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Casinos-Austria-Teileigner gründen Lotto-Joint-Venture

Bild: APA/HELMUT FOHRINGER 

Die tschechischen Milliardäre Karel Komarek und Jir Smejc haben unter dem Namen "Sazka Group" ein Joint-Venture gegründet, in der auch die Lotterie-Beteiligungen eingebracht werden sollen.

 (DiePresse.com)

Die tschechischen Milliardäre Karel Komarek und Jiri Smejc, die gerade dabei sind, gemeinsam mit Novomatic bei den teilstaatlichen Casinos Austria einzusteigen, haben ein Joint Venture gegründet. In die Sazka Group wollen sie ihre Lotterie-Beteiligungen einbringen - auch die Anteile an den Casinos Austria und den dazugehörigen Österreichischen Lotterien.

Komareks Firma KKCG wird 75 Prozent an der gemeinsamen Lotto-Firma halten, Smejcs Emma Capital 25 Prozent. Beide haben aber die gleichen Kontrollrechte, teilten die Unternehmen laut tschechischer Nachrichtenagentur CTK mit.

Die Sazka Group ist nach eigenen Angaben die größte Lotterien-Gruppe Europas, zusammengezählt machen die Beteiligungen einen operativen Gewinn von 850 Mio. Euro im Jahr. Sazka hält unter anderem Anteile an der griechischen Lotterie Opap sowie an der italienischen Lottoitalia.

11 Prozent Teilhaberschaft an Casinos Austria

In Österreich haben sich die Tschechen schon zu mehr als 11 Prozent bei den Casinos Austria eingekauft; der niederösterreichische Novomatic-Konzern hält durchgerechnet 40 Prozent.

Nach langem Streit um die Kontrolle beim teilstaatlichen Konzern, als dessen Cashcow die Lotterien gelten, haben sich die Niederösterreicher und die Tschechen zusammengetan. Sie wollen das Ruder bei den Casinos nun gemeinsam übernehmen. In welchem Umfang das möglich ist, entscheidet gerade das Kartellgericht, das einen Gutachter bestellt hat. Am 3. September läuft dazu eine wichtige Frist aus. Branchenkenner erwarten, dass die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) den Deal nur mit Auflagen genehmigt. Zusätzlich ist eine Reihe weiterer behördlicher Genehmigung aus dem Ausland nötig, denn die Beteiligten sind alle weltweit tätig. Die Glücksspielbehörden von Kanada und Australien gelten als besonders streng.

 

(APA)

 
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