Italien plant Hilfen für die krisengeschüttelte Autoindustrie im Land in Höhe von 300 Millionen Euro. Laut italienischen Medien beinhaltet das Hilfspaket eine Verschrottungsprämie, Krediterleichterungen und Förderung der Produktion ökologischer Fahrzeuge. Die Ende 2008 ausgelaufene Zahlung von Verschrottungsprämien soll wieder eingeführt werden und wie bisher rund 600 Euro betragen.
Die Fiat-Gruppe erklärte sich enttäuscht, da die Verschrottungsprämie ihrer Ansicht nach zu niedrig ist, um die Autoindustrie in dieser schwierigen Phase wirklich zu unterstützen. Die deutsche Regierung garantiere eine Prämie von 2.500 Euro. Fiat fordert zudem, dass die Verschrottungsprämie auch auf Autos Euro 2 ausgedehnt werde. Dagegen stemmt sich jedoch die Regierung, weil dann 46 Prozent der italienischen Fahrzeuge die Verschrottungsprämie beanspruchen könnten, was sich für die öffentlichen Kassen als zu kostspielig erweisen würde.
Fiat-Chef Sergio Marchionne ist der Ansicht, dass Unterstützung für die Automobilbranche die effizienteste Methode zur Konjunkturstützung in Italien sei. Die Wertschöpfung von Fiat liege bei 13 Milliarden Euro, davon werden etwa sieben Milliarden Euro in Italien erwirtschaftet. Wenn man hierzu die Wertschöpfung der Zulieferer und der benachbarten Wirtschaftszweige wie Versicherungen und Finanzierungen addiere, komme man auf 30 Milliarden Euro oder 20 Prozent des italienischen Bruttoinlandsproduktes.
Förderungen für Investitionen seien für die italienische Autobranche besonders wichtig, in einer Phase, in der Fiat stark auf internationale Allianzen setzt, meinen Branchenexperten. Der Turiner Autobauer hat vergangene Woche den Kauf eines 35-prozentigen Anteils an dem krisengeschüttelten US-Autobauer Chrysler angekündigt. Zudem überlegt man in Turin eine Fusion mit Peugeot-Citroen. (Schluss) mit/mg
WEB
(APA)

Yigg
Webnews
Mr. Wong
Delicious
Facebook
Scoop
Google
Kreativ Die Welt der Werbung
Jobrochaden Karrieresprung: Die Aufsteiger
Autos Die Marken mit dem geringsten Wertverlust