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"Verbreitung linker Ideologie": Weniger Geld für Wifo

05.06.2009 | 17:38 |  Hanna Kordik (Die Presse)

Raiffeisen und Industrie wollen dem Wifo weniger Geld zukommen lassen. Denn sie meinen, dass sie damit die "Verbreitung linker Ideologie" finanzieren würden. Bisher war finanzieller Druck auf Forscher tabu.

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Wien. Den Gürtel enger schnallen – das ist angesichts der konjunkturell betrüblichen Zeiten generell üblich und durchaus angebracht. Wer wüsste das nicht besser als Wirtschaftsforscher Karl Aiginger? Jetzt trifft es auch das Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo), dessen Chef Aiginger ist. Allerdings: Mit der Wirtschaftskrise hat das absolut nichts zu tun. Dem Wifo kommen zusehends Finanziers abhanden – weil diese beim Wifo offenbar politische Objektivität vermissen.

Schwerer Schlag für das Institut

Die Industriellenvereinigung wird ihren jährlichen Beitrag an das Wifo drastisch zusammenstutzen. Wie mehrere namhafte Mitglieder der Interessenvertretung der „Presse“ berichten, wird ein entsprechender Beschluss des Präsidiums um IV-Chef Veit Sorger in wenigen Tagen erfolgen. In den vergangenen Wochen habe es unter den Mitgliedern einen regelrechten Aufruhr zum Thema Wifo-Finanzierung gegeben. Tenor: „Warum finanzieren wir die Verbreitung von linker Ideologie durch das Wifo überhaupt noch?“

235.000 Euro pro Jahr bisher

Jetzt beugt sich die Interessenvertretung dem Willen ihrer Mitglieder. Die Industriellenvereinigung verweigerte gestern aber jeden Kommentar zu der Angelegenheit. Bisher hat die IV das Wifo mit 235.000 Euro jährlich unterstützt. Mehr Geld kommt nur noch von der Nationalbank (1,7 Mio. Euro), der Arbeiterkammer (608.000 Euro), der Wirtschaftskammer (606.000 Euro) und dem ÖGB (552.000 Euro). Größter Geldgeber ist mit Abstand das Finanzministerium, das im vergangenen Jahr 3,4 Mio. Euro an das Wifo überwies. Allerdings: Vom Finanzminister hat Aiginger für heuer einen spürbar höheren Beitrag eingefordert, der Wunsch wurde allerdings abgeschmettert.

Druck auf Forscher bisher tabu

Offenbar sind die Wifo-Finanziers mit dem Institut äußerst unzufrieden – wiewohl offiziell niemand etwas dazu sagen will. Die Sache ist auch denkbar delikat: Finanziellen Druck auf Wirtschaftsforscher auszuüben, galt immer schon als No-go. Mit den großzügigen und politisch breit gestreuten Donationen soll denn auch politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit und Objektivität des Wirtschaftsforschungsinstituts gewährleistet werden.

Kritik am Wifo-Chef

Gerade bei der Unabhängigkeit hapert es jedoch, meinen neuerdings einige Finanziers – Finanziers aus der „schwarzen“ Reichshälfte: Wifo-Chef Aiginger habe seine Mitarbeiter schlichtweg nicht mehr im Griff, wird kritisiert. Vor allem die prononciert „roten“ Wifo-Experten Margit Schratzenstaller, Stephan Schulmeister und Markus Marterbauer würden sich in der Öffentlichkeit ständig zu Wort melden – mit politisch eindeutigen Botschaften.

Das Fass zum Überlaufen brachte allerdings (der frühere SPÖ-Kandidat für den Nationalrat) Markus Marterbauer, als er vor wenigen Wochen in einer Pressekonferenz mit dem steirischen SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves für die Einführung einer „Reichensteuer“ argumentierte. Aiginger nahm Marterbauer jedenfalls demonstrativ in Schutz: „Wir haben strenge Regeln im Haus“, sagte er der „Presse“. „Mitarbeiter können sich durchaus politisch engagieren. Sie müssen nur dazu sagen, dass es sich um ihre persönliche Meinung und nicht um den Standpunkt des Wifo handelt.“

Politik mit „wissenschaftlichem Touch“

Eine Argumentation, der nicht alle Wifo-Finanziers folgen können: Die Wifo-Mitarbeiter würden allein kraft ihrer Prominenz von der Öffentlichkeit mit dem Wifo in Zusammenhang gebracht werden. Und damit würde beispielsweise der Forderung nach einer „Reichensteuer“ automatisch ein „wissenschaftlicher Touch“ gegeben.

Für das Wifo wird die Sache jedenfalls schön langsam problematisch – aus finanzieller und imagepolitischer Sicht: Nicht nur das Finanzministerium und die Industriellenvereinigung halten sich beim Geldfluss an das Wifo zurück. Raiffeisen hat schon vor Wochen die Zahlungen an das Wifo gänzlich eingestellt. Die Finanzierung des Wifo könne in den Gremien nicht mehr gerechtfertigt werden, wurde der „Presse“ inoffiziell mitgeteilt. Ein verschmerzbarer Verlust für das Wifo, Raiffeisen hatte nur 74.000 Euro gezahlt. Doch der Stein war damit wohl ins Rollen gebracht worden.

 

(Die Presse, Printausgabe, 6. 6. 2009)

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267 Kommentare
 
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erpresserisches treiben der IV

die schwarze Industriellenvereinigung - ein kapitel für sich.
wer nicht die statisktik beschönigt und die ÖVP in den himmel hochjubelt, wird erpreßt, bekommt weniger geld....
ja so arbeiten die schwarzen !!!

sie vertuschen, manipulieren, belügen !!

Gast: ichbinsauer
12.06.2009 23:48
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PUNKTGENAUE FÖRDERUNG

Für GRASSER hatte man schnell ca. 450.000.-- locker gemacht.

Und niemand zahlte Steuern.

Aber wahrscheinlich war das nach unseren Usancen gar keine Bestechung. Weder passiv noch aktiv?

Gast: bourdon-lafontaine
12.06.2009 19:52
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das ideologische Hick-Hack bringt uns nicht weiter...

dass das WIFO von der "schwarzen Reichshälfte" ausgehungert werden soll - und in den Medien andererseits überproportional präsent ist - gibt allerdings zu denken.

Nach dem Schulmeister-Gastkommentar habe ich heute einen exzellenten Beitrag von Erich Streissler im Standard gelesen.........

Gast: UKW
12.06.2009 19:39
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Fürchtet euch nicht!

Keine Angst die Genossen von der Arbeiterkammer werden die läppischen 170.000 € sicher gerne mit unseren Zwangsbeiträgen begleichen. Die kleinen Hackler können und wollen sich ohnehin nicht wehren. Daher noch einmal: Fürchtet euch nicht! Schratzenthaler, Schulmeister & Co werden auch in Zukunft Ansprechpartner Nummer 1 für die Genossen beim ORF bleiben, wenn es gilt den Zuseher mit Hilfe von "unabhängigen" Experten eine Gehirnwäsche zu verpassen. Daher: Alles wird gut.

Woher 12,5 Millionen

Die angeführten Beträge machen nicht einmal 6,9 Mllionen aus, das ist etwas mehr als die Hälfte des Jahresbudgets. Ein Hinweis, woher das restliche Geld kommt, wäre schon nötig!
Woher kommt eigentlich die ungleiche Finanzierung von Wifo und IHS?

Gast: ikArus
12.06.2009 17:28
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"JA, JA - SO STRAFEN GROSSE..."

...schrieb dereinst Karl Kraus über ähnliche Praktiken: Ein reichlich groteskes Schauspiel - für Meinung(en) (be-)strafen anstatt sich lebhaft, klar & kritisch mit Ihnen auseinanderzusetzen.

W A S FÜR EIN INTELLEKTUELLES ARMUTSZEUGNIS !

Gast: raubritter
12.06.2009 17:22
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Im Pinzip können uns ja die Marterbauers+Attacler

wurscht sein. Bedauerlicherweise entsteht aber eine Verwertungskette (Voves+Haider+ÖGB wünschen)
Marterbauer/Schulmeister/Schratz+Co pinseln scheinwissenschaftliche Begründungen, ORF zitiert und schon kreist die Sonne um die Erde. Freiheit der Wissenschaft - selbstverständlich, aber keine verhetzende Mietmäuler. Und der heute im Standard erschienene Artikel von Marterbauer zeigt, dass er bereits im Schwarzen Anarchoblock der Wirtschaftswissenschaften marschiert. Die unernste Feststellung: Der Staat ist nicht dein Feind, sollte gerade durch Milton Friedmanns Beispiel (Wo konnte die amerikanische Linke in der McCarthy Ära wirtschaftlich überleben) ausreichend beantwortet sein. Wer den Unterschied zwischen dem Großen Bruder Staat und der freien Marktwirtschaft nicht kapiert hat, dem ist nicht zu helfen.

Antworten Gast: ikArus
12.06.2009 17:53
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Re: Im Pinzip können uns ja die Marterbauers+Attacler

Tja, weil Sie - geehrter Kollege - gerade neben mir publizieren ein paar Anmerkungen zu Ihrer SAMURAI-ATTACKE:
- Etwa den (reichlich nachdenklichen) Schulmeister in die Nähe der Scheinwissenschaftler zu stellen oder
- eine ganze Gruppe als "verhetzende Mietmäuler" zu bezeichnen kann nur auf Ihre hochunterdurchschnittliche Intelligenz + Toleranz im Bereich des absoluten Nullpunkts hindeuten.

Sie sollten vielleicht doch ein wenig m e h r Wirtschaftswissenschaften studieren, bevor Sie andere "G'studierte" derartig ehrverletzend angreifen !

Wenn Sie in d i e s e r Krise den Unterschied Staat und "freier Marktwirtschaft" (die es auf Grund des unglaublichen "freien" Bankenfalldebakels - bald S O nicht mehr geben wird) - noch immer nicht recht verstanden haben ist Ihnen sicher nicht zu helfen.

Guten Abend.

Antworten Antworten Gast: raubritter
12.06.2009 18:44
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Kollege?

Nur weil Schulmeister nachdenklich nachdenkt, muss ja nicht.... DIESE Krise, wie sie es bezeichnen - offenbar ein Zeichen besonderer Ehrfurcht - ist zwar bedauerlich, aber nichts was nicht schon da gewesen wäre. 1872, 1906, 1914, 1923 (Hyperinflation), 1929, 1962, 1970ff, 1987, 1991, 1998, 2001, 2007. (Lernen¿s Wirtschaftsgeschichte!) UND was iKArus wäre ihr Gegenmodell? Eventuell der demokratische Sozialismus mit menschlichem Angesicht? (Dieses "Erfolgsmodell" war doch schon irgendwo?!)

Gast: stefan schiman
12.06.2009 16:04
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Offener Brief, Teil II

Ihnen, Herr Sorger, unterstelle ich wenig Originalität: Gleich mit dem finanziellen Vorschlaghammer zu kommen, nur weil Wissenschaftler/innen heraus gefunden haben, dass auch für Österreich gilt, was für den Rest der Welt zutrifft - etwa dass ein Mindestmaß an Vermögensbesteuerung (und eine damit einhergehende Entlastung von Arbeit) effizienzfördernd ist - ist wenig kreativ. Vielmehr wirkt es ängstlich. Woher kommt diese Nervosität darüber, was objektive Forschung zu Tage fördert?

Abschließend möchte ich an Sie beide appellieren, sich dafür einzusetzen, dass solche wissenschaftsfeindlichen Maßnahmen in Zukunft nicht mehr geschehen, damit unabhängige Forscher/innen weiterhin unabhängig bleiben und sich nicht vor der Finanzkeule des österreichischen Lobbyismus fürchten müssen.

Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Schiman

Antworten Gast: bourdon-lafontaine
12.06.2009 22:32
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Re: Offener Brief, Teil II

Was die IV mit ihren Mitgliedsbeiträgen macht, ist ihre Sache. Die Sinnhaftigkeit, Hompages sechsstellig zu sponsern und gerade in jetzigen Situation dem WIFO Unterstützungszahlungen zu kürzen: wird Herr Sorger Mitgliedern gegenüber zu vertreten haben......
Machen wir uns nichts vor: aufgrund der internationalen Verflechtungen sind sich die Interessen der IV und eines auf österreichische Belange konzentrierenden Wirtschaftsforschungsinstitutes wohl zwei verschiedene Paar Schuhe.

Fragt sich, ob dieser Entzug von anderer Seite kompensiert wird, oder ob man das WIFO nicht erst recht in eine zunehmende Abhängigkeit von Arbeiterkammer und Gewerkschaft treibt......


Re: Re: Offener Brief, Teil II

was wäre eigentlich so schlimm, wenn das wifo eindeutig der ak und gewerkschaft zuzuordnen wäre? ihnhaltlich würde sich ohnehin nichts ändern und es würden nur mehr jene bezahlen, deren ideologie vertreten wird.

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Re: Offener Brief, Teil II

Unterschrift!

Antworten Gast: raubritter
12.06.2009 17:27
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Nervosität?

Sie können offene Briefe pinseln wie sie wollen. Sie HABEN NULL AHNUNG. Weder wird der Faktor Arbeit entlastet werden (können), noch ist die Vermögensbesteuerung ein "Geschäft" für den Staat. Im Gegenteil ich wünsche der Linken diese Steuer an den Hals. Die Watschen bei der nächsten Wahl wird sie unter die 20% befördern. Die Erbitterung der Leute wird grenzenlos. Und die Finanzkeule des österreichischen Lobbyismus kann wohl geschwungen werden, doch wird ein bestens am Markt verankertes Wirtschaftsforschungsinstitut auf solche Peanuts verzichten können.

Re: Offener Brief, Teil II

heissen sie wirklich stefan schiman oder stephan schulmeister? in ihrem letzten absatz steht's ja: unabhängige forscher weiter unabhängig. genau das sind schratzenstaller, schulmeister & co nun mal nicht.

Gast: stefan schiman
12.06.2009 16:04
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Offener Brief, Teil I

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Felderer, sehr geehrter Herr Präsident Dr. Sorger,

Als ehemaliger Student des IHS kann ich davon berichten, dass an Ihrem Institut, Herr Felderer, nicht nur ausgezeichnete, unabhängige Forschung stattfindet, sondern dass darüber hinaus ein anspruchsvoller, in Österreich einzigartiger Studiengang für Nachwuchsökonom/innen angeboten wird. Aus jüngstem Anlass, namentlich der Kürzung der IV-Unterstützung des WIFOs von jährlich 270.000.- auf 100.000.-, wachsen meine Sorgen um diese wertvollen Leistungen Ihres Instituts und ich frage Sie daher: In welchem Ausmaß ist Ihr Institut von den Sparmaßnahmen der IV betroffen?

Die unverblümte Begründung der IV, die Sparmaßnahmen erfolgen nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus politischen Gründen, lässt mich jedoch hoffen für das IHS: Wo Aiginger, Schratzenstaller und Co. ihren Output unkaschiert in die Öffentlichkeit tragen, unterziehen Sie, Herr Felderer, Ihre Vorschläge offensichtlich einer strengeren „Umweltverträglichkeitsprüfung“.

Entweder Wissenschaftler oder rotes Schoßhündchen


Wer unter dem Deckmantel der Wissenschaft seine parteipolitischen Ergüsse unters Volk bringen will hat das Recht auf Steuergeld verwirkt.

Entweder bin ich Wirtschaftsforscher oder das Schoßhündchen vom roten Voves.

Re: Entweder Wissenschaftler oder rotes Schoßhündchen

Den Prof. Aiginger als rotes Schosshuendchen zu bezeichnen ist schon ein bischeb eigenartig.....

Schratzenstallers Kommentare im Standard...

sind von erbärmlicher Qualität. Linke Agitation steht dem Standard gut zu Gesicht, dem WIFO ist es aber abträglich.

Gast: blabla
12.06.2009 12:02
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ja spendets das geld lieber der övp

die muss die parteispende nicht deklarieren und da dürfts euch ein paar passende gesetzte bestellen.

Re: ja spendets das geld lieber der övp

an dem tag, an dem der ögb der industriellenvereinigung was spendet, darf man solche polemiken verbreiten wie "an die övp spenden"... oder würdest du jemandem geld spenden, der dann damit genau das gegenteil von dem behauptet, was deine überzeugungen sind?

Gast: Oskar
12.06.2009 10:25
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Gar nicht lange diskutieren

sondern einstampfen den Laden. Wir können uns diese ganzen aufgeblähten Bürokratien nicht mehr leisten. Dieser Verein dient nur dazu, mit scheinbar wissenschaftlichen Erkenntnissen die Bevölkerung zu beeinflussen und unnützen Sesselfurzern mit Honoraren, wovon ein Wertschöpfer nur träumen kann, ein angenehmes Leben zu finanzieren.

Braucht kein Mensch in Österreich.

Sollen sie doch Ihre Analysen an Unternehmen verkaufen und sich darüber finanzieren, so, wie es andere Beratungsunternehmen auch machen.

Re: Gar nicht lange diskutieren

gute idee, aber welches vernünftige unternehmen würde je eine wifo-sudie kaufen? die sind von ähnlicher "qualität" wie die wifo-wirtschaftsprognosen.

am meisten freut mich ja, das ich das wifo von meinen wirtschaftskammer-zwangsgebühren miterhalten darf, da kommt gleich doppelt freude auf. ein unnötiger verein subventioniert den anderen...

Antworten Antworten Gast: Oskar
12.06.2009 18:53
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Österreich ist eine lahme Ente

In Österreich gibt es für alles Vorschriften und Zwangsmitgliedschaften, damit der Status Quo der Systemprofiteure nicht angetastet wird. Überall stehen Leute, die die Hand aufhalten.

Wir müssen nochmals bei Null anfangen. Alles, aber auch alles gehört auf den Prüfstand, bis hin zum Bundespräsidenten. Aber dazu muß die Wirtschaftskrise wohl noch etwas brutaler durchschlagen.

Gast: Staunton
12.06.2009 09:54
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Da die Turbokapitalisten, Absahner und Börsenhasardeure nicht die geringsten Anstalten machen,

einen funktionierenden Geldkreislauf Konsumenten-Wirtschaft-Konsumenten-Wirtschaft herzustellen, sondern ständig Milliarden und Abermilliarden aus dem Geldkreislauf für sich abzweigen (nicht für den Konsum von Wirtschaftsgütern, sondern für sündteure Übernahmen anderer Betriebe und fantastische Einnahmen für relativ wenige Großaktionäre) und auch laufend die Kaufkraft der Arbeit- u. Dienstnehmer sowie der Pensionisten verringern und zusätzlich das Heer der Arbeits- bzw. Einkommenslosen vergrößern, könnte man statistisch leicht ausrechnen, wann diese Ignoranten die Wirtschaft bzw. Weltwirtschaft endgültig an die Wand gefahren haben werden.

Re: Da die Turbokapitalisten, Absahner und Börsenhasardeure nicht die geringsten Anstalten machen,

Sie haben nicht ganz unrecht!!

Daher habe ich schon den Vorschlag gemacht, wenn man diese wilden Finanzspekulationen nicht weitesgehend verhindern will oder kann, sollte man die reale Wirtschaft von dieser "Finanzwirtschaft" entkoppeln, indem man die Währungen splittet!

Dem Zahlungsmittel für die Realwirtschaft sollte eine Art Jeton, ein Finanz-Euro bzw. Dollar gegenübergestellt werden, die dann frei gegeneinander floaten und so als Gummipuffer wirken, damit nicht Schwächen der einen Seite automatisch auf die andere überspringen können.

 
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