11.02.2012 17:36 | Meine Presse Merkliste0

Staat gibt bald mehr Geld für Zinsen aus als für Soziales

10.12.2008 | 19:12 |   (Die Presse)

Das Bankenpaket treibt die Staatsschulden in die Höhe. Denn dieses Geld muss der Bund zuerst am Kapitalmarkt aufnehmen.

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Wien (jaz). 7,6 Mrd. Euro zahlt Österreich heuer für die Zinsen der Staatsschulden. Dieser Betrag ist inzwischen annähernd so groß wie die Sozialausgaben aus dem Budget (Notstandshilfe, Kindergeld, Pflegegeld, Arbeitslosengeld und Familienbeihilfe) mit in Summe 8,9 Mrd. Euro. „Schon bald werden die Zinszahlungen jedoch über den Sozialausgaben liegen“, meinte Bernhard Felderer, Präsident des Staatsschuldenausschusses, am Mittwoch anlässlich seines halbjährlichen Berichts über die heimische Staatsverschuldung.

 

Weniger Geld rein, mehr raus


Denn die Staatsverschuldung wird in den nächsten Jahren wieder kräftig anwachsen. Grund dafür ist einerseits der kommende Konjunkturabschwung, der weniger Steuereinnahmen in die Staatskassen spült, und andererseits die zusätzlichen Ausgaben des Staats, um diesem Konjunkturabschwung entgegenzuwirken. Zusätzlich erhöht das Bankenhilfspaket – durch das den heimischen Banken Eigenkapital im Ausmaß von 15 Mrd. Euro zugeschossen wird – den Schuldenberg massiv. Denn dieses Geld muss der Bund zuerst am Kapitalmarkt aufnehmen.

 

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Der Schuldenberg des Staats wird daher bereits heuer wieder über die Maastricht-Grenze von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Erst im Vorjahr sank sie erstmals unter 60 Prozent ab. Ohne Bankenpaket würde die Staatsverschuldung heuer noch bei 58 Prozent des BIP liegen. Welchen konkreten Einfluss das Bankenpaket auf das jährliche Budget hat, ist noch nicht klar. Der Staat muss für die 15 Mrd. Euro zwar rund vier Prozent pro Jahr zahlen, erhält aber von den Banken auch Zinsen dafür – die mit über neun Prozent deutlich höher liegen. „Wenn die Garantien von bis zu 100 Mrd. Euro nicht schlagend werden, dann könnte der Staat sogar ein Geschäft machen“, sagt Felderer.


Klar ist jedoch, dass das Budgetdefizit in den nächsten Jahren wieder deutlich ansteigen wird. So rechnet Felderer für 2009 mit einem Budgetdefizit von 2,7 und 2010 sogar mit bis zu 3,5 Prozent des BIP. Der wirtschaftliche Tiefpunkt werde jedoch schon 2009 erreicht sein. 2010 sollte sich die Wirtschaft bereits wieder erholen, 2011 erwartet Felderer ein „normales Jahr“.


Das von der Bundesregierung für 2011 avisierte Budgetdefizit von 2,8 Prozent sei daher „sehr hoch“. Auch in den Folgejahren sollte der Weg Richtung Nulldefizit schneller vonstattengehen. „Wir sind für eine antizyklische Politik. Daher sind in der jetzigen Situation höhere Staatsausgaben auch legitim. Wir müssen bei besserer Konjunkturlage dann aber zu einem Nulldefizit und Überschüssen kommen“, so Felderer.

„Brauchen Strukturreformen“


Angesichts der Budgetzahlen der Regierung für die Jahre nach 2011 scheint die Gefahr groß zu sein, dass sich die Entwicklung der Jahre zwischen 2002 und 2008 wiederholt. So wurde auch 2007 – laut Felderer ein Jahr mit einem Wachstum, „wie wir es selten erlebt haben“ – ein Budgetdefizit geschrieben. Überschüsse wurden für die Jahre ab 2010 geplant. Dieser Plan ist allerdings nun durch den Konjunktureinbruch endgültig zunichtegemacht worden. Sollte die Politik Überschüsse erneut erst in zehn Jahren planen, sei das keine gute Idee, meint Felderer. „Bis 2020 wird es sicher wieder einen Konjunktureinbruch geben.“


Felderer fordert daher „längst notwendige“ Strukturreformen und Augenmaß bei neuen Konjunkturpaketen. „Wenn man viel Geld in die Hand nimmt, bedeutet das nicht automatisch, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. Das sollte jedes Mal gut überlegt sein.“

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45 Kommentare
 
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Gast: mike
09.07.2009 09:19
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So etwas war schon abzusehen,

als die österreichischen Politiker ( unter tatkräftiger Mithilfe der Beamten ) bei guter Konjunktur und "sprudelnden Steuern" kein ausgeglichenes Budget zustandebrachten.

Antworten hw
09.07.2009 16:16
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Re: So etwas war schon abzusehen,

was erwarten sie von beamten, die ausser ihre schreibstuben, kontoauszüge und machterhalt nix kennen?
der hat sein fixes gehalt mit sprüngen, und hat in keinsterweise ein ahnung was sich seit längeren auf den weltmärkten abspielt.

das traurigste und da können sie einem schon fast leid tun, dass sie auch noch stolz darauf sind.

ich meine hier nicht die untere beamtenebene, also die ausfürenden!

Gast: eugp21
22.04.2009 23:43
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Chanen für ein neues System

hallo

anbei sende ich Ihnen einen Link zu meinen Buch: Cybergame - Chancen für ein neues System

http://eugp.org/thegame.htm

lg
ein Europäer

Gast: Dr.Gernot Stöckl
12.12.2008 16:10
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Nichts ist unsozialer, als ausufernde Staatsschulden!

Denn je höher der Zinsendienst für die Verschuldung ansteigt, umso enger wird der Gestaltungsspielraum des Staates, der schlußendlich im Würgegriff der Schulden ersticken muß. Der letzte Ausweg des Staates ist dann eine Finanz- und Währungsreform, mit der die Schulden als hinfällig erklärt werden und ein neuer Beginn dekretiert wird. Die populistische Schuldenpolitik scheint (offensichtlich in internationalem Gleichklang) diesen Fluchtweg anzusteuern!

Antworten hw
09.07.2009 16:18
0 0

Re: Nichts ist unsozialer, als ausufernde Staatsschulden!

sie haben da grundsätzlich recht, aber was es bedeutet die schulden für hinfällig zu erklären brauche ich wohl nicht zu sagen.
15 eurofighter werden dann wohl nicht reichen!

enzo
12.12.2008 05:12
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Die Schulden

Sind ja der Hauptbestand unseres Geldsystems.
http://www.secret.tv/artikel4933767/Warum_ueberall_Geld_fehlt

Gerald
11.12.2008 15:15
0 0

Unsere Sozis

schimpfen zwar immer über die bösen Kapitalisten. In Wirklichkeit sind sie aber die eifrigsten Fütterer der Kapitalisten. Zinsen sind übrigens Geld ohne Gegenleistung! Ohne die Zinsen die wir für die fahrlässige Finanzpolitik eines Kreisky und eines Sinowatz bis heute blechen, hätten wir seit Jahren einen Budgetüberschuss.

Antworten hw
09.07.2009 16:20
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Re: Unsere Sozis

zinsen sind nicht geld ohne gegenleistung! es ist geld, für einen wohlstand den es sonst nicht geben würde.

die kreisky schulden sind ein klacks, aber er hat das ganze volksreif gemacht.

Antworten my2cent
11.12.2008 15:48
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Re: zinsen sind geld ohne gegenleistung?


sie haben keinen nutzen (gegenleistung) wenn sie z.bsp ein haus auf kredit bauen und daher keine miete mehr zahlen müssen?

ein staat hat keinen nutzen (gegenleistung) in dem er auf kredit in die bildung seiner einwohner investiert und diese aus einer höheren produktivität mehr steuern zahlen?


Antworten Antworten hw
12.12.2008 10:44
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Re: Re: zinsen sind geld ohne gegenleistung?

sie haben grundsätzlich recht, aber offenbar ist die bildung dann so schlecht, oder das steuersystem, dass der kredit nicht rückgezahlt werden kann. da ist irgendwo ein systematischer fehler.

Antworten Antworten Gerald
12.12.2008 07:14
0 0

Re: Re: zinsen sind geld ohne gegenleistung?

Die Gegenleistungen die Sie hier anführen werden durch den Kredit selbst erbracht, nicht durch die Zinsen! Wenn man das Geld hätte und nicht über Schulden finanzieren müsste, hätte man die selbe Gegenleistung aber keine Zinsen. Natürlich macht es Sinn etwas über Kredite zu finanzieren, wenn der langfristige Nutzen die höheren Kosten übersteigt (so wie auch in den beiden von Ihnen angeführten Fällen). Das ändert jedoch nichts an der Grundaussage:
Zinsen sind Geld das man zahlen muss, ohne eine Gegenleistung zu erhalten!

Antworten Antworten Antworten my2cent
12.12.2008 09:48
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Re: Re: Re: zinsen sind geld ohne gegenleistung?

zinsen sind geld das man zahlen muss, ohne eine gegenleistung zu erhalten WENN der kredit nicht sinnvoll investiert wird

nur hoffe ich dass dieses "WENN" so selten wie möglich eintritt - und nicht zur praxis wird

imho ist es die ausnahme dass ein kredit aufgenommen wird ohne einen nutzen (*) daraus zu ziehen - und darum ist ihre aussage nur für ausnahmen stimmig (deswegen mein problem mit ihrem satz)

(*) nutzen: wird individuell vom kreditnehmer festgelegt und unterliegt seiner persönlichen einschätzung

Gast: Grünspan
11.12.2008 10:40
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Risikoaufschlag für Österreich steigt

Der Zinsaufschlag der österreichischen Staatsanleihen ist ggü. den deutschen Bundesanleihen in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Nur ein Teil davon läßt sich mit dem liquideren Markt in Krisenzeiten für deutsche Papiere begründen.

Nachdem Island abgesoffen ist, stehen nun Länder wie Irland und Ungarn vor ähnlichen Problemen. Auch wenn Österreich damit nicht zu vergleichen ist, könnte eine generelle Kapitalflucht aus den kleineren Volkswirtschaften zu erheblich teureren Refinanzierungskosten führen. Ein Anstieg der Zinsbelastung um 10% ist daher selbst ohne Veränderung des EZB-Leitzinses auf längere Sicht denkbar.

Antworten Paco
11.12.2008 11:18
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Re: Risikoaufschlag für Österreich steigt


Zinsaufschläge für Österrreich?

Logo, weil:

Österreich ist pleite!

Was Generationen aufgebaut, wurde im Welt-Casino
verspielt

von Friedrich Romig

Österreichs Politiker wie Vranitzky und Schüssel oder der jahrzehntelang die Fäden im Hintergrund ziehende Andreas Khol haben uns in die EU getrieben und den Euro durchgesetzt. Aus der zweiten Reihe haben sie viel Verstärkung erfahren, so von Mock, Busek, Klima, Fischler, den Aussenministerinnen Ferrero-Waldner und Plassnik bis hin zu den Ja-Sagern im Parlament und den rückgratlosen Beamtenvertretern in Brüssel, die alle daran mitwirkten, dass Österreich seine Souveränität wie auch seine Währung verlor und in die globaltotale Pleite schlitterte. Sie bahnten Heuschrecken und Bankenmafia den Weg ins Welt-Casino, in dem gigantische Summen aus dem Volksvermögen in wenigen Jahren verspielt wurden. [...]

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr50-vom-8122008/oesterreich-ist-pleite/

Antworten Antworten hw
11.12.2008 13:09
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Re: Re: Risikoaufschlag für Österreich steigt

1 generation hat zerstört, dann wurde aufgebaut, und seitdem wird wieder langsam abgebaut (auf pump gelebt).
wir kaufen öl in arabien, produkte in china, die eigenen sind uns zu teuer.

ihr genanntes volksvermögen wurde nicht verspielt, den es hat nie existiert, war aber die basis für viele (buch)gewinne. und noch heute schreien manche diese gewinne gehören besser verteilt.

schade das es die vermögenszuwachssteuer auf aktien heuer noch nicht gegeben hat. der staat wäre vermutlich schon pleite. z8

Antworten Antworten Antworten Paco
11.12.2008 14:29
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Re: Re: Re: Risikoaufschlag für Österreich steigt

Das war die Meinung des Herrn Romig und nicht meine!

Ich stelle solche Artikel hier herein, um Diskussionen anzuregen und weil in solchen auch meistens ein Körnchen Wahrheit enthalten ist z.B.:

Österreich zahlt 0,84% mehr als Deutschland für seine Staatsschulden, sogar mehr als das hoch verschuldete Belgien (0,80%)*.

Antizipieren die Märkte hier etwas?

* http://markets.ft.com/markets/bonds.asp


Antworten Antworten Antworten Antworten hw
11.12.2008 19:55
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Re: Re: Re: Re: Risikoaufschlag für Österreich steigt

die sozialisten sinds wohl den reichen bei uns mehr vergöhnt, den die partizipieren meist die staatsanleihen.
dafür muss man die "fleißigen" schröpfen, den die müssen diese zurückzahlen.

ich verstehe auch nicht warum, wie im titel, das negativ dargestellt wird. die banken bezahlen über 8% zinsen, der staat bezahlt an die anleger wenig, d.h. er macht gewinn dabei! es ist aber richtig, dass er als als größer gewordener schuldner auftritt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Paco
11.12.2008 14:30
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Re: Re: Re: Re: Risikoaufschlag für Österreich steigt

Pardon, Replik gehört zu @Peter

Antworten Antworten Peter
11.12.2008 12:10
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Re: Re: Risikoaufschlag für Österreich steigt

Und sie meinen mit dem Schilling wär's besser? Wieso haben's dann die Isländer, Ungarn, Ukrainer usw. plötzlich so eilig mit dem Eurobeitritt. Kann's sein weil deren Währungen allein auf sich gestellt bis zu 70% abgewertet haben?

Antworten Antworten Antworten hw
11.12.2008 13:14
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Re: Re: Re: Risikoaufschlag für Österreich steigt

mit dem schilling wäres nur dann besser, wenn wir von der restlichen welt weitgehend unabhängig wären,
oder wenn viele spekulanten bei uns geld angelegt hätten. beides will haben wir oder wollen wir nicht.
den grund dazu kenne ich allerdings nicht.

NeroRosso
11.12.2008 09:35
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Überschrift des Artikels führt zu merkwürdigen

Aussagen und falschen Schlussfolgerungen:

Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen und das ist in einer Zeit der "bad news" super!

Falls man schon die Höhe der Sozialausgaben des Staates mit der der Zinszahlungen vergleicht, sollte man dabei nicht vergessen, dass eben die Höhe der Sozialausgaben des Staates teilweise für diese Zinszahlungen verantwortlich sind.


Antworten my2cent
11.12.2008 10:48
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Re: Überschrift des Artikels führt zu merkwürdigen

mit anderen worten: hätten wir früher nicht so hohe sozialausgaben gehabt, könnten wir uns heute mehr sozialausagaben leisten - verstehe ich sie da richtig?

Antworten Antworten hw
11.12.2008 13:26
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Re: Re: Überschrift des Artikels führt zu merkwürdigen

kann man sagen, noch grundsätzlich sollte kann man sagen, man kann nur ausgeben was man einnimmt. d.h. auch sozialausgaben müssen sich in einer gewissen zeit "rechnen".
z.b. eine teurere medizin muss auch die leute wieder früher in arbeitsleben zurückbringen. was sie auch tut.

gegenteiliges passiert in der bildung, da geben wir immer mehr aus, aber es wird immer ineffizienter. was jetzt aber nicht heißt man soll kürzen, sondern wir müssen zuerst schaun, dass wir mit jetzigen mittel besser sind als die anderen.

ja der ganze streit der parteien um die ganzen sinnlosen themen der vergangenheit fällt uns jetzt auf den kopf.
schuld sind aber immer WIR, die die teiweisen unfähigen politiker zulassen.

Antworten Antworten NeroRosso
11.12.2008 11:07
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Re: Re: Überschrift des Artikels führt zu merkwürdigen

Die Sozialausgaben sind Teil des Staatsbudgets. Und wenn sie nicht allein durch Einnahmen des Staates (Steuern, Gebühren etc) gedeckt sind, müssen ja zwangsläufig andere Geldquellen erschlossen werden und die verursachen als Fremdkapital eben eine Zinsbelastung.

Das sind jetzt die Ausgaben früherer Perioden und auch der heutigen, die ja dann auch in kommenden Jahren an der "Zinsbelastung" für nachfolgende Generationen mitwirken. Die Frage ist ja nur: Wollen wir das? Wem nützt es wie? Ist es vertretbar? Oder nehmen wir USA-Verhältnisse in Kauf?

So wie ich Frau und Herrn Österreicher kenne, will dieser auf nichts verzichten - läuft unter "wohlerworbenen Rechten".


Antworten Antworten Antworten my2cent
11.12.2008 11:52
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Re: Re: Re: Überschrift des Artikels führt zu merkwürdigen


das problem ist dass in den letzten jahrzehnten (zumindest seit vranitzky kann ich mich persönlich daran erinnern) die jährliche ERHÖHUNG der staatsschulden mit dem argument des wirtschaftswachstums gerechtfertigt (wachstum der staatsschulden geringer als das wirtschaftswachstum bedeutet eine sinkende verschuldung im verhältnis zum BIP)

die andere linie war nach dem alten motto "spare in der zeit, dann hast du in der not" aufgebaut (d.h. abbau der staatschulden in rezessionslosen zeiten durch BUDGETüberschüsse um bei rezessionen einen spielraum zu haben)

sollte die rezession länger als 2010 anhalten werden die "wohlerworbene rechte" der österreicher nicht länger existieren - wers nicht selbst lernt, lernt es später auf die harte tour


Antworten Antworten Antworten Antworten hw
11.12.2008 20:02
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Re: Re: Re: Re: Überschrift des Artikels führt zu merkwürdigen

sie glauben ja nicht wirklich, dass unser mikroland das wirtschaftwachstum auch nur irgendwie beeinflussen kann?
die ganze schuldenpolitik ist wählerkauf und sonst garnix! die kinder und kindeskinder dürfen das ruhig ihren eltern und großeltern vorwerfen, das ist nämlich alles andere als österreich aufbauen.

PS: ich sprech nicht gegen schuldmachen, aber es muss dazu pläne der rückzahlung geben, und zwar wer, wie und bis wann!

 
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