06.02.2012 19:57 | Meine Presse Merkliste0

Au-Pairs bekommen ab 2009 erstmals Mindestlohn

18.11.2008 | 10:59 |   (APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Au-Pairs erhalten ab Anfang 2009 erstmals einen eigenen Mindestlohn. Das im Wirtschaftsministerium angesiedelte Bundeseinigungsamt hat dem Antrag der Gewerkschaft vida für den Mindestlohntarif zugestimmt. Demnach darf die Arbeitszeit inklusive Bereitschaft maximal 20 Stunden in der Woche betragen. Neben Wohnung und Verpflegung gebührt dafür laut vida ein monatlicher Mindestlohn von 357,74 Euro.

Dieser Mindestlohn entspricht der Geringfügigkeitsgrenze für 2009. Gemäß dem Hausgehilfen- und Hausangestelltengesetz haben Au-Pairs Anspruch auf 15 Monatsentgelte im Jahr. Die Entlohnung richtete sich bisher nach den bundesländerweise unterschiedlichen Mindestlohntarifen für im Haushalt Beschäftigte.

Die Neuregelung bringe nicht nur eine österreichweit einheitliche Regelung, sondern auch beim Großteil der Au-pair-Arbeitsverhältnisse eine geringere Wochenarbeitszeit, so Michaela Guglberger, vida-Bundesfachgruppensekretärin für den Bereich soziale Dienste. Der neue Mindestlohntarif tritt mit Jahresanfang 2009 in Kraft und gilt für Beschäftigungsverhältnisse, die ab diesem Zeitpunkt abgeschlossen werden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

3 Kommentare
Gast: Vater
18.11.2008 11:41
0 0

Au-Pairs in Österreich nicht mehr erwünscht?

Anscheinend sind Au-Pairs in Österreich nicht mehr erwünscht, anders kann ich mir kann ich mir die Entwicklungen der letzten Jahre nicht erklären: Umwandlung des Verhältnisses (Integration in Familie im Vordergrund) in ein reines Arbeitsverhältnis, Verdoppelung der Kosten (!) bei gleichzeitiger Einschränkung der Arbeitszeit, Erhöhung der Bürokratie (Land, AMS, GKK, etc.), komplette Lohnverrechnung notwenig (15 Gehälter, natürlich alle anders besteuert - dadurch Steuerberater notwendig), GKK: Einzahlung in Mitarbeitervorsorgekassa etc etc etc.
Geschadet wird - wieder einmal - dem Mittelstand und den berufstätigen Frauen , die es sich nicht mehr leisten können, ihre Kinder auf diese Weise zu betreuen, sowie den Au Pairs.
Schade eigentlich, bei dieser Entwicklung werden viele Familien in Zukunft auf ein Au Pair verzichten müssen.

Caesar
18.11.2008 11:21
0 0

Arbeitsverhältnis?

Mir war Au-pair bisher nicht als Abreitsverhältnis bekannt. Für mich war das bestimmende Element stets, dass das Au-pair ins Land kommt um die Kultur und Sprache zu lernen und gleichzeitig auf die Kinder der Gastfamilie schaut und wie ein Familienmitglied im Haushalt mithilft.
Naja nun gibts da eine fixe Regelung und Au-Pair wird zum Arbeitsverhältnis - hoffe die Grundgedanken des Gemeinsamen und des kulturellen Austauschs verschwinden da nicht - das wäre ein Bärendienst an den Au-Pairs...

Antworten Gast: Tanja
20.11.2008 20:06
0 0

Re: Arbeitsverhältnis?

Großartige Idee dieser vertrottelten Politiker. Danke, ich als Alleinerziehende kann mir das dann leider nicht mehr leisten. Immerhin haben sich seit Mitte 2007 die Kosten enorm gesteigert und mein Aupair musste bisher auch nicht mehr als 20 Std. arbeiten, weil die Kinder zum Glück auch Großeltern haben!
Keine normaler Arbeitgeber lässt seine "Angestellten" bei sich wohnen. Es ging tatsächlich um kulturellen Austausch, Sprachkompetenz und Weltoffenheit für meine Kinder, aber jetzt scheinbar wird das ganze ein Job und nicht mehr.

Es sind wieder mal die Menschen mit (kleinen) Kindern die draufzahlen und alle Aupairs die gerne kommen wollen, aber keine Familie mehr finden. Aber bitte schon recht viele Kinder kriegen!!!!

Fokus Steiermark

Erstmals in Österreich

  • Sichern Sie sich jetzt die Jahresvorschau des renommierten Magazins "The Economist", erstmals mit Österreichschwerpunkt aus der Wirtschaftsredaktion der "Presse".

    Für "Presse"-Abonnenten statt 6,90 nur 4,90 Euro.