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Burn-out: PVA verordnet Therapie statt Frühpension

13.09.2009 | 18:17 |  STEFFEN ARORA UND KARL ETTINGER (Die Presse)

450.000 Menschen beziehen in Österreich Invaliditätspension. Weil die Berufsunfähigkeit zunehmend wegen psychischer Erkrankungen angemeldet wird, will die Pensionsanstalt nun mit mehr Reha-Zentren gegensteuern.

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Mit 450.000 Menschen, die eine Invaliditätspension beziehen, gibt es in Österreich einen Höchststand. Kopfzerbrechen bereitet dabei vor allem, dass immer mehr Personen wegen psychischer Leiden wie Burn-out krankheitsbedingt die Frühpension antreten. Bei Angestellten war das mit 42,4 Prozent (siehe Grafik unten) nach den aktuellsten Zahlen im Vorjahr schon der Hauptgrund für den Antritt einer Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension.

Jetzt werden auch ohne gesetzliche Änderungen bei der Invaliditätspension die Anstrengungen zur Wiedereingliederung Betroffener ins Berufsleben verstärkt. Speziell für psychisch Erkrankte wird nun versucht, eine Betreuungslücke zu schließen: Denn gerade für diese Menschen gab es bisher lange Wartezeiten auf einen Platz in einer Rehabilitationseinrichtung.

 

„Zunahme stoppen“

Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA), Österreichs größte Pensionsanstalt, will mittels gezielter Rehabilitation für psychisch Kranke gegensteuern. Dazu entsteht ein bundesweites Netz an neuen Reha-Zentren. „Im Rahmen der ersten Ausbaustufe sind insgesamt 616 Plätze in sechs Kliniken geplant“, erklärt PVA-Chefarzt Rudolf Müller der „Presse“. Ziel der flächendeckenden Versorgung mit Reha-Einrichtungen ist es, so Müller, die Zunahme der Frühpensionierungen aufgrund psychischer Erkrankungen zumindest auf dem derzeitigen Level zu stoppen: „Allein wenn wir das stabilisieren könnten, wäre das schon ein großer Erfolg für uns.“

Kurt Aust, zuständiger Direktor in der PVA für Rehabilitation, assistiert, dass ein Gegensteuern vor allem auch notwendig sei, weil die Betroffenen immer jünger werden. Von 8349 Personen, die 2008 wegen psychischer Erkrankung eine Invaliditätspension bewilligt bekamen, war der Großteil, nämlich rund 3100, in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen.

Wer einen Antrag auf eine Invaliditätspension stellt, ist per Gesetz verpflichtet, an zumutbaren Rehabilitationsmaßnahmen mitzuwirken. Das gilt auch für Therapien für psychische Erkrankungen. Eine Weigerung bedeutet zwar nicht automatisch, dass es keine Invaliditätspension gibt, die Wahrscheinlichkeit wird aber wesentlich geringer. Entschieden wird im Einzelfall.

Möglich ist, dass die Invaliditätspension auf maximal zwei Jahre befristet zuerkannt wird. In der PVA wurden im Vorjahr von insgesamt 25.146 neuen Invaliditätspensionen 11.387 nur befristet bewilligt. Danach ist jedenfalls ein Verlängerungsantrag notwendig. Ebenfalls bemerkenswert: Den 25.146 bewilligten Pensionen in der PVA standen bei insgesamt 66.000 Anträgen rund 41.000 Ablehnungen gegenüber.

 

Weniger Krankenstände

Maßgeblicher Partner der PVA beim Kampf gegen Burn-out ist die pro mente reha GmbH, die Betreiberin der neuen Kliniken ist. Ausnahme ist der Standort St. Radegund bei Graz, für den die Sanlas Holding verantwortlich zeichnet. Als Pilotprojekt für die neuen Zentren diente die pro-mente-Klinik Sonnenpark im oberösterreichischen Bad Hall. Dort wurden seit 2003 knapp 4500 Patienten mit psychischen Erkrankungen behandelt. Bei acht von zehn Behandelten konnte die Berufsfähigkeit tatsächlich erhalten werden. Zudem gingen nach absolvierter Rehabilitation die Krankenstände und Krankenhausaufenthalte der Betroffenen „signifikant zurück“, so Chefarzt Müller.

Neben Bad Hall sind bereits Reha-Zentren der pro mente in St. Veit in Salzburg sowie in Klagenfurt in Betrieb. Daneben entstehen neue Kliniken im Burgenland sowie in Lans bei Innsbruck.

(c) Die Presse / HR

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2009)

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72 Kommentare
 
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Gast: Tina76
01.08.2010 14:49
0 0

AMS ist Frühpensi nur recht....

@ Untertan

glauben Sie mir, als "psychisch Angeschlagener" ob nun real oder "simuliert" ist der Weg von AMS zu PVA sogar um einiges verkürzt.....

Das Arbeitsamt hilft sogar recht tatkräftig beim Pensionsantrag mit....und ganz Schlaue schließen vor der "psychischen Erkrankung" noch ne private Berufsunfähigkeitsversicherung ab....

Gast: steirerbua
15.11.2009 11:41
0 0

Hat alles ein für und wieder!

Ich bin im Jänner 2008 mit Burnout, nach 32 Jahren im Verkauf, aus dem Berufsleben ausgeschieden. Was dann folgte war nicht einfach für mich, wie so mancher Kommentar glauben machen will. Totaler Rückzug, Emotionale Selbstaufgabe. Schwiergkeiten, die Hilfe die mir meine Familie geben wollte, richtig zu deuten. Ich sah in allem was sie zu mir sagte einen Angriff. Es folgten Besuche beim Arzt. bei Psychologen und Aufenthalt in einer Klinik. Nach einer Gehirnblutung im Jahre 1998 (wo vermutlich schon einige in Rente gegangen wären) wollte ich mich nicht mehr einem erneuten Risiko einer vollständigen Überlastung aussetzen und suchte um Berufunfähigkeitspension an, die mir auch beim zweiten Anlauf auf ein Jahr gewährt wurde. Mittlerweile haben sich meine psychosomatischen Schmerzstörungen (Glenke, Rücken, Schlaf ...) einigermaßen gelegt. Ich habe versucht mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, indem ich ein Buch über Burnout geschrieben habe. (näheres auf www.steirerbua.at) Ganz ist es mir noch nicht gelungen und ich habe noch immer meine Rückfälle - und das ohne Belastung - in denen ich auf einmal keine Perspektiven sehen. Viele werden nun denken, ich solle mir eine Arbeit suchen um auf andere Gedanken zu kommen. Sie mögen damit nicht ganz Unrecht haben, aber von meiner Seite kann ich dazu nur sagen, ich würde an dem Druck zu Grunde gehen. Ich habe damals alles hingeschmissen und auf sehr viel Geld verzichtet um Leben zu können. Ich verzichte auch heute noch darauf.

Alien
14.09.2009 14:35
4 1

Burnout, eine moderne Erfindung

In den letzten Jahren erlebe ich immer häufiger, daß Mitarbeiter mit einem Burnoutsyndrom monatelang zu Hause bleiben. Ich unterstelle auf Grund der einzelnen Fälle, daß die Diagnose eines Burnoutsyndroms bei etwa 20% der Fälle wirklich gerechtfertigt ist. Bei den restlichen 80% handelt es sich in Wirklichkeit um eine klassische Depressio, die zu einem Burnoutsyndrom hochgespielt wird.

Von den wirklichen BOS sind allerdings nur maximal ein viertel auf den Beruf alleine zurückzuführen. Der Rest wird vor allem durch Freizeit- und Familienstreß verursacht. Und ich sehe nicht ein, warum die Unternehmen dabei draufzahlen müssen und für sowas die vollen Kosten übernehmen müssen.

Antworten Gast: sissi109
12.03.2010 09:52
0 0

Re: Burnout, eine moderne Erfindung

Hall alien, ja da muss ich ihnen völlig recht geben was sie schreiben es wir sehr ja ich sehe es auch so das 80 prozent von depressionen und burnouts hoch gespielt was macht die gesellschaft in ein paar jahren sind wir dann nur mehr krank ein jeder wie geht das weiter wenn das so hochgespielt wird und diese unnützen rehas die sehr viel geld verschlingen wie lang kann sie die pva und gkk das überhaupt noch leisten mit unseren geldern!! als da bekommt man schon eine wut im da würde man auch wirklich gleich krank spielen !!

gruss sissi109

Antworten Birgit 68
15.09.2009 12:08
0 0

Re: Burnout, eine moderne Erfindung

Sind Sie Arzt, um die klassische Depression, respektive ein Burnoutsyndrom, so genau von einander abgrenzen zu können?

Gilt mein Burn-out nicht als solcher, wenn ich depressive Familienangehörige habe? Wie wollen Sie das eine vom anderen abgrenzen?
Psychische Erkrankungen sind doch immer im Kontext des Umfeldes zu sehen. Kaum jemand wird mit einer klassischen Depression geboren.
Es gibt immer einen Auslöser, der eben auch ein Burn-out sein kann.

Erinnern Sie sich bitte daran, dass selbst die angeborene Pigmentierung eines Schwarzen einen Auslöser (die Sonne) braucht, um zur Ausprägung zu kommen.
Ohne Sonne bleibt der Neger weiß und ohne Burn-out bleibt so mancher Depressive symptomfrei! Irgendwelche Symptome hat doch jeder vom Burn-out betroffene. Wieso soll ein Patient mit einer klassischen Depression also nicht über die Behandlung seines Burn-outs geheilt werden, wenn es so funktioniert?

Antworten Gast: katzigiannis
15.09.2009 08:49
0 0

Re: Burnout, eine moderne Erfindung

Selbst jene aussterbende Rasse, die im heutigen Erwerbsleben "nur" noch eine 40 Stunden-Woche ohne Überstunden arbeitet, verbringt den überwiegenden Teil des Tages nicht mit Familie oder Partner, sondern in der Firma. Wo immer mehr Stress, Mobbing und andere Unannehmlichkeiten zu ertragen sind und der Mensch nicht mehr zählt. Das kann sowohl zu Burnout als auch zur Depression führen, meistens gehen diese Hand in Hand.

Antworten Antworten Gast: peter b.
12.03.2010 11:22
0 0

Re: Re: Burnout, eine moderne Erfindung

ich möchte sagen burnouts und depressionen sind leider in unserer schnelllebigen sehr moder geworden und denke viel unmengen von geld wird hier noch ausgegeben gerade bei den rehas die wir als steuerzahler zahlen müssen das den meschen geholfen werden soll ist ganz klar aber alles im rahmen mit gesprächen arzt und tabletten das ist oky ,ich denke mir wirklich,wie geht das weiter mit unserer so "kranken gesellschaft" wieviel geld steht da noch überhaupt zur verfügung wie lange hat die regierung sprich pva und gkk noch geld !!??
ich hoffe sie sind auch mit mir einer meinung "Katzigiannis"

Antworten Antworten Gast: peter b.
12.03.2010 10:19
0 0

Re: Re: Burnout, eine moderne Erfindung

ich möchte sagen burouts und depressionen sind leider in unserer schnelllebigen sehr moder geworden und denke viel unmengen von geld wird hier noch ausgegeben gerade bei den rehas die wir als steuerzahler zahlen müssen das den meschen geholfen werden soll ist ganz klar aber alles im rahmen mit gesprächen arzt und tabletten das ist oky ,ich denke mir wirklich,wie geht das weiter mit unserer so "kranken gesellschaft" wieviel geld steht da noch überhaupt zur verfügung wie lange hat die regierung sprich pva und gkk noch geld !!??
ich hoffe sie sind auch mit mir einer meinung "Katzigiannis"

Offenbar brauchen die Österreicher den Staatsbankrott,

um wieder auf den Boden gesunder Tatsachen zu kommen.

Was heißt denn eigentlich "psychisch krank"? Zählt die bekannte Tachinosis Vulgaris auch dazu? Wer definiert, wann jemand wegen psychischer "Störungen" nicht mehr arbeiten kann?

Sollte man diese Entscheidung nicht dem Betroffenen selbst überlassen, mitsamt den finanziellen Konsequenzen?

Und mit welchem Geld, bitteschön, finanziert man die Reha-Zentren?

Hier handelt es sich eindeutig um ein neues, umfangreiches Frühpensionierungsprogramm, das jedem Versuch, Österreich noch notdürftig zu reformieren, eine lange Nase dreht.

Antworten Gast: Knapp davor
01.03.2010 11:28
0 0

Re: Offenbar brauchen die Österreicher den Staatsbankrott,

Das Problem ist, dass man nicht wissen kann, wie es ist, wenn man's nicht selbst erlebt hat.
Und deppert reden kann ja bekanntlich jeder, weil man dazu nix wissen muss.

Antworten Antworten Gast: sissi109
12.03.2010 09:44
0 0

Re: Re: Offenbar brauchen die Österreicher den Staatsbankrott,

Also mein komentar zu depressionen und burnouts ist in erster linie selbst zu helfen und eventuell einen arzt heranziehen damit es medikament gibt dann und eben gespräche mit therapeuten führen das würde meines erachten völlig genügen was ich vielleicht sehr gut empfinde sind tageskliniken da wird täglich auch nichts anderes gemacht als in der reha die eigentlich den steuerzahler unmengen von geld kostet und ich für micxh nicht einsehn kann den wenn man tagesklinken,die sollte man sogar sehr forsieren gibt,hier wird auch sehr viel getan das finde ich sehr in ordnung ,wie geben eigentlich sehr unnötig viel geld aus für die rehas!! Ich denke es geht anders auch es scheint auch das die gkk und pva sehr viel geld zum verteile hat!!
Fr. sissi!!

untertan
14.09.2009 10:59
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Eine andere Form der Frühpension.

Im Bürgeranwalt vom Samstag wurde eine Frau Doktor vorgestellt, die schon seit etlichen Jahren von der sozialen Wohlfahrt lebt. Gut, wie man jetzt weiß.Wie sie es als Akademikerin, der Vorbildsippschaft unserer Gesellschaft, geschafft hat, bleibt ihr Geheimnis.Sie lebte, nunmehr ist sie in eine nicht standesgemäße Gratisbleibe umgezogen, in einem Einfamlienhaus im Grünen.Arm wie sie war und sein will, aber gegenwärtig sehr unzufrieden. Ihr Häuschen in dem sie darbte, wurde abgefackelt Der Täter? Ihr Ofen, der expoldierte, sagt sie. Und jetzt kommt das Unerhörte. Das Sozialamt will sie nunmehr, da sie einen schönen Batzen von der Versicherung, deren Prämien sie immer brav einbezahlt hat, in weiser Vorausschau,nicht mehr "aushalten". Da sie ja "nolens-volens" zu hinderlichem Vermögen gekommen ist. Das goutiert die Frau Doktor aber gar nicht. Denn ab nunc wäre sie ja kein "Sozialfall" mehr.Sie will aber weiterhin in dem wiedererrichteten Refugium in "Armut" verbleiben.Daß "eh" eine Grundbuchseintragung vorgenommen wurde, die in ihrem Ablebensfall die Rückerstattung der Sozialrente ermöglicht ist für sie Grund genug. Wofür?Für den weiteren Bezug der Sozialhilfe, neben allen Zulagen und Gebührenbefreiungen und das sind viele,muß diese Chance für die Rückzahlbarkeit dem Sozialamt genügen. Das schäumt aber.Und um ihrer Forderung zum Durchbruch zu verhelfen, hat Frau Doktor sich an den Bürgeranwalt gewendet. Und der hat versprochen, dran zu bleiben. Das Sozialamt hoffentlich auch.

Wir sind dada

Die Leut wollen nicht mehr arbeiten - es erscheint ein Himmelstor in Form der Frühpersionierung, Absatz Invalidität. In Ermangelung physischer Leiden spielen wir das ganze also auf Psycho. Ein bissl informiert, ein bissl simuliert und hin zum Arzt. Ich schlaf schlecht! Ich seh schwarz! Ich bin so erschöpft! Ich hab keinen Sex mehr! Etc. Und schwuppdiwupp, samma mit 52 in der I-Pension, und leben häuslbauend locker bis in die 80iger.

ODER: KENNT WER EINEN FRÜHPENSIONISTEN DER WIRKLICH KRANK WAR?

Hörts ma auf mit "Druck am Arbeitsplatz", mit den Selbstmordraten, mit "es wird alles immer schlimme" etc. Ihr seits alle nicht mehr belastungsfähig, da man Euch nur die Butterseite des Lebens beigebracht hat...you always took the short way home!

Antworten Birgit 68
15.09.2009 13:49
0 0

Re: Wir sind dada

Da plaudert wohl jemand aus dem Nähkästchen?

Jetzt hörens aber auf! Nur weil Sie gerne tachinieren, brauchen's Ihre schlechten Charaktereigenschaften aber noch lange nicht auf die anderen projizieren! Glauben 's etwa, dass Sie dadurch ein besserer Mensch werden?

Antworten untertan
14.09.2009 10:21
3 0

Re: Wir sind dada

Wenn sie das in der Privatwirtschaft "abziehen", landen sie beim AMS. Und die Frühpension rückt in weite Ferne. Die Burnoutler finden sich beinahe ausschließlich im öffentlichen Dienst. Und daß sie vor allem bei den Malochern unbeliebt sind ist logisch. Denn der Malocher hat ein feines Gespür für Tachenierer.

Antworten Antworten Birgit 68
15.09.2009 14:16
0 0

Re: Re: Wir sind dada

Das stimmt, dass sie beim AMS landen, wenn ihnen das in der Privatwirtschaft passiert. Nur, auch die Leute vom öffentlichen Dienst hatten sich die Frühpensionierung mit 50 Jahren (z. B. ÖBB) nicht ausgesucht. Ich bin davon überzeugt, dass viele von ihnen gerne länger arbeiten würden. Mir scheint, das Ganze dient nur dazu, die Arbeitslosenstatistiken zu schönen!

fmoedrit
14.09.2009 09:54
1 0

Hinter mir die Sinnflut...

Da hat es sich die Selbstbediengeneration mit den Frühpensionen gerade noch mal richten können. Für die nächsten geht es sich ja dann doch nicht mehr aus - lieber mit Arzt und Therapie an die Arbeit gefesselt (sozusagen bis dass der Tod euch scheidet). So weit, so gut - die Normalos können sich ja auch nicht einfach so in die Frühpension retten. Was ist aber mit den derzeitigen "Frühpensionisten"? Wie lange werden wir noch für die Günstlinge der Selbstbediener aufkommen?

Antworten untertan
14.09.2009 10:24
1 0

Re: Hinter mir die Sinnflut...

Für die arbeitet die Zeit. Das sollten Sie aber schon wissen.

Gast: 0815-Bürger
14.09.2009 08:44
3 1

Staatsangestellte werden wieder verschont

Das Problem der Frühverrentung durch scheinbar gesundheitliche Beschwerden gibts in erster Linie bei den öffentlich Bediensteten. Reagiert wird wieder nur bei den Arbeitern und Angestellten, das ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die den Bürokratenstaat erhalten müssen. Bei den öffentlich Bediensteten geht man monatelang oder jahrelang in den Krankenstand (Rückenschmerzen und Burnout sind sehr beliebt), das bei vollem Gehalt um dann praktisch abschlagsfrei in die Frühverrentung abzudriften. Die selben Leute trifft man den beim Bergwandern und Skifahren. Es ist unglaublich wie wir zahlenden Bürger von unseren Politikern gedemütigt werden, das halte ich langsam nicht mehr aus!

Antworten Birgit 68
16.09.2009 16:02
0 0

Re: Staatsangestellte werden wieder verschont

Damit solche Unterstellungen haltbar sind, gilt es erst einmal zu überprüfen, ob die Frührente überhaupt mehr einbringt als die Arbeitslosenhilfe, und manchmal in weiterer Folge die Notstandshilfe, welche die Frührente bis zur regulären Rente überbrücken würde, wenn man aus besagten Gründen (Sie erinnern sich an das Argument: "Wenn einem das in der Privatwirtschaft passiert, landet man beim AMS.") vom Chef gekündigt werden würde.
Haben Sie das schon einmal gecheckt?

Wenn das Arbeitslosengeld nämlich höher ausfällt als die Frührente, kann man sich ausrechnen, dass nicht die Arbeitnehmer sondern der Staat daran interessiert ist, dass die Leute in die Frührente gehen, bevor sie arbeitslos werden!

Antworten untertan
14.09.2009 10:25
1 1

Re: Staatsangestellte werden wieder verschont

Auf das Geheul auf Ihren Beitrag bin ich gespannt. Oder herrscht Stille. Noch aussagekräftiger für mich.

Gast: Dr. Who
14.09.2009 08:36
2 0

aus der Sicht des Arztes

Als Arzt fühle ich mich natürlich von mulekulle direkt angespochen - und zwar nicht gerade auf die konstruktive und wertschätzende Art und weise - trotzdem versuche ich, die Diagnosefindung im psychiatrischen Bereich etwas zu erläutern.

Das ICD 10 (internationales Klassifizierungssystem der WHO) erarbeitete ein weltweit gültiges Schema zur Erfassung psychischer Krankheiten - es wird von den beobachtbaren oder beschriebenen Phänomenen ausgegangen - ein Beispiel: ein Patient fühlt sich seit etwa 2 Monaten lust- und freudlos, antriebslos und berichtet über eine gedrückte Stimmung - dazu gesellen sich Schlafstörungen, Denk- und Konzentrationsstörungen, ein Appetitverlust mit Gewichtsverlust, ein verminderstes Selbstwertgefühl - die Zukunft wird schwarz gesehen. Jetzt habe ich da eine gewisse Anzahl an Hauptkriterien und Nebenkriterien einer Depression, das Zeitkriterium von 2 Wochen nach WHO ist eindeutig erfüllt - Folge: mittelgradige depressive Episode - Kleine Bemerkung am Rande - das "burn out syndrome" ist keine ICD 10 Diagnose

Es ist keine Frage des Hereinfallens oder des Hereinfallen wollens - ich habe mich nach klaren Kriterien zu richten - zu behaupten, ich habe das Gefühl, Patient XY simuliert, ist kein seriöses Arbeiten sondern Kaffeesatzleserei - es gibt leider keinen Laborparameter für psychisches Leid

Antworten Gast: sissi109
12.03.2010 10:48
0 0

Re: aus der Sicht des Arztes

ja hr. doktor,
ich gebe ihnen mit ihren zeilen in gewisser weise aber es wir zu 50 prozent auch sehr viel hochgespielt bei diesen erkrankungen
ich finde man sollte hier schon etwas unternehmen aber alles im rahmen und am sollte sich alles ber alles selber zahlen müssen so wei ärtze therapeuten tagesklinken und diese sind teuren rehas von denen sich so agr nichts halte und wie so genannten gesunden noch in der gesellschaft das alles finazieren müssen das sehe ich wiederum gar nicht aber agr nicht ein mir ist es sowieso schleierhaft wie lange gkk und die super PVA das bei diesen täglichen erkrankungen sich noch leisten kann und viele sehen es nicht ein das das mit unseren steuergeldern das zahlen müssen!!!!!
wer krank ist in diesen speziellen fall bei depressionen und burnouts soll sich alles selber bezahlen müssen,das ist meine meinung hilfe ja aber alles selbst finanzieren !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

fr.sissi

Antworten mulekulle
14.09.2009 16:59
0 0

Re: aus der Sicht des Arztes

Ihre Abhandlung aus Sicht der WHO dient dieser Diskussion in keiner Weise.
Die Praxis schaut leider ganz anders aus.
In meinem weiteren Bekanntenkreis befinden sich mehr als 5 Personen von 40 bis 55 Jahren. Alle erreichten die Früh-pension aufgrund der von mir in meinem Posting geschilderten Tatsachen. Ja die sagen mir auch, warum ich so dumm bin und es nicht so mache mit meinen 64 Jahren, meiner total defekten Hüfte und meiner Arthritis.
Ja, da kommt man zum Orthopäden, der schaut sich nicht das Röntgenbild an, wo man sieht, dass sich die Knochen aneinader reiben. Der schaut in den Computer, was der Internist so schreibt. darauf aufmwerksam gemacht, dass die größere Belastung meiener rechten Hüfte von einer schiefen Beckenlage herrührt beginnt er die Beinlänge abzumessen und sagt darauf, alles in Ordnung, die Beine sind gleich lang, so ein Banause! Ungleich müsstene sie ja sein um die Belastung auszugleichen!
Der Psychiater empfängt einem mit den Wörten " Welche Geisteskrankheit haben Sie denn?. Ein arbeitspsycholgisches Gutachte sollte er erstellen.
Das sind die ärztlichen Sichtweisen, ich kann hier nicht alles schildern, aber ein kleines Büchlein über meine Erlebnisse könnte ich schon herausgeben. Immerhin haben sich 15 Ärzte mit mir befasst. Am korrektesten war der der Physiker, der hat seine werte handschriftlich erfasst und zu Gericht gegeben.
Unnötig zu sagen, dass mein Vater Chirurg war und ich auch diesen Beruf ergreifen wollte. Es gibt gute Ärzte! Nur nicht bei PVA

Antworten Antworten Birgit 68
16.09.2009 17:16
0 0

Re: Re: aus der Sicht des Arztes

Unter welchem anderen Namen haben Sie denn die Tatsachen geschildert, aufgrund deren die 5 Personen zwischen 40 bis 55 die Frühpension erreichten? Ich finde nirgends einen 2. Beitrag von mulekulle.

Ich kann jedenfalls nicht nachvollziehen, warum die obige Abhandlung aus Sicht der WHO der Diskussion nicht dienen soll,
aber vielleicht hilft es ja, Ihr Posting über die 5 Personen, die die Frühpension im Alter von 40 bis 55 erreichten, noch einmal zu bringen?

Antworten Antworten Antworten mulekulle
16.09.2009 19:24
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Re: Re: Re: aus der Sicht des Arztes

habs ihnen noch einmal offeriert! Wenn Sie wollen kann ich noch mit mehrern eigenartigen Begebenheiten bei den Göttern in weiss berichten. Aber, wie gesagt, schuld sind nicht die Tscheche-ranten und Tachinierer sondern die Abteilung Medizin, die es so leicht machen. Nur denen nicht, die wirklich was haben! Man muss ja dann im Schnitt für die Ablehnungen bleiben nach den vielen "psychischen" Beurteilungen.

 
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