Österreichs Banken: Milliardenrisken in den USA

12.06.2009 | 18:39 |  CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

Österreichs Banken sind nicht nur im Osten, sondern auch in Irland, Spanien und in den USA aktiv. Ein Kollaps weiterer amerikanischer Institute hätte auch Österreich schwer getroffen.

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Wien. Österreichs Banken haben in den USA 14,8 Mrd. Euro an Forderungen ausständig. Diese Zahl nannte Nationalbank-Chef Ewald Nowotny erstmals bei einem Vortrag für den Universitätsclub Klagenfurt in Abbazia di Rosazzo (Italien). Aufgelistet hat Nowotny auch das Engagement der österreichischen Banken in Irland und in Spanien – also in jenen Staaten, die von der Finanzkrise überdurchschnittlich stark betroffen sind. Damit wird deutlich, dass ein Kollaps von weiteren amerikanischen Instituten auch Österreich schwer getroffen hätte.

Dem Vernehmen nach mussten die Wiener Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers rund eine Mrd. Euro abschreiben. Auch die Pleite der Sparkasse „Washington Mutual“ hat Millionen gekostet. Die Finanzindustrie ist global vernetzt. Um das Risiko zu streuen, werden Großkredite weltweit verteilt. Auch die heimischen Banken machen bei diesen Geschäften mit. Raiffeisen Zentralbank und Erste Bank sind in New York mit Niederlassungen vertreten.

 

5,7 Mrd. Euro in Spanien

Laut OeNB–Statistik beläuft sich das Irland-Engagement auf 3,8 Mrd. Euro. Das kleine Land wurde von der Krise hart getroffen. Zu Wochenbeginn senkte die Agentur Standard & Poor's das Rating von Irland zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate. Nach Ansicht der Analysten wächst die Gefahr, dass das Land seine Staatsschulden wegen der hohen Kosten für die Rettung der Banken eines Tages nicht mehr bedienen kann. Irland wird als eines der schwächsten Glieder innerhalb der Eurozone angesehen.

In Spanien haben Österreichs Banken 5,7 Mrd. Euro ausständig. In dem südeuropäischen Land ist eine Immobilienblase geplatzt. Einige spanische Institute müssen nun hohe Kreditausfälle verkraften. Ob die Wiener Banken ebenfalls spanische Immobiliendarlehen in ihren Büchern haben, sagte Nowotny nicht. Im internationalen Vergleich seien Österreichs Institute in diesen drei Ländern aber nicht besonders stark vertreten, beruhigt der Notenbank-Chef: „Die starke Konzentration auf die Wachstumsmärkte in Zentral- und Osteuropa führte zum geringen Engagement österreichischer Banken in westlichen Märkten.“ Die 3,8 Mrd. Euro in Irland etwa entsprechen nur einem Prozent aller Auslandsforderungen österreichischer Banken.

 

Kaum giftige Wertpapiere

Zum Vergleich: In Osteuropa hat die heimische Finanzwirtschaft 201,2 Mrd. Euro an Krediten ausständig. Zusammen mit der Hypo Group Alpe Adria, die zur BayernLB gehört, und der UniCredit-Tochter Bank Austria sind es sogar 300 Mrd. Euro. Wegen der Rezession ist die Rückzahlung einiger Darlehen gefährdet. Nowotny betonte, dass es sich bei Zentral- und Osteuropa um eine wirtschaftlich sehr heterogene Region handelt, „in welcher einige wenige Staaten mit einer schweren Krise konfrontiert sind“. Diesen Länder werde bereits geholfen.

Das Exposure in den baltischen Ländern, die jüngst wegen der Wirtschaftskrise für negative Schlagzeilen sorgten, macht nach den Angaben der Nationalbank 640 Mio. Euro aus – davon entfallen 290 Mio. Euro auf Lettland. Dennoch stellte Nowotny Österreichs Banken ein gutes Zeugnis aus. Denn sie halten kaum sogenannte „toxic assets“ (giftige Wertpapiere). Auch im Krisenjahr 2008 hätten die heimischen Banken „in Summe“ leichte Gewinne gemacht. Durch die Bereitstellung von staatlichem Partizipationskapital (stimmrechtslosen Wertpapiere) aus dem Bankenhilfspaket seien Kapitalbasis und Risikotragfähigkeit deutlich gestärkt worden.

Der Nationalbank-Gouverneur räumte ein, dass in der Finanzindustrie ein Umdenken eingesetzt habe. Es zeichne sich „ein etwas konservativeres Geschäftsmodell der Banken mit einer abnehmenden Bedeutung von Fremdwährungskrediten“ ab. Die Fremdwährungskredite in Österreich seien rückläufig, zugleich steigen die Einlagen der österreichischen Banken im Inland sowie in Zentral- und Osteuropa, „was das hohe Vertrauen der Anleger in diese Institute widerspiegelt“, so Nowotny.

Bislang haben die Banken vom Staat sechs Mrd. Euro an Eigenkapitalhilfen erhalten. Hinzu kommen noch 16 Mrd. Euro an Staatsgarantien für Anleihen. Bis Ende Dezember können die Institute zusätzlichen Geldbedarf anmelden.

Auf einen Blick:

Die OeNB hat das Engagement der österreichischen Banken in den USA, in Spanien und in Irland aufgelistet: Diese Länder sind im Zuge der Finanzkrise überdurchschnittlich stark unter Druck geraten. Die Außenstände in den USA belaufen sich auf 14,8 Mrd. Euro. In Spanien sind es 5,7 Mrd. Euro und in Irland 3,8 Mrd. Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2009)

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22 Kommentare
Gast: STFU
14.06.2009 15:29
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Auszug aus einem BLOG

Die Macht der Banken über die Staaten muss gebrochen werden

So wie die Finanzkrise gehandhabt wird, speziell wie bevorzugt die Banken behandelt werden, die offensichtlich allmächtig sind und die Politiker völlig kontrollieren, gleichen die Zustände im Westen eher der von Ländern der dritten Welt. Deutschland, aber alle anderen sogenannten hoch entwickelten westlichen Länder auch, sind im Besitz der Bankster, in dem diese Gruppe von Finanzkriminellen, egal was es den Steuerzahler kostet, am Überleben gehalten werden, aber gleichzeitig die Industrie und die Arbeitnehmer verrecken dürfen.

Gast: raven
14.06.2009 10:19
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immobilien und gold

es wird wohl einen grund haben, daß mir meine bank rät in gold zu investieren oder mein geld in immobilien anzulegen, das sind halt "noch" realwerte.

in gold habe ich angelegt, aber nicht bei der bank, ich bin doch nicht blöd... ich warte nur, bis der private goldbesitz verboten wird, lange kann es nciht mehr dauern....

Vielleicht sollten wir USA kaufen, aber dann hätten wir nur noch Schulden?

Dabei ist es einfach Schulden loszuwerden. Einfach eine neue Papiersorte und wenn das Volk erwacht ist alles Ersparte für Schuldentilgung pfutsch.

Diejenigen redlichen Bürokraten, die das wußten, haben ganze Städte zuvor aufgekauft.

O weh.

Wenn der Ewald einmal ein Spitzerl des Eisberges preisgibt, dann verheißt das nichts Gutes.

Wenn es nicht zum weinen wäre

wäre es ganz schön lustig: der Dollar und der Euro ist nichts wert, der Pfund und viele kleine Währungen schon gar nichts. Die Chinesen wollen nicht aufwerten, der Yen ist überbewertet - bleibt jetzt alles beim alten? Wenn sich die Leute jetzt wirklich auf die Realwerte stürzen, dann haben wir nicht nur eine Geldmengeninflation sondern eine ganz bösartige Preisinflation, die zu Unruhen führen wird.

Re: Wenn es nicht zum weinen wäre

Womit sich die Nebbochanten "stürzen" wollen ist mir schleierhaft. Kann doch die überwiegende Mehrheit der Österreicher kaum noch ihre Kredite bedienen. Und die wenigen, die noch einiges auf der hohen Kante haben sind Pensionisten , die zumeist nach einem arbeitsreichen Leben Realwerte besitzen und so sie noch vital genug sind ihr Gerschtl für Reisen aufwenden. Aber nicht, um sich den Mühlstein einer Realität, die immer nur Ärger , so sie nicht für den Eigenbedarf angeschafft wurde, verursacht. Es zeichnet sich eine Realitätenschwemme ab. Und das ist "gut" so. So haben wenigstens die Massen der Zuzügler auch die Möglichkeit sich bei uns einzukaufen.

Gast: GROBI
13.06.2009 13:46
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Treff den Kern

Den meisten kommentierende ist beizupflichten. Ein Aspekt wird jedoch nicht beleuchtet, und dieser ist meiner Meinung nach der versteckte Kern der Rettungsaktionen:
Seht Euch einmal die Entwicklung der Bilanzsummen der Banken an; nicht die GuV.
Bei der Deutschen Bank z.B. haben wir 2006 eine Bilanzsumme von 900 Milliarden Euro. Ende 2008 ist diese Bilanzsumme auf 2,1 Billionen !!! Euro angewachsen. Durch Volumenvergrößerung wird die Abschreibung verdeckt. ....... Wer hat zusätzliche 1,2 Billionen Euro in 3 Jahren an die Bank verliehen und wem hat die Bank in Zeiten der angeblichen Kreditklemme zusätzliche 1,2 Billionen Euro geliehen. Diesen jemanden möchte man gerne kennenlernen. In der Bilanz findet man auf der Internetseite nur verschleiernde Ausdrücke.
Wie systemkritisch diese Entwicklung ist zeigt der Vergleich zum Bruttinlandsprodukt Deutschlands. Dieses entspricht ca. der Bilanzsumme der Deutschen Bank!!!
Dieser Problemkern wird in der öffentlichen Diskussion ausgeklammert - bewußt verheimlicht, denn bei Bekanntwerden würden die Menschen wissen, wo wir tatsächlich stehen und dass vielfach Ursache und Wirkung in der Diskussion vertauscht werden.
Grüße von einem Bayer aus Alabama.

Re: Treff den Kern

>>Wer hat zusätzliche 1,2 Billionen Euro in 3 Jahren an die Bank verliehen und wem hat die Bank in Zeiten der angeblichen Kreditklemme zusätzliche 1,2 Billionen Euro geliehen. Diesen jemanden möchte man gerne kennenlernen.<<

Die Deutsche Bundesbank bzw. die EZB verleiht den Geschäftsbanken (GB) um - derzeit - 1% (gegen Sicherheiten), die mit diesem Geld dann 3 - 4%-ige Bundesanleihen kaufen. Diese dienen dann wieder als Sicherheit für weitere Kredite von der Bundesbank (EZB), mit denen die GB dann weitere Bundesanleihen kaufen kann (Öffentliche Hände müssen derzeit große Defizite finanzieren).

Natürlich könnten die GB auch der Wirtschaft Kredite vergeben, aber wenn derzeit deren Bonität nicht stimmt, ist es doch (derzeit noch) aus Geschäftsbanken-Sicht vernünftiger, ein sichereres und lukrativeres Geschäft mit den Öffentlichen Händen zu machen, oder?

Dürfte aber auch nur teilweise Ihre Frage, wer an die GB derzeit verleiht, beantworten.

Gruß nach Gringonien (aus Wien)!

Antworten Gast: raubritter
13.06.2009 16:21
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Re: Treff den Kern

Woher kommt unser Geld und wohin geht es? Spannende Fragen, wenn man die Entwicklung der Bank-Bilanzsummen betrachtet. Wie nennt man die Entwicklung des Universums vom Urknall oder Singularität in 10 Hoch -43 sec zu 10 Hoch -35 sec? Und wenn sich jetzt die Umlaufgeschwindigkeit erhöht, was wäre die Folge?

Gast: pleiti
13.06.2009 11:51
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ordentlicher Kassasturz für Österreichs Banken

Viele Österreicher wissen schon seit Oktober 2008, in den österreichischen Banken schlummern gewaltige Risken. Da wird schöngeredet und gelogen was das Zeug hält. Allen voran Ewald Nowotny.
Daher ein ordentlicher Kassasturz für alle österreichischen Banken. Dann kommt die Wahrheit endlich ans Tageslicht. Viele sind pleite und brauchen den Staat zum Überleben.

Da wäre jetzt die Poltik gefragt. Doch unser Finanzminister Pröll ist ein totaler Versager, hat er doch 1,5 Milliarden Euro bei der Kommualkredit in den Sand gesetzt.


Antworten Gast: MS Deutschland
13.06.2009 12:44
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Versteckte Hyperinflation schönt Bankenbilanzen!

So einfach ist das mit dem Kassasturz eben nicht. Man kann natürlich Verluste verschleiern, wenn man den gut kennt, der wieder jemanden gut kennt, der das Geld druckt!

In den USA beispielsweise wird bereits das Budgetdefizit mit der Notenpresse ausgeglichen. Die Fed, eine private Bank, druckt auf Bestellung soviele Scheine, wie der Staat eben will und legt dafür Schuldscheine der USA in den eigenen Tresor.

Warum bricht nun nicht gleich die Inflation los, wo sich doch die Geldmenge gigantisch (die USA brauchen TÄGLICH 7 Mrd. Dollar zusätzlichen Kredit, der durch Gelddrucken aufgebracht wird!) wächst.

Antwort: Die Hyperinflation ist längst ausgebrochen, man sieht sie aber noch nicht - ähnlich wie beim Ausbruch der Finanzkrise - am Realmarkt. Die Hyperinflation lauert in Staatsschuldverschreibungen, die in Wahrheit längst innerlich wertlos sind - zumindest die die auf Dollar lauten, egal von welchem Land!

Eine 500 Mio. $-Staatsschuldverschreibung - das ist eine übliche Stückelung - ist innerlich komplett wertlos, aber so lange diese Wertlosigkeit nicht am Realmarkt durchschlägt und sich als versteckte Hyperinflation, die über Nacht in die Realität einbrechen kann, da US-Staatsschuld direkt von AAA auf Junk ohne Zwischenstufe (diese wären bei Staatsanleihen ja sinnlos; ich habe das schon mal erklärt) zurückgestuft werden wird, NOCH versteckt, kann es zu Deflation trotz extremer Ausweitung der Geldmenge kommen.

Diese Hyperinflation schönt Bankbilanzen jetzt!

Gast: MS Deutschland
13.06.2009 09:05
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"Denn sie halten kaum sogenannte „toxic assets“ (giftige Wertpapiere)."

Nowotny ist eben ein Roter und die haben von Geldgeschäften, auch wenn sie diese hundert mal studieren, einfach keine Ahnung.

Nowotny vergisst, dass die heimischen Banken nur auf Grund der verschleppten Bilanzierung, die in Österreich erlaubt ist, Bilanzgewinne ausgewiesen haben, der Betriebsgewinn ist bei jeder größeren Bank Österreichs negativ.

Würden die österreichischen Banken ihre Ostbeteiligungen nur teilweise wertberichtigen, wären sie tiefer in den roten Zahlen als zusammengebrochene US-Institute, die den Vorteil des schwachen Dollars hatten.

Der Wertverlust der "Ostwährungen" (gemeint Währungen der ehemaligen Ostblockländer, die keinen Euro haben) beträgt binnen eines Jahres 30 %! Nun fahren die Ostbanken natürlich in LANDESWÄHRUNG Scheingewinne ein, aber bei 30 % "Inflation" gesehen vom Euro sind natürlich (selbst wenn nicht auch noch 20 - 30 % der Kreditraten nicht bezahlt werden, sondern der Idealfall von 100 % angenommen wird) sind selbst 5 % Zinsspanne zu wenig.

Das Problem ist, dass Banken die Gelder, die sie im Osten verborgen, im Westen (auch von Russen im Westen) als Euro ausgeborgt haben und im Osten als Zlotty, Forint u. s. w. verborgt haben. Realistisch betrachtet muss man auf "NUR" 30 % Ausfälle zusätzlich zu den jährlich auf die nächsten Jahre zu erwartetenden 20 % Kursverlust durch Währungsabwertungen hoffen.

Es wurden weder Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet noch die Osttöchter auf halbwegs realistische Werte abgeschrieben.

Gast: Messalina
13.06.2009 07:47
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Was die Bankenrettungen in Europa kosten:

Bloomberg: Bank Rescue Costs EU States $5.3 Trillion, More Than German GDP

United Kingdom 781.2
Denmark 593.9
Germany 554.2
Ireland 384.5
France 350.1
Belgium 264.5
Netherlands 246.1
Austria 165
Sweden 142
Spain 130

Das sind jeweils Milliarden Euro - Direkthilfen und Garantien.

Comikal-Ali Nowotny


Im Irak-Krieg gab es einen Informationsminister, der gegenüber der Weltpresse bestritt dass die Amerikaner vor Bagdad stehen würden, während im Hintergrund die Panzergranaten zu hören waren. Er wurde in Folge und in Anlehnung an den Kriegsverbrecher Chemikal Ali nur mehr "Comical-Ali" genannt.

Warum ich darauf komme?

Laut Nowotny

*) ist die Finanzkrise ein kleines Problem der USA

*) trifft die Finanzkrise die EU kaum

*) wird man die Finanzkrise in Österreich nicht bemerken

*) ist die dann doch in Europa eintreffende Krise halb so schlimm

*) sind österreichs Banken stark genug um ohne Staatshilfe auszukommen

*) braucht man sich um die Ost-Kredite keine Sorgen zu machen

*) ad libidum

*) ad infinitum

Nowotny "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"?


Antworten Gast: MS Deutschland
13.06.2009 09:23
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Re: Comikal-Ali Nowotny

Sie haben vollkommen recht. Zum Glück ist Nowotny nur auf einem Versorgungsposten der dank EZB sowieso völlig unnötigen OeNB. In der EZB würde Nowotny - so er dort an die Schalthebel käme - nur enormen Schaden anrichten und in typisch sozialistischer Manier einfach Geld drucken lassen und behaupten alles sei bestens, denn in den Bilanzen nach Bilanzierungsregeln, die in normalen Zeiten durchaus sinnvoll sind, aber eben nicht in der jetzigen Phase, weisen die Banken gewinne aus.

Man bekommt aus einem Sozi das kommunistische Plandenken nicht raus. Sozis glauben man könne Menschen planen, obwohl dies zig mal falsifiziert wurde.

Die Lösung laut Nowotny wäre also ganz einfach. Man Drucke Geld bis zum Abwinken - die dadurch ausgelöste Inflation versteckt sich zunächst im Aufblasen von Finanztiteln. Firmen und vor allem Banken machen dadurch ja enorme Scheingewinne, die man formell (Plansoll im Oststil erfüllt) nicht von echten Gewinnen in Bilanzen unterscheiden kann. No na, macht ein Reifenhändler Gewinne, wenn er am 2. 1. einen Reifensatz um 100 Euro einkauft und am 31. 12. nach 1 Million Prozent Inflation um 1 Million verkauft. Vom Millionengewinn dank Nowotny muss er dann noch die Hälfte dem Staat geben und hat Netto noch 50 % des Geldwertes vom Jahresanfang.

Genau wie obiger Reifenhändler bilanzieren momentan österreichs Banken, denn das mehr an gedruckten Geld versteckt sich als aufgestaute Inflation längst in (Staats)schuldverschreibungten, die die Banken halten.

Antworten Antworten Gast: Auslandsösterreicher
13.06.2009 16:17
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Re: Re: Comikal-Ali Nowotny

Jaja, der staatliche Märchenerzähler Nowotny....hatte als ehemaliger Direktor an der WU Wien von nichts eine Ahnung, nun sitzt er in der ÖNB und plappert (lügt) drauflos "was das Zeug hält".
Übrigens... Österreich kann sich seine Pensionen und Beamten nicht mehr leisten...für beide(s) wird am 1.7. jeden Jahres ein extra Kredit aufgenommen um eben beide Gruppen die letzten 6 Monate bezahlen zu können, und das seit 15 Jahren!!!!!!

Gast: raubritter
12.06.2009 23:13
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AUSNAHMSWEISE

muss ich Schulmeister beipflichten, der richtigerweise feststellte: Die Schieflagen waren Business as usual. Glauben Sie wirklich, dass unsere Bankmanager zwischen Kasterlschieben, Vorstandskollegen absägen, Parteischleimen und Vertriebsziele mit Excel Zielwertsuche festlegen, WIRKLICH wissen was sie tun. Da fallen mir sehr wenige ein, einer davon sitzt in OÖ.

53 Billionen Dollar Kreditschulden auf der einen Seite = 53 Billionen Dollar Geldvermögen auf der anderen Seite

14,8 Mrd Euro in Gringonien ausständig?

Peanuts, würde ich sagen, bei einer Insgesamt-Verschuldung der Gringonier von fast 53 Billionen Dollar!

Interessieren würde mich jetzt nur noch, wer die restlichen Gegenpositionen hält (52,9039 Billionen Dollar minus 0,0148 Billionen Dollar)?

Freitag, 12. Juni 2009
"US-Kreditpyramiden"
Gestern veröffentlichte das Federal Reserve Boards den Flow of Funds Accounts Bericht zum 1. Quartals 2009. Die US-Notenbank bietet in ihrem vierteljährlichen Bericht eine umfassende Aufstellung der Vermögen und der Verbindlichkeiten der USA.

Die Gesamtverschuldung von Staat (explizit), privaten Haushalten, Unternehmen inkl. Finanzsektor in den USA erreicht ein neues Allzeithoch. Sie betrug gewaltige 52,9039 Billionen Dollar, nach 52,5321 Billionen Dollar im Vorquartal und nach 50,6657 Bio. Dollar in Q1 2008! [...]

http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/06/us-kreditpyramiden.html

Angesichts dessen, dass ...

... das Finanzdesaster der USA und deren vollkommen verrückte Funanzpolitik ohnehin absehbar und bekannt waren, muß man sich fragen, warum sich österreichische Banken in der USA überhaupt engagiert haben? Die manager sind sofort zur Verantwortung zu ziehen, falss Schaden entstanden ist, sind entsprechende Schadenersatzansprüche zu stellen und jedes Engagement ist sofort zu beenden!

Re: Angesichts dessen, dass ...

dumm, unverantwortlich und gierig. Die von Ihnen genannten Tatsachen waren nicht nur seit Jahren bekannt sondern alarmierend.

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Re: Angesichts dessen, dass ...

und Selbstverantwortung ist einzufordern :)

pssssssssht!

spielverderber!!!
der oesterreicher mag denken dass "eh ois" ok ist... ;-)

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