Verkehrsminister Faymann will die geplante Erhöhung der ÖBB-Ticketpreise abwenden. "Das wäre ein katastrophales Signal: Alles wird teuerer und dann steigt auch noch die Bahn und irgendwann ist die Mobilität der Menschen eingeschränkt", sagte Faymann im ORF-Morgenjournal. Die ÖBB hatten zuletzt angekündigt, bei den Preisverhandlungen für 2009 eine Abgeltung ihrer gestiegenen Kosten anzustreben.
Die vom Bund zu tragenden Kosten für den Verzicht auf die ÖBB-Preiserhöhung bezifferte Faymann auf "15 bis 30 Mio. Euro". Man wolle dafür im Ministerium "jeden Euro umdrehen". Allerdings sei man auch davon abhängig, inwieweit die acht Verkehrsverbünde bzw. die Länder bei der Sache mitzögen, sagte Faymann in dem Radiobeitrag.
Laut ÖBB würde allein die Steigerung der Treibstoffkosten in den ersten vier Monaten 2008 eine Preiserhöhung von vier Prozent rechtfertigen. Längerfristig laufende Abmachungen mit den Verkehrsverbünden würden aber eine Überwälzung der Kosten vor dem Winterfahrplan verunmöglichen, hatte es geheißen.
(APA)

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