Gute Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit: In Österreich waren 2007 durchschnittlich 7,4 Prozent der 25- bis 64-jährigen Erwerbspersonen mit einfachem Bildungsniveau arbeitslos. Mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss oder einer höheren berufsfachlichen Ausbildung betrug die Arbeitslosigkeit hingegen nur 2,4 Prozent. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten EU-Statistik hervor.
Die Arbeitslosenquote bei mittlerem Bildungsabschluss - also mit Berufsausbildung oder Matura ohne Studium - lag bei 3,3 Prozent. Der Zusammenhang zwischen dem Risiko, arbeitslos zu werden, und dem Bildungsniveau zeigt sich laut Statistik in allen EU-Staaten. Im EU-Durchschnitt waren 9,2 Prozent der niedrig gebildeten, aber nur 3,6 Prozent der höher gebildeten Erwerbspersonen arbeitslos.
Von Land zu Land gibt es allerdings große Unterschiede. In Griechenland, Luxemburg und Portugal betrug der Abstand bei der Erwerbslosenquote zwischen den Gruppen mit der niedrigsten und der höchsten Bildung nur rund einen Prozentpunkt. In der Slowakei sowie in Tschechien war hingegen das Risiko einer Erwerbslosigkeit bei einfacher Bildung jeweils mehr als zwölfmal so hoch wie mit einer höheren Bildung. Generell waren die Arbeitsmarktchancen nach Bildungsniveau vor allem in den osteuropäischen Staaten besonders ungleich verteilt.
Die Daten sind das Ergebnis einer europäischen Arbeitskräfteerhebung, die regelmäßig Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit nach dem Konzept der International Labour Organization misst. Die Studie untersuchte die Situation von Menschen zwischen 25 und 64 Jahren, die derzeit keiner bezahlten oder selbstständigen Tätigkeit nachgehen, obwohl sie aktiv nach einer solchen Tätigkeit suchen und bereit wären, sie im Erfolgsfall innerhalb der nächsten zwei Wochen aufzunehmen.
(APA)

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