08.11.2009 17:07 | Meine Presse Merkliste0

Ohne Job: Generation Krise

03.07.2009 | 19:07 |  Von Beate Lammer (Die Presse)

Der Einstieg ins Berufleben wird schwieriger. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt daher deutlich stärker als die allgemeine Arbeitslosenquote. Firmen nehmen lieber freigesetzte Mitarbeiter als Neueinsteiger.

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Letztes Schulzeugnis, Sponsion, Promotion – die Stimmung dieser Tage ist gut. Die Karten der Jungen auf dem Arbeitsmarkt schauen allerdings viel schlechter aus. In der Krise setzen viele Firmen auf Einstellungsstopp, bevor sie ihre Stammbelegschaft kündigen. Wer dennoch einstellt, hat eine große Auswahl. „Da nimmt man lieber die freigesetzten Mitarbeiter der Konkurrenz, die einschlägige Erfahrung haben als einen Neueinsteiger“, stellt Helmut Hofer, Arbeitsmarktexperte am Institut für Höhere Studien (IHS), fest. Die Jungen gehen häufig leer aus. Im Juni gab es in Österreich um 38,6 Prozent mehr Arbeitslose unter 24 Jahren als vor einem Jahr. Je älter man ist, desto krisenfester scheint der Job zu sein: Bei den über 50-Jährigen kletterte die Arbeitslosigkeit „nur“ um ein Viertels.

Ältere haben in der Krise bessere Karten

Da hilft es wenig, dass die Lohnunterschiede zwischen Jung und Alt in kaum einem europäischen Land so stark sind wie in Österreich. „Bezahlung ist nicht alles“, stellt Hedwig Lutz, Arbeitsmarktexpertin am Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), fest. Die Firmen verlassen sich lieber auf ihr eingespieltes Team, statt Neue einzustellen. „Das stark ausgeprägte Senioritätsprinzip schadet zwar den Älteren auf dem Arbeitsmarkt, nützt aber den Jüngeren nichts“, bestätigt Hofer. Ältere Arbeitnehmer würden eher durch 40-Jährige ersetzt als durch Berufseinsteiger. Oder ihr Job fällt ganz weg. Ältere in Frühpension zu schicken, sei jedenfalls kein Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit, sind sich beide Experten einig.

Insgesamt geht es Österreichs Jugendlichen noch relativ gut: Hierzulande liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 8,4 Prozent. EU-weit beträgt sie 19,5 Prozent. In den meisten Ländern gestaltet sich der Berufseinstieg noch schwieriger: In Frankreich oder Großbritannien ist der Anteil derer, die ohne jede einschlägige Ausbildung einen Job suchen, höher als in Österreich, wo viele eine Lehre oder einen HTL-Abschluss haben.

Bei den Politikern schrillen dennoch die Alarmglocken. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) will die überbetrieblichen Lehrstellen von 10.000 auf 12.000 aufstocken. Dann würde es zusammen mit den betrieblichen Lehrstellen mehr Plätze als Suchende geben – auch wenn es da und dort regionale Probleme gibt. 2000 junge arbeitslose Leiharbeiter sollen in einer Stiftung unterkommen. Für Praktikanten soll es arbeitsrechtliche Verbesserungen geben. Die Ökonomen begrüßen diese Pläne. „Bevor jemand gar nichts tut, ist es besser, etwas zu lernen“, meint Lutz. Zudem habe man mit einer Ausbildung höhere Jobchancen als ohne. „Besser, man verwendet das Geld dafür als für mehr Frühpensionierungen“, sagt Hofers.

Manche haben starke Defizite

An der hohen Jugendarbeitslosigkeit ist aber nicht nur die Krise schuld: Zum einen suchen Junge erst einen Job und wechseln dann öfter. Zum anderen gibt es strukturelle Probleme: Hofer schätzt den Anteil derer, die „starke Defizite“ bei der Sprache, beim Rechnen oder bei den Umgangsformen haben, auf zehn Prozent. Vor 20 Jahren wären sie als Hilfsarbeiter untergekommen. Mittlerweile sind die Jobs, bei denen man keinen Computer bedienen oder Rechnungen ausstellen muss, selten geworden. Die Defizite müssten schon in der Schule bekämpft werden.
„Da muss man auch Geld in die Hand nehmen“, fordert der Experte. So müsse es mehr Förderunterricht und kleinere Klassen geben. „Derzeit sind die Pädagogen oft schon zufrieden, wenn die drei Schwächsten in der Klasse wenigstens ruhig sind.“

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38 Kommentare
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Gast: Krisenbetroffener
21.08.2009 12:17
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Wozu noch Bildung? Wozu noch Chancengleichheit?

Um es überspitzt zu sagen, was helfen uns jetzt noch Chancengleichheiten, dass Kinder aus Hartz IV-Familien studieren, dass Kinder aus Arbeiterfamilien studieren, dass Kinder aus Reichenfamilien studieren, um sich einem monströs gewordenen Arbeitsmarkt in prekären und unmenschlichen Bedingungen wiederzufinden? Bildung oder Beziehungen sind keine sicheren Indikatoren mehr für den Aufstieg, wenn man überhaupt noch den Begriff verwenden kann. Ich habe laut Mundpropagande alles richtig gemacht: Mit Mitte 20 fertig mit Studium, dann die erste Anstellung in einem Auto-Großunternehmen mit unbefristetem Arbeitsvertrag, Aussicht auf gute Zukunft. Dann kam 2008-2009 die Arbeitsmarktkrise. Unsere Bildung zählt nichts mehr, jetzt geht es um mehr: In was für einem System wollen wir leben? Dulden wir weiterhin zwangsläufig ein System, das den ungezügelten Aufbau von Schuldenpyramiden weiter zulässt? Wollen wir radikal sein, uns von unseren Schulden endlich erlösen, einen Währungsschnitt machen, den Turbokapitalismus erstmal ausbremsen, selbst alles zu Trümmern hauen, um das System zu rebooten? Seien wir realistisch: Auch wenn wir dieses Ende mit Schrecken konstruieren, wird der Kapitalismus in dieser Form weitergehen, allein schon, weil es die Welt auch so hält. Fest steht, dass etwas passieren wird. Ich selber habe mich mit dieser Form von Leben abgefunden und glaube nicht, dass man das aussitzen kann.

Gast: xxx
05.07.2009 16:20
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die Jugend arbeitslos

und Gutverdiener, die bis 65 und länger arbeiten super! klar dass dies der Jugend stinkt

Gast: ghost
05.07.2009 12:51
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Anforderung

Mann , so viele hier die schreiben , und doch ahnungslos sind.Man kann aus jedem Lehrling
einen brauchbaren Mitarbeiter machen ,
das Problem liegt mehr an den immer höheren
anforderungen , wenn man schon erwartet
das man für eine Stelle als Putzkraft oder Lagerarbeiter eine höhere ausbildung erwartet.
Fragt man sich schon langsam ob die noch alle Tassen im schrank haben.

Antworten Gast: Clint Eastwood
05.07.2009 14:22
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Re: Anforderung

Richtig, aber die Phrasendrescher werden weiter von der Wissensgesellschaft faseln, in der selbst ein Portier (Empfangs-Manager) unbedingt einen Hochschulabschluss (besser zwei) haben muss.

Sonst ist er ja viel zu unqualifziert, um Besucher in ein Formular einzutragen und ihnen eine Besucherkarte auszuhändigen.

Die Unternehmen können sich diese Arroganz ("keiner ist gut genug, selbst für die größte Dodelhacken") nur deshalb "leisten", weil es ein Überangebot an Arbeitskräften gibt.

Antworten Antworten Gast: freelancer
07.07.2009 00:03
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Re: Re: Anforderung

Ich hatte auch mal ein IT-Studium an ner FH angefangen, um mich weiterzubilden.
Falsch gedacht!

16bit Borland Pascal, 8bit Logicad... das bringt's nicht!

Daher Konsequenz gezogen und Studium vorzeitig beendet (d.h. abgebrochen).

Und dadurch berufl. und finanziell viel besser gefahren. Weil es auf Erfahrung ankommt, die ich auch vor diesem Studium schon anhäufen konnte... zumindest in der IT-Branche...

Leider gibt es zu viele Titelreiter in AUT, die auf sowas Wert legen...

Gast: michi
04.07.2009 18:43
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economics

wer preise per gewalt fixiert wird marktungleichgewichte ernten. dieser umstand ist seit hunderten jahren bekann. die meistens haben es immer noch nicht verstanden.

kollektivvertrag = mindestlohn = angebot seitg und nachfrage sinkt.

mfg

Gast: Zorro08
04.07.2009 18:09
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Wen wunderts


analogo
04.07.2009 17:44
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Jugend und Jobs...Bildungs-/leistungferne Strukturen?

Das sind doch nur Halbwahrheiten in dieser Problembeschreibung. Es gibt noch andere Aspekte, z.B. der hohe Migrantenanteil (ca.1/3) in der jungen/jugendlichen Bevölkerungsgruppe in Ö...(i.Wien 50%Anteil). Hiermit ist die Politk doppelt gefordert.

raeter
04.07.2009 14:17
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"Da muss man auch Geld in die Hand nehmen, meint der Experte!"

Immer dasselbe Lied, seit Jahrzehnten.

Merke: Es ist nicht das Geld, es ist der Wille. In unserer Gesellschaft können Menschen sehr viel erreichen.

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Wie sollen die Lehrer in 20 Wochenstunden den Schülern was beibringen?


Die Kinder werden bereits in der Volksschule verpatzt und dann durch die Pflichtschule mitgeschleppt.

Wichtiger als eine Einheitsmatura wären jedenfalls niormierte Bildungsstandards für die Volksschulen. DA würden vielen die Augen aufgehen...

enzo
04.07.2009 12:16
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Die Junge Generation

ist ein Spiegel des versagens der Gesellschaft.

Aber leider ist das was heute aus den Schulen kommt (Pflichtschule) zu 80% nicht zu gebrauchen,weil die Grundvoraussetzungen fehlen.
Von gutem Benehmen ganz zu schweigen ,erzogen von und für eine "Spaßgesellschaft" die aber im auslaufen ist.

Antworten Gast: gutemiene
04.07.2009 16:58
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Re: Die Junge Generation

D'accord...Einige verlassen sich zu sehr auf Gewerkschaft od. Sozialstaat. Der Staat (bzw.wir )leben über die Verhältnisse ?

tarrant
04.07.2009 10:45
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Defizite

Das Problem ist, dass viele absolut inkompetent sind, es aber entweder nicht wahrhaben wollen oder vom Arbeitgeber erwarten, dass man ihnen alles beibringt und es sowieso nichts macht, wenn man Grundlegendes nicht kann.

Wer eine Lehre antritt und einfachste Rechnungen nicht zustandebringt (auch mit Taschenrechner!!!), dem kann nicht mehr geholfen werden.

Woran es aber auch scheitert sind mangelnde Umgangsformen. Wie will jemand im Verkauf arbeiten, wenn er noch nicht einmal ein "Guten Morgen" herausbringt und die Kunden grantig anredet? Basismanieren müssen da sein, sonst wird das nichts.

Antworten Gast: gutemiene
04.07.2009 17:08
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Re: Defizite

Zustimmung...Es gibt noch einen Aspekt,bereits 1/3 der Jugend sind Migranten (i.Wien ca.50%Anteil). Da ist die Politik doppelt gefordert.

Gast: Ing. Humer
04.07.2009 10:34
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Handwerk kann nicht ins Ausland verlagert werden, Akademiker ganz leicht

Leute macht eine Lehre auch wenn ihr ganz fit im Kopf seid. Die Akademiker ohne Vitamin B und ohne Parteibuch sind die Hauptverlierer von heute morgen und übermorgen.

Installateure, Elektriker, Maurer wird man immer brauchen BWLer Informatiker Ingenieure sind hilflos den kurzen AUFs und und in Zukunft viel längeren ABs der Industrie ausgeliefert.

Die noch dazu dank Gewinnmaximierungsexessen und Globalisierungsextrmisten den billigen Asiaten, Inder den teuren Europäern vorzieht.

Das sich an dem nichts ändern wird zeigt die jetzige Krise, die aus diesen Verhalten geboren wurde und deren Verursacher dies aber nicht erkennen wollen.

lucio
04.07.2009 14:38
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Re: Handwerk kann nicht ins Ausland verlagert werden, Akademiker ganz leicht

ich sags mal so:

ohne elektrotechniker sind auch die elektriker ganz schnell arbeitslos.

ohne bauingenieure werden maurer wohl auch nicht soviel zu tun haben.

ohne maschinenbauingenieure hätten mechaniker, schlosser, usw auch nicht sehr viel zu tun.

Antworten Gast: freelancer
04.07.2009 12:33
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Re: Handwerk kann nicht ins Ausland verlagert werden, Akademiker ganz leicht

Selten so einen Blödsinn gelesen.
In erster Linie muss ein Job gewählt werden, der den eigenen Fähigkeiten und Interessen entspricht.

Nur dann kann man langfristig erfolgreich sein und ein selbstbestimmtes Leben führen - da folgt dann das entsprechende Einkommen ganz automatisch.

Tja, und die Asiaten & Inder, die Sie anführen, kommen dann zu uns, sobald Sie über entspr. KnowHow verfügen...
Und genau deren Leistungen müssen ebenfalls teuer erkauft werden...

Sieht so aus als wollten Sie nur Ihre eigene Situation rechtfertigen..

Antworten Antworten Gast: Ing. Humer
04.07.2009 15:01
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Re: Re: Handwerk kann nicht ins Ausland verlagert werden, Akademiker ganz leicht

Was glauben sie wieviel Ingenieure in Moldawien oder Usbekistan Holz hacken oder einbrechen gehn.

Bildung nützt gar nichts wenn es keine Unternehmen gibt die diese beschäftigen.

Und Moldawische Verhältnisse könnte es hierzulande vielleicht auch bald geben.

Antworten Antworten Antworten Gast: freelancer
04.07.2009 17:13
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Re: Re: Re: Handwerk kann nicht ins Ausland verlagert werden, Akademiker ganz leicht

Aha, d.h. Sie verurteilen moldawische u. usbekische Ingenieure ganz unverhohlen als potentielle Einbrecher!?

Bildung ist niemals umsonst. Es sehen sich eben zu viele Angestellte als "Angestellte", also ein gewisses beamtenartiges Verhalten.
Selbst wenn man angestellt ist, muss man sich als Dienstleister am Unternehmen sehen, dass der Firma gegen eine angemessene monatl. Entlohnung seine eigene Arbeitskraft überlässt.
Und wenn die Umstände nicht mehr passen, od. gar jemand auf die Idee von Lohnkürzungen od. solche Scherze kommt, wechselt man ganz schnell den Auftraggeber (bzw. Firma).
Wichtig ist, dass man sich auf seine eigenen Fähigkeiten verlassen kann...
Dann kommt man auch nicht in ein ungesundes Abhängigkeitsverhältnis. Und wenn das nicht mehr klappt, kann man immer noch ins Ausland schauen. Und auch wenn man dort ggf. weniger verdient, kann man seinen kulturellen Horizont und die eigenen Sprachkenntnisse erweitern.

Wirkliche Freiheit hat man meines Erachtens aber nur, wenn man komplett selbständig unterwegs ist.
Das kann der Informatikstudent sein, der seine eigenen tools an Unternehmen weiterverkauft (global!), der Bauer, der auch Urlaub am Bauernhof anbietet, aber auch der Vertriebsconsultant, der als externer Mitarbeiter in einem Unternehmen mit an Bord ist...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ing. Humer
05.07.2009 09:07
0 0

Re: Re: Re: Re: Handwerk kann nicht ins Ausland verlagert werden, Akademiker ganz leicht

>Das kann der Informatikstudent sein, >der seine eigenen tools an >Unternehmen weiterverkauft >(global!),

Dann verkaufen sie mal schön. Blöd ist nur da werden sie nicht viel verdienen.

Weil es Inder und Chinesen gibt die für Hungerlöhne sich am Weltmarkt anbieten.

http://www.getacoder.com/

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: freelancer
06.07.2009 23:58
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Re: Re: Re: Re: Re: Handwerk kann nicht ins Ausland verlagert werden, Akademiker ganz leicht

Hinsichtlich dem Verdienst habe ich doch auch andere Erfahrungen gemacht.

Und Leute, die gut sind, verlangen auch mehr.

Es sind mir schon mehrmals Auftraggeber untergekommen, die zwar billig in Osteuropa und Co Entwicklungen in Auftrag gegeben haben, aber dann reumütig zurückgekehrt sind, weil die es dort einfach nicht gebacken bekommen haben, was ordentliches auf die Beine zu stellen.

Wenn es um simple Codetippselei geht gebe ich Ihnen schon recht, da kann bei uns keiner mithalten.
Aber genau das kann man sich auch zu Nutze machen: solche Sachen gibt man selber in Auftrag - über Plattformen wie Xing ist das selbst als Einzelunternehmer recht leicht zu bewerkstelligen...

Gast: gast
04.07.2009 10:33
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ich behaupte

"junge Menschen" von heute leben mehr denn je in einer PhanatsieWelt. Geschaffen von den Medien und der Jugendkultur(-Industrie) als Ersatz für die Lücke das zunehmende Fehlen elterlicher Zuwendung, Erziehung und Wertevermittlung hinterlassen hat.

Und die auf diesem Wege in die Köpfe der Jugendlichen gepflanzten "MTV-Werte" und -Ansichten sind nun mal in der realen Welt unbrauchbar.

Antworten Gast: Gast
04.07.2009 13:42
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Re: ich behaupte

Also dazu muss ich mich als junger Mensch nun auch mal äußern. Es wundert nicht, dass viele in einer Fantasiewelt leben oder viel "träumen". Sehen Sie sich doch die reale Welt an. Wo gibt es in dieser noch Werte? Viele junge Menschen erkennen bereits, dass dieses System die Menschen kaputt macht, ihnen keine Zeit mehr zum Leben lässt und sie absolut ausbeutet. Und das wollen immer mehr junge Menschen nicht. Klar, nur Spass geht auch nicht, aber so wie es jetzt ist, ist es auch nicht ok. Stundenlang nur mehr in irgendwelchen Büros hocken und dort etwas tun, wo man sich fragt, was das für einen Wert für die Gesellschaft haben soll.

Antworten Antworten Gast: gast
05.07.2009 11:37
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Re: Re: ich behaupte

Wo die Werte sind?

Tja, WER ignoriert sie denn, die Werte?: zB: Grüssen, Vortritt lassen, Tür aufhalten, Müll ordentlich entsorgen, beim Gähnen/Husten die Hand vorhalten, Bitte&Danke sagen, Pünktlichkeit, Gründlichkeit, ...

Klingt jetzt kleinlich, derartige Dinge sind aber die Grundbausteine unserer Kultur und Gesellschaft.


hugomir
04.07.2009 18:08
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Re: Re: ich behaupte

"das System macht die Menschen kaputt und lässt ihnen keine Zeit zum leben"

Alleine diese Aussagen beweisen, daß Sie nichts vom Leben verstehen. Zuerst kommt die Leistung, dann kommt das Private und nicht umgekehrt.

Mit solch einer Einstellung eignet man sich m.M. nach lediglich zum Sozialhilfeempfänger, aber sicher nicht für eine berufliche Tätigkeit.
Sie wollen nur noch tun was ihnen Spaß macht? Werden sie erwachsen!

Antworten Antworten Gast: freelancer
04.07.2009 17:28
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Re: Re: ich behaupte

Weiß nicht, ob ich mich mit 24Jahren noch als jung bezeichnen darf, aber ich empfinde die Zeit in der wir leben als ziemlich spannend.
Es wird zwar wahrscheinlich noch 1-3 Jahre dauern, bis es wirtschaftlich bergauf geht, aber genau diese Kreise zeigt, worauf es wirklich ankommt - und genau aus dieser werden wir gestärkt hervorgehen.
Und exakt jene MTV-Generation, die von irgendwelchen 0815 Popstarts und Möchtegern-Models wird auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Trotzdem behaupte ich, dass es uns so gut wie nie zuvor geht. Klar, es gibt finanzielle Probleme/Sorgen... aber wann gilt man heutzutage bspw. schon als arm? Wenn der Nachwuchs sich nicht die neusten Klamotten od. games leisten kann... Irrsinn!
Und es wird immer Arme geben, liegt an der Definition der Armut ("weniger als die Hälfte des Medianeinkommen der...").

Und simples Bürohocken gibt es nur in der staatlichen "Wirtschaft", im Privatsektor ist es - entschuldigen Sie die Wortwahl - absolut geil (von mir aus) im Büro mit anderen Menschen etwas aufzubauen, das eine gewisse Wertbeständigkeit aufweist und sehr Wohl einen Nutzen bringt - sei es für Unternehmen od. für Privatleute...

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