Im Werk Leoben-Hinterberg des Leiterplattenherstellers AT&S muss ein Drittel der Belegschaft gehen. Dies teilte das Unternehmen in einer Ad-Hoc-Meldung am Dienstag und vor der Betriebsversammlung am Nachmittag mit. Laut AT&S sind von den Kündigungen 293 Stamm-Mitarbeiter und 159 Leiharbeiter betroffen.
Erst am Freitag hatte Hannes Androsch, Vorsitzender des Aufsichtsrates bei Leiterplatten-Hersteller AT&S eine Kündigungswelle im Unternehmen angekündigt. Nur wenige Tage zuvor hatte er über den "Trümmerhaufen" bei AUA, Post und Telekom geklagt.
Die Kündigung von Mitarbeitern wurde seitens AT&S u.a. mit den jüngster Ereignissen in der weltweiten Finanzwirtschaft begründet, deren "Auswirkungen auf die Realwirtschaft auch im Bereich der Elektronikindustrie zunehmend spürbar" würden.
| Fakten zum Jobabbau bei AT&S | ||
| Heute | Geplant | |
| Mitarbeiterstand | 1370 | 918 |
| Produktionskapazitäten | 215.000 m² | 1300.000 m² |
Laut AT&S werden die Restrukturierungskosten in Summe 20,4 Mio. Euro betragen. Diese teilen sich auf Kosten des Personalabbaus, Gebäudeabschreibungen und sonstige Anpassungskosten auf. Die genaue Höhe werde erst nach Ausarbeitung eines Sozialplanes mit der Belegschaftsvertretung fest stehen. Erste Kündigungen werden bereits zum Ende des Jahres 2008 ausgesprochen, sodass der Personalabbau mit Ende des Geschäftsjahres 2008/09 im Wesentlichen abgeschlossen sein sollte.
Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) bei AT&S wurde im zweiten Quartal auf das Rekordniveau von 14,9 Mio. Euro gesteigert.
Auch Palfinger baut Jobs ab
Auch der Kranhersteller Palfinger mit Sitz in Salzburg muss in den kommenden Monaten aufgrund geringerer Auftragslage Mitarbeiter abbauen. Am Dienstagvormittag seien die Beschäftigten bei Betriebsversammlungen in den Werken in Köstendorf, Kasern und Lengau über die geplanten Maßnahmen informiert worden, sagte Konzernsprecher Hannes Roither. Es werde einen Sozialplan geben.
(APA)

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