Die Finanzminister, die am Freitag zunächst zu einem Abendessen zusammenkommen, würden über langfristige Maßnahmen gegen den Ölpreisanstieg beraten, erklärte der japanische Finanzminister und Gastgeber Fukushiro Nukaga im Vorfeld. Nach den Worten des deutschen Finanzstaatssekretärs Thomas Mirow, der seinen Ressortchef Peer Steinbrück (SPD) wegen der Verhandlungen über den Bundeshaushalt in Osaka vertritt, könnten die Vorschläge Frankreichs unterstützt werden. Dies betreffe etwa eine höhere Energieeffizienz sowie eine größere Breite beim nationalen Energiemix, sagte Mirow im Vorfeld.
Klimaschutzfonds
Nukaga forderte zudem mehr Investitionen in die Ölförderung. Neben den Ölpreisen stehen beim G-8-Treffen auch die hohen Nahrungsmittelpreise im Blickpunkt. Die Entwicklungsländer müssten unter anderem in die Lage versetzt werden, ihre landwirtschaftliche Produktion zu erhöhen, sagte Nukaga. Die Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise sind auch Thema bei den sogenannten "Outreach"-Beratungen der G8-Länder mit Vertretern aus Australien, Brasilien, China, Südkorea, Südafrika und Thailand.
In Osaka sollen außerdem weitere Schritte gegen den Klimawandel erörtert werden. Mirow signalisierte im Vorfeld, dass Deutschland dem neuen Klimaschutzfonds beitreten könnte. Die endgültige Entscheidung werde wohl auf dem G-8-Gipfel im Juli fallen. Der neue Fonds wurde von den USA, Großbritannien und Japan zusammen mit der Weltbank vorgeschlagen. Zu den G-8-Ländern gehören neben Deutschland und Japan die USA, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Italien und Russland.
(APA)

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