Lebensmittel aus Österreich setzen ihren Erfolgskurs auf den Auslandsmärkten fort. Im ersten Halbjahr 2008 wurden Agrargüter im Wert von rund vier Milliarden Euro exportiert, um 14 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2007. Im Hauptexportland Deutschland ist besonders Käse aus Österreich gefragt, in den neuen EU-Ländern dagegen Fleisch.
Export nähert sich Import
Österreichs agrarische Importe sind bis Juni um 13 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro gestiegen. Abgesehen vom Jahr 2007 sind seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 die Exporte immer stärker gewachsen als die Importe.
Die erfolgreichsten Produkte bzw. Produktgruppen sind dabei
- Getränke
- Milchprodukte
- Backwaren und
- zubereitetes Obst & Gemüse.
Red Bull und Milchprodukte sehr gefragt
"Abgesehen von RedBull sind Milchprodukte aus Österreich eines unserer Aushängeschilder. 2008 wollen wir damit die Exportmilliarde schaffen", gab Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing. Zum Vergleich: 1995 hat Österreich Milch und Milchprodukte im Wert von 180 Millionen Euro exportiert.
Export-Superstar ist nach wie vor Käse, wo sich die Exporte seit 1995 verfünffacht haben. Österreich exportiert mittlerweile wesentlich mehr Milch und Milchprodukte in die Welt als es von dort importiert. Auch Fleisch befindet sich laut AMA "auf der internationalen Überholspur".
Hauptabnehmer Deutschland
"Kernland" für österreichische Agrarexporte ist traditionell Deutschland. Im Jahr 2007 wurden Agrarprodukte im Gesamtwert von sieben Milliarden Euro exportiert. 2,3 Milliarden davon gingen nach Deutschland. Vom gesamten österreichischen Käse-Export in Höhe von 80.000 Tonnen geht mittlerweile die Hälfte nach Deutschland.
Das "Milchparadies Österreich" habe seit Jahren in Deutschland eine klare Positionierung gewählt: Österreich sei weitgehend gentechnikfrei, habe einen hohen Anteil an Bioprodukten und eine Fülle an Innovationen. "Damit tragen österreichische Produkte dem Trend in Richtung mehr Natürlichkeit Rechnung", sagte Mikinovic.
CEE-Länder hungrig nach Fleisch
Richtig in Fahrt gekommen ist auch der Agrarhandel mit den neuen EU-Ländern. Bereits ein Siebentel des gesamten österreichischen Exportes geht in diese Länder. Im ersten Halbjahr 2008 wurde ein weiteres Plus von 26,5 Prozent im Wert verzeichnet. Die neuen EU-Länder haben bis Juni 640 Mio. Euro für österreichische Produkte ausgegeben und sind auch bereit, dafür höhere Preise zu bezahlen. Umgekehrt entwickelt sich die Menge des Importes nach Österreich ähnlich, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Preisniveau. Exportschlager ist dort Fleisch aus Österreich.
(APA)

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