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BIP-Wachstum: Nationalbank prognostiziert Stillstand in Österreich

09.10.2008 | 13:48 |   (DiePresse.com)

Im vierten Quartal wird nach Prognose der OeNB die Wirtschaft in Österreich nicht mehr wachsen. Der OeNB-Konjunktur-Indikator geht von 0,0 Prozent Wachstum zu Jahresende aus.

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Österreichs Wirtschaft droht ein zu ruhiger Jahresausklang. Nämlich ein echtes Nullwachstum: Das reale BIP für Österreich wird im vierten und letzten Quartal 2008 nicht mehr wachsen. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturindikator (Kurzfristanalyse) der Österreichischen Nationalbank hervor.

1,9 Prozent für Gesamtjahr

Für das gesamte Jahr 2008 würde das ein reales BIP-Wachstum von 1,9 Prozent bedeuten. Im vorigen Konjunkturindikator vom Juli wurde noch ein Jahreswachstum von 2,1 Prozent vorhergesagt.

Das BIP
Das Brutto-Inlands-Produkt ist die Summe aller Wertschöpfungen innerhalb einer Volkswirtschaft. Es entsteht aus der Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen abzüglich der Vorleistungen der einzelnen Betriebe. Steuern werden addiert, Subventionen abgezogen. Ein stark vereinfachtes Beispiel: Ein Importeur kauft eine Ware X um 15 Euro. Er verkauft sie um 18 Euro an einen Großhändler. Dieser verkauft sie um 21 Euro an einen Einzelhändler. Dort kauft sie ein Konsument um 26 Euro. Hier wurden 3+3+5 = 11 Euro Wertschöpfung erzielt, das BIP stieg dadurch um elf Euro. Das BIP von Österreich betrug im Jahr 2006 rund 257,9 Milliarden Euro.

Das reale BIP berücksichtigt auch die Inflation.

Österreich ist vom Export abhängig

Die heimische Wirtschaft hängt stark vom Export ab. Daher kann sie sich nicht von dem weltweiten Rückgang der Konjunktur abkoppeln. Die Energie- und Rohstoffpreisschocks sowie die Finanzkrise tun ihr übriges, um das BIP zum Nullwachstums-Punkt zu schicken.

Drei fette Jahre sind vorbei

Die drei Jahre dauernde Hochkonjunkturphase der österreichischen Wirtschaft ist mit dem zweiten Quartal 2008 endgültig zu Ende gegangen. Bereits im zweiten Quartal wuchs das reale BIP schwächer als im langjährigen Durchschnitt. Das Wachstum wurde angesichts günstiger außenwirtschaftlicher Rahmenbedingungen und der hohen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen bis zuletzt im Wesentlichen von der Exportwirtschaft getragen, so die OeNB.

Vom privaten Konsum, der üblicherweise in der Reifephase des Konjunkturzyklus die wichtigste Konjunkturstütze darstellen sollte, würden hingegen keine nennenswerten Impulse ausgehen. Die hohe Sparneigung und die gestiegene Belastung der Haushaltseinkommen durch den starken Preisauftrieb würden gleichermaßen für diese Entwicklung verantwortlich zeichnen.

Kurzfristprognose der OeNB
Zeitraum+/- zum Vorjahresquartal+/- zum Vorquartal+/- zum Vorjahr
Q1 20063,50,8
Q2 20063,30,8
Q3 20063,20,8
Q4 20063,30,93,3
Q1 20073,30,8
Q2 20073,20,6
Q3 20072,90,6
Q4 20072,70,73,0
Q1 20082,50,6
Q2 20082,20,4
Q3 20081,80,2
Q4 20081,10,01,9

 

 

 

(Ag./Red.)

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31 Kommentare
 
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Gast: Prekariat
10.10.2008 10:10
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Revolution

Prekariaten aller Länder vereinigt euch!

Einkaufen mit 70% Rabatt - da sind doch alle ohne Rabatt blöd?

Ein schönes Pflänzchen beim H..... kostete 9.99€. Es blieben einige übrig.

Da wanderten diese Pflanzen in die Billigecke und wurden mit 30% Rabatt angeboten: Preis 9.99.-€

Auf meine etwas verwunderte Frage, wieso das vorgaukeln von Rabatten gemacht wird, gab es entschieden Abrede: Nein die kosteten 14.99.- !

Um festzustellen, og das ganze in meinen Zimmergarten passt, hatte ich ein Foto gemacht.

Nach Vorlage des Bildes, kam keine Entschuldigung, es wurde mir gesagt, ich dürfte ja gar nicht fotografieren.

Seither weiß ich auch mit Pflanzen, kann man die Leute pflanzen.

Wie leicht haben es Betrüger am Finanzmarkt - nur wir Steuerzahler, wir müssen echt um das Geld arbeiten - weil - das Arbeiten schafft den Wert - nicht das bunte Papier.

Re: Einkaufen mit 70% Rabatt - da sind doch alle ohne Rabatt blöd?


eine philosophin mag zwar werte schaffen, kann aber neben diesen werten verhungern wenn sie es nicht schafft über etwas wie den "handel" ihre geschaffene werte zu verkaufen

und wenn die leute meinen sie wollen den artikel A nur dann kaufen wenn sie dabei verarscht werden, ist es immer noch imho die freie entscheidung der leute (die hätten die pflanze auch zu 9.99 gleich kaufen können)

geiz-ist-geil-gesellschaften haben möglicherweise nicht nur vorteile :-)

@my2cent: wenigstens konnte Sie diesmal nicht begreifen, dass es um Betrug geht!

Macht nix - es ist nur my2cent;-)

kartenhaeuser und Luftburgen

wissen hier alle das unser finanzsystem von immerwaeredem wachstum abhaengt? und wenns einmal etwas laenger schrumpfen sollte, das es sehr bald sehr eng wird?

ein paar zahlen: wir haben ca. 160 milliarden staatsschulden. entspricht ca. 59% des BIP. dafuer werden im jahr ca. 6.6 milliarden alleine an zinsen faellig. fast jedes jahr kommen neue schulden in milliardenhoehe dazu. nur das gleichzeitig steigende BIP finanziert die alt+neulast.

das staatseinkommen betraegt fuer 2007 ca. 129 milliarden. wenn die wirtschaft statt zu wachsen schrumpft, gibts u.a. einen ausfall der steuereinnahmen. wenn wir als beispiel nur auf das niveau von 2005 zurueckfallen fehlen dem staat 14 milliarden. die kaemen zu den 161 dazu, damit auch mehr zinsschuld, etc. etc. da dauerts dann nicht lange bis es zappenduster wird....

irgendwann brechen alle diese kartenhaeusen in sich zusammen...

hello iceland!

Re: kartenhaeuser und Luftburgen

stimmt.
Die Frage ist nur WANN?
Siehe auch neuer Artikel:
http://diepresse.com/home/politik/uswahl/426094/index.do?from=rss

Re: kartenhaeuser und Luftburgen

Das ist ja Kapitalismus...

Kapitalismus ist immer auf Wachstum aufgebaut.
Wenn das Kapital nicht mehr wachsen kann, bricht in sich zusammen, was moment der Fall ist


Antworten Antworten Gast: my2cent
09.10.2008 18:08
0 0

erklären sie das mal der SPÖ ...


... denn die geht von einem ewigen wachstum aus, zumindest wenn die rede aufs budgetdefizit in den letzten 20 jahren kam

während die kapitalisten auch mit rückschlägen rechnen (siehe short-selling) könne die sozialisten nur mit einem ewigem wachstum denken, denn nur so können die staatsschulden auch tatsächlich verantwortet werden

falls die sozialisten etwas verantworten wollen ... (wär in ö mal was neues)

Re: erklären sie das mal der SPÖ ...

die wirtschaftlichen zusammenhaenge behirnen die wenigsten, weder in der oevp noch spoe noch washington...

aber die spoe versteht das alles am wenigsten, denn erst unter dem kreisky haben wir begonnen richtig schulden zu machen.

Re: Re: erklären sie das mal der SPÖ ...

endlich finde ich wieder wo ein Kommentar, dass zu 100% meiner Meinung entspricht =)

Re: erklären sie das mal der SPÖ ...

die wirtschaftlichen zusammenhaenge behirnen die wenigsten, weder in der oevp noch spoe noch washington...

aber die spoe versteht das alles am wenigsten, denn erst unter dem kreisky haben wir begonnen richtig schulden zu machen.

rezession ist nicht gefährlich

angst vor einer rezession haben nur die, die nichts schaffen, aber dabei geld verdienen. zb bankmanager, trader oder politiker. für die gibt es keine jobaussichten. für die schaffenden würde es zwar schwer werden, aber dafür wird alles auch billiger werden!

Gast: AEIOU
09.10.2008 15:00
0 0

Da wird sich die Wiener Börse und

die Anlager auch "warm" anziehen müssen. Kurzfristige Hochs sind nur Zeichen dafür, daß die Zocker noch am Leben sind. Trotz gewaltiger Verluste, die sie eingefahren haben. Aber, und das ist die schlechte Nachricht, es geht noch weiter bergab. Jetzt der Konjunktureinbruch und dann eine Stagflation, eine Freudenbotschaft jagd die andere. Und jetzt die gute Nachricht. Bis auf 1000 Punkte wird der ATX nicht fallen.

hw 11:58

Nach den 7 fetten Jahren in Ägypten kamen bekanntlich die 7 mageren Jahre. Die Prognose stimmt und wir müssen uns warm anziehen. Josef war der Berater des Pharao- wer ist unser Berater. Benötigen wir einen Berater oder sollten wir einmal tief in uns hineinhören und eingestehen, dass vieles maßlos übertrieben wurde?

Die Prognose ist falsch....

Österreich bewegt sich sehr stark nach rechts!!!

Ich glaube, somit kommt das Ende des Wohlstandes...

Re: Die Prognose ist falsch....

Das ist ja das schlimme an den Krisen.
Siehe Aufsteige des NS nach der Krise 1929 ...

0 0

Das eine...

Hat mit dem anderen nur insofern zu tun, als dass ein Rechtsruck die Folge von Existenzsorgen ist. Es wird noch interessant werden, wie es weitergeht.
Hoffentlich bricht der Laden gänzlich und Weltweit zusammen, damit wir eine neue FOrm zu wirtschaften aufbauen können - ohne Spekulanten und BLut sauger.

Antworten Gast: AEIOU.
09.10.2008 15:01
0 0

Re: Die Prognose ist falsch....

Des Wohlstandes auf Kreide wohl. Jetzt wirds ernst.

Re: Re: Die Prognose ist falsch.... Wer kreidete an?


solange der "wohlstand" nur an irgendwelchen zahlen gemessen wird, ist es wurscht ob wir hochkonjunktur oder rezession haben.

der wahre wohlstand mißt sich an der zufriedenheit der bevölkerung und die hat seit dem eu-beitritt massiv abgenommen.

wenn ich eine million pro jahr erwirtschafte, aber mir bleiben davon nur zehntausend im geldbörsel, dann ist es mir herzlich wurscht, ob das bip steigt oder sinkt.

Antworten Gast: AEIOU.
09.10.2008 15:04
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Re: solange der

Pardon. Wenn Sie eine Million "erwirtschaften", was das auch immer in ihrer Sprache heißen mag, und es bleiben Ihnen nur 10.000 Euro. Dann, Sie entschuldigen den Ausdruck, er ist nicht persönlich gemeint, sind Sie deppert. Aber dann könnten Sie keine Million erwirtschaften.

Re: Re: solange der

das mit der million ist vielleicht übertrieben. aber stell dir mal einen angestellten beim lidl vor, dem bleiben nichtmal zehntausend im jahr, aber durch seine und die arbeit zwei, drei anderer angestellter in der filiale, erwirtschaftet die bald mal eine mille im jahr. der lidl-konzern (bzw. die eigentümerfamilie) ist einer der reichsten konzerne europas.

aus früheren zeiten (war mal beim merkur) weiß ichs ja, ca. 50 angestellte pro filiale und ca. 1,5 mio. wochenumsatz!!! davon kannst mindestens 5% als gewinn rechnen, macht nach adam riese 78.000 €rror pro mitarbeiter und jahr. dabei bleiben einem durchschnittlichen angestellten dort grad mal 17.000 brutto im jahr.

Re: Re: Re: solange der

zwischen "erwirtschaften" und "umsatz" ist ein unterschied, ausser bei bankräubern (vorausgesetzt man lässt die kosten für die waffe, die maske und das fluchtfahrzeug unter den tisch fallen)

zur rendite - aldi (hofer) zählt zu den besten und hat zwischen 2,5 und 3 % rendite

http://www.presseportal.de/pm/55750/973016/lebensmittel_zeitung

und wenn sie bei 17.000 brutto die lohnnebenkosten einrechnen kommen sie auf ca 34.000 euro lohnkosten während die rendite von 78.000 auf UNTER 39.000 sinkt (merkur hat eine geringere rendite als aldi/hofer)

also wenn merkur nicht mehr werbung macht als aldi dann bleibt denen maximal 5.000 euro pro mitarbeiter ... aber ich denke ich seh mehr fernseh-werbung von merkur als von aldi

jetzt muss ich mir nur noch überlegen was ich ihnen für die nachhilfe-stunde in bwl verrechne :-)

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Re: solange der

da kann aber die EU nix dafür, wenn unsere regierungen immer alles teuerer machen, damit die umverteilung funktioniert.
eine radikale verwaltungsreform, wäre längst fällig, dann kann man wieder verteilen.

Antworten Antworten Gast: AEIOU
09.10.2008 15:13
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Re: Re: solange der

Die Regierung macht alles teurer.Ich kann diesen Schwachsinn schon nicht mehr hören.Ein Beispiel.Durch die Treibstoffkosten wurden s ä m t l i c h e Preise aller Konsumgüter in einem Jahr bis 50 Prozent erhöht.Der Baumarkt in unserem Negerdörfl ist mit der Auspreisung nicht mehr nachgekommen.Die Preise an der Pinwand stimmten mit den Kassapreisen nicht mehr überein. Trotzdem gilt, was ausgelobt ist. Nunmehr,da unsere Gscheiterln im Ringstraßenzirkus "Verbilligungsmaßnahmen" ergriffen haben,soll alles billiger werden.Da darf ich aber herzlich lachen.Allein schon die Zuschläge a conto der Treibstoffpreise werden nicht mehr zurückgenommen.Nur, die Frage stellt sich, wielange es die phlegmatischen ÖSIANER nicht schnallen werden,daß ihre Börseln,die der Rentner weniger,als die der Aktiven imme dünner werden,das ist die Frage. Sparen?Was ist das.Wenn Geld fehlt,dann borgen wir welches.Auch das dürfte keine gute Idee sein. Alle Banken "sammeln" Geld,und gewähren hohe Sparzinsen.Warum wohl?

Gast: Crusader
09.10.2008 11:40
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DREI FETTE WAS?

WOLLEN DIE UNS ARBEITNEHMER VERA....?
Schön langsam denk`ich mir jagt die "Experten" zum Teufel und mit ihnen ihre Prognosen.
Mir ist die Rezension wurscht weil ich hab`auch von der Hochkonjunktur nichts gemerkt!

 
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Hobbyökonom