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Molterer: Es ist genug Geld fürs Banken-Paket da

31.10.2008 | 18:06 |   (DiePresse.com)

Der Finanzminister ist Bedenken wegen der Finanzierung des Banken-Hilfsplans entgegengetreten. Das Paket sei flexibel und solide. RZB-Chef Rothensteiner weist auf die Vorteile für den Staat hin: "Davon, dass der Steuerzahler zahlt, kann keine Rede sein."

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Finanzminister Wilhelm Molterer (V) hat am Freitag Sorgen zerstreut, wonach die für Eigenkapitalhilfen und staatliche Beteiligungen an Banken und Versicherungen in Österreich reservierte Summe von 15 Mrd. Euro nicht reichen könnten.

"Wir haben die Gesamt-Volumina mit bestem Wissen und Gewissen positioniert", sagte Molterer am Freitag in Wien. Sollten die 15 Milliarden doch nicht genug sein, hätte man "eine gewisse Flexibilität" zwischen diesen 15 Milliarden und den 75 Mrd. Euro im staatlichen Garantiepaket. Sakrosankt seien freilich die 10 Mrd. Euro für die zusätzliche Einlagensicherung, sagte der Minister.

 

RZB-Chef: 15 Milliarden ausreichend

Auch Walter Rothensteiner, RZB-Chef und als Obmann der Bundeskreditsparte in der Wirtschaftskammer Österreich oberster Banken-Vertreter, geht davon aus, dass die 15 Mrd. Euro an möglichem Eigenkapitalzuschuss für die Branche in dieser schwierigen Zeit reichen. Zugrunde liegen dieser Größe Schätzungen, wie viel es kostet, die Banken auf eine einheitliche höhere Kapitalquote zu bringen.

 

"Keine Rede davon, dass Bürger zahlt"

Rothensteiner wies am Freitag Kritik zurück, wonach der Steuerzahler für die Bankenunterstützungen zum Handkuss käme. Gehe man von den Konditionen aus, zu denen etwa die Erste Group ihr Partizipationskapital bekommt und rechne man dies auf die Summe von 15 Mrd. Euro hoch sowie unter Berücksichtigung der diversen Haftungsentgelte käme man gut und gern auf eine Milliarde Euro pro Jahr für den Staat - und das wohl die nächsten fünf Jahre, wie Rothensteiner der APA vorrechnete. "Dass der Steuerzahler blecht, davon kann also keine Rede sein. Außer die Welt geht unter. Aber da ist dann was anderes auch weg".

"Solides Fundament"

Finanzminister Molterer geht davon aus, mit dem Bankenpaket ein solides Fundament gelegt zu haben. Jede Bank werde nach der individuellen Situation des Kreditinstituts eine mögliche Inanspruchnahme prüfen. Vielfach sei man wohl erst vor der Entscheidung, ob ja oder nein. "Das ist ja keine Selbstverständlichkeit". Auf europäischer Ebene müsse, so Molterer, dem Kraftakt zur Bankenunterstützung nun ein Kraftakt zur Unterstützung von Konjunktur und Wachstum folgen.

(Ag./Red.)

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145 Kommentare
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Der Ätzer
03.11.2008 15:12
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Schwarze waren noch nie Sozialisten! Aber als sozial noch bedeutete, den Menschen Existenzängste zu nehmen, waren es Sozialisten.

Als diese zu Bonzen mutierten, deren Interesse es war der Parteifunktionäre Existenzängste zu nehmen wurden es Sozen.

Wenn Strache meint, es solle ein Verwaltungsreform die unnötigen Kosten von etwa 6 Milliarden einsparen helfen, als Orange verlangte die 2 Milliarden für nur 700 Nationalbanker der ASVG zu überweisen und ASVG für alle - da waren Granden und Bonzen sofort GROKOnell dagegen.

Wir haben als fleißige Ösis Geld genug für andere verdient!

Was uns fehlt, ist der nach den harten Einschnitten für ASVG die versprochene Vereinheitlichung: ALLE ASVG!

Das sind wirklich viele Milliarden - und deswegen sind die Blauen und Orangen Rechte?

Da will ich auch ein Rechter sein und lasse jeden Gastredner bei Olympia trotteln so viel er will.

0 0

Super, superer, am supersten!

Ich fasse also 4 Seiten Kommentare in einem Satz zusammen:

Unseren Banken geht es super, denn die sind super breit aufgestellt (besonders im Osten), und das Milliarden-Hilfspakt dient nur dazu, dass sie noch superer werden können, wobei dieses bei 8 % Zinsen überhaupt das superste Geschäft für unseren Staat ist und wir Steuerzahler alle noch stinkreich werden davon.

Oder so in etwa ...

Gast: plebs potus
03.11.2008 08:30
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Es ist genug Geld da...

nur wohre kommt das Geld, wenn nicht von uns Steuerzahlern? Wir sollen also inkompetenten, nicht zukunftsorientierten Unternehmen, die uns im Soll ausnehmen und im haben mit Peanuts abfüttern retten mit unserem Geld?

So denkt also ein Molterer? Na das ist aber eher nicht "werteorientiert"

nopod
02.11.2008 11:31
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Das glauben nicht mal mehr die eigenen Leute...

... wie man an den Reaktionen hier deutlich sehen kann.

Was nun Molto?

Antworten Gast: Der kleine Unterschied
02.11.2008 16:18
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Re: Das glauben nicht mal mehr die eigenen Leute...

Da sehnt man sich nach den kapitalistischen Heuschrecken, denn als der Long-Term-Capital-Management-Fonds mit zwei veritablen Nobelpreisträgern im Beraterstab trotzdem pleite ging, haben die wenigstens nicht verlangt, daß wir ihre Verluste zahlen, während unsere Finanz-Cracks von jedem Hütchenspieler.auf der Mariahilferstraße als Kundschaft jubelnd begrüßt und anschließend wie eine Weihnachtsgans ausgenommen werden.

Gast: Messalina
02.11.2008 10:13
0 0

na klar, für die Banken ist genug da,

wer erinnrt sich nicht daran, daß ausgerechnet Molterer vor der Wahl immerzu gejammert hat, daß es NICHTS zu verteilen gebe

Frotzel
02.11.2008 06:38
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Euphemie - die Schönrederei ist verwandt mit der Dummrederei!

Jemand der mit Schönrederei - diese Aktien sind mündelsichere Pfandbriefe - betreibt um Provisionen einzustecken, ist danach interessiert zu behaupten er habe nichts gewußt.

Dabei ist der Gesetzgeber beteiligt, weil er solche "Betrügereien" nicht Haftungsregeln unterwirft.

Keine Bank mit kaum 6% Eigenkapital kann Produkte im Save lagern, sondern muß damit Kunden ködern.

Das wurde gemacht, aber - mit Mitteln der Kunden ist man in Vorlage getreten. Jetzt wurde vor dem Verkauf die betrügerische Masche bekannt.

Warum die Kunden nicht entschädigt werden, aber die Banker schon ist auch kein Rätsel.

Schade um Haider:
http://de.youtube.com/watch?v=OYtor_MPJ3E

Gast: AEIOU
01.11.2008 16:04
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Wenn jemand 8 Prozent für ein 2,7 Milliarden-Darleben

bezahlt, nur damit er angeblich die restriktiven Maßnahmen bei der Darlehensgewährung mildert, dann ist der entweder leicht angetritschkert, weil er sich dadurch Zores einhandelt, oder die Darlehen werden für die unsicheren Adressen so teuer, daß noch ein schöner Batzen zu verdienen ist. Volkswirtschaftlich ist sowohl das eine wie das andere nur eine vorübergehende Druckentlastung. Mit fatalem Ende. Was wirklich dahinter steckt? Ich befürchte nichts Erfreuliches. Für die Steuerzahler.

phuter
02.11.2008 02:17
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8% per anno oder insgesamt?

Sind die Kredite nicht auf fünf Jahre? Ich habe den Eindruck es ist ein gewaltiger Schmäh, der da kolporitiert wird, und die Laufzeit mach aus 8% ein wenig mehr als 1 1/2%...

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Re: 8% per anno oder insgesamt?

Berichtet wurde, dass die acht Prozent per anno sind - andersrum wäre ja nicht einmal in einem Schimpansenstaat ein möglicher Gewinn für den Staat zu argumentieren. :-)

Antworten Antworten Gast: AEIOU
02.11.2008 08:45
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Re: 8% per anno oder insgesamt?

Ich werden den Herrn Finanzminister diesbezüglich die Gretchenfrage stellen. Die Antwort werde ich veröffentlichen. Wenn das stimmen sollte, für mich undenkbar, dann sollten bald nochmals Neuwahlen ausgeschrieben werden, damit die ÖVP-Mischpoche endgültig abserviert werden kann. Ich hoffe ich irre mich. Bis später. So nicht die "Presse" wieder diesen Beitrag durch einen anderen ersetzt.

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Erste Bank

Und ich frage nochmals: Was ist dran an den Gerüchten, dass die Erste Bank die 2,7 Milliarden braucht, um in der nächsten Bilanz die Verluste aus den Ostgeschäften "verdauen" zu können?

Gescheitere vor den Vorhang!!!

Antworten Gast: Alles gerettet!
01.11.2008 14:13
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Re: Erste Bank

Es ist alles sehr kompliziert! Ohne die Paddei sind wir nichts! Aber alles wird gut! Denn die Länderbank hat eine General-Bürgschaft übernommen und die Bank-Burgenland wird Geld in den Kreislauf pumpen, indem sie alte KONSUM-Gutscheine aufkauft. Wer da noch Fragen hat, kann die Vrantz-Hotline anrufen oder bei Prof. Dr. Karl Sekanina den AK-Fortbildungskurs Ladelgrapschen für Fortgeschrittene belegen. Näheres im Kursprogramm der Löwelstraßen-Akademie. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Lucona-Charly oder den BAWAG-Elsner.

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Re: Re: Erste Bank

Leo Haslinger hat geschrieben: "Gescheitere vor den Vorhang!!!" Wenn ich mir Ihr Ablenkungsposting so anseh, können Sie nicht gemeint sein.
SCNR

Antworten Antworten Gast: Lampe
01.11.2008 17:01
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Re: Re: Erste Bank

Danke! Endlich ein wenig gelacht hier in diesem Jammertal.

Antworten Antworten Gast:
01.11.2008 16:42
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er hat um "gescheitere" bebeten. also bitte: pssst

Antworten Antworten Gast: AEIOU
01.11.2008 16:10
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Re: Re: Erste Bank

Ob Treichl und seine Nachahmer, sie werden auch in der Himmelpfortgasse anpumpern, ebenfalls so lachen werden, wie der Hom-Rusch. Ein geviefter Ganove. Für die Burgenländler ein wenig zu gevieft. Aber der Schaden war ja nur ein Batzerl. Nebbiche 170 Millionen EUROS. Wobei ich nicht denke, daß Treichl nicht eine eleganter Möglichkeit findet, sich zu bedienen.

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Geh, Willi, plausch net....

... und sag uns bitte: WO KOMMT GELD, DAS DER "STAAT" VERTEILT, DENN HER, WENN NICHT VOM STEUERZAHLER? Und dass der Rothensteiner ihm argumentativ beisteht - no na!

PS Ich sage es nochmals: Die Rechnungen mögen in der Theorie recht schön aussehen, aber wenn es für die Banken ans Zahlen geht, werden sie (wieder) eine Krise inszenieren, und die Politik wird (wieder) in die Knie gehen und großzügige Nachlässe gewähren, usw. usw. Am Ende stehen wir kleinen Steuerzahler (wieder) mit leeren Händen und dummem Gesicht da. So wird's ausgehen!!!

Paige
01.11.2008 13:05
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Re: Geh, Willi, plausch net....

http://oe1.orf.at/inforadio/98071.html?filter=

Paige
01.11.2008 13:16
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Dabei geht es primär

um die 15 Milliarden... Der Rest sind bekanntlich Garantien, die hoffentlich nie schlagend werden.

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Re: Dabei geht es primär (......)

.... eh "nur" um 15 Milliarden. Wie beruhigend! Das sind z.B. 5 Steuerreformen! Ha...?

Paige
01.11.2008 14:10
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Gehns bitte

ist das die Möglichkeit? Lesens, was im o.a. Link geschrieben steht - nur so machts auch Sinn.

"Clearingbank: Banken leihen Banken Geld".

Sagen Sie, sind sie so beratungsresistent, oder bloß ein wenig verbrämt...?

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Re: Gehns bitte

ICH kann sehr wohl lesen. Und was lese ich da?

Reichen die solcherart in der heimischen Bankwelt vorhandenen liquiden Milliarden nicht aus, (UND DAVON IST AUSZUGEHEN) kann die Clearingbank selber frisches Geld aufnehmen. (JA, WO DENN?) Auch dafür haftet der Staat. (AHA!)

Der Witz dabei ist, dass die Banker ein bisserl schlauer sind als unsere grenzdebilen Politiker und die Sache schon so drehen werden, dass die Banken gut und der Staat (= Steuerzahler) schlecht aussteigen.

Warten wir ab, wer "am Ende des Tages" Recht gehabt hat. (Und ich wünsche, dass ich mich irre.)

In aller Freundschaft (und das ist kein Bonmot), l.h.

Paige
01.11.2008 18:50
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Re: Re: Gehns bitte

OK. Was mich erstaunt, ist die schlechte Informationspolitik. Denn das ganze dient ja primär der Vertrauensbildung. Da kann man nur wieder den Kopf schütteln.
Ich gebe Ihnen recht, dass die Banker (Treichl z.B.) wesentlich schlauer sind als unsere Politiker...

phuter
02.11.2008 02:31
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Einem DIeb vertrauen?

Weshalb? Damit er weiter stehlen kann. Nur darum gehts. Wers noch immer nicht kapiert hat: DAS SPIEL IST AUS.
Das Casino wird geschlossen, und niemand weiss, was wir morgen spielen werden.

Paige
01.11.2008 14:16
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...

(sagt Ihnen das nicht die Logik, dass das Geld nicht aus dem Budget kommen kann?)

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Schlagzeilen Wirtschaft