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Vorwurf: "Telekom-Regulierer ist Schutz-Macht der Telekom Austria"

04.02.2009 | 13:26 |   (DiePresse.com)

Der Verband alternativer Telekom-Anbieter kritisiert die Übernahme des Verkabelungs-Anbieters CableRunner durch die Telekom Austria. Diese führe zu einer "dramatischen Konzentration".

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Der Kauf des Infrastrukturunternehmens CableRunner Austria durch die Telekom Austria verärgert die Mitbewerber zusehends. Nachdem sich bereits in der Vorwoche der Internetverband ISPA zu Wort gemeldet hat, deponierte heute der Verband der Alternativen Telekom-Anbieter (VAT) ebenfalls seinen Unmut. Die Übernahme des Verkabelungsanbieters führe zu einer "weiteren dramatischen Konzentration bei Telekom-Infrastruktur", so VAT-Präsident und "3"-Chef Berthold Thoma am Mittwoch in einer Aussendung.

"Schutzmacht der Telekom Austria"

Er greift die Telekom-Regulierungsbehörde RTR scharf an und bezeichnet sie als "Schutzmacht der Telekom Austria". Die Mitbewerber der teilstaatlichen Telekom mutmaßen seit Öffnung des Marktes, der Staat schütze das Unternehmen, um von dessen Dividende zu profitieren.

Die RTR selbst hat immer auf ihre Unabhängigkeit gepocht. Thoma sieht nun den Gesetzgeber gefordert, "die überfällige und im aktuellen Regierungsprogramm versprochene Stärkung der Bundeswettbewerbsbehörde" zu veranlassen.

Telekom weist Vorwurf zurück

Die Telekom hatte bereits vergangene Wochen den Vorwurf des Ausnutzens der Marktmacht zurück gewiesen. "Der Marktanteil von Telekom Austria beträgt bei Breitband in Wien weniger als 20 Prozent. Nur mehr 17 Prozent ist der Marktanteil bei den Sprachminuten", so Telekom-Sprecher Martin Bredl. Nicht erwähnt wurde, dass die Tochter Mobilkom Austria Marktführer im Mobilfunk und somit bei mobilem Breitband und mobilen Sprachminuten ist.

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Gast
04.02.2009 23:50
0 0

Mobiles Breitband?

Wieso wird hier mobiles Breitband mit einem Glasfasernetz verglichen?

Gast: Hannes
04.02.2009 23:45
0 0

Raunzer

Die alternativen Betreiber sollen endlich diese nicht endende Raunzerei einstellen und selbst in den Netzausbau investieren. Es handelt sich großteils um internationale Konzerne denen es offensichtlich nur darum geht, mit geringstem Aufwand möglichst viel Geld zu verdienen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht und werfen der TA Knüppel in den Weg wo es nur geht. Sogar als die TA mit dem Kombipaket auf den Markt kam, wurde protestiert. Das ist inzwischen so erfolgreich, dass z. B. bei Tele2 (ebenfalls ein int. Konzern) hunderte Mitarbeiter abgebaut werden müssen. Konkurenz ist wichtig um Wettbewerb zu ermöglichen, destruktives Verhalten ist diesem aber sicher nicht dienlich.

poldionkel
04.02.2009 23:22
0 0

mehr investieren weniger raunzen,

das sollte das motto der alternativen anbieter sein. aber es ist ja viel einfacher die ausgebaute infrastruktur der ehemals verstaatlichten telekom zu nutzen, seien es räumlichkeiten, kabelkanalanlagen, die lichtwellenleiterstrecken und einzelne fasern derselben, oder die reichlich verlegten kupferkabel. selbst infrastruktur aufbauen würde für diese krokodilstränenproduzierer bedeuten, in die planung der netze die verlegung von rohrstrecken und das einbringen der kabel (lwl, cu) sowie für die notwendigen meßarbeiten und laufenden wartungsarbeiten, reichlich zu investieren.
aber es ist halt einfacher den rahm abzuschöpfen und dem mitanbieter, der sich seiner verantwortung/verpflichtung als marktführer bewußt ist und in die infrastruktur investiert, prügel vor die füße zu werfen.

Gast: myway
04.02.2009 17:42
0 0

CableRunner

Beurteile den Kauf super, denn wer stellt mir den im ländlichen Raum (z.B. Waldviertel) überhaupt eine Versorgung sicher (I-Net). Nur die Rosinen geht auch nicht.
lg

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