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Felderer: Höhere Mehrwertsteuer fürs Budget

24.06.2009 | 18:18 |  FRANZ SCHELLHORN UND NORBERT RIEF (Die Presse)

IHS-Chef Felderer glaubt, dass der Schuldenabbau ohne höhere Massensteuern nicht funktioniert. Die OECD rechnet in Österreich mit einer Staatsschuld von nahezu 80 Prozent des BIP.

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WIEN. Österreich müsse bis 2012 sein Budget sanieren: Das verlangte am Mittwoch die EU-Kommission. Denn selbst in einer Wirtschaftskrise gelten in der EU Regeln, und eine davon besagt, dass die Neuverschuldung eines Staates nicht höher als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sein darf. Doch für Österreich erwartet die EU im Jahr 2010 ein Defizit von 5,3 Prozent, die OECD gar von 6,1 Prozent (das Finanzministerium rechnet mit 4,7 Prozent).

 

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Wie das Budget saniert werden kann, darauf hat der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses, Bernhard Felderer, im Gespräch mit der „Presse“ eine Antwort: mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. „Es wird unvermeidlich sein, die eine oder andere Steuer zu erhöhen“, meint Felderer. Er spreche nicht von einer Vermögenssteuer, wie sie die SPÖ thematisiert hat. „Die bringt so wenig, dass ihr nur eine marginale Rolle zukommt.“ In Frage komme nur „eine Massensteuer“: die Lohnsteuer oder eben die Mehrwertsteuer.

Eine Erhöhung der Lohnsteuer hält der Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS) für den falschen Weg. Arbeit dürfe nicht verteuert werden. Zudem sei die ohnehin bereits hohe Lohnsteuer gerade erst gesenkt worden. „Bleibt also nur die Mehrwertsteuer.“ Befragt, an welchen Prozentsatz er denke, meinte Felderer: „Der Korridor liegt zwischen 20 und 25 Prozent.“ Es könne bestenfalls „um ein paar Prozentpunkte“ gehen.

 

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Aber lässt sich der Staatshaushalt sanieren, ohne die Ausgaben zu senken? Dazu der IHS-Chef: „Natürlich müssen Ausgaben zurückgenommen werden. Das allein dürfte aber nicht reichen.“ Steuererhöhungen seien nur der Notfall, aber bei den stark steigenden Schulden werde es ohne sie nicht gehen. Die Schuldenlast, forderte Felderer, müsse unter 60 Prozent des BIP sinken.

 

EU klagt Österreich

Davon aber ist Österreich weit entfernt. Die EU-Kommission rechnet damit, dass die Schulden heuer auf 70,4 Prozent, im kommenden Jahr gar auf 75,2 Prozent steigen. Die österreichischen Einschätzungen im Doppelbudget von 68,5 (2009) bzw. 73 Prozent für 2010 seien ebenso zu optimistisch wie die Prognosen bezüglich der Neuverschuldung.

Die Konsequenz ist für die EU klar: Die Kommission kündigte gestern die Einleitung eines Defizitverfahrens gegen Wien an. Neben Österreich müssen sich auch Belgien, die Slowakei und Slowenien auf ein Verfahren einstellen.

Die betroffenen Länder müssten bis 2012 wieder unter die Maastricht-Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts kommen. Nach dem Budgetplan von Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) bleibt das Defizit bis 2013 aber bei knapp vier Prozent.

Die EU-Mahnung kommt nicht von ungefähr. Fast zeitgleich mit der Kommission veröffentlichte die OECD ihre düstere Prognose. Sie spricht nicht nur von der rekordverdächtigen Neuverschuldung von 6,1 Prozent im Jahr 2010, sondern auch von einer Staatsschuld in Höhe von 80 Prozent des BIP (inklusive der staatlichen Finanzspritze für die Banken). Wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen verbesserten, müsse Wien „glaubwürdige mittelfristige Konsolidierungsmaßnahmen“ ankündigen und umsetzen.

 

Pröll reagiert gelassen

Mit kleineren Maßnahmen wird es freilich nicht getan sein. Felderer meint zur „Presse“, dass 40 bis 50 Milliarden Euro notwendig seien, wenn man unter die 60-Prozent-Marke kommen wolle. Und er ging dabei noch von den optimistischeren österreichischen Verschuldungszahlen aus. Die 60-Prozent-Grenze zu erreichen sei notwendig und nicht nur „ein Fetisch der EU“. Felderer: „Simulationsrechnungen haben gezeigt, dass Länder mit höheren Schulden durch Zinserhöhungen schnell in Zahlungsschwierigkeiten kommen können.“

Der IHS-Chef mahnt die Bundesregierung, die Ausgaben „in allen Bereichen“ zu senken – „von der Verwaltung bis hin zu den Subventionen“. An Einsparungspotenzialen fehle es nicht. Die Länder müssten aber aktiv teilnehmen, sonst seien „die großen Brocken nicht zu heben“.

Auf das Defizitverfahren der EU reagierte Finanzminister Pröll am Mittwoch gelassen: Dieses Verfahren sei zu erwarten gewesen und werde heuer vermutlich 20 Ländern drohen. Österreich bleibe grundsätzlich „dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts verpflichtet“. Jetzt sei es aber wichtiger, die richtigen Maßnahmen im Kampf gegen die Krise zu setzen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.06.2009)

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170 Kommentare
 
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lampwolf
26.06.2009 07:16
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Liegt da ein Verwechslung vor?

Ich glaube Hr. Felderer hat da etwas verwechselt - wodurch auch immer bedingt.

Lohn- und Umsatzsteuer bringen 41.9 Mrd. €
Einkommen- u. Körperschaftssteuer 7,4 Mrd. €

Wer ist denn der Verursacher dieses zusätzlichen Kreditbedarfs?
Nur jene sind für die Rückzahlung dieses Bedarfs haranzuziehen, die dies auch verursacht haben - also Banken, Fonds, Verischerungen etc. Diese waren so einfallsreich mit der Entwicklung von Finanztransaktionen, dass Ihnen doch auch eine neue Steuer für sich selber einfallen wird,
um die Kredite abzudecken.

Nicht nur, das wir Verbraucher schon zum größten Steueraufkommen beitragen, erhalten wir auch noch fast keine Zinsen mehr auf unser sauer Erspartes.

Also was soll dieser Vorschlag von Hr. Felderer?

Antworten Fritz
26.06.2009 11:06
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Re: Liegt da ein Verwechslung vor?

Wieder die ewig gleiche Leier von den "gierigen" Banken, Versicherungen und deren Manager!

Glauben Sie, dass diese Banken allein schon durch die "Entwicklung von Finanztransaktionen" -wie Sie das nennen- Milliarden verdienen können, wenn sie keine "gierigen" Kunden haben, die ihnen diese Schrottpapiere und faulen Kredite aus der Hand reissen?
Wer hat den die erhaltenen Kreditsummen verpulvert? Nicht die Banken, sondern die Kreditnehmer. Die, die sich ein Haus, eine Wohnung, ein Auto, eine Fernreise, einen neuen Flachbildfernseher oder immer das neueste Handy um dieses Geld gekauft haben, obwohl sie sich das nicht leisten konnten.
Der private Schuldner ist nach 7 Jahren Privatkonkurs "schuldenfrei" aber die Schulden werden eben durch andere bezahlt. Das passiert gerade jetzt durch die Finanzkrise.

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Re: Liegt da ein Verwechslung vor?

Man muß halt auch ein wenig realistisch sein. Österreich wird sich schwer tun, die FED und die anderen amerikanischen Subprimeblasenbildner zu besteuern, die die Krise verursacht haben.

Die Versicherungen und Banken sind bereits die Opfer, wenn teilweise auch durch Fahrlässigkeit.
Zum Vergleich: Wenn ich schlecht auf mein Geld aufpasse, und es mir jemand aus der Tasche zieht, macht mich das noch lange nicht zum Täter, ich gelte immer noch als Opfer.

Antworten Antworten demokrat
26.06.2009 10:57
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Re: Re: Liegt da ein Verwechslung vor?

Wenn ich schlecht auf mein Geld aufpasse, und es mir jemand aus der Tasche zieht, dann kann ich aber auch nicht alle anderen zum Ersatz meines Verlustes heran ziehen.

Genau das wird aber gemacht.


Gast: tiefstrieder
26.06.2009 02:49
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mehr USt bedeutet

ein starkes Anschwellen der "Schwarzarbeit", denn wer zahlt denn schon zusätzlich zu den stark überhöhten Stundenlöhnen der div. Betriebe (KFZ-Werkstätten, Baumeister, Fliesenleger, Insstallateure - verrechnen bloß für die Visite, um festzustellen, was bei 20 Heizkörpern zu machen ist, 2 Stunden a rd 60 EUR - wobei eine halbe Stunde Kaffee als Gast frech "verrechnet" wird!! Shame über solche Firmen! Mehr über konkrete Firma folgt!

Gast: hubsi1
25.06.2009 19:39
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der felderer ist ein fladerer

fällt dem felderer gar nichts mehr ein als uns das geld zu fladern.

sparen ist das ziel.
jede bisherige steuererrhöhung hat nichts gebracht und wird auch weiter nichts bringen.
wir werden immer zu wenig geld haben.

Gast: Walter
25.06.2009 19:03
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Klar, warum man gegen eine Erhöhung der MwSt ist!

Weil man da selbst drauf zahlt. Steuererhöhungen von politischen Gruppierungen werden immer nur in Bezug auf solche Steuern gefordert, die die "anderen" zahlen müssen. Also zB Vermögenssteuern: die zahlen die "Reichen" und reich sind immer nur die anderen.

periskop
25.06.2009 18:43
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Niemand kann sich 40 bis 50 Mrd vorstellen

Alle tun so, als ob man die Staatsschulden durch ein wenig Sparen und ein bisserl Steuern erhöhen, in wenigen Jahren in den Griff bekommen könnte. 40-50 Mrd. sind aber bis zu 80% der gesamten Jahreseinnahmen des Staates und ein erheblicher Teil seiner Ausgaben kann gar nicht verringert werden! Felderer sagt, mit der Sanierung des Budgets kann erst nach Ende der Krise begonnen werden, bis dahin wird der Schuldenberg noch kräftig weiter anwachsen. Dabei fehlen noch die schlagend werdenden Haftungen des Staates für faule Ostkredite. Wenn es schlecht läuft, könnten es noch einmal 50 Mrd. werden, mit Glück kommen vielleicht nur noch 25 Mrd. dazu!
Solche ungeheuren Summen können weder durch Steuererhöhungen, noch durch Einsparungen hereingebracht werden, alle Spekulationen darüber sind nichts als heiße Luft!
Erinnert sich noch jemand an Paul Krugman?

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ich wüßt viel anderes noch:

- keiner kauft mehr, mind 1 monat, außer das wirklich nötigste.
- keiner wählt mehr. nie.
- jeder politiker ist von nun an vogelfrei.
- wir lassen uns alle krank schreiben morgen.

demokratie hat in österreich nur 1945-55 funktioniert - lass mas doch endlich bleiben, das experiment. was nachher kommt, ist mit hoher wahrscheinlichkeit besser. österr. politik ist wie österr. fußball: nach einem miesen trainer hast die auswahl, bei dem zu bleiben oder einen noch mieseren zu nehmen.

ich werde nie wieder wählen. ich glaube nicht an die "demokratie" und wähle das biedermeier bis der sturm vorbei ist.

Antworten der__mann
25.06.2009 19:43
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Re: ich wüßt viel anderes noch:

selten so einen blödinn gelesen. ;-)

Österreich, steht im prinzip genauso da, wie es sein volk möchte. jeder will doch immer mehr wohlstand, und am besten nix dafür tun.

ohne haus mit pool und fettem auto geht heute gar nix mehr

auf der anderen seite ist der österreicher halt auch ein bissi träge im denken und in der entwicklung, sprich fortschritt oh gott, am besten nur nicht nachdenken un dazulernen.

die politiker müssen ihr klientel halt bedienen, und dann kommt eben der schuldensalat heraus.

es bräuchte nur JEDER auf ein bissi von dem unnötigen luxus verzichten, ein bissi weniger neidig sein, dann wären wir schon schuldenfrei.

demokratie funktioniert also doch und ganz prächtig - es ist alles wie es das volk will - na ja fast, die vielen ausländer wollte wahrscheinlich kaum wer so recht, doch irgendwer muss ja immer billig arbeiten.


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Re: Re: ich wüßt viel anderes noch:

das volk will, was man dem volk sagt, daß es wollen soll. geht über werbung. trägheit im denken ist nicht ein österreichspezifisches phänomen. und es geht eben nicht, ein bissi auf luxus zu verzichten, oder sehn Sie das irgendwo realisiert? mir fällt da kaum was ein, nur der herr kaltenbrunner...

Gast: pass
25.06.2009 18:38
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Selber Schuld wenn man eine gute Regierung abwählt.

Wir hatten ja eine Regierung Schüssel-Ries Passer, die sagte und auch danach handelte:

<Bevor wir die Wörter Belastungen für das Volk überhaupt in den Mund nehmen, reden wir vorher über Einsparungen>.

Als Vizekanzlerin war Ries Passer für den Öffentlichen Dienst zuständig und hat diesem einiges abverlangt. Leider stand sie allein auf weiter Flur und wurde weder vom Regierungspartner noch vom Volk unterstützt.

Wenn man so eine Regierung abwählt ist man selber Schuld.


Gast: Frustrierter
25.06.2009 18:36
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Tolle Sache

Jetzt wird jede Mindestrentnerin solidarisch beim Einkauf zwangsweise mithelfen unsere Weltbanken und ihre (gestrandeten) Investments zu erhalten.
Toll, ganz toll. Eben jene Institutionen und Köpfe die uns jetzt seit Mauerfall mit neoliberaler Propaganda zugedröhnt und sich dabei seit dieser Zeit die Differenz zwischen Produktivitätssteigerung und Reallohnentwicklung still und heimlich eingesackt haben. Macht doch Steuern was ihr wollt, das System ist am Ende und das wißt ihr.

Antworten Fritz
25.06.2009 20:13
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Re: Tolle Sache

"...abei seit dieser Zeit die Differenz zwischen Produktivitätssteigerung und Reallohnentwicklung still und heimlich eingesackt haben."

Wenn es so wäre, warum haben wir dann eine Krise?
Es war ja eher umgekehrt: Die Lohnentwicklung lief der realen Produktivitätssteigerung davon. Wir haben alle jahrzehntelang mehr Geld ausgegeben, als nachhaltig Werte geschaffen wurden.
Wir haben jahrzehntelang Politiker beklatscht und gewählt, die uns das Blaue vom Himmel versprochen haben.
Faymann und seine Wahlzuckerln vor der letzten Wahl schon vergessen?
Jetzt ist eben Zahltag.

Fritz
25.06.2009 18:30
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Dummes Pack!

"Für die Grünen wäre eine Erhöhung der Mehrwertsteuer verteilungspolitisch problematisch..."

"...Ähnlich die Ablehnung von ÖGB-Präsident Erich Foglar: Sozial und von der Verteilungsgerechtigkeit her wäre..."

Wann werden diese Typen endlich begreifen, dass es keinen Wohlstand gibt, den irgend ein Politiker salopp "verteilen" kann!

Wohlstand muss ERARBEITET und nicht verteilt werden und in erster Linie haben diejenigen einen Anspruch auf Wohlstand, die ihn auch ERARBEITEN.

Antworten der__mann
25.06.2009 19:46
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Re: Dummes Pack!

und wer erarbeitet ihrer meinung nach den wohlstand?

diesen teil haben sie ausgelassen.

ein teil des wohlstandes geht jedoch über steuern an den staat und dieser kann dann verteilt werden - verstehen sie das nicht?

und noch was, wie soll eine rollstuhlfahrer, vielleicht gelähmt wohlstand erarbeiten?

Antworten Antworten Fritz
25.06.2009 21:09
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Re: Re: Dummes Pack!

"und wer erarbeitet ihrer meinung nach den wohlstand?"

Welch eine Frage? Offenbar kennen Sie niemanden, keinen Arbeiter, Bauern, Angestellten, Selbständigen, Freiberufler, Unternehmer, oder auch Beamte, die sich tagtäglich jahrzehntelang abrackern und Werte schaffen aus denen "Wohlstand" erst entsteht.
Steuern sind eben nicht dazu da, um verteilt zu werden. Steuern sind vor allem dazu da, um die notwendige Infrastrukturen zu finanzieren.
Ja selbstverständlich kann ein Rollstuhlfahrer auch produktive Arbeit leisten und Wohlstand erarbeiten. Allein schon Ihre Frage lässt tief blicken.

Stachel
25.06.2009 18:25
0 0

Welch unglaubliche Heuchelei!

Natürlich zahlt der Steuerzahler die Zeche. Und ebenso zwangsläufig muß es seine Massensteuer sein um den Riesenschuldenberg abzutragen. Nur, die Ust Erhöhung wird nicht reichen, daher wird es wohl auch Zuschläge zu EST und LSt., sowie geschmalzene Gebührenerhöhungen geben
(müssen). Wer glaubt denn, daß unsere Politchor-
knaben Einsparungen in irgendeinem erheblichen Ausmaß zustandebringen. Siehe dazu die Geschichte der Staatsreformdiskussion, den Unwillen der Landesfürsten irgendwas zu ändern und die Wirkungslosigkeit auch der vernünftigsten
Einsparungsvorschläge des Rechnungshofes.

Grigorow
25.06.2009 17:41
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Beamtenstaat

Eien Wohlhabender kauft vielleicht teurere Produkte aber die Menge bleibt immer die gleiche, wie bei ärmeren. Das Budget Loch kann zu 99% nur über die Ausgabenseite geregelt werden und kaum mehr über Einnahmen. Aber unser Beamtenstaat verpraßt die ganz die ganzen Einnahmen. Es ist schon interessant, daß die Donau Monarchie mit 50 Millionen Einwohnern gleich viel Beamte hatte wie das jetzigen Österreich. Keine Einzige Reform ist in der Staatsverwaltung jemals durchgegangen.

Fritz
25.06.2009 17:29
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Dummes Pack!

"...Ursache der "katastrophalen Haushaltssituation" sei nicht zuletzt das Bankenrettungspaket, mit dem die Regierung jenen Finanzinstituten das Geld "nachgeworfen" habe, die unsichere Ost-Spekulationen getätigt hätten, kritisierte Themessl."

Damit outet sich wieder einmal die FPÖ als dummes Pack.
Dieser Themessl müsste doch wissen, dass den Banken kein Geld "nachgeschmissen" wurde, weil diese Gelder mit 8 % Zinsen zurückgezahlt werden müssen!
Und dass das Budget aus dem Ruder läuft, hätten diese Dummköpfe wissen müssen, als sie noch vor der Wahl mit Faymann sinnlose Wahlzuckerln beschlossen haben.

Antworten Stachel
25.06.2009 18:29
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Re: Dummes Pack!

Sie übersehen leider , daß die Banken in Verlustjahren keine Zinsen für das Partizipationskapital zahlen und dies auch später nicht nachholen müssen, wenn wieder die Gewinne sprudeln. Von gutem Geschäft für die Republik kann also keine Rede sein.

Antworten Antworten Fritz
25.06.2009 18:42
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Re: Re: Dummes Pack!

Das kann aber im Extremfall zur Teilverstaatlichung der betreffenden Bank führen.
Fraglich ob die Politik mit dieser "Rute im Fenster" auch umgeht.

Antworten Grigorow
25.06.2009 17:43
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Re: Dummes Pack!

und 2 Österreichische Banken zahlen schon nicht da helfen auch keine 40% Zinsen....
DAS GELD der STEUERZAHLER ist WEG

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Re:

Das sitzt

Gast: ET
25.06.2009 16:43
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Budgetsanierung geht nur über die Ausgaben!

Das müssten die Wirtschaftsforscher eigentlich wissen. Der Staat, wer immer das heute ist, hatte schon laufenden Einnahmen von 130 Mrd. Euro (2008).

Das Problem beim Budget ist, dass auch die Ausgaben laufend stark steigend sind. Das kommt wegen der Biennalsprünge aber auch durch die stark wachsende Zahl der Ruhestandsgeniesser. Das Ganze noch garniert mit den Wahnsinnsprojekten der Landesfürsten und ÖBB Träumer, mit Bauten zur Selbstbeweihräuscherung, und die Kosten sind außer Kontrolle.

Jede Steuererhöhung wird zwangsweise eine weitere Reduktion der Kaufkraft bedeuten. Die fallende Kaufkraft in weiterer Folge auch eine Beruhigung der wirtschaftlichen Aktivität. Das direkte Hochrechnen der Einnahmen bei den Steuern wird daher nicht wirklich funktionieren. Eine 20% ige MWST wird daher für max. 8% mehr Einnahmen sorgen. Eine 50% ige Erhöhung der MWST sorgt für max. +20%. Es gehen dadurch zuviele andere Einnahmen verloren und auch die abgesetzte Menge wird erheblich reduziert.

Eine MWST Erhöhung auf 30% würde dem "Staat" real dann vielleicht 4,5 Mrd. Euro bringen. Auch Vermögenssteuern können max. 1 Mrd. Euro pro Jahr bringen.

Wird die Steuerschraube so maximiert, dann bekommt der Staat noch maximal 5,5 Mrd. Euro an Zusatzeinnahmen, muss aber ein Riesenproblem mit einer explodierenden Armut auf sich nehmen.

Wie damit das adm. Budgetdef. von Österreich bekämpft werden kann, soll 13,5 Mrd. Euro 2009, ist wohl nur den Doktoren verständlich.

Abgewirtschaftet!

Gast: Manuel
25.06.2009 16:18
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USt. flat tax?

Was mich in dem Interview vom Herrn Felderer etwas irritiert hat, war die Tatsache, dass er die Umsatzsteuer als flat tax bezeichnete und dieses Argument hernahm, um zu erklären, warum die USt. kleinere Einkommen nicht schwächen würde.

Dass die USt. proportional ist, mit dem Punkt stimme ich ja überein, aber er kann mir nicht erzählen, dass hier keine höhere Belastung der einkommensschwachen Haushalte stattfindet. Ob ich jetzt 1000 oder 10000 Euro im Monat verdiene, eine Semmel zB. hat einen gewissen Preis und aufgeschlagen 20% USt., was für beide Personen der selbe Betrag ist.

Weiß vielleicht jemand in diesem Forum, was hier Herr Felderer gemeint hat?

@ Topic: Da ich nicht nachvollziehen kann, dass die USt. eine flat tax ist, finde ich die Idee nicht besonders gut. Es sollten zuerst die unzähligen Wahlzuckerl zurückgenommen und die Parteiförderungen gekürzt werden, bevor man sich über neue Steuern her macht.

 
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