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Faymann: "Die Post darf nicht zur AUA werden"

10.11.2008 | 15:05 |   (DiePresse.com)

Die Post will bis 2015 rund 1.000 Postämter zusperren. Bis zu 9.000 Postler bangen um ihren Job. "Die Post ist tot, wenn das kommt", warnt Post-Gewerkschafter Fritz.

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Die Post will bis 2015 rund 1.000 Postämter zusperren und durch sogenannte Postpartner - Postschalter bei Tankstellen oder Supermärkten - ersetzen. Bis zu 9.000 Postler bangen um ihren Job. Das geht aus einem internen Strategiepapier hervor, das der "Kronen Zeitung" zugespielt wurde.

"Post darf nicht zur AUA werden"

Nun droht SP-Chef und Infrastruktur-Minister Werner Faymann: "Ich werde sicher nicht zulassen, dass jemand 200 oder noch mehr Postfilialen zusperrt". Sollte der Post-Vorstand keinen konkreten Plan über das weitere Vorgehen vorlegen, lasse er die Universaldienstverordung ändern, die eine flächendeckende Versorgung regelt. Als zuständiger Minister ist Faymann dazu berichtigt. Er spricht von einer Notwehr-Maßnahme. "Ich lasse die Gemeinden nicht im Stich", sagt er im Ö1-Morgenjournal.

Die Universaldienstverordnung legt laut Faymann unter anderem fest, wie schnell und wie oft ein Brief zugestellt werden muss. Faymann will nun in die Universaldienstverordnung hineinschreiben, dass man nur mehr gemeinsam mit den Gemeinden und den Bundesländern eine Post-Filiale sperren kann. Das sei zwar unüblich, "aber in der Not muss man sich auch das überlegen."

Er könne zwar die Manager nicht austauschen, das ständige Zusperren von Filialen würde er aber nicht zulassen. Faymann kritisiert die Vorgangsweise des Managements und warnt, dass sich die Post ähnlich problematisch wie die defizitäre AUA entwickelt. "Die Post darf nicht zur AUA werden", so Faymann im Ö1-Morgenjournal. Die Liberalisierung 2011 müsse gut vorbereitet werden, sonst müsse man nach der AUA auch noch die Post "verschenken".

Faymann ist bereit, sich mit Finanzminister Molterer zu einem Post-Gipfel zusammenzusetzen. Das tat er am frühen Nachmittag kund. Bei dieser Unterredung sollten auch die Belegschaftsvertretung sowie als Repräsentanten der Landeshauptleute Vorarlbergs Herbert Sausgruber (V) und Hans Niessl (S) aus dem Burgenland dabei sein. Zudem verlangt Faymann volle Einsicht in die dem Aufsichtsrat vorliegenden Pläne, die einen massiven Personalabbau vorsehen.

Molterer: "Management nicht in Rücken fallen"

VP-Finanzminister Wilhelm Molterer hat das Post-Management gegen Kritik vor allem der Politik verteidigt. "Ich halte überhaupt nichts davon, dem Management in den Rücken zu fallen", erklärte Molterer im ORF-Mittagsjournal. Angesprochen auf eine mögliche Kündigungswelle bei der Post sagte Molterer: "Die Zeit, wo Politiker in Unternehmen hinein regiert haben, ist hoffentlich vorbei und kommt nicht wieder". Dabei habe Österreich schon in der Vergangenheit "bitteres Lehrgeld bezahlt".

Man müsse jedenfalls bei der Post ein "Schicksal vermeiden wie bei der AUA, dass man so lange zuwartet, bis es nicht fünf Minuten vor zwölf, sondern schon nach zwölf ist". Auch gehe es nicht an, die "heiße Kartoffel" Post hin- und herzuschieben. "Es müssen alle Verantwortungsträger an einen Tisch. Ich als Eigentümervertreter, (Werner) Faymann als für die Universaldienstverordnung Zuständiger. Ein Gegeneinander bringt überhaupt nichts. Nur ein Miteinander".

Pröll: "Jeglicher Streit ist überflüssig"

VP-Obmann Josef Pröll hat Politiker und Management davor gewarnt, in der Debatte um Sparpläne bei der Post die Nerven wegzuschmeißen. Jeglicher Streit sei überflüssig. Von der Politik erwarte er sich "Besonnenheit", vom Postmanagement eine Strategie zur Sicherstellung der Postdienste.

Pröll forderte das Postmanagement auf, sicherzustellen, "dass jeder in Österreich auch in Zukunft Zugang zum Service der Post bekommt, "vom Brief bis zum Packerl, vom Enkerl bis zur Großmutter. Wenn dazu Veränderungen notwendig sind, müssen diese behutsam aber konsequent sein".

Post wirbt um Verständnis

Der Post-Vorstand hat in einer Stellungnahme am Montag den geplanten massiven Stellenabbau indirekt bestätigt und um Verständnis dafür geworben: Die ab 2011 ins Haus stehende Vollliberalisierung bedeute die "größte und einschneidendste Veränderung in ihrer Unternehmensgeschichte". "Es ist die Aufgabe eines verantwortungsvollen Managements, das Unternehmen rechtzeitig auf derart dramatische Marktveränderungen vorzubereiten", so der Vorstand.

Näheres will Post-Chef Anton Wais vor der Aufsichtsratssitzung kommenden Mittwoch nicht sagen.

Grüne wollen Sammelklage einreichen

Die grüne Infrastruktursprecherin im Parlament, die Nationalratsabgeordnete Gabriela Moser und deren Wirtschaftssprecherin im Oö. Landtag, die Abgeordnete Ulrike Schwarz, kündigen indes eine Sammelklage an. Die Grünen wollen eine Sammelklage im Namen von Konsumenten bei Gericht einbringen. Dieses Instrument sei schon bei den Zinsklauseln der Banken erfolgreich angewendet worden, argumentierten Moser und Schwarz in einer Pressekonferenz am Montag.

Post AG: In Staatshänden
Der Staat hält an der Post AG nach der Privatisierung unter der ÖVP/BZÖ-Regierung noch 51 Prozent.

Postgewerkschafter Gerhard Fritz, der bisher von 1.600 betroffenen Stellen ausgegangen war, zeigt sich indes im Ö1-Morgenjournal empört: "Sollte das der Wahrheit entsprechen, dann halte ich das für den blanken Wahnsinn".

"Die Post ist tot"

Fritz bezeichnet die Kapitalstruktur der Post als ausreichend, die Auftragslage sei gut. „Ich halte das für einen Wahnsinn, wenn ein Management oder ein Eigentümer von seiner Firma behauptet, sie sei ein Sanierungsfall und dann stimmt das überhaupt nicht", kritisiert er.

"Die Post ist tot, wenn das kommt. 2016 ist die Post ein konkursreifes Unternehmen", warnt Fritz. Er kritisiert ÖIAG-Chef Michaelis heftig: "Wie lange kann sich die Republik noch einen ÖIAG-Chef Peter Michaelis leisten?" Der Eigentümer eines Unternehmens sei da, um dieses zu schützen, so Fritz.

Mobilkom-Gewerkschaft stärkt Post den Rücken

Die Belegschaft der ebenfalls teilstaatlichen Mobilkom Austria hat heute den Kollegen der Post AG den Rücken gestärkt. "Wir sind solidarisch mit allen vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Kolleginnen und Kollegen des Telekom-Festnetzes und auch der Post. Wir werden sie mit allen unseren Kräften unterstützen, wenn sie um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze kämpfen", erklärt Mobilkom-Betriebsratchef Werner Luksch.

"Es kann nicht angehen, dass in Zeiten großer wirtschaftlicher Schwierigkeiten, die mit Riesensummen an staatlichen Geldern bekämpft werden, ausgerechnet in jenen Betrieben Mitarbeiter in großem Stil hinausgeworfen werden sollen, wo der Staat nach wie vor bestimmenden Einfluss als Eigentümer ausüben kann", gibt sich Luksch kämpferisch.

(Red.)

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163 Kommentare
 
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Gast: braver Bürger
11.11.2008 11:16
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Wo nimmt Faymann all das Geld her?

Es ist ja interessant wie plötzlich der Staat Unmengen an Geld bereitstellen kann, z.B. für Banken, Bahn, etc.. Der Herr Faymann schöpft da richtig aus dem vollen. Wenn er die Postämtchen offen halten will, wird der Staat auch hier wieder was hinzuschießen müssen. Wieder Geld futsch. Und da wundert sich einer, warum man mit lächerlichen 2,2 Milliarden Euro für ne Steuerreform unzufrieden ist, wenn man den Banken 28 Mrd, der Bahn 2 Mrd und in Zukunft der Post ebenfalls 2 Mrd in den A schiebt. Der Schuss wird nach hinten losgehen.

Antworten Gast: Bürger
11.11.2008 12:31
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Re: Wo nimmt Faymann all das Geld her?

Offensichtlich ist Faymann bei den östlichen Schwagern und deren Sozialisten, die einen ähnlichen Kurs gefahren sind und fahren, in die Schule gegangen. Seine Lehrmeister heißen offensichtlich Medgyessy und Gyurcsány. Zumindest die Macht der Sozialisten hat dieser Kurs einbetoniert. Daß dabei der Staat innerhalb von fünf Jahren praktisch in den Staatsbankrott manövriert wurde, ist ja dabei egal. Die leistungswilligen Bürger werden's schon zahlen.

Gott schütze Österreich vor seinen Politikern!

Antworten Gast: Pips
11.11.2008 12:08
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Re: Wo nimmt Faymann all das Geld her?

Genau! Das blöde daran ist aber, daß er uns treffen wird. Die Steuerzahler. Wer gscheit ist wandert aus. Denn hierzulande wird ihm kein Cent mehr für den Eigenbedarf übrig bleiben. Das ist die Idealvorstellung der Sozis. Die totale Abhängigkeit von der Paddei. Wer Linientreu ist, kriegt ein paar Krümmel, die anderen sollen verrecken. Ösistan wird das neue Nordkorea. Unser HBP und Genossen aller Art machen ja fleißig Studienreisen in das gelobte Land.

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Kunde steht im Mittelpunkt

Eigentlich steht bei jedem Unternehmen der Kunde im Mittelpunkt, denn er bringt letztlich das Geld. Bemerkenswert ist , daß immer noch das Management hascheliert wird, obwohl dieses über Jahre hinweg keine kreativen Ideen zusammenbrachte. Stattdessen werden teure Berater mit den immer gleichen Ideen herangezogen. Und daß der ShareholderValue ein gescheitertes Konzept ist, das dem Unternehmen nur schadet(durch die hohen Ausschüttungen) hat sich offenbar noch immer nicht bis ins Finanzministerium durchgesprochen. Bleibt zu hoffen, daß auch dort ein neuer Minister einzieht. Und zwar sehr bald.

Antworten my2cent
11.11.2008 17:12
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Re: Kunde steht im Mittelpunkt

welche shareholder kennen sie deren value darin besteht ihre aktien auf dauer wertlos zu machen?

shareholdervalue ist immer noch die beste strategie die es gibt, denn nur ein eigentümer ist am langfristigen wert seiner firma interessiert, sonst niemand

Filz Laus
11.11.2008 10:23
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Zurückdenkend erinnere ich mich, dass seinerzeit Postgewerkschafter einem riesigen Stellenabbau erst zustimmen wollten, wenn sie etwa 80000.- ats mtl. bekämen!

Kann auch ein Irrtum sein. Es könnte sich um Eisenbahner gehandelt haben.

Egal - jeder Postbeamte freut sich schon auf die reichliche Pension und 45 Monatsgehälter Abfertigung.

Warum wollen die Gewerkschafter erst verhandeln?

Faktum Est
11.11.2008 10:01
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Die Post sanieren geht ganz einfach...

... jeder Österreicher schreibe jeden Tag 3 Briefe mehr als bisher! Und schon werden 9.000 Postler mehr gebraucht.
Achtung: emails gelten NICHT als Brief - auch wenn sich das so mancher tapferer Gewerke wünschen würde und auch Datenpakete zählen nicht.
Das Problem liegt nicht darin, daß das Management unfähig ist, das Problem liegt darin, daß sich das Umfeld geändert hat.
So wie die Gewerkschaft bis Thatcher nicht wahrhaben wollte, daß auf Elektroloks keine Heizer benötigt werden, so sieht die Gewerkschaft immer noch nicht ein, daß auch Postler eine aussterbende Art sein wird: wie Schuster, Drucksetzer, die Fräuleins vom Amt, Fahrkartenverkäufer, Bankbeamte...
Während aber dort, wo privat gewirtschaftet wird, die Stellen sukzessive abgebaut werden (während an anderer Stelle neue Jobs entstehen), wartet man im staatlichen Sektor immer, bis es gar nicht mehr anders geht. Bis zum Crash. Und was ist jetzt inhuman? Der permanente Wanel (Marktwirtschaft) oder die Planwirtschaft?

Gast: postbote
11.11.2008 09:37
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Flexibilität

Eine kleine Geschichte: Ein Kunde wollte, dass ich seine Briefe und Pakete in die Firma mitnehme. Glücklicherweise verbietet unser Vertrag die Rückmitnahme von Post und Briefen in das Postamt oder Verteilzentrum. Deshalb ist es uns auch leicht möglich, mehr als 40 % Gehalt zu bekommen. Der kleine Zusteller von Privatfirmen darf die Ware zustellen und auch neue Pakete vom Kunden mitnehmen. Dieser muss deshalb nicht in unser Postamt fahren, erspart sich einen Weg und teilweise ist er auch noch günstiger.
Daher kann ich als Postbote keinesfalls einer Anpassung zustimmen. Wo kämen wir hin, wenn ich mit einem vollen Auto zurückfahren muss, damit länger als bis 12.00 Uhr arbeiten und dann vielleicht noch Pakete schleppen. Sollen das doch die Privaten machen. Ich bekomme mein Geld auch so!

Antworten Gerald
11.11.2008 10:18
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Re: Flexibilität

Ich glaube nicht, dass das ein Scherzposting ist. Ich denke Sie sind tatsächlich Postbote und das was Sie da von sich geben ist Ihr voller Ernst.

Gast: Auslandsösterreicher
11.11.2008 09:11
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Die SPÖ legt sich quer. Eine neue Verordnung soll künftige Postamts-Schließungen unmöglich machen.

Das sind die Genossen.

Schöne Aussichten für die nächsten 5 Jahre. Die Roten werden sich ALLE Pfründe für als Abstellgeleise weiterhin leisten. Auf UNSERE KOSTEN natürlich!
Wobei...UNSERE ist nicht ganz korrekt. Auf Kosten der SPÖ-NICHTWÄHLER!!!
Eine einzige SAUEREI was hier aufgeführt wird. Und ich spreche damit nicht nur die SPÖ an. WIE kann sich der "Kleine Dicke" der ÖVP dafür nur hergeben?!
Es gibt dazu nur eine Vernünftige Erklärung. Beide (EX)Grossparteien spüren den Gegenwind und wollen DAS MÖGLICHSTE aus den Futtertrögen bevor diese vielleicht weiterziehen!!
Und diese Schmierenkomödianten haben noch die Stirn sich als "Volksvertreter" zu bezeichnen! Fürstlich von uns Entlohnt (Nicht von UNS. Von zu 100% NICHTSPÖWähler!).
Es muss eine neue politische Landschaft her (SEHR SCHWER in Österreich. Die PolitKorruption ist ZU TIEF. Neue schaffen es nur, wenn der Heinzi ein wenig nachhilft. Oder sich "umbettet")!

my2cent
11.11.2008 09:01
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der Post-Kollektivvertrag liegt um 30 bis 40Prozent über jenem der privaten Zusteller


warum überlegt die gewerkschaften nicht maßnahmen um die kollektivverträge anzupassen?

oder sind die postmitarbeiter um 30 bis 40 % produktiver als mitarbeiter von privaten zustelldiensten? dann ist der unterschied gerechtfertigt, aber nur dann

zsolnai
11.11.2008 08:51
0 0

Ärger kann es nicht mehr werden

Auf meinem Postamt (Buchengasse) sind zur Hauptgeschäftszeit von sechs Schaltern nur drei besetzt. Wartezeiten in den endlosen Schlangen bis zu einer halben Stunde. Möglicherweise durch "Dienst nach Vorschrift". Ausrede:Personalmangel. Die Kunden schimpfen, die Angestellten sind angefressen. Der Kahlschlag ist bereits erfolgt. Es ist nur mehr ein Rückzugsgefecht. Man wird sich bald einen anderen Namen für die "Postadresse" suchen müssen. Die Zusteller sind überlastet (Zustellung um 12 Uhr). Die Aushilfen (zum Teil ohne Deutschkenntnisse) irren sich oft mit der Verteilung. Na dann P(r)ost!!

Lust! Jawohl!

Ich freu mich über die Entlassungen. Alle pragmatisierten Postler raus. Wofür brauchma die?

Es freut mich daß sich was tut! Weiter so!

Antworten Paige
11.11.2008 09:16
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Re: Lust! Jawohl!

Hei! Die Pragmatisierten erhalten einen Golden Handshake...

mks
11.11.2008 08:24
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Servicewüste

Ich bin jeden Tag dankbar, dass wir jetzt via Internet kommunizieren können und ich nicht mehr auf diese Postämter angewiesen bin. Bin in der Welt viel herum gekommen aber nirgendwo war die Post so wie hier: Dieses arrogante, in keiner Weise kundenfreundliche Verhalten der Mitarbeiter musste eines Tages Folgen haben. Und dann auch noch die überhöhten Preise! Mir hat es gegraut vor der Warterei in endlosen Schlagen! Und wenn man Zeit hatte -in seiner Mittagspause oder am Samstag- sperrten die Postämter zu. Die Post hat sich zu einem großen Teil ihr eigenes Grab geschaufelt.
http://www.mkschubert.de

Gast: 12Apostel
11.11.2008 01:37
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Gewerkschaft

Wir verlangen, dass die Verstaatlichte Post keine Verluste macht. Dies ist nur möglich, wenn Unwirtschaftlichkeit bei Postämter vorliegt und diese geschlossen werden. Möchte man dies teilweise verhindern, ist die Gewerkschaft gefordert. Job behalten aber runter mit den Beamtengehälter. Oder wie die Alitalia alles auf eine Karte setzen und vernichten. Dankschön Beamte, Dankschön Gewerkschaft, Dankschön für die Vernichtung von Arbeitsplätzen!

Antworten Paige
11.11.2008 08:26
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Dankschön EU

die das Postmonopol zerschlagen und damit die Privatisierung eingeleitet hat. Die Folge: Briefe werden aus den EU-konformen Briefkästen geklaut, Pakete landen bestenfalls vor der Eingangstür, wenn man nicht zu Hause ist. Wer entlegen wohnt, darf mit Verzögerung rechnen; denn der private Zusteller wartet darauf, dass er mehr Lieferungen in dieser Gegend hat. Als nächstes werden wie in Deutschland überall Container für Selbstabholer aufgestellt. Adé Postfach; denn Private stellen nichts auf das Postfach zu.
Zuerst haben die Postler sichs gut gehen lassen auf Steuerzahlerkosten und jetzt zahlt man einen Aufpreis für Selbstabholung/Nachnahme.. Alsbald wird der Größere die Kleineren schlucken, und am Ende muss der Staat ihn übernehmen (alles neu installieren), weil der Betrieb pleite geht...
Infrastruktur und Energieversorgung müssen verstaatlicht sein. Jeder Bürger muss gleich gut versorgt werden - das geht nicht wirtschaftlich, aber wirtschaftlicher als bisher...

Antworten Antworten Filz Laus
11.11.2008 10:14
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Re: Dankschön EU -- @Paige - schade dass bei Ihnen noch Heizer auf der Elok beschäftigt sind!


Antworten Antworten Gerald
11.11.2008 09:55
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Re: Dankschön EU

Die neuen Briefkästen sind auf österreichischem Mist gewachsen, nicht auf dem der EU. Die Verordnung wurde dann ca. 2 Monate vor der letzten Frist an der man umrüsten musste vom VfGH gekippt. Seitdem hat man nie wieder etwas dahingehend gehört. Wäre das von der EU gekommen, wäre wohl ein Verfahren gegen Österreich eingeleitet worden.

Antworten Antworten Antworten Paige
11.11.2008 10:32
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Nur leider hatten viele schon umgerüstet

so auch in unserer Anlage. Und mir wurden schon 2 Lieferungen gestohlen => 15 € pro Monat für Postfach Plus :-(

Antworten Antworten Antworten Antworten Gerald
11.11.2008 11:23
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Re: Nur leider hatten viele schon umgerüstet

Ja die Verordnung war Pfusch und gesetzeswidrig noch dazu. Ein unzulässiger Eingriff in die Privatsphäre wie der VfGH ja dann auch geurteilt hat. Sie ist aber auf österreichischem Mist gewachsen, nicht auf dem der EU. Ein EU-Mist ist eher die Normierung der Briefkästen, da sie offensichtlich nicht diebstahlsicher sind.

Antworten Antworten my2cent
11.11.2008 08:34
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Re: Dankschön EU

es ist unmöglich alle bürger gleich gut zu versorgen, sie können es versuchen aber es ist nicht zu schaffen

und dass in einer marktwirtschaft die einzelnen teilnehmer das erreichen einer martkbeherrschenden stellung sich wünschen ist so alt wie die marktwirtschaft - wenn es eine funktionierende wettbewerbsbehörde gibt dann ist eine monopolisierung nicht möglich

darauf sollte sich ein staat konzentrieren, und nicht unternehmer spielen .... das hat uns schon genug geld gekostet


Antworten Antworten Antworten Paige
11.11.2008 09:23
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Re: Re: Dankschön EU

Viele Babies haben blaue Augen... Wettbewerbsbehörde? Wo war sie, als REWE Adeg gekauft hat? Hat sie die Preisesteigerungen kontrolliert? Weshalb ist in Österreich alles teurer als in Deutschland? Die Benzinpreise fallen nicht entsprechend dem Rohölpreis, ansteigen tun sie sofort etc.

Die Bürger MÜSSEN gleich gut versorgt werden. Punkt.

Antworten Antworten Antworten Antworten my2cent
11.11.2008 10:58
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Re: Re: Re: Dankschön EU

sorry, hab ich jetzt übersehen

bei der wettbewerbsbehörde stehe ich zu 100 % hinter ihnen

leider ist es halt nicht so pr-trächtig wie das hinstellen und verkünden "ich rette arbeitsplätze" ... aber ich hoffe doch dass die nächste regierung da etwas zustande bringt


Antworten Antworten Antworten Antworten Filz Laus
11.11.2008 10:16
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Re: Re: Re: Dankschön EU -- Internet für alle!!!


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Paige
11.11.2008 10:49
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Re: Re: Re: Re: Jössasna!

Bin seit 1995 im Internet. Ich hatte damals den WinCim von CompuServe und zahlte pro Stunde 40 ATS + monatliche Grundgebühr + Telefonkosten zum Knoten Wien mit einem 28.8 Modem. Die nützten zunächst noch den Mosaic-Browser, erst später tauchte Netscape auf. Österr. Dienste gabs außer der Post kaum, Ping, soviel ich mich erinnere - aber das war alles unterste Entwicklungsstufe.

 
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