10.02.2010 05:11 | Meine Presse Merkliste0

AUA-Übernahme: Lufthansa an "wirtschaftlichen Grenzen"

27.07.2009 | 13:09 |   (DiePresse.com)

Am Wochenende hat die Lufthansa erneut Zugeständnisse an Brüssel gemacht, weiter will sie aber nicht mehr gehen. Bis Donnerstag müssen nun Konkurrenz-Luftlinien einen Fragebogen ausfüllen. Freitag läuft das Angebot der Lufthansa aus.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Im Tauziehen zwischen den EU-Wettbewerbshütern und der Lufthansa um die Übernahme der AUA könnte es möglicherweise doch noch vor Ende Juli eine Einigung geben. Nach Gesprächen am Wochenende, bei denen die Lufthansa nach eigenen Angaben an ihre wirtschaflichen Grenzen gegangen ist, hat die EU erneut Fragebögen an Konkurrenz-Airlines verschickt. Diese müssen bis Donnerstag beantwortet werden. Am Freitag ist der Stichtag, gibt es bis dahin keine Einigung, kann die Lufthansa aus der Übernahme aussteigen.

Sollte die Übernahme nach den erneuten Zugeständnissen nicht genehmigt werden, lohnt sich die Übernahme für die Lufthansa nicht mehr, so das Unternehmen.

Gegen marktbeherrschende Stellung

Die Brüsseler Behörde will der Übernahme nur zustimmen, wenn die Lufthansa Flugrechte abgibt, damit das fusionierte Unternehmen keine marktbeherrschende Stellung erhält.

Die EU-Kommission tratt Mittwoch zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen, die Entscheidung im Fall Lufthansa/AUA steht aber erst auf der Tagesordnung der übernächsten Sitzung am 6. September. Ein Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte jedoch, dass die EU-Behörde jederzeit eine Entscheidung im schriftlichen Verfahren treffen könne.

Informelle Einigung

Am Freitag hatte es in informierten Kreisen in Brüssel geheißen, dass die EU-Kommission bis Monatsende formell nicht mehr über die Übernahme entscheiden werde. Eine informelle Einigung zwischen Brüssel und der Lufthansa wurde nicht ausgeschlossen. Finanzminister Josef Pröll (V) drängte auf eine rasche Einigung und betonte, dass die Urlaubsplanung in Brüssel den AUA-Lufthansa-Deal nicht gefährden dürfe. 

(Ag./mad)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

9 Kommentare
untertan
27.07.2009 20:06
0 0

Und es prüfe, wer sich, auch vorübergehend, bindet

ob sich dafür auch das Gerschtl findet.
Na laßt uns mal gucken.
Notfalls kann man ja mehr Euros drucken.

untertan
27.07.2009 20:01
0 0

Also wenn der Mayrhofer ein echter Manager ist,

dann wartet er den Herbst ab. Bis dahin besteht nämlich die Möglichkeit, daß die AUA noch mehr Verluste baut und dann wird sie billiger. Und unser Beitrag , der der Steuerzahler, natürlich höher. Aber, mia hams ja. Solange sich die Einheitsparteiler SPÖVP auf ihre Dumpfbackenwähler stützen können, geht die Rechnung auf. Und da ist keine Änderung zu erwarten.

Gast: Wolfi
27.07.2009 14:19
2 0

Lufthansa macht Verluste (1 Milliarde ?)

Da ist es verständlich, dass die Lufthansa an ihrer wirtschaftlichen Grenze ist und aussteigen will. Die ÖIAG hat es von Anfang an gewußt, dass die Lufthansa keine Auflagen akzeptiert. Das ist nicht neu. Neu ist, dass die AUA wie die Kuh vor dem neuen Tor dasteht und bei Steuerzahler schon wieder betteln gehen möchte.

hw
28.07.2009 01:27
0 0

Re: Lufthansa macht Verluste (1 Milliarde ?)

hoch interessant, aber typisch ösi, man beschäftigt sich mehr mit dem anderen als mit sich selbst.

es interessiert niemand, dass die AUA eine perfekte fluglinie wird.
was ist das eigentlich für ein volk?

0 0

Re: Lufthansa macht Verluste (1 Milliarde ?)

Bitte lieber Wolfi erklären Sie uns allen woher Sie die Zahlen haben, daß die LH 1 Mrd. Verlust macht.

untertan
27.07.2009 20:02
0 0

Re: Re: Lufthansa macht Verluste (1 Milliarde ?)

Aus der Glaskugel. Von dort wo auch unsere Politiker ihre Informationen herkriegen.

diablo
27.07.2009 08:50
2 2

Trojanisches Pferd ...

Warum soll sich Herr Mayrhuber von LH einem Diktat aus Brüssel beugen ?! Dann doch lieber den vermeintlichen "Deal" platzen lassen ! Aus seiner Sicht durchaus verständlich. Als verantwortungsvoller Unternehmenschef hat er bei all seinen Entscheidungen einzig die wirtschaftlichen Interessen seiner Firma zu wahren - LH ist kein karitativer Verein, sondern ein nach wirtschaftlichen Kriterien zu führendes Unternehmen. Und wenn die Übernahme der AUA für LH Nachteile erwarten lässt - besser: Hände weg ! Herr Mayrhuber wird sich nicht auf ein "Trojanisches Perd" setzen ! Dazu ist er viel zu clever. Die AUA wäre gut beraten - Überlebenswille vorausgesetzt - wenn sie sich selbst aus dem Sumpf ziehen würde, in den sie sich hineinmanövriert hat ! Eigenverantwortung ist gefragt - warum die Verantwortung bei anderen suchen ?! Und wenn das nicht möglich, bleibt nur die Endlösung : Bruchlandung - Ende mit Schrecken, immer noch besser als Schrecken ohne Ende ...!


untertan
27.07.2009 12:41
2 1

Re: Trojanisches Pferd ...

Wenn, dann wird es ein Kuhhandel. Der natürlich den ÖSIS von der Regierung als "Erfolg" verklickert wird. Das Ende ist ohnedies dasselbe. 2 Milliarden wird¿s schon brauchen um die Luftkutscherei AUA aus dem Dreck zu ziehen. Und die werden sicher nicht auf Kosten der LH gehen. Denn die hat auch einige Probleme. Weitere werden mit der AUA folgen.

hw
27.07.2009 15:02
0 0

Re: Re: Trojanisches Pferd ...

des wundert mich immer wieder. da drehens die firmen runter, und dann kommt ein politiker (mit viel steuergeld in der tasche), und behauptet es sei sein erfolg, dass das unternehmen überlebt hat.

vor nicht mal 2 jahren hätten die selben leute massiv auf die LH geschimpft, wenn diese ein übernahmeangebot gemacht hätte.