Die österreichische Bekleidungsindustrie hat die Finanzkrise 2008 noch nicht zu spüren bekommen, rechnet für heuer aber mit einer rückläufigen Entwicklung.
Im abgelaufenen Jahr seien der vorläufigen Berechnungen zufolge
- die Ausfuhren um etwa drei Prozent auf rund zwei Milliarden Euro und
- die Einfurhen um ebenfalls drei Prozent auf rund vier Milliarden Euro gestiegen,
teilte der Fachverbandsobmann in der Wirtschaftskammer Österreich, Wolfgang Sima, am Dienstag mit.
Wichtigster Partner bleibt Deutschland
Die Hauptabsatzmärkte sind laut Pitnik weiterhin Deutschland, Italien, Frankreich, die Schweiz und Großbritannien. Im wichtigen russischen Markt habe sich "das früher starke Wachstum verringert". Österreichs zweitwichtigster Lieferant von Textilien ist China (plus 10 Prozent) - knapp nach Deutschland.
2009 wird schwächer
Für 2009 erwartet die Textilindustrie aber "nur eine konjunkturadäquate Entwicklung" der Umsätze, also Einbrüche. Bisher seien die Auswirkungen der schwachen Konjunktur auf die heimische Bekleidungsindustrie aufgrund der Orderrhythmen "noch relativ gering" gewesen. Doch die Lage auf den Beschaffungsmärkten habe sich kurzfristig in nicht vorhersehbarer Weise geändert. "Selbst in der chinesischen Textilindustrie kommt es seit einigen Monaten zu Tausenden Betriebsschließungen, weil Aufträge aus den USA und Westeuropa ausfallen", berichtete Pitnik.
(APA)
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