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Umverteilung: Besserverdienende als Lastesel

16.10.2009 | 18:57 |  VON NORBERT RIEF UND KARL ETTINGER (Die Presse)

Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt: Die „unkontrollierte Umverteilung“ durch Sozialleistungen birgt viel Zündstoff. Was ein „Transferkonto“ bringt, welche Fragen dabei ungelöst bleiben.

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Harte Arbeit zahlt sich in Österreich nicht immer aus: Bereits im März berichtete „Die Presse“ über jene Studie, wonach jemand mit einem höheren Gehalt unterm Strich kaum mehr Geld zur Verfügung hat, weil er um viele Sozialleistungen umfällt. Darüber und um die Frage, wie gerecht das Sozial- und Steuersystem ist, ist nun eine heftige Debatte ausgebrochen. Angeheizt wurde sie von Finanzminister Josef Pröll (ÖVP), der die Verteilungsgerechtigkeit dieses Systems bezweifelt und ein „Transferkonto“ für alle Sozialleistungen will. Das treibt die SPÖ auf die Barrikaden, weil sie darin den Beginn einer „Neiddebatte“ sieht und den Abbau von Sozialleistungen befürchtet.

1Was ist ein Transferkonto, und was bringt es?

Auf einem derartigen Konto sollen künftig alle Sozialleistungen und Beihilfen des Bundes, der Länder und Gemeinden erfasst werden, um einen Überblick zu schaffen und einem „Wildwuchs“ mit unterschiedlichen Zahlungen und einer „unkontrollierten Umverteilung“ vorzubeugen. Das würde zudem die Möglichkeit bieten, neben Erwerbseinkommen auch alle Sozialleistungen bei der Berechnung der Abgaben- und Steuerlast eines Bürgers heranzuziehen.

2Ist das derzeitige System leistungsfeindlich?

Ja. Der Anreiz, mehr zu arbeiten und in der Folge mehr zu verdienen, sinkt. Denn wenn das Bruttoeinkommen deutlich steigt, fallen Sozialleistungen weg. Durch die steigende Belastung mit Steuern und Sozialversicherungsabgaben wächst unterm Strich das Nettoeinkommen kaum. Damit stellt sich irgendwann die Frage: Wozu überhaupt noch arbeiten, wenn man schließlich mit Sozialleistungen auf ähnliche Einkünfte kommen kann?

 

3Wäre mit dem Transferkonto eine Leistungsbegrenzung möglich?

Ja. Offiziell ist das vorerst aber kein Thema. Die nunmehrige Diskussion erfolgt aber vor dem Hintergrund, wie die Kosten des Sozialstaates eingebremst werden können.

4Welche Alternativen zum derzeitigen Steuer- und Sozialsystem gibt es?

In Österreich gilt die Individualbesteuerung (getrennte Steuerberechnung von Ehepartnern). Eine Alternative ist das – von der SPÖ abgelehnte – Familiensplitting, bei dem Einkommen auf alle Familienmitglieder aufgeteilt und versteuert werden. In Frankreich wird nur ein Einkommen mit den Kindern gegengerechnet, um nicht den Anreiz zur Erwerbstätigkeit des Partners zu gefährden. In Dänemark werden manche Transferleistungen auf das Einkommen aufgeschlagen und dann versteuert. Die ÖVP will bei der nächsten Steuerreform neben Einkommen auch Transferleistungen berücksichtigt sehen.

5Welche Schwierigkeiten gibt es bei einer Änderung und einer Deckelung der Sozialleistungen?

Viele Sozialleistungen sind Versicherungsleistungen, die nach den geleisteten Beiträgen ausbezahlt werden (Pensionen oder Arbeitslosengeld) und auf die ein Anspruch besteht. Daneben gibt es Zahlungen, die sich derzeit nicht am Einkommen orientieren, sondern beispielsweise am Grad der Behinderung (Pflegegeld). Auch die eingangs erwähnte Studie der Joanneum Research Forschungsgesellschaft, in der die Situation in Graz untersucht wurde (siehe Grafik), betont, dass Bereiche wie Alter, Krankheit oder Behinderung zusätzlich und gesondert betrachtet werden müssten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2009)

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238 Kommentare
 
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Gast: räuber_Hotzenplotz
03.03.2010 07:50
0 0

Mehr & weniger Arbeiten

"Der Anreiz, mehr zu arbeiten und in der Folge mehr zu verdienen, sinkt."

Mehr arbeiten? Wie meinen Sie das? In verbrauchten Kalorien? Ich glaube Sie verwechseln hier Arbeit mit Einkommen. Klassische konservative Utopien. Um eben einen Gleichstand von verbrauchter Energie / erbrachter Arbeit und Einkommen zu schaffen, bedarf es der Umverteilung. Denn sonst mangelt es folgerichtig des Anreizes zur Arbeit (und der Versorgung des Arbeitenden mit Energie). Leider ist Arbeit eben nicht proportional zum Einkommen. Wieviel glauben Sie, dass Sie auf einer Baustelle als Arbeiter verdienen? Sicher weniger als ein Autor solch undurchdachter polemischer Artikel...

Gast: feiv3l
03.03.2010 01:41
0 0

bischen spät dran aber...

trotzdem erwähnenswert:
man kann über alles diskutieren, aber bitte vorher informieren:

http://www.wifo.ac.at/wwa/servlet/wwa.upload.DownloadServlet/bdoc/WP_2007_307$.PDF
" target="_blank">http://www.wifo.ac.at/wwa/servlet/wwa.upload.DownloadServlet/bdoc/WP_2007_307$.PDF


danke mfg


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der übliche etikettenschwindel

sie schreiben: "...wonach jemand mit einem höheren Gehalt unterm Strich kaum mehr Geld zur Verfügung hat, weil er um viele Sozialleistungen umfällt".

mir ist nicht klar, was sie und viele andere unter einem 'höheren' gehalt verstehen.
wenn es sich um einen betrag handelt, der in der nähe der summe von allgemein üblichen sozialleistungen liegt, dann spricht man doch von kleinen bzw niedrigen einkommen.
für mich jedenfalls liegt der begriff 'höheres gehalt' deutlich über dem betrag, den man durch transferleistungen erhalten kann.

Gast: Sozialleistungs - Nutzerin
19.10.2009 10:30
0 0

Wohnbeihilfe, Kinderbeihilfe, Stipendium, Fahrkostenzuschüsse f. Kinder etc..

Was glauben Sie? Mit diesen Beihilfen kaufen wir keine Aktienpakete, wir investieren nicht in Immobiliengeschäften etc... Bei zweimal ganztags berufstätig, vier Kindern, sind wir dankbar für diese Unterstützung. Es ermöglicht uns vor Ort einzukaufen, vor Ort ein Haus zu bauen, vor Ort in die Schulausbildung der Kinder zu investieren etc.. Glauben Sie mir - wir setzen jeden Cent um!
Das sichert unsere Region, das macht Belebung möglich, sichert bei uns Schule, Regionalwirtschaft.
Falls es mir möglich ist - verdiene ich gerne mehr und zahle in unser Sozialsystem für andere ein!
Neid, Missgunst und vor allem Jammern auf "höchstem Niveau" - ein leidvoller Grundgedanke! mfg

Prolet
19.10.2009 07:12
1 1

Ein "Besserverdiener" verdient mtl. über 3000.- € oder besitzt mehr als 300000.- Vermögen - so denke ich!

Das meint, Einkommen über 3000.- € sollen konfisziert oder anteilig progressiv abkassiert werden.

Nicht weil wir mit 75% Abgabelast am Ende des Jahres zu wenig für unsere Sicherheit, Gerichtsbarkeit und Verwaltung bezahlen, nein, weil der Druck wegen der Produktivitätssteigerung erhöht werden muß.

Immer weniger Leute produzieren den gesamten Bedarf und es wird noch mehr automatisiert.

Die Parteinichtsnutze dienen als Peitsche für den Privaten Sektor - je mehr Potektionskinder über Proporz mitnaschen, desto mehr muß dafür aufgewendet werden und desto sicherer die Kaiserwiederwahl.

Dabei jammert der mit dem Stechfleisch unterm Kinn, aber holt sich die Selbstbedienung vom Umverteilkonto.


Gast: Gast
18.10.2009 15:38
0 0

Anderere Blickpunkte

.....Für mehr Gleichheit sorgte auch der Staat, der die Einkommen kräftig umverteilte. Die Regierungen gewährten ihren Bürgern großzügige Sozialleistungen und knöpften den Reichen dafür einen großen Teil ihres Einkommens ab. In Großbritannien lag der Spitzensteuersatz in den späten siebziger Jahren bei happigen 83 Prozent – das ist mehr als doppelt so hoch wie heute. Der Staat investierte in Bildung und finanzierte auch Arbeiterkindern den Zugang zur Universität. Und: An den Finanzmärkten gab es nicht viel zu holen. Der internationale Kapitalverkehr war streng reguliert. Banker verdienten kaum mehr als Ingenieure.

....Es gibt sogar Ökonomen, die argumentieren: Eine zu hohe Konzentration des Reichtums in wenigen Händen könne schädlich für das Wachstum sein. Je höher das Gehalt, sagen sie, desto mehr würde gespart und desto geringer sei die Nachfrage nach Konsumartikeln. Die "stärkere Spreizung der Einkommen", merkte die Bundesbank unlängst an, sei ein Grund für den jahrelangen Konsumverzicht in Deutschland.

http://www.zeit.de/2009/35/Ungleichheit" target="_blank">http://www.zeit.de/2009/35/Ungleichheit

Gast: Staunton
18.10.2009 10:13
1 2

Weil es hier auch paßt:

Der größte Witz bei der Aufhetzung der Jungen gegen Alte ist, dass die Hetzer auch den Jungen nur Hungerlöhne, keine Zulagen und eine Hungerpension verpassen wollen. Den Jungen ein annehmbares Einkommen und Leben zu gewähren, liegt diesen Leuten völlig fern.

Die Hetzer sind gleichzeitig auch die größten Feinde der Jungen.

Die Jungen sollten übrigens auch endlich erkennen, dass von denselben Hetzern auch die Alten gegen sie aufgehetzt werden. Wer kennt nicht die Aussprüche wie "Wer arbeiten will, kann das auch", "Die Jungen sitzen nur herum und wollen nichts hackeln", "Wer eine Ausbildung machen will, kann das auch".

Gast: grüntraum
18.10.2009 08:33
0 0

Bitte schnell die bedingungslose Grundsicherung einführen.

Ich will nämlich nix mehr arbeiten.

Antworten Staunton
18.10.2009 09:38
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Da werden Sie aber die Großpleitiers und Großversager verklagen...

...wenn Sie denen nur die Grundsicherung zugestehen wollen, wenn die ohne Arbeit dastehen, weil sie einen Tritt in den Hintern bekommen haben.

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Die Ausbeutung der Produktiven durch die Unproduktiven - Peter Sloterdijk


Wir leben gegenwärtig ja keineswegs „im Kapitalismus“ - wie eine so gedankenlose wie hysterische Rhetorik neuerdings wieder suggeriert -, sondern in einer Ordnung der Dinge, die man cum grano salis als einen massenmedial animierten, steuerstaatlich zugreifenden Semi-Sozialismus auf eigentumswirtschaftlicher Grundlage definieren muss. Offiziell heißt das schamhaft „Soziale Marktwirtschaft“.

So ist aus der selbstischen und direkten Ausbeutung feudaler Zeiten in der Moderne eine beinahe selbstlose, rechtlich gezügelte Staats-Kleptokratie geworden. Ein moderner Finanzminister ist ein Robin Hood, der den Eid auf die Verfassung geleistet hat.

Lebten im ökonomischen Altertum die Reichen unmissverständlich und unmittelbar auf Kosten der Armen, so kann es in der ökonomischen Moderne dahin kommen, dass die Unproduktiven mittelbar auf Kosten der Produktiven leben - und dies zudem auf missverständliche Weise, nämlich so, dass sie gesagt bekommen und glauben, man tue ihnen unrecht und man schulde ihnen mehr.

Tatsächlich besteht derzeit gut die Hälfte jeder Population moderner Nationen aus Beziehern von Null-Einkommen oder niederen Einkünften, die von Abgaben befreit sind und deren Subsistenz weitgehend von den Leistungen der steueraktiven Hälfte abhängt. Sollten sich Wahrnehmungen dieser Art verbreiten und radikalisieren, könnte es im Lauf des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu Desolidarisierungen großen Stils kommen. Sie wären die Folge davon, dass die nur allzu plausible liberale These von der Ausbeutung der Produktiven durch die Unproduktiven der längst viel weniger plausiblen linken These von der Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital den Rang abläuft. Das zöge postdemokratische Konsequenzen nach sich, deren Ausmalung man sich zur Stunde lieber erspart.

Antworten Staunton
18.10.2009 09:35
1 0

Die "soziale Marktwirtschaft" hat es schon immer gegeben

Nur wurden halt immer die Reichsten im Lande bzw. jene, die es am wenigsten von allen gebräucht hätten, mit den größten Wohltaten bzw. Förderungen des Staates zugeschüttet.

So wie auch die letzten Jahrzehnte die Reichsten den Gürtel immer weiter aufmachen mussten, um die noch nie da gewesenen hohen Profiten einstecken zu können, während die normale Bevölkerung den Gürtel immer enger schnallen musste.

Bei dieser Gelegenheit auch noch ein paar Worte zur angeblich ordentlichen Beschäftigungspolitik des Dritten Reiches (Haider), die übrigens von der Tendenz her nicht unähnlich war:
Sekt und Kaviar für die Konzerne, Banken, Großindustrie u. dgl. bis zum Ende des Krieges, währen die normale Bevölkerung an Hunger litt, sich ihre Ersparnisse in den Hintern stecken konnte, weil sie(!) nichts dafür bekam, und auch die Entlohnung für die schwere Arbeit war praktisch wertlos.

Und von Anfang an durften die Arbeitsdienste, die vor allem aus jungen Menschen bestanden, kostenlos für alle möglichen Groß- und Kleinprojekte arbeiten. Wieso gab es bei der ordentlichen Beschäftigungspolitik nicht auch ordentlich Löhne für die Arbeitsdienste?

Haben die Konzernherrn, der Geldadel, die Industriekapitäne des Dritten Reiches auch um Gottes Lohn gearbeitet?

2 0

Re: Die Ausbeutung der Produktiven durch die Unproduktiven - Peter Sloterdijk


Die größte Gefahr für die Zukunft des Systems geht gegenwärtig von der Schuldenpolitik der keynesianisch vergifteten Staaten aus. Sie steuert so diskret wie unvermeidlich auf eine Situation zu, in der die Schuldner ihre Gläubiger wieder einmal enteignen werden - wie schon so oft in der Geschichte der Schröpfungen, von den Tagen der Pharaonen bis zu den Währungsreformen des zwanzigsten Jahrhunderts. Neu ist an den aktuellen Phänomenen vor allem die pantagruelische Dimension der öffentlichen Schulden. Ob Abschreibung, ob Insolvenz, ob Währungsreform, ob Inflation - die nächsten Großenteignungen sind unterwegs. Schon jetzt ist klar, unter welchem Arbeitstitel das Drehbuch der Zukunft steht: Die Ausplünderung der Zukunft durch die Gegenwart. Die nehmende Hand greift nun sogar ins Leben der kommenden Generationen voraus - die Respektlosigkeit erfasst auch die natürlichen Lebensgrundlagen und die Folge der Generationen.

Ganzer Artikel unter

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E3E570BE344824089B6549A8283A0933B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Lesenswert!

Gast: bac
17.10.2009 20:48
3 0

keine Hoffnung auf Umkehr

Wenn sie die Transferempfänger und die in der Umverteilungsindustrie tätigen zusammenzählen, kommen sie auf eine über 50% von Staatsgeldern lebenden Bevölkerung.

Der "point of no return" ist längst überschritten.

Gast: Gast
17.10.2009 20:42
1 0

Wieviel Geld geht durch die Umverteilung verloren?

Der Vorschlag des Transferkontos lenkt von der Tatsache ab, dass ein Grosser Teil der Transfers zurück an dieselbe "Klasse der Zahlenden" geht, wobei durch die "Umverteilung"(=Rückzahlung) ca. 60 % der Transfers verloren geht.

Das strukturelle Problem (zu grosser Beamtenapparat, da wir noch immer so viele Beamten wie zur k.u.k. Zeit haben, aber wesentlich weniger Bürger sind) wird durch immer wieder Unzufriedenheit schüren zwischen den Bürgern in den Hintergrund gedrängt (wie man hier wunderbar sehen kann...).

3 0

Bringt endlich Transparenz ins Sozialsystem!

Das Problem: Man kann sich aus eigener Kraft in diesem Land aufgrund der enormen Steuerlast nichts mehr aufbauen. Ich kann jeden gutausgebildeten jungen Menschen verstehen, der Ö den Rücken kehren will. Ich selbst möchte jeden Monat heulen, wenn ich die Differenz zwischen dem Brutto- und Nettogehalt sehe – und ich bin kein Spitzenverdiener. Wenn ich dann noch höre, dass Nichtleister, die keine Steuern zahlen, aufgrund intransparenter Transferleistungen am Ende besser dastehen als ich, dann verliere ich jeglichen Glauben an dieses „System“. Soziale Gerechtigkeit beinhaltet auch einen fairen Umgang mit denjenigen, die den Reichtum in diesem Land erarbeiten bzw. mit ihrer Steuerleistung Sozialleistungen erst finanzieren. Diese Fairness ist in Ö schon lange nicht mehr gegeben. Das jetzige System orientiert sich nur an Handaufhaltern bzw. denen, die es sich „einrichten“. Wenn der Staat meint, ständig Erwerbsarbeit entwerten und Leistung bestrafen zu müssen, dann wird er irgendwann die Rechnung dafür präsentiert bekommen. Das Transferkonto wäre meiner Meinung nach eine gute Gelegenheit, Transparenz in dieses undurchsichtige und chaotische Sozialsystem zu bekommen. Jetzt müssen konkrete Vorschläge folgen.

Gast: Geheimrat
17.10.2009 18:46
3 1

Zuwanderung - Abrechnung mit einem Mythos

Bereicherung oder Bedrohung? Ein US-Journalist hat die Geschichte der Immigration analysiert – und sieht für Deutschland und Europa dramatische Konsequenzen. Europa hat den Bedarf an Arbeitskraft von Zuwanderern überschätzt. Sie beanspruchen die Sozialsysteme mehr, als sie dazu beitragen.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article4500301/Zuwanderung-Abrechnung-mit-einem-Mythos.html

mani
17.10.2009 18:35
5 0

Lastessel Steuerzahler

Unsere Regierung sind wirkliche Spätzünder.
Bis die etwas checken ist schon alles verloren.
Jeder Österreichische Steuerzahler ist schon seit Jahren angefressen weil er arbeitet und Steuern zahlt und um so mehr er arbeitet um so mehr zahlt er.
Wenn ich nicht genügend Menschen kennen würde die schon seit Jahren auf der faulen Haut liegen, würde ich mich nicht so ärgern.
Für einen 40 Stunden Job gehen mehr als eine Million Menschen um weniger als 1000.- € arbeiten.
Und 733.-€ soll man in Zukunft fürs nichts tuen bekommen. Jeder wäre blöd, jeden Tag in die Arbeit zu gehen. Mit Mietzinsbeihilfen, Rezeptgebühren Befreiung und sonstige Ermäßigungen komme ich locker auf 1000.- €.
Warum soll man Arbeiten gehen?

Antworten Gast: netter gast
17.10.2009 18:59
1 1

Re: Lastessel Steuerzahler

Machens doch keine falsche Propaganda .
Nach längerer Arbeitslosigkeit kommen sie nie und nimmer auf 1000. €
Je nach Gemüt sind die Schikanen des AMS schlimmer als Arbeit nachzugehen .
Sie bekommen Auflagen , können defakto das Land nicht für längere Zeit verlassen .
Arbeitslosigkeit schmälert die sozialen Kontakte und ist ein Stigma , dessen Folge nicht selten Depressionen sind .

Gast: Le Monde Diplomatique
17.10.2009 17:34
3 0

Lob der Steuer (Oktoberausgabe)

Fakt #1: Politiker kürzen vor allem die Steuern auf Unternehmensgewinne und Vermögen, die Steuern auf Kapitalerträge und die Spitzensätze auf die Einkommenssteuer.

Fakt #2: Von den Politikern stärker belastet werden vor allem die Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und Sozialversicerungsabgaben.

In den letzten Jahren lässt sich beobachten, dass die Steuersysteme in den meisten Ländern regressiv gestaltet werden. Die Spitzenverdiener werden durch niedrigere Spitzensteuersätze entlastet. Große Konzerne zahlen in Relation zu anderen Steuerzahlern immer weniger.

Geringverdiener hingegen geben fast ihr ganzes Geld für Güter des alltäglichen Bedarfs aus - und zahlen dafür jedes Mal Mehrwehrsteuer.

Ausweg #1: Steueroasen restlos austrocknen damit man die Konzerne die durch "legale Steuergestaltung" ihre Gewinne im Ausland hin und herverschieben um steuerliche Vorteile zu erlangen.

Ausweg #2: innereuropäischen Steuersenkungswettlauf zwischen den Ländern beenden. -> Einführung eines Mindeststeuersatzes in der EU

Ausweg #3: Steuern sollen da gezahlt werden wo auch produziert wird. (einheitliche Bemessungsgrundlage)

Gast: ASVG-Sklave
17.10.2009 16:55
2 0

fehlerhafter "Umkehrschluss" --- BERICHTIGUNG

Auch ein Artikel in der FAZ bürgt nicht gerade für Seriosität und Logik. --- Der Fehler dieser Analyse steckt eben darin, die „Unproduktiven“ mit Armen bzw. Kleinverdienern gleichzusetzen und Vermögende als „Steueropfer“ zu porträtieren:
Erstens , weil die Armen von den behaupteten Unterstützungen nur einen Bruchteil erhalten (während der größte Brocken in dunklen Kanälen der Beamtenmafia verschwindet. (Siehe heutigen Forumsbeitrag von 12:04 Uhr wonach von € 35.000 pro Hilfebezieher maximal € 8.500,-- bei ihm landen. WER also steckt die restlichen € 26.500 pro Kopf ein???)
Zweitens, weil eine große Anzahl von Wohlhabenden ihr Vermögen durch finanzielle Transaktionen, Mieteinahmen und Steuerschlupflöcher „produktionslos“ anwachsen lassen. (So bezahlt beispielsweise ein Geringfügig Beschäftigter für seine Arbeitsleistung zwar keine Steuer aber dafür Sozialversicherungsabgaben, während das gleiche Einkommen durch Mieteinahmen von „Wohlhabenden“ keiner diesbezüglichen Abgabe unterzogen wird. Am Ende bezahlt der hackelnde – aber steuerbefreite – Kleinverdiener mehr Abgaben, als der Hausherr einer Mietvilla mit dem gleichen Jahreseinnahmen durch „passive Unproduktivität“ .
Wir sehen also, dass einerseits Vermögen NICHT unbedingt leistungs- uns abgabenrelevant ist, und dass andererseits Hilfsgeldempfänger die behaupteten Hilfsgelder kaum erhalten.

Antworten Gast: bonsai
17.10.2009 20:02
0 0

Re: fehlerhafter

Beispiel Burgenland : Sozialbudget 2009 39 Mio., der Großteil dieses Geldes, knapp 32 Millionen Euro, wird für die Unterbringung von pflegebedürftigen älteren Menschen verwendet. Denke, so in der Art wird auch die Aufteilung des Bundesbudgets sein, es ist also keineswegs so, daß die Bedürftigen leer ausgehen und das ist auch gut so. Und es wird immer noch genug Geld abgezwackt, um für eine Nivellierung der Löhne in der arbeitsfähigen Bevölkerung zu sorgen, obwohl das Geld immer weniger wird und die Bedürftigen eher mehr.

Steuerbelastung durch Sozialversicherungsabgabe ohne Lohnsteuer ca. 10% vom Einkommen, Mieteinnahmen ohne Sozialversicherungsabgabe, aber mit Lohnsteuer mindestens 20% raufgehend bis 50%. Und da soll noch eine Sozialversicherungsabgabe draufkommen?

Antworten Sam Lowry
17.10.2009 18:29
0 0

Re: fehlerhafter

Die Kauf der Wohnung, die er vermietet stammt aber auch aus bereits versteuernden Einkünften.

Und die Mieterträge sind natürlich einkommensteuerpflichtig.

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
17.10.2009 18:46
0 1

Re: Re: fehlerhafter

Bei gleich hohen Einkommen aus Mieteinnahmen ODER Kleinverdienst wird die Mieteinnahme weniger Abgaben bewirken, als die erarbeitete Leistung. -- Und, so what: Die Wohnung stamme bereits aus versteuerten Einkünften? Der Kleinverdiener stammt auch von bereits besteuerten Eltern.

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Die ÖVP beweist – Raubtiere gibt es nicht nur in der Tierwelt!

Die ÖsterreicherInnen und MigrantInnen sind fleißige Menschen. Alle arbeiten hart und schwer und bezahlen gerne Ihre Abgaben. Den jeder weiß – wenn ich aufgrund gierige Arbeitgeber mal arbeitslos werde oder ich gesundheitlich schwer angeschlagen bin, dann ist der Staat wie eine Mutter für mich da. Wir denken an das Arbeitslosengeld oder die Gesundheitlichen Einrichtungen. Sehen wir uns Amerika an. Amerika möchte dieses System gerne haben. Diese Errungenschaften danken wir ausschließlich herausragenden Sozialdemokrat/Innen, die aber aufgrund der gierigen ÖVP massiv gefährdet sind. Banken, Konzerne und große Unternehmen beispielweise – Stichwort Autokriese haben fast das ganze Volksvermögen bekommen, während die Angestellten und Arbeiter keinen Cent bekommen. Nun soll Ihnen ihre einbezahlten Solidaritätsleistungen auch gestohlen werden zu Gunsten gierige Manager . Die ÖVP möchte gerne die Menschen im Regen stehen lassen und Sie verhungern lassen. Die ÖVP ist kaltherzig, arrogant und gierig. Der schwarze Finanzminister zeigt uns, warum eine Sozialdemokratie für die Menschen einen so hohen Stellenwert hat. Den nur die SPÖ kämpft für die ArbeiterInnen und AngestelltInnen, weil nur ihre SPÖ sozial, fair und kompetent ist. Deswegen ist auch Werner Faymann unser Lieblingsvolkskanzler – weil er zeigt, wie es geht.

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Re: Die ÖVP beweist – Raubtiere gibt es nicht nur in der Tierwelt!

Oh mein Gott. Sie meinen das wirklich ernst.

Antworten Antworten Gast: Lukas
18.10.2009 18:41
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Re: Re: Die ÖVP beweist – Raubtiere gibt es nicht nur in der Tierwelt!

nein, selbstverständlich ist das nicht ernst gemeint. Michi will verbissene Sozis aufwecken und schreibt sarkastische Postings im Auftrag der ÖVP...

 
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