive Aussagen, und ungerechtfertigte Anschuldigungen untereinander schaden unserem Berufsbild weit mehr, als viele vielleicht denken!!!
Bei manchen Bauerndiskussionen fällt es einem schon sehr schwer, die Achtung vor dem Gegenüber zu wahren.
Vor so viel Polemik, wie sie hier inzwischen betrieben wird, ist der eigentliche Inhalt schon lange verloren gegangen!! Schade!

Gast: Stefan
31.05.2008 08:14
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keiner hat ne ahnung hier....

also ich muss feststellen das die wenigsten der hier anwesenden eine ahnung haben was es heißtlandwirt zu sein

Ich kann meiner vorrednerrin nur recht geben, ich komme zwar aus deutschland, aber trotzdem..., ich hoffe das unsere bauern den streik noch viele wochen durchhalten können und dann werden solch jammer-lappen wie ihr mal sehen wo eig. eure tägliche nahrung die ihr früh gemütlich am frühstückstisch verspeist herkommt, während der landwirt um diese zeit schon seiner arbeit nachgeht
Ihr versteht gar nicht was das hier bei uns in deutschland, und wahrscheinlich in österreich nicht viel anderst für ein perverses system ist, man muss zur zeit um die 4 liter milch verkaufen um sich einen liter diesel leisten zu können, von einem neuen traktor ganz zu schweigen.
Aber bitte, ihr seid ja nicht von den bauern abhängig, eure milch kommt aus der milka-kuh und die butter kommt vom mond.

Macht ruhig so weiter, bis die bauern mal ganz den hahn zu drehn, und ihr jämmerlich verreckt.....

Antworten Gast: Alex
01.06.2008 11:47
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Re: keiner hat ne ahnung hier....

Um auf die Anschuldigung der Ignoranz zurückzukommen....ja die Milch kommt von der Kuh...sie ist zwar nicht lila, aber Dank der Demokratie in unserem Land steht es jedem frei, eine Kuh zu nennen wie er will...also wieso nicht auch Milka Kuh...
Und zum Verrecken: Selbst wenn österreichische Milchbauern (und vielleicht sogar auch deutsche) ihre Produktion komplett flächendeckend einstellen würden, würden sie sich damit immer noch nur selbst ein Bein stellen. Denn Milch und Butter sind bei weitem keine Güter, die man nicht substituieren könnte (durch Importe aus anderen Ländern etwa..). Es würde sich zwar sicherlich im Preis niederschlagen, Milch und Butter würden dem Frühstückstisch aber dennoch nicht fernbleiben. Die andere Frage wäre dann, ob die Bauern das durchhalten würden oder still und leise einer nach dem anderen aufgrund des Komplettstreiks untergehen würden.

Antworten Antworten Gast: Andrea
02.06.2008 13:04
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Re: Re: keiner hat ne ahnung hier....

@Alex
Ich verstehe, für importierte Milch, Butter, Käse, Jogurt, Schlagobers, Sauerrahm, .... würden Sie also mehr Geld bezahlen, und für Österreichische Produkte nicht?? Ich glaub sie leben in einer Falschen Welt!!
Komisch auch, das der Streik nicht nur in Österreich stattfindet, sondern auch in anderen Ländern Europas. Nix wirds also mit dem Import!!!

Ja und, eins dürft ich da wohl falsch verstanden haben. Von wo kommt Ihr gutes, leckeres Schnitzel oder Schweinsbraten her, das genüsslich zu Mittag verspeist wird? Von der Industrie, oder Laufband, wo etwa eine Waschmaschine hergestellt wird?
Ich dachte immer, das dies die Bauern sind, die den ganzen Tag für das Vieh und Hof da sind, Tiere füttern und Melken, Stallarbeit erledigen, Heuernten und Getreide, ........

Antworten Gast: kroneeinreiher
31.05.2008 12:38
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Re: keiner hat ne ahnung hier....

Ich bin erschüttert von den Ansichten der Verbrauchen über die Landwirtschaft.

Ihr seit die ersten die schreien würden über die Arbeitsbedingungen in asiatischen Textilfabriken. Dann würden Namen wie "Ausbeute" etc. fallen. Und die selbe Last hat die deutsche und möglicherweise auch die Landwirtschaft der Nachbarländer zu tragen. Und wenn ich dann lese, Subentionen, der arme Steuerzahler... (ich bin kein Landwirt, ich bin auch Angestellter, jedoch mit dem Hof groß geworden) Wisst ihr was? Dann zahlt doch einen anständigen Preis für euer Fressen und Saufen! Lebensmittel werden immer teuerer, aber das frisst alles der Handel, die Landwirte bekommen einen Hungelohn und können nur durch Subventionen überleben. Auch der Verbraucher ist gefordert die obersten Ausbeuter zu boykottieren. Aldi, meint ja kann machen was es will und die Milch einfach im Nachbarland zukaufen wenn bei uns die LW streiken.

NACHDENKEN LIEBER VERBRAUCHER!!! Eure Landwirte werden es euch danken!

Gast: Angehender Landwirt
31.05.2008 03:12
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@Noha von der Arche am Berg der Freude

Sie haben ja anscheinend keinen blassen Schimmer was es bedeutet Milch zu produzieren und einen Landwirtschaftlichen Betrieb zu führen!!
Und den Landwirten kollektiv vorzuwerfen sie könnten nicht Wirtschaften und sollten es doch aufgeben wenn sie nicht zufrieden sein ist in meinen Augen eine bodenlose Frechheit!!
Genauso haltlos ist der Vergleich mit den Landwirten in Neuseeland, wo komplett andere Verhältnisse herschen als bei uns. Ich kann ja auch sagen Ihnen stehen im Monat nicht mehr als 15€ zu, in anderen Teilen der Welt kann man mit einem solchen Gehalt schließlich auch leben. Und zu behaupten die Landwirte würden tausende € an Prämien und Subventionen bekommen ohne dafür einen Finger krum zu machen ist eine Lüge und böswillige Unterstellung.
Wenn alle kleinbauern aufgeben und ihr Land an große abgeben haben wir irgendwann eine Monopolstellung der Großbetriebe und dann gehen die Preise richtig ab.
In diesem Sinne gute Besserung
MfG Felix D.

Gast: Andrea
30.05.2008 19:31
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Viele haben doch gar keine Ahnung!

Die Personen, die hier schreiben, und keine Ahnung haben davon, wie viel Arbeit es bedeutet, eine Landwirtschaft zu führen, die sollten sich lieber die Meinung verkneifen.
Kommentare wie "sollen sie sich halt einen anderen Job suchen"... was ist den das für ein Schwachsinn. Wer sorgt den für die Landschaftspflege in Österreich? Jeder will ein schönes Österreich haben, und wer sorgt dafür? Das sind doch wir Bauern? Und nicht irgendein Büromensch, der keine Ahnung hat von der Arbeit, und wahrscheinlich Kuh und Stier nicht auseinander halten kann! Wenn die Bauern immer weniger werden wird auch die Landschaftspflege weniger, und irgendwann kann man Österreich mit einem "Urwald" vergleichen.

Alles wird teurer, man braucht nur an den Diesel zu denken. Nur Milch und andere Produkte werden billiger, und billiger.

Jeder würde sich aufregen, wenn der Gehalt weniger würde, warum also nicht auch die österreichischen Bauern, wenn das Milchgeld immer weniger wird!!

Gast: Nausch
30.05.2008 18:07
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Frecher Anschlag auf die Börsen der Konsumenten

Mit Bedauern lese ich, dass der wesentliche Faktor der Geldbeschaffungsaktion der ohnehin stark subventionierten Bauern nicht erwähnt wird: Setzen sie ihre Geldbeschaffungsaktion durch, zahlen die Konsumenten mehr für die Milch und steigt die Inflation.

Und niemand schreibt davon, dass die Bauern das einzige nicht vermehrbare Gut besitzen, das es gibt: Grund und Boden. Daher geht auch keiner in Konkurs.

Antworten Gast: Hans
31.05.2008 18:54
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Re: Frecher Anschlag auf die Börsen der Konsumenten

Das ist das typische Neidhammeldenken vieler Beschäftigter. Aber Landwirte denken in Generationen und wollen ihren Boden nicht verkaufen, sondern der nächsten Generation übergeben.
Die Subventionen, die Landwirte erhalten, kriegen die nur, damit der Verbraucher weiterhin billige Lebensmittel erhält. So gesehen ist es keine Subvention für den Landwirt, sondern eine für den Konsumenten.
Aber die Leute kaufen sich lieber Alufelgen für 1000 Euro oder mehr an ihr Auto, bevor sie 10 Cent mehr für die Milch ausgeben.

mit freundl. Gruß
Hans

Antworten Gast: Felix D.
31.05.2008 11:11
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Re: Frecher Anschlag auf die Börsen der Konsumenten

Das ich nicht lache, sind Sie warhaftig der Meinung das Landwirte nicht konkurs gehen können nur weil sie ein paar Hektar Land besitzen? Sie tun mir leid! Was bingt denn das Land wenn man nicht das Geld hat um es zu bewirtschaften? Und als Kapital um den Betrieb zu retten darf man es auch nicht sehen weil Geld bringt es nur wenn man es verkauft und dann bringt es mir auch nichts mehr wenn ich es nicht mehr habe.

Antworten Gast: lene
30.05.2008 21:42
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Re: Frecher Anschlag auf die Börsen der Konsumenten

Zahlt der Konsument nicht auch jede Lohnerhöhung ?
Da gibt es doch auch öfter Streiks bei den Lohnverhandlungen.

Jeder hat das Recht Grund und Boden zu erwerben, nur leider kann man den nicht essen sondern mann muss ihn erst bewirtschaften und `veredeln¿

Gast: Qwert Zuiopü
30.05.2008 10:47
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Solidarischerweise

werde ich im nächsten Jahr kein Milchprodukt aus deutscher Milch kaufen. Sollen die Bauern doch endlich mal lernen, dass sie uns nicht ausrauben dürfen.

hensn88
05.06.2008 11:34
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Re: Solidarischerweise

solidarisch gesehen ziehe ich dich mit einem seil nach afrika, damit du das gleiche essen kannst wie die dortigen schwarzen, und solidarisch gesehen kann ich einen neuseeländer der keinen Winter richtig hat, nicht mit einem Östereicher vergleichen der sein Futter konservieren muss, höhere Auflagen hat, genfrei arbeiten usw.
also schaut euch mal alle Länder an wie die wirtschaftenund dann, von wem ihr abhängig werdet wenn ihr alle Landwirte bei uns nicht mehr mithalten können (Konzerne!!!!)

Antworten Gast: xyz
31.05.2008 11:55
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Re: Solidarischerweise

Solidarischerweise sollte man dich auf dem Feld völlig kostenfrei arbeiten lassen. Schade, dass die Leibeigenschaft abgeschafft wurde.

Antworten Gast: solitarität?
30.05.2008 12:05
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Re: Solidarischerweise

Für einen nicht kostendeckenden Preis zu produzieren und somit von Substanz leben nennen Sie ausrauben?
Ist wohl eine mir nicht bekannte, neue Definition des Worts...

freeman
30.05.2008 12:56
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Sowit man bei unserem Argrarkommunismus noch von "Markt" sprechen kann,

handelt es sich bei den Abnahmepreisen um Marktpreise.

Wer nicht zu diesen produzieren kann hat folgende Möglichkeiten:

- die eigene Produktivität steigern

- dem Produkt zusätzliche Qualitätsmerkmale verpassen, die sich in höhere Verkaufspreise umsetzen lassen

- weitere Vermarktungsmöglichkeiten überlegen

- die Produktion enstellen.

Einfach höhere Preise verlangen gehört eher nicht dazu - zumindest solange mehrere Hersteller ein identes Produkt anbieten.


Antworten Antworten Gast: Dipl.VW F.
30.05.2008 12:55
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Wenn der Preis nicht kostendeckend ist

warum haben wir dann noch immer eine Überproduktion an Milch???

Antworten Antworten Antworten Gast: Armin
31.05.2008 18:13
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Re: Wenn der Preis nicht kostendeckend ist

Das ist ein gute Frage. Jeder Landwirt hat eine bestimmte Menge (Kontingent) Milch an die Molkerei zu liefern. Liefert er zuviel, wird er bestraft (die Milch wird natürlich trotzdem verkauft). Wo liegt also der Sinn, mehr Milch zu liefern als das Kontingent hergibt ? Trotzdem gibt es Überproduktion: Falsche Berechnung der Kontingente ? Bezug von Milch aus dem Ausland ? Ich weiss es nicht. Mein Verständnis war bisher, dass die Kontigentierung Überproduktion verhindern soll. Können Sie bitte die Quelle angeben aus der Ihre Informationen über die Überproduktion stammen ? Vielleicht haben die ja eine Antwort parat...

Gast: landwirtin
30.05.2008 09:33
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Warum?

Von früh morgens bis spät abends arbeiten; kühe füttern, melken, dafür sorgen, dass sie sich wohl fühlen, eine gesunde milch produzieren.... Und nebenbei futtermittel bereiten, kälber aufziehen, jungvieh versorgen, äcker und wiesen bewirtschaften....
Hat überhaupt jemand eine Ahnung was es heißt heutzutage Milchbauer zu sein? Kein Wochenende, kein Feiertag, kein Urlaub! Ich glaube dass versteht keiner, der nicht selber einen Bauernhof hat/ hatte!! Und dass will auch keiner verstehen!
Aber trotz all dieser harter Arbeit liebe ich sie! Doch wenn sich jemand darüber aufregt, dass ich durch meine Arbeit zuviel verdiene, finde ich dass eine Frechheit!
Leute, die jedes Jahr in den Urlaub fahren, einen fetten Mercedes in der Garage stehen haben, ja, genau diese Leute haben mit das Recht sich über zu teure Lebensmittel aufzuregen! Denn sie haben keine Ahnung, keinen Hausverstand....

Antworten Gast: christian
30.05.2008 11:35
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Re: Warum?

Der Markt bestimmt den Preis!

An dieser Stelle sei auch auf die vielen Milliarden an EU Subventionen für den Agrarsektor verwiesen, die wir Steuerzahler aufzubringen haben!!

Die Landwirtschaft soll sich im 21 Jahrhundert endlich dem freien Wettbewerb stellen, wie alle anderen auch und nicht ständig herumjammern!


Antworten Antworten Gast: meyenburg
01.06.2008 18:37
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Re: Re: Warum?

Der freie Wettbewerb sucht sich die billigsten Produktionsstätten, dann können die Östterreicher ihre Almen inkl der angeschlossenen Urlauber dicht machen.

Und sollen die brachliegenden Flächen einen Sinn für Natur und Hochwasserschutz haben müssen sie gepflegt werden.
Und der Steuerzahler wird sich wundern was eine vernünftige Landschaftspflege kostet. Wies nicht geht hat der B.U.N.D. hier bei uns in Ostfriesland vorgemacht.

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