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AT&S und Palfinger: Jobabbau wegen Auftragseinbruch

18.11.2008 | 14:36 |   (DiePresse.com)

Bei dem Leiterplatten-Hersteller werden 293 Stamm-Mitarbeiter und 159 Leiharbeiter ihren Job verlieren. Auch beim Kran-Hersteller Palfinger kommt es zu Kündigungen.

Im Werk Leoben-Hinterberg des Leiterplattenherstellers AT&S muss ein Drittel der Belegschaft gehen. Dies teilte das Unternehmen in einer Ad-Hoc-Meldung am Dienstag und vor der Betriebsversammlung am Nachmittag mit. Laut AT&S sind von den Kündigungen 293 Stamm-Mitarbeiter und 159 Leiharbeiter betroffen.

Erst am Freitag hatte Hannes Androsch, Vorsitzender des Aufsichtsrates bei Leiterplatten-Hersteller AT&S eine Kündigungswelle im Unternehmen angekündigt. Nur wenige Tage zuvor hatte er über den "Trümmerhaufen" bei AUA, Post und Telekom geklagt.

Die Kündigung von Mitarbeitern wurde seitens AT&S u.a. mit den jüngster Ereignissen in der weltweiten Finanzwirtschaft begründet, deren "Auswirkungen auf die Realwirtschaft auch im Bereich der Elektronikindustrie zunehmend spürbar" würden.

Fakten zum Jobabbau bei AT&S
HeuteGeplant
Mitarbeiterstand1370918
Produktionskapazitäten215.000 m²1300.000 m²
Neben zu erwartenden Mengenrückgängen kämen auch die Preise weiter unter Druck, "wodurch Volumsaufträge zukünftig in Österreich nur noch in Ausnahmefällen gefertigt werden können", hieß es. Einige der in Leoben wegen der Verringerung der Produktionskapazitäten nicht mehr benötigten Maschinen werden im neuen Werk in Indien zum Einsatz kommen.

Laut AT&S werden die Restrukturierungskosten in Summe 20,4 Mio. Euro betragen. Diese teilen sich auf Kosten des Personalabbaus, Gebäudeabschreibungen und sonstige Anpassungskosten auf. Die genaue Höhe werde erst nach Ausarbeitung eines Sozialplanes mit der Belegschaftsvertretung fest stehen. Erste Kündigungen werden bereits zum Ende des Jahres 2008 ausgesprochen, sodass der Personalabbau mit Ende des Geschäftsjahres 2008/09 im Wesentlichen abgeschlossen sein sollte.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) bei AT&S wurde im zweiten Quartal auf das Rekordniveau von 14,9 Mio. Euro gesteigert.

Auch Palfinger baut Jobs ab

Auch der Kranhersteller Palfinger mit Sitz in Salzburg muss in den kommenden Monaten aufgrund geringerer Auftragslage Mitarbeiter abbauen. Am Dienstagvormittag seien die Beschäftigten bei Betriebsversammlungen in den Werken in Köstendorf, Kasern und Lengau über die geplanten Maßnahmen informiert worden, sagte Konzernsprecher Hannes Roither. Es werde einen Sozialplan geben.

(APA)


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2 Kommentare
Gast: Martin S
18.11.2008 18:41
0 0

Schon seltsam!

MAcht ein (staatsnaher) Betrieb Gewinn und entlässt Leute - Streik, Protest, Politiker aller Farben mischen sich ein , da wird gelabbert von "unmenschlich" und und und...
Aber wenn der Herr Obergscheit Androsch ein Drittel oder mehr seiner Leute entlässt - da tönt kein Roter von "sozialer Wärme", Streik oder Ähnlichem. Naja, B a g a g e unter sich!

Gast: das hirn
18.11.2008 13:37
0 0

at&s jobabbau wegen...

herr dr.androsch ständiger ezzesgeber der roten und patenlösungsfinder im allgemeinen macht und muss das machen, wogegen er im sinne sozialistischer und gewerkschaftlicher granden lauthals wettert, nämlich arbeiter entlassen. bei der post, telecom, bahn, aua, etc.etc. wird in so einem fall sofort gestreikt und getrillert und das management muss sofort entlassen werden und durch andere rote alleskönner ersetzt werden.
und zwar so lange, bis die ruinierten betriebe entweder unverkäuflich sind oder den satten preis von einem euro einbringen. meistens ist es schon ein toller erfolg, wenn der staat nicht noch zuzahlen muss. unser roter parade- grossindustrieller schaft neue arbeitsplätze. in china und indien. freundschaft

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