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Siemens Österreich prüft Kurzarbeit

16.03.2009 | 14:13 |   (DiePresse.com)

Es sei aber noch nichts entschieden, sagt Siemens-Chefin Ederer. Sie spricht sich für Lohnverhandlungen "mit extremem Augenmaß" aus. Betroffen ist vor allem die Industrie-Sparte des Konzerns.

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Bei Siemens steht die Einführung von Kurzarbeit in Teilen des Konzerns - etwa bei der Elektronikfertigung im Wiener SIMEA-Werk mit rund 600 Mitarbeitern - zur Diskussion. Es sei aber noch nichts entschieden, es gebe auch noch keine "wirklichen Vorschläge", sagte Siemens-Österreich- Chefin Brigitte Ederer heute im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Es gebe zudem keine neuen Pläne, Arbeitsplätze abzubauen.

Die weltweite Wirtschaftskrise trifft im Siemens-Konzern am stärksten die Industriesparte: In den beiden anderen Sparten (Energie und Health Care) gebe es bisher keine wirklich drastischen Einschränkungen, die Industrie leide aber unter "erheblichen Reduktionen", sagte Ederer.

Nur bei "konjunkturellen Problemen" sinnvoll"

Kurzarbeit sei allerdings nur bei "konjunkturellen Problemen" sinnvoll, nicht bei "strukturellen Problemen", so Ederer. Beim fast abgeschlossenen Kostensenkungsprogramm werden rund 500 Leute abgebaut. Weiteren Personalabbau hat Siemens Österreich bei den Leiharbeitern durchgeführt: Hier hat sich das Unternehmen seit Beginn der Krise von rund 300 bis 400 Personen aus der eigenen Leiharbeiterfirma getrennt. Ohne Leiharbeiter und ohne der vom Stammhaus geführten VAI liegt der Personalstand bei Siemens Österreich derzeit bei etwa 8.000 Mitarbeitern.

Gut ausgelastet sei derzeit die Transformatorenproduktion im oststeirischen Weiz und in Linz, wo die Auftragslage bis 2012 abgesichert sei. "Man spürt dort nichts von der Wirtschaftskrise", freut sich Ederer über eine "Erfolgsgeschichte". Bei der VAI hingegen brechen seit Anfang September die Aufträge ein, Großprojekte würden verschoben.

"Extrem schwierige Situation"

"Wir haben eine extrem schwierige Situation", so Ederer. Bei den Lohnabschlüssen in der Elektroindustrie appelliert sie für ein "extremes Augenmaß": Man sollte alles andenken und nichts ausschließen, sagte Ederer auf die Frage nach Notkollektivverträgen. Dem Arbeitgeber-Verhandler für die Elektroindustrie, Albert Hochleitner, wolle sie aber nicht vorgreifen, und daher auch keine Zahlen nennen.

"Energieeffizienz wird ein zentrales Thema"

Hoffnungen setzt die Siemens-Österreich-Chefin in die Konjunkturprogramme mit Infrastrukturmaßnahmen. Diese sollten schnell starten, jedoch mit "Innovationsschüben" verbunden werden, wünscht sich Ederer. Ansatzpunkte dafür sieht sie in der Häuserdämmung, bei der Verschrottungsprämie, die etwa mit der Entwicklung von Infrastruktur für Elektroautos gekoppelt werden könnte oder bei Investitionen für den öffentlichen Verkehr, wo auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz eingesetzt werden sollten.

Die Zukunft liege in dezentraler Energieerzeugung und -Speicherung, Siemens sei hier mit innovativen Entwicklungen wie "smart grids" und "smart metering" ganz vorne dabei. "Energieeffizienz wird ein zentrales Thema sein", erwartet Ederer.

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3 Kommentare
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Dämmerung auch bei einigen Sozialisten?

Ja aber das geht doch nicht: Lohnverhandlungen mit extremen Augenmass. Wie bitte? Die Heilslehre der Sozialisten ist und war doch jahrzehntelang, dass die Einkommen kräftig erhöht werden MÜSSEN (egal wie es dem Betrieb geht), damit die (heilige Kuh) Kaufkraft gestärkt wird. Sollten jetzt die Sozialisten und die Ederer langsam kapieren, dass das Geld vorher erst VERDIENT werden muss, bevor es verteilt werden kann? Und in einer Krise eben kürzer getreten werden muss? Bitte dann diese Erkenntnis auch dem Hundsdorfer mitteilen, der in einem Presse-Online Chat vor kurzem noch nicht anerkannt hat, dass die wichtigsten Arbeitgeber in Ö die privaten Unternehme sind.

GB
16.03.2009 18:09
0 0

Re: Dämmerung auch bei einigen Sozialisten?

Nicht böse sein, aber du hast schon begriffen dass es hier um Siemens ... S I E M E N S!! geht?????

Siemens kann sich seine Mitarbeiter nicht leisten??? Seit wann denn das???

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Re: Dämmerung auch bei einigen Sozialisten?

schmiergeldaffairen in mrd höhe zahlen und hinterher die arbeiter zur kasse bitten.


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