Wien (cim). Weihnachten wird heuer ein bisschen bescheidener als vor einem Jahr. Im Schnitt will jeder Österreicher 272 Euro für Geschenke ausgeben, um 16 Euro bzw. sechs Prozent weniger als 2008. Das besagt eine Umfrage von Ernst & Young. Am großzügigsten sind Familien mit Kindern und Menschen zwischen 46 und 55 Jahren: Sie haben jeweils 307 Euro für Geschenke eingeplant.
Vor allem Männer wollen ihr Budget heuer straffen und statt 322 Euro im Vorjahr 279 Euro ausgeben. Frauen hingegen wollen genauso teuer schenken wie zu Weihnachten 2008. Die Österreicher werden heuer, zumindest haben das die 500 Befragten angegeben, zum zweiten Mal in Folge ihr Weihnachtsbudget beschneiden: Schon 2008 wollten sie der Studie zufolge mit 288 Euro um zwölf Prozent weniger ausgeben als 2007. Damals, vor Ausbruch der Krise, waren noch 326 Euro für Geschenke eingeplant. Am teuersten wollen heuer die Steirer und die Salzburger schenken, Tiroler, Vorarlberger und Wiener halten sich mit etwa 260 Euro eher zurück. Im internationalen Vergleich schenken die Österreicher üppig: Der durchschnittliche Deutsche gibt mit 226 Euro um 50 Euro weniger aus, ein Schweizer schenkt mit 177 Euro gar um 100 Euro billiger.
Spielzeug wird billiger
Kinder können hoffen, dass sie trotz der neuen Sparsamkeit gleich viel bekommen wie im Vorjahr. Denn Spielzeug soll heuer billiger werden, heißt es von der WKÖ. Christbäume dürften gleich viel wie im Vorjahr kosten. Obwohl die Preise, je nach Standort des Verkäufers, stark schwanken. Bei ausländischen Bäumen müsse man aber mit einem Preisanstieg von zehn bis 20 Prozent rechnen, so die ARGE der niederösterreichischen Christbaumhersteller. Denn europaweit würde es heuer um eine Million Nordmanntannen zu wenig geben. Allerdings stammen nur zehn Prozent der 2,45 Millionen Christbäume, die in Österreich aufgestellt werden, aus dem Ausland.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2009)

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