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Verteilungskonflikt: "Wir brauchen Aufstand der Jungen"

03.07.2009 | 18:37 |  MATTHIAS AUER (Die Presse)

Keine Pension, kein Job und keine Kinder. Droht ein Kampf der Generationen? „Die Verteilungskonflikte zwischen Alt und Jung werden zunehmen“, meint Experte Wolfgang Gründinger.

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Die Presse: Laut jüngsten Umfragen glauben nur noch sieben Prozent der jungen Österreicher an eine staatliche Pension. Wo bleibt der Aufschrei der Jungen, die Debatte über das schwere Erbe für diese Generation?

Wolfgang Gründinger: Wir sind ja eher eine pragmatische Generation. Glauben wir an keine staatliche Rente mehr, investieren wir eben in private Vorsorge. Ähnlich ist es am Arbeitsmarkt. Normale Beschäftigungsverhältnisse werden durch prekäre Jobs ersetzt. Was machen wir? Wir rebellieren nicht und fordern die Abschaffung der Altersprivilegien, sondern machen eben drei oder vier unbezahlte Praktika.

 

Seit der Pensionsreform haben unter 35-Jährige ein Viertel weniger Pension zu erwarten als heute. Obwohl sie letztlich die jetzigen und wohl auch ihre eigenen Pensionen bezahlen werden müssen. Wie könnte man das gerechter gestalten?

Gründinger: Das Pensionssystem krankt vor allem daran, dass es vor allem durch Abgaben auf Lohnarbeit finanziert wird. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, prekärer Beschäftigungsformen und stagnierender Löhne ist diese einseitige Fixierung auf die abhängige Erwerbsarbeit ein großes Problem. Darum bricht die Finanzgrundlage weg, und wir sind mit steigenden Beiträgen konfrontiert. Ich plädiere für eine Bürgerversicherung, deren Lasten auf mehrere und breitere Schultern verteilt werden. Das würde den Beitragssatz stabilisieren.

 

Wie wäre dieses Modell finanziert?

Gründinger: Man müsste auch Kapitaleinkommen in die Rentenversicherung miteinbeziehen, etwa Einkommen aus Vermietung. Außerdem müssten künftig alle, also Freiberufler, Selbstständige und Beamte, in die gleiche Versicherung einzahlen.

Heißt das, der Generationenvertrag soll, obwohl er ein unfinanzierbares Pensionssystem und überschuldete Krankenkassen hinterlässt, nicht aufgekündigt werden?

Gründinger: Die Idee des Generationenvertrags ist ja, dass die mittlere Generation für die ältere Generation zahlt. Zurzeit sind aber die meisten, die im erwerbsfähigen Alter sind, gar nicht in den Generationenvertrag einbezogen, weil sie keiner abhängigen Erwerbsarbeit nachgehen. Durch diese Veränderung der Erwerbsstruktur hat sich der Generationenvertrag fast aufgelöst und muss erneuert werden.

 

Dem könnte man die demografische Entwicklung entgegenhalten. Der Vorwurf an die Jungen lautet ja oft: Selbst schuld, wenn ihr keine Pension mehr bekommt, ihr bekommt ja auch keine Kinder.

Gründinger: Die alternde Gesellschaft wird immer als Todesstoß für die Sozialversicherungsmodelle dargestellt. Das stimmt so nicht, weil es nicht wichtig ist, wie alt die Gesellschaft ist, die den Kuchen bäckt, sondern wie groß dieser im Endeffekt wird. Es zählt nicht die Altersstruktur, sondern die Produktivität der Gesellschaft. Wenn wir das Pensionseintrittsalter an die Lebenserwartung koppeln und zugleich in Bildung, Forschung und Integration investieren, stellt der demografische Wandel keine Gefahr für die Finanzierbarkeit der Sozialsysteme dar.

 

Derzeit frisst das Pensionssystem ein Loch in die Staatskasse. Ist es sinnvoll, dafür Schulden aufzunehmen?

Gründinger: Staatsverschuldung ist nur dann legitim, wenn Investitionen getätigt werden, die in Zukunft Ertrag bringen. Das ist bei Pensionen sicher nicht der Fall.

 

Also bleibt nur eine höhere private Vorsorge?

Gründinger: Private Vorsorge ist wichtig und richtig, aber nur als Ergänzung zum Umlageverfahren. Ein plötzlicher Umstieg auf ein Kapitaldeckungsverfahren würde die junge Generation nämlich doppelt belasten. Sie müsste nicht nur die heutigen Pensionen finanzieren, sondern sich zudem auch ihre eigene Altersversorgung aufbauen.

 

Schwierig, denkt man daran, dass man bis 40 selten genug verdient, um sich eine Privatpension zu leisten. Das Geld kommt erst im Alter.

Gründinger: Auch hier sieht man: Es braucht einen Aufstand der Jungen. Nicht gegen die Alten, sondern gegen ein unfaires System. Es ist ungerecht, wenn Jüngere, die die gleiche Arbeit leisten wie Ältere, weniger verdienen und schlechter abgesichert sind. Ich setzte da auf die Antidiskriminierungsrichtlinie der EU. Eine Abschaffung des Senioritätsprinzips ginge auch nicht per se zulasten der Alten. Wer heute mit 50 arbeitslos wird, findet kaum einen Job, weil er zu teuer ist. Stattdessen erleben wir eine Frühpensionskultur, finanziert von der jungen Generation. Ein neues Systems würde allen Generationen helfen.

 

Das hieße auch, jeden Kollektivvertrag neu schreiben?

Gründinger: Daran führt auf Dauer kein Weg vorbei.

Ihr jüngstes Buch trägt den Untertitel: „Wie wir den Krieg der Generationen vermeiden können“. Zündstoff wäre vorhanden, von einem „Aufstand der Jungen“ ist aber nichts zu sehen. Hier argumentieren Jugendvertreter der Parteien ähnlich wie ihre älteren Parteikollegen.

Gründinger: Die Psychologie der Generationen ist auf ein Miteinander ausgelegt. Alt und Jung verstehen sich auf persönlicher Ebene so gut wie nie zuvor. Auf gesellschaftlicher Ebene nehmen Verteilungskonflikte zu. Wenn wir begrenzte Gelder zur Verfügung haben, muss man immer drastischer fragen, wohin diese Gelder gehen. Gehen sie in außerplanmäßige Pensionserhöhung und in die Subventionierung der Altersteilzeit? Oder gehen sie in Bildung und Kinderbetreuung? In einer Gesellschaft, in der jeder dritte Wahlberechtigte Pensionist ist, fürchte ich, dass diese Verteilungskämpfe nicht zugunsten der Jungen ausgehen werden.

 

Und dennoch halten sich die Jungen aus der Debatte raus.

Gründinger: Wir sind eine politische Generation, aber wir haben gelernt, dass wir ohnmächtig gegenüber der Politik sind. Jugendbeteiligung ist meist nicht ernst gemeint. Würden die Jugendlichen wirklich ihre Stimme erheben, bekämen die Politiker Angst, weil Jugendliche alles sofort und radikal wollen.

 

Wie bringt man eine desillusionierte Generation Praktika auf die Straße? Soll sie dort überhaupt hin?

Gründinger: In Deutschland waren zuletzt 300.000 Jugendliche beim Bildungsstreik. Die Ministerin fand das „irgendwie von gestern“. Damit zerstören sich die Parteien selbst. Viele Junge suchen ihre politische Zukunft lieber außerhalb des Parlaments. Die Politik sagt ja selbst, sie kann nichts lösen. Na gut, dann mischen wir uns woanders ein.

zur person

Wolfgang Gründinger (25) gilt als „Stimme der Jungen“ in der Debatte um mehr Gerechtigkeit zwischen den Generationen.

Der deutsche Politik- und Sozialwissenschaftler ist Mitglied im Think Tank 30 (tt30) des Club of Rome, Vorstandsmitglied in der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Buchautor.

Zuletzt erschienen: „Aufstand der Jungen – wie wir den Krieg der Generationen verhindern können.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.07.2009)

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97 Kommentare
1 2 3
heduda
12.07.2009 19:29
0 0

steht auf

alte pensionistenfettsäcke fahren mit hässlichen BMW suvs durch die gegend.hoffen auf bewunderung.und ihr jungen zahler arbeitet kostenlos.habt ihr noch alle?.springt diesen ausbeutern endlich auf den rücken.die pensionos sind die einjkommensstärkste grüppe im ösiland.ich bin bald pensionär,mit 65,und scheisse auf jede erhöhung.es gibt etliche pensionos die so denken,denen ist der soziale frieden wichtiger,als eine sch.. pensionserhöhung.aber der abzocker BENJYA,kann mit abzocken nicht aufhören,mit seinem gefuckten kollegen aus der övp, YouTube-Nutzername: 11orf
E-Mail-Adresse für Google-Konto: wwittmann@gmx.a

heduda
12.07.2009 19:27
0 0

nice

alte pensionistenfettsäcke fahren mit hässlichen BMW suvs durch die gegend.hoffen auf bewunderung.und ihr jungen zahler arbeitet kostenlos.habt ihr noch alle?.springt diesen ausbeutern endlich auf den rücken.die pensionos sind die einjkommensstärkste grüppe im ösiland.ich bin bald pensionär,mit 65,und scheisse auf jede erhöhung.es gibt etliche pensionos die so denken,denen ist der soziale frieden wichtiger,als eine sch.. pensionserhöhung.aber der abzocker BENJYA,kann mit abzocken nicht aufhören,mit seinem gefuckten kollegen aus der övp,

heduda
11.07.2009 19:46
0 0

durchblick

gestehe ich den@stounten bei.
schliesse mich ihren gedankengängen an.eigentlich nur dummerln und ausbeuternutzniesser tun dies nicht.
nebenbei:warum bekomme ich keine prämie wenn ich ein neues fahrad kaufe?
würde mir vielleicht einen neuen xcarbonrenner um 5000euro bei einer abwrackprämie zulegen.
itotzdem ist diese prämie NATÜRLICH absoluter schwachsinn.
so funktioniert leben NICHT.nahc diesm prinzip wär die bäckerstrase in wien noch heute voll von bäckereien.

Gast: Isidoro
05.07.2009 17:03
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Pensionen der freien Berufe

Die freien Berufe (z.B. Rechtsanwälte) kassieren eine zweite Pension ohne eine Euro dafür bezahlt zu haben. Diese staatlichen Pensionszahlungen sollten abgeschafft werden.

hw
09.07.2009 03:00
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Re: Pensionen der freien Berufe

die rechtsanwälte füttern auch brav die abgeordneten.
viele gesetze bringen viel arbeit.

und international (sprich globaler markt) die katastrophe. dafür sind sie aber zu dumm oder es ist ihnen wurscht.

0 0

ich als einer dieser jungen ...

.. würde niemals so blöd sein auf die erfolgreichen Marktwirtschaften zu spucken. Die Quelle meines Wohlstandes.

hw
09.07.2009 03:02
0 0

Re: ich als einer dieser jungen ...

vor 30 jahren, ja!
aber junge interessiert nicht die vergangenheit, sondern die zukunft!

Gast: Staunton
05.07.2009 10:18
0 0

Seltsam, seltsam...

Wo ist denn eigentlich ein Land auf der Welt, wo man fast keine oder wesentlich weniger Steuern zahlt, und es den Leuten trotzdem besser geht? Wo ist denn dieses Land? Wo man höchste Bildung um so wenig Geld wie in Österreich bekommen kann? Wo man die teuersten Operationen und Krankenhausaufenthalte kostenlos bekommen kann? Wo man selbst bei längster Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit noch immer eine Unterstützung vom Staat bekommt? Wo Kinderbetreuung mit staatlichen Mitteln unterstützt wird? Wo die Betreuung von Alten und pflegebedürftigen Personen mit so riesigen Mitteln unterstützt wird? Wo staatliche Pensionen - die im Gegensatz zu privaten Pensionen wesentlich sicherer sind - an die Pensionisten bezahlt werden? Oder möchte jemand vielleicht, dass das gesamte staatliche Pensionssystem von den privaten Pensionsversicherungen, die nichts ohne Abzweigej von anständigen Profiten machen, übernommen wird? Vielleicht sollte der Staat wirklich die Möglichkeit schaffen, dass jemand mit seinen eingezahlten Pensionsbeiträgen zu den privaten Versicherungen wechseln kann. Allerdings mit Erlöschen auf Anspruch auf Mindestrente oder Notstandshilfe, wenn die private Versicherung fest in die Hose gehen sollte.

amornwan
05.07.2009 09:53
0 0

Verteilungskampf...

Wie sagten doch die Oberemanzen: der Bauch gehört mir und jetzt jammern keine NÄCHSTE GENERATION die Beiträge in die Sozialversicherung einzahlt! Recht geschieht diesen Eseln!

Gast: Staunton
05.07.2009 08:55
0 0

Sie würden eine freie Marktwirtschaft anstreben, ist das größte Märchen der Turbokapitalisten

Welches Land der Erde gibt am weitaus meisten Geld für Steuergeschenke bzw. Sponsoring für Großindustrie, Konzerne, Banken, Versicherungen u. dgl. aus, um andere Länder niederkonkurrieren zu können? Sind das nicht zufällig die USA, die sich das Mutterland der freien Marktwirtschaft nennen? Was soll daran freie Marktwirtschaft sein? Und dass die USA keinen Protektionismus auf Wirtschaftsgebieten betreiben, die für sie wichtig sind oder wo es um viel Geld geht, halte ich auch für ein Gerücht. Weiters scheint es ein Gesetz der "freien Marktwirtschaft" zu sein, möglichst riesige Steuergeschenke an die Reichsten zu machen, bzw. an jene, die das am wenigsten von allen brauchen!
Und die "freien Marktwirtschaften" in Europa sind den USA nicht unähnlich. Man sollte einmal eine Aufstellung über die horrenden Kosten machen, die den kapitalistischen Ländern allein dadurch entstehen, dass sie die freie Marktwirtschaft, die ja von einem freien Spiel der wirtschaftlichen Kräfte gekennzeichnet sein soll, in eine auf Kosten der Steuerzahler gesponserte und entlastete Wirtschaft verwandeln. Um andere Länder mit möglichst großen und ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteilen ausbremsen zu können. Nix "freie Marktwirtschaft"!

hw
09.07.2009 03:07
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Re: Sie würden eine freie Marktwirtschaft anstreben, ist das größte Märchen der Turbokapitalisten

es ist aber trotzdem immer noch so, dass in österreich jener verdient, der am besten jammert oder sich politisch hochdient, und in amerika jene die arbeiten, ideen haben und tun.

ich bevorzuge die 2te variante. den die hat zukunft.

wenn sie an die verteilwirtschaft glauben tun sie es.
ich bin jahres ende weg. ich wünsche dir viel spaß.

heduda
11.07.2009 19:28
0 0

Re: Re: Sie würden eine freie Marktwirtschaft anstreben, ist das größte Märchen der Turbokapitalisten

@hw die die notwendige dreckarbeit für den wohlstand dieser erde leisten bekommen einen nasenrammel,während die modernen hofnarren der politik,wie ökonomen,berater und analysten und all dieses gesocks sich die huren dieser erde verdienen.sie sind ein naivling der besonderen art,oder gehören dieser MIESEN mafia an.

Herman
05.07.2009 01:56
0 0

dieser Artikel reichte, ein Instititut für "soziale Gerechtigkeit" zu schaffen

. . . noch eins: den Abschreibungswucher durchforsten; Representationen sind Gewinn (wenn nicht Bestechung), bzw. Einkommen (wenn der Chef so herumjettet); ebenso Werbung, die keine sinnvolle Information von Produkten darstellt; Representationen müssten als Einkommen verbucht werden.
Last not least: jeder Politiker müsste seine Befähigung vor seiner Kanditatur offenlegen und den erfolgreichen Besuch für "soziale Gerechtigkeit" nachweisen.
Ohne Kinder dürfte es keinelei Familienhilfen geben. Für Familien mit Kind(ern) muss die Gesellschaft notfalls für eine entsprechende Wohnung beitragen.

Gast: Argus
04.07.2009 21:47
0 0

Lauter Blöde?

Wieviel Pension die heute Jugendlichen in 40 oder 50 Jahren bekommen werden, hängt fast nur davon ab, wieviel Kinder sie haben werden. Je mehr Kinder, umso mehr Pension! Für wenige Kinder zu plädieren, wie es viele der untenstehenden Kommentare tun, ist doch reiner Schwachsinn!

Gast: Nudelauge
04.07.2009 16:54
0 0

Dann macht¿s halt in Gottes Namen endlich

euren "Aufstand" - viel Vergnügen und eine lustige Zeit wünsche ich den "Jungen Aufständischen".

So ein Topfen...............

Und schöne Grüsse an den "Experten" - ein Wahnsinn was sich da so als Experte tituliert.


hw
04.07.2009 16:22
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junge

mich wundert immer wieder, dass sich junge leute von der derzeitigen und auch vorrigen regierung + gewerkschaften ihre zukunft "zerstören" lassen.

heduda
04.07.2009 18:51
0 0

Re: junge

ich kann den jungen nur eines raten.keine transferleistungen zu den goaschaten alten.
wenn die maulen, einfach nichts mehr hackeln.dann würden die alten grossgoscherten alten ,mit dem obermufti benja und dem anderen grossgoscherten von den schwarzen schnell merken dass sie NULL leistung und 100 pro leistung fordern. ich verachte diese hangematten und kaffeefahrtbagagge und bin selbst schon fast 62.stecht den EGOISTEN den finger.....

amornwan
05.07.2009 09:57
0 0

Re: Re: junge

Die Jungen haben kein Geld und die Alten entziehen es wo nur möglich. Junge Pampersträger denkt daran ihr seid von uns abhängig !

Gast: Bloderer
04.07.2009 16:14
0 0

Geburtenkontrolle statt Förderung

Warum wird nicht endlich die wahre Problematik unserer Zeit, die Bevölkerungsexplosion und die viel zu hohen Bevölkerungsdichten auch in den Industriestaaten angesprochen. Hier liegt der Schlüssel für den zukünftigen Wohlstand oder den Zusammenbruch. Wenn nicht letztlich Kriege oder Seuchen die Menschenpolulation auf ein gesundes Maß reduzieren, so sollten wir rechtzeitig entsprechende Maßnahmen setzen.

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
04.07.2009 18:03
0 0

Re: Geburtenkontrolle statt Förderung

Die westlichen Industriestaaten sind fast auf dem richtigen Weg. 1 Kind pro Paar sollte der Schnitt sein. Dann sind wir in 6 bis 8 Generationen wohin wir sollten (das ist auch der "Letzte Zug" für eine Reduzierung).
Die Politik betet doch:
"Wir brauchen mehr Kinder. Und machts ihr Idioten die nicht selbst importieren wir halt".

Ich habe das in einem Posting angesprochen. Das hat wohl dem Zensor nicht gefallen.

Ich habe meinen Kindern eingebläut keine Kinder zu bekommen. Mir ist es mittlerweilen wurscht und zu anstrengend darüber zu sprechen (meiner Frau weniger) und werden nichts ausrichten. Die Politik nicht WIR brauchen Nachwuchs. Anders das System kippt und damit die "politischen Pharisäer".

Sollens doch so weiter machen. Wir haben dafür gesorgt, dass Wir und unsere Kinder noch halbwegs gesichert den Lebensabend geniessen können. Und wissens was?
"Hinter mir die Sintflut"!

hw
04.07.2009 17:56
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Re: Geburtenkontrolle statt Förderung

wo habens den des abgeschrieben?

Gast: hawkeye
04.07.2009 15:50
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Das mit der Unfinanzierbarkeit ...

des Pensionssystems ist eine Lüge.

hw
09.07.2009 03:15
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Re: Das mit der Unfinanzierbarkeit ...

die zensur in diesem thread nervt.

Gast: Europensionist
04.07.2009 15:17
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Sie haben Österreich gegen die Wand gefahren

Dieses Österreich kann man mit einem herabgewirtschafteten Hotel vergleichen.

Der Seniorchef mit seiner Holden leistet sich jeden Luxus und zieht Geld aus der Firma wo er nur kann.

Das Personal wurde mit schlecht bezahlten Importarbeitskräften aufgestockt. Deren Arbeit ist entsprechen ihrem Lohn.

Die Schulden sind erdrückend. Die Zukunft ungewiss.

Der größte Witz ist am Ende, dass die Seniors von den jungen Nachfolgern noch erwarten, dass sie für die Übernahme der abgewirtschafteten Bude dankbar sein sollen.

Gast: Staunton
04.07.2009 14:52
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Wer hat wohl vor ca. einem halben Jahrhundert folgendes behauptetet:

Die freie Marktwirtschaft, also der Kapitalismus, werde allen(!) Menschen Wohlstand bringen! Soll man in diesem Zusammenhang vielleicht erklären, ab wann echte Kapitalisten von Wohlstand reden, wenn es sie selbst betrifft?
Weiters behaupteten dieselben Leute, die freie Marktwirtschaft werde mit immer besseren Produktionsmethoden und immer moderneren, leistungsfähigeren Maschinen und Fabriken dafür sorgen, dass alle Menschen immer weniger arbeiten müssten!
Nun - wir haben inzwischen eine Vervielfachung(!) der Produktivität erreicht, besitzen modernste Maschinen und Fabriken, aber den Profit aus all diesen Vorteilen stecken sich nur ein paar wenige ein, wenn man sich Statistiken über die Verteilung des Weltvermögens anschaut. Und wenn man sich anschaut, was für eine Arbeitswelt die Turbokapitalisten am liebsten hätten, liegt man sicher nicht sehr daneben, wenn man annimmt, dass es für sie am wünschenswertesten wäre, wenn die Arbeiter rund um die Uhr, an jedem Sonn- und Feiertag, möglichst ohne rechtlichen Schutz und nur für Hungerlöhne tätig wären.
Die Reichsten und mächtigsten der Welt haben wirklich einen erfolgreichen Klassenkampf gegen den Rest der Bevölkerung geführt. Und wenn sie so weitermachen, wird der endgültige K.O. der ganzen Welt auch nicht lange auf sich warten lassen. Dass dadurch auch ein großer Teil der Kapitalisten ins Gras beißen wird, ist diesen in ihrer Gier anscheinend auch völlig egal.

hw
04.07.2009 16:26
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Re: Wer hat wohl vor ca. einem halben Jahrhundert folgendes behauptetet:

in österreich gabs aber nie eine freie marktwirtschaft!
- der zugang zu den guten geschäften ist packelei.
- wenn sie gut verdienen werden sie über die steuer wieder abgeschröpft (und die einwohner befürworten das sogar, warum weiß ich leider auch nicht)

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