Ölpreis erreicht Rekordhoch knapp unter 140 Dollar

Der Ölpreis kennt derzeit nur eine Richtung - nach oben. Selbst Signale wie Saudi-Arabiens Ankündigung einer Produktionserhöhung zeigen keine Wirkung. Der Preis für Rohöl stieg am Montag nach einem kurzzeitigen Absinken auf einen Rekord von fast 140 Dollar (rund 90 Euro). Unterdessen demonstrierten in Frankreich Lastwagenfahrer mit Straßenblockaden gegen die hohen Spritpreise.

Der weltweit größte Ölproduzent Saudi-Arabien hatte am Wochenende erklärt, seine Fördermenge im Juli um 200.000 Fass pro Tag erhöhen zu wollen. Der Ölstaat will mit der Ausweitung seiner Fördermenge um rund zwei Prozent den steigenden Rohölpreisen entgegenwirken.

Doch die Ankündigung zeigte nur kurzzeitige Wirkung. Nachdem sich der Ölpreis Montag früh leicht erholte, erreichte er im Verlauf einen neuen Höchststand: Ein Barrel (159 Liter) Leichtöl kostete im elektronischen Handel an der New Yorker Börse zeitweise 139,89 Dollar. Der Preis sank dann wieder auf 138,86 Dollar und lag damit rund 4 Dollar über dem Schlusskurs von Freitag. Als Grund nannten Analysten den erneut schwächer gewordenen Dollar.

Unterdessen protestierten in ganz Frankreich Lastwagenfahrer mit Blockadeaktionen gegen den hohen Dieselpreis. Die drei größten Gewerkschaften hatten zu dem unbefristeten Streik aufgerufen, der in rund 30 Städten zu teils erheblichen Behinderungen führte. An mehreren Protestaktionen beteiligten sich auch Taxifahrer.

Die Fernfahrer fordern niedrigere Spritpreise für ihre Branche sowie die Harmonisierung der Treibstoffsteuern in der EU. Nach wochenlangen Streiks der Hochseefischer sind sie die zweite Gruppe, die wegen des Dieselpreises massiven Druck auf die Regierung ausübt. Den Fischern versprach Staatspräsident Sarkozy Soforthilfen in Millionenhöhe.

(APA)

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