Die Telekom Austria zieht in Sachen Personalabbau wieder gegen die Gewerkschaft zu Felde. Die "Restrukturierung" des Festnetzes, also u. a. das Streichen von 2.500 Jobs in den nächsten drei Jahren, sei von umfangreichen Sozialmaßnahmen begleitet, alle Kostensenkungsmaßnahmen würden regelmäßig den Mitarbeitern und Personalvertretern kommuniziert, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Das Festnetz sei nur mit dem Umstieg auf neue Technologien überlebensfähig. "Jeder Arbeitskampf dagegen ist ein Kampf gegen die sprichwörtlichen Windmühlen", so die TA. Bei Beibehalten der jährlich Steigerung der Personalkosten um 25 Millionen Euro seien die notwendigen Investitionen ins Festnetz nicht denkbar, teilte das Unternehmen mit.
Die Betriebsräte der Telekom Austria machten indes am Abend ihrem Frust über die Telekom-Führung Luft. Sie fühlen sich gemobbt und werfen dem teilstaatlichen Unternehmen vor, trotz Gewinnen eine Politik auf dem Rücken der Mitarbeiter zu machen. Auf der Strecke würden nicht nur die Mitarbeiter bleiben, sondern auch Krankenhäuser, Banken, Tourismusbetriebe, Klein- und Mittelbetriebe sowie Industriekonzerne, die auf das Festnetz angewiesen seien.
Als Beispiele für das "unmenschliche Verhalten" des Telekommanagements nannte Betriebsratschef Michael Kolek den Umgang mit den Kollegen im Customer-Service. Hier habe es binnen weniger Tage das fünfte Mal eine Info an die Personalvertretung gegeben, bei der jedes Mal eine andere Mitarbeiterabbauzahl genannt worden sei.
Die Telekom drohte umgehend ihrem Betriebsrat mit Klagen wegen Ruf- und unternehmensschädigender Aussagen. Das Unternehmen wies am Abend Koleks Aussagen zurück und erklärte, Kolek sei seit 21. Oktober mit einer Unterlage über die geplanten Maßnahmen im Festnetzbereich informiert.
(APA)

Yigg
Webnews
Mr. Wong
Delicious
Facebook
Scoop
Google
Chrysler, Dodge, Jeep Das Sterben der US-Kultmodelle
Buwog-Affäre Das Who is Who der Akteure
Kreativ Die Welt der Werbung











