Skylink: Die Prüfung durch den Rechnungshof läuft

Ein sechsköpfiges Team prüft seit den Morgenstunden, warum sich die Kosten für den Bau des Terminals verdoppelt haben. Der Flughafen versichert aber, dass das Projekt "deutlich unter 830 Millionen Euro" kosten wird.

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(c) APA/ROBERT JAEGER (Robert Jaeger)

Der Rechnungshof hat heute mit der Überprüfung des umstrittenen Skylink-Terminals des Flughafens Wien begonnen. Die Rechnungshof-Prüfer sind heute, Freitag, kurz vor neun Uhr in der Zentrale des Wiener Flughafens eingetroffen und auch eingelassen worden. Am Programm würden mehrere Termine, unter anderem ein Treffen mit dem Vorstand stehen, sagte Friedrich Pammer, Bauwesenexperte des Rechnungshofes. Grund dafür sind die Baukosten, die von 400 auf derzeit prognostizierte 830 Millionen Euro explodiert sind.

Flughafen Wien-Vorstand Herbert Kaufmann sagte aber auf der Gewinnmesse, dass der Skylink "sehr deutlich unter" 830 Millionen Euro kosten wird.

"Positives Prüfungsklima"

"Der Flughafen Wien steht der Rechnungshofprüfung positiv gegenüber und will in hohem Umfang kooperieren", sagte Flughafen-Vorstand Herbert Kaufmann.  Für die private Sonderprüfung, die der Flughafen aufgrund der RH-Prüfung abgesagt hat, seien keine Kosten angefallen, "außer vielleicht zwei, drei Reisekosten". Zur Kostenexplosion bei Skylink habe "eine Kombination aus Änderungen und Problemen" geführt. Es sei offensichtlich die hohe Komplexität unterschätzt worden, insbesondere auch von Dritten, die der Flughafen engagiert habe. Kaufmann geht aber davon aus, dass Skylink Mitte Juni 2011 fertiggestellt wird.

Sechs Prüfer, vier Monate

Ein sechsköpfiges Team soll die Arbeit an den Akten aufnehmen. Über die Dauer der Prüfung beziehungsweise wann ein Bericht des Rechnungshof zu erwarten sein wird, sei schwer abzuschätzen, so Moser. Die Prüfung soll aber "schnell und zielgerichtet" stattfinden, versichert Moser im Ö1-Morgenjournal. Ein grober Zeitplan sieht drei bis vier Monate vor.


Die Flughafen Wien AG hofft unterdessen, dass die Kosten des gestoppten Bauvorhabens nicht noch weiter in die Höhe schnellen. Ziel sei es, diese Investitionssumme zu unterschreiten, erklärte das Unternehmen.

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(Ag./Red.)

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