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Der letzte Beamte bleibt bis 2045 in Dienst

09.05.2009 | 18:06 |  von Matthias Auer und Jakob Zirm (Die Presse)

Beamter zu werden war einst gar nicht so einfach. Wer kleiner als 168 Zentimeter war, hatte keine Chance. Heute sind Beamte früherer Staatsbetriebe ein gravierendes Problem. Erst 2045 geht der letzte in Pension.

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Man musste schon etwas Besonderes sein, wollte man den Rest seines Lebens dem Staat dienen: Die strenge Mindestgröße von 168 Zentimetern galt zwar nur für Exekutivbeamte, Frauen durften fünf Zentimeter kleiner sein. Am Amtsarzt soll aber auch schon manch ein Lehrer gescheitert sein. Im Extremfall reichte ein zu großer Bauchumfang als Hindernis auf der staatlichen Karriereleiter. Mit 40 Jahren war der Zug überhaupt abgefahren, dann war man zu alt, um noch echter Beamter zu werden. Erfüllte man jedoch alle Voraussetzungen, durfte man in den Beamtenhimmel eintreten: in die Pragmatisierung, die Unkündbarkeit und den Versetzungsschutz bis zum Tag der Pensionierung mit 80 Prozent des Letztbezugs.

55.000 Firmenbeamte in Österreich

Das war einmal. Seit dem Jahr 2004 werden nur noch gewisse Berufsgruppen „definitiv“ gestellt. Ausnahmen vom „Pragmatisierungsstopp“ gibt es viele: Richter, Polizisten oder Landesbeamte genießen etwa eigene Regelungen. Beim Bund sind immer noch zwei Drittel der etwa 133.000 Staatsdiener unkündbar. Verlässliche Zahlen darüber, wie viele der 141.000 Landesbediensteten pragmatisiert sind, gibt es nicht.

Beamte gibt es aber nicht nur im Bundes- oder Landesdienst. Auch staatsnahe Konzerne haben noch unkündbare Mitarbeiter. Diese „Firmenbeamten“ sind ein Erbe aus der Zeit, als ÖBB, Post oder Telekom Austria noch direkt Ministerien unterstellt waren. Inzwischen notieren jedoch zumindest Post und Telekom an der Börse. Dennoch sind 55.000 der etwa 81.000 inländischen Mitarbeiter der drei Konzerne „definitiv“ gestellt. Den höchsten Anteil hat dabei die Bahn – dort können sich zwei von drei Eisenbahnern über einen Kündigungsschutz freuen.

Für die Firmen bringt dieses Erbe einige Probleme mit sich. Nun ist es natürlich nicht so, dass Beamte automatisch schlechter oder weniger als Vertragsbedienstete arbeiten würden. Allerdings gibt es vonseiten des Unternehmens keinerlei Druckmittel gegen jene, die sich mit ihrer Produktivität „nobel zurückhalten“. Auch unpassendes Verhalten im Kundenkontakt, das woanders zur Kündigung führen würde, kann bei einem beamteten Mitarbeiter maximal mit einem internen Bürojob ohne Aufgaben, aber mit vollen Bezügen sanktioniert werden.

Arbeitsplatz geht, Arbeiter bleibt

Besonders problematisch ist die Situation dann, wenn es die Arbeitsplätze aufgrund von technischen Änderungen einfach nicht mehr gibt. So erledigt dank elektronischer Stellwerke bei den ÖBB eine Handvoll Mitarbeiter das, wofür früher viele Arbeiter vor Ort notwendig waren. Auch bei der Post haben Sortiermaschinen die Jobs von Hunderten Mitarbeitern obsolet gemacht. Am deutlichsten trifft es die Telekom, wo das Festnetz massiv an Kunden verliert. Während im Mobilfunk auf einen Mitarbeiter 2000 Kunden kommen, sind es im Festnetz nur 250. Etwa 9500 der 11.500 inländischen Telekom-Mitarbeiter sind im Festnetzbereich beschäftigt – zwei Drittel davon unkündbare Beamte.

Gewöhnlich reagieren Firmen auf einen solchen Strukturwandel mit Kündigungen, Post und Co haben andere Methoden. Bis zu 45 Gehälter können Mitarbeiter bekommen, wenn sie ihren Posten freiwillig räumen. Ansonsten müssen für sie neue Jobs geschaffen werden. Dass diese immer sinnvoll sind, darf bezweifelt werden. Wenn nicht einmal das geht, werden die Mitarbeiter in „Karrierezentren“ zusammengefasst oder nach Hause geschickt und zur Untätigkeit verdonnert. Ein Vorschlag, wie die Telekom Beamte los werden möchte, sorgte zuletzt für Aufregung. Man lasse sie einfach so lange zu Hause sitzen, bis sie freiwillig aus dem Unternehmen flüchten, hieß es aus dem Vorstand.

Lösungsmodell: Stiftung

Wie lässt sich dieses Dilemma lösen? IHS-Chef Bernhard Felderer plädiert für strikte Umschulungen. „Beamte unter 45 Jahren sollen in eine Stiftung, dort umgeschult und woanders in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden.“ Ältere könnten in den Unternehmen bleiben, die Kosten dafür solle jedoch der Staat tragen. Oder es wird, wie in Deutschland und der Schweiz, der Beamtenstatus in früheren Staatsbetrieben überhaupt gestrichen. Hierzulande sei das nicht vorstellbar, sagt Verfassungsrechtler Heinz Mayer. „Man kann Beamte nicht entbeamten.“ Den Versetzungsschutz lockern könnte man aber schon.

Arbeitsunwillige Beamte könne man auch jetzt schon kündigen. „Wenn man die Gesetze anwendet, kann man auch einen Beamten loswerden, wenn er die Leistung nicht bringt“, sagt Mayer. Dafür gäbe es das Instrument der „Leistungsfeststellungsprüfung“. Wer dabei drei Jahre hintereinander versagt, kann gekündigt werden. Um Konflikte mit den Personalvertretern zu vermeiden, würde diese Möglichkeit jedoch häufig nicht angewendet werden.

Für eine Lösung des Problems bräuchte es – angesichts des Widerstands der Beamtenvertreter – einen politischen Kraftakt. Ohne diesen heißt es warten bis zum Jahr 2045. Spätestens dann wird der letzte pragmatisierte Beamte bei ÖBB, Telekom oder Post in Pension gehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2009)

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22 Kommentare
goldmund
11.05.2009 15:13
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„Beamte unter 45 Jahren sollen in eine Stiftung, dort umgeschult und woanders in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden.“ Ältere könnten in den Unternehmen bleiben, die Kosten dafür solle jedoch der Staat tragen

soory, aber bei solchen statements kommt mir das Grausen!!!!!
Genau diese Einstellung überträgt sich auch in die Privatwirtschaft mit dem Konsens, dass MA über 45 nicht mehr zu gebrauchen sind.
Genau diese Einstellung erschwert es Menschen,die ihren Job jenseits der 45 verloren
haben bis zur Pensionierung auf verlorenem Posten stehen,nochmals Fuss zu fassen.
Genau solche Aussagen sind auf das schärfste zu verurteilen, denn auch über 45 sind Menschen noch lernfähig und arbeitswillig.

Und ich vertrete die Meinung,dass viele unserer Beamten keine 14Tage in einem stressigen Job in der Privatwirtschaft durchstehen könnten. Man braucht doch nur in die dieveren Ämter gehen und beobachten, mit welcher Ruhe dort gearbeitet wird. Ich würde Beamte sogar noch viel länger arbeiten lassen und nicht schon mit 50 in den Ruhestand schicken.
Der Beamtenstatus im herkömmlichen Sinn gehört ins vergangene Jhdt. - somit ein Auslaufmodell.
Ebenso sollte eine drastische Einsparung der Beamten vorgenommen werden - da nicht mehr leistbar. In keinem anderen Land gibt es so viele Beamte wie in Österreich.

leokoller3
10.05.2009 19:16
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Eine neue Verfassung muss her.

Ein kleines Landl wie Oesterreich braucht keine 9 Landesregierungen, 100 Verwaltungsbezirke, 2500 Gemeinden. Die Regierung und das Parlament sind voneinander unabhaengige Saeulen der Demokratie. Warum werden sie nicht unabhaengig voneinander gewaehlt?

Gast: Bürger
10.05.2009 17:16
0 0

Anderswo geht es...

In der Schweiz hat man 2001 mit dem neuen Bundespersonalgesetz den Beamtenstatus praktisch komplett (Ausnahme sind nur ganz wenige, zB die Bundesrichter) abgeschafft. Warum soll das in Österreich nicht auch gehen?

leokoller3
10.05.2009 19:10
0 0

Re: Anderswo geht es...

Weil in Oesterreich ein grosser Teil der Volksvertreter freigestellte Beamte sind. Weil die Partei- und Gewerkschaftsbonzen Beamte sind.

Re: Anderswo geht es.../Bürger

Weil die Schweiz politisch und gesellschaftlich total anders "tickt" als Österreich. Sie einfach immer nur als Beispiel anzuführen, führt zu nichts. Österreich ist zurzeit völlig gelähmt und reformunfähig. Wollten wir wirklich so sein, wie die Schweiz, müsste zu allererst unser Bundesstaat komplett umgekrempelt werden; da hätten dann allerdings die Landeshauptleute und -parlamente wirklich Verantwortung zu übernehmen und auch zu tragen. Und genau DAS wollen die Ö-G'fraster*I*nnen absolut nicht! Zentralstaat sein, wenn's um Bundesgeld (Finanzausgleich) geht, das selbstverständlich ohne besondere Kontrolle, und föderalistisch plärren, wenn's zu wenig "Pulver" gibt und man gegen "den "Bund" losdreschen kann. Bitte, daher das "Beispiel Schweiz" eher in Ruhe lassen.

derpradler
10.05.2009 14:36
0 0

Ohne Beamte

droht Österreich in der Verwaltung das gleiche Chaos wie es in der U.S.A. herrscht.

Antworten Gast: in USA wohnender
10.05.2009 19:10
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Re: Ohne Beamte

Im Gegenteil - dort ist das ganze viel eher Dienstleistungsorientiert als in Oesterreich, wo jeder zuerst mal seine "Zustaendigkeit ueberpruefen" muss ...

Qualtinger
10.05.2009 16:12
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Re: Ohne Beamte

Wo herrscht dort ein Cahos??

Gast: ET
10.05.2009 09:56
0 0

Der Untergang von Österreich

liegt zum Teil im Beamtendienstrecht, welches die Leistungen minimiert, die Entlohung und die soziale Absicherung maximiert. Damit ist jede Anpassung an ein verändertes wirtschaftliches Umfeld nicht mehr möglich. Dazu kommt noch ein schlechtes wirtschaften aller Parteibonzen im geschützten Bereich allgemein.
Das Resultat sind geplanten Staatsschulden von 247 Mrd. Euro für 2013 (=72.000.- Euro pro Haushalt!) und die drohenden Zahlungsunfähigkeit von Österreich, wenn keiner mehr die Anleihen zeichnet.

GB
10.05.2009 11:14
0 0

Re: Der Untergang von Österreich

Der Untergang des "Mensch-sein" - ja.

Das Beamtendienstrecht erscheint desshalb gar so krass, weil die Rechte anderer Arbeitnehmer bereits fast ganz abgeschafft wurden.

Und genauso sieht unsere Gesellschaft auch aus.


Gast: Bauernfreund - Beamtenfeind
10.05.2009 08:57
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Komisch - die Landesbeamten sind kein Problem?

Zitat: "Von den 141.000 Landesbeamten ist nicht bekannt, wieviele davon pragmatisiert sind..."
AHA: Bei den Landesbeamten gibt es kein Problem (obwohl nicht einmal bekannt ist, wieviele es davon gibt, wieviel die "verdienen" oder wieviel Zulagen die bekommen, ja nichtmal wieviel die dem Steuerzahler kosten...).
Die (Landes)lehrer weigern sich, 2 STunden mehr in der Schule zu sein - innerhalb ihrer Arbeitszeit!!
Nur die paartausend ausgegliederten -nichtschwarzen- Beamten sind ein Problem....
NUR: Diese sind ein sich zeitlich lösendes Problem - der groteske Überbesatz in den Ländern oder die parasitären Subventionen im Landwirtschaftsbereich sind chronisch...

Saskatoon
10.05.2009 08:28
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der ärmste

noch soooo lange schlafen....

untertan
10.05.2009 07:47
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Für die kleinen Beamten,

bis zum B-ler, wars nicht so leicht. Denn sehr streng war die Republik bei der Auswahl. Nur weiter "oben" so im A - Bereich, da war¿s eher eine gmahde Wies¿n. Studieren, wurscht was, nur einen Titel ergattern und die Anstellung war so ziemlich sicher. Wohin "man" oder "frau" einziehen durfte, ist vom Vitamin-B abhängig gewesen. Das waren halt Zeiten. Und die vielen kleinen Beamten, ich denke nur an die zuverlässigen Lokführer, die Schaffner, die Postler, die Müllsammler und und und, alle Österreicher, mußten "astrein" sein. Sonst war¿s nix mit einem "Job", damals hieß das noch Beruf. Und die Beamten haben es verdient, unbehelligt ihre Laufbahn zu beenden. Die anderen, die Protektionskinder, die vielen unnötigen Titel-Beamten, die sind das eigentliche Problem. Nur die haben sich unentbehrlich gemacht. Wie, indem sie unseren inkompetenten Politikern die Hausaufgaben machen. Und damti sind sie "unentbehrlich".

fichtl
10.05.2009 05:36
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Segen und Fluch

wie sagen Qualtinger dereinst
"...euch wird's immer geben"

Gast: geniesser
09.05.2009 22:10
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also der beamte ist mitnichten das problem

der staat hat billige, loyale junge leute in den betrieb bekommen, und nun wo sie in der lebensarbeitsgehaltskurve höher steigen-un den lächerlichen anfangsgehalt auszugleichen wollens die leute loswerden. telekom, post und co.- seit 1996 wissen alle politiker, HV und CEO dass sie beamte und nichtbeamte haben.... ideen haben diese hochbezahlten manager und deren noch besser bezahlten unternehmensberater nicht gefunden außer, dem staat zurückgeben, was aber erstens unsozial ist und zweitens nicht vorgesehen ist. dass dank krone gerne die neidkarte gezogen wird, macht oft eine sinnvolle diskussion unmöglich. nicht der beamte muss sich um eine verwendung kümmern, sein dienstgeber muss sich eine beschäftigung suchen, auch die interessensvertretung der arbeitnehmer muss nicht für beschäftigung sorgen....immer noch task des firmenleiters. und da kommt nix, also kommt immer wieder wie hier, dass der arbeitnehmer das problem sei....isser aber nicht
aber mal sehen was diesmal kommt, außer golden handshakes habe ich in 13 jahren net viel kreativiät gesehen. alles war schon einmal da...

Gast: Nicht Beamter
09.05.2009 21:38
0 0

Das sind oft die,

Das sind oft die, die sich in diesern Zeiten über Arbeitslose auslassen, mir sind aber die arbeitslosen Mitmenschen lieber, denn die haben mal gearbeitet.

myzypresse
09.05.2009 21:05
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Am teuersten sind Manager, siehe Huber 600 Millionen Euro verspekuliert

Landesbeamte sind aus kosmetischen Gründen nicht mehr Beamte, das bedingt aber trotzdem, sie sind unkündbar und bekommen noch eine Abfertigung. Aber das Land " X" wo ich das sicher weiß, kann jetzt sagen wieder weniger Beamte, dafür zahlt der Steurzahler zusätzlich eine Abfertigung. Die Herrn Felderer und Co wissen nur eines nicht, wie man Arbeitschafft umd lange Pensionszeiten zu haben, oder? Und wenn alle so gscheit wären, könnten sie alleine durch Spekulation reich werden. Oder so wie Martin Schlaff mit dem Verkauf der bulgarischen Telekom so einfach 800 Millionen Euro Provision verdienen. Da werden die Waffenhändler blaß vor Neid. Maria-Elisabeth Schaeffler sitzt im ÖIAG Aufsichtsrat, ihr Imperium in Deutschland mußte der Staat retten. Überhaupt sind gerade besonders Gierige in letzter Zeit recht arg betroffen. Manager ist nicht immer Fachmann, fürher hat managen genügt in Zeiten wo es eng wird verdienen viele einfach den Namen Tetscher, statt Manager..

Gast: UniMog
09.05.2009 20:20
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Die "Leistungsfeststellung"...

... ist bedauerlicherweise nicht auf die Leistung bezogen, sondern auf die Intelligenz.
Nicht umsonst gibt es in Beamtenkreisen die süffisante Aussage: "Ein Beamter wird für Anwesenheit bezahlt, nicht für Leistung!"

Meiner Meinung nach ist eine Leistungsfeststellung mit Leichtigkeit "abzubeuteln", eine negative Bewertung eines Feststellungszeitraumes bedingt nämlich den Nachweis über Verfehlungen oder zumindest Unterlassungen eines Beamten - und besagten Nachweis muss ein Vorgesetzter erst einmal erbringen.

Es ist also folglich richtig, dass es eine erkleckliche Anzahl von (meist älteren) Beamten gibt, die aufgrund einer Vielzahl von Ursachen ihre Produktivität gegen Null gesenkt haben. Hier hat die Definitivstellung ihren Haken: Alte Beamte werden oft vom Staat nicht mehr gebraucht, vom Arbeitsmarkt nicht gewollt und von den Nicht-Beamten angefeindet. Eine unglückliche Situation - allein was sollen die Betroffenen tun?

Gast: Gast
09.05.2009 19:03
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2045 geht nicht aus

Denn Beamte sind, während andere in Pension sind, nur im Ruhestand. Folglich geben sie doch noch mal 30 Jahre hinzu, die uns dieses System noch das Geld aus der Tasche ziehen wird.

Verantwortungslos ist jedoch dass die Politik des Landes mit Steuergeldern auch hier verschwenderisch umgeht:

- Konflikte werden vermieden
- Leistungsfeststellungsprüfungen werden vermieden
- Versetzungsschutz zur Entlastung des Steuerzahlers wird nicht gelockert
- etc.

Wir bekommen die Politiker die wir verdienen!

Antworten Gast: Aberhallo
10.05.2009 07:39
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Re: 2045 geht nicht aus

Sehr gut! Und was ist ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen Pension und Ruhestand? Hängen die ASVG Pensionen vielleicht nicht im öffentlichen Sack, so wie sie sagen? Die im Staate vielgehassten und die imn Kollektiv herabgewürdigten Beamten bekommen aber keine Abfertigung, haben sie das vergessen? Beamtinnen gehen ebenfalls bis 60 oder 65 zum Dienst um Pensionsanspruch zu haben. Die Pension fällt nach dzt Recht in die Durchrechnung. Aber das ist typisch für unser Land. Ein vorgeplappertes Bild wird nachgeraunt - trotz massiver Ahnungslosigkeit - Außerdem, wenn sie ihren Neid schon gar nicht unterdrücken können. Warum sind SIE dann kein Beamter? - Die Chance hätten sie gehabt - selber Schuld!

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Re: Re: 2045 geht nicht aus

Beamte bekommen keine Abfertigung, das ist richtig, aber vor der Pensionierung meist noch eine Beförderung, dann noch die DAz das sind eineinhalb Vorrückungen, dazu noch Jubiläumsgelder. Die Durchrechnung ist zur Zeit 7 Jahre, im ASVG bereits 22 Jahre. Die Brinek wurde noch mit einem Alter von 52 Jahren pragmatisiert, diese Menschen kosten uns im Verhältnis zu ihrer Leistung wahnsinnig viel Geld, sind aber die größten Jammerer.

Antworten Gast: DerGeschmeidige
09.05.2009 21:54
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Re: 2045 geht nicht aus

Plan der Obrigkeit: Alle Beamten abschaffen. Weiter: Alle "Freunde" werden dann keine Beamten mehr, sondern Manager! Und gibts keine Managerposten mehr, dann werden die ehemaligen Staatsbetriebe eben in unzählige Holdings zerlegt. Die Folge: Eine Geringe Zahl an "Freunden" verdient nicht mehr ein nach oben begrenztes Beamtengehalt, sondern kann fett abkassieren. (Huber, Ötsch,...) Und die Pensionen sind auch höher als die gute, alte Beamtenpension.
Und, die Pragmatisierung hatte einmal Sinn, nämlich um Korruption zu verhindern, denn so wurden Beamte unabhängig und trauten sich auch etwas zu sagen. Aber es gibt für unsere Volksvertreter anscheinend noch nicht genug Korruption. Da geht ja noch mehr. Und die "Kleinen" hinterm Schalter sind dann "normale" Bedienstete und verdienen nur mehr die Hälfte und alle sind glücklich, bis die letzte Melkkuh geschlachtet ist, denn dann endet der Milchstrom!