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Auto: Magna einigt sich mit Opel-Betriebsrat

03.11.2009 | 18:47 |   (Die Presse)

Verantwortlich für die Opel-Sanierung dürfte wahrscheinlich ein Österreicher sein. So verdichten sich die Hinweise darauf, dass der ehemalige Fiat-Chef und nunmehrige Magna-Manager Herbert Demel das Ruder übernehmen könnte.

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Wien (ag./jaz). Mit mehr als einer halben Mrd. Euro wollen die Opel-Mitarbeiter die Sanierung des angeschlagenen deutschen Autokonzerns unterstützen. Wie der Opel-Betriebsrat am Dienstag mitteilte, einigte man sich mit dem künftigen Opel-Eigentümer Magna auf Einschnitte im Ausmaß von jährlich 265 Mio. Euro für die nächsten zwei Jahre. Im Gegenzug sollen die Arbeitnehmer dafür einen Anteil von zehn Prozent an dem Unternehmen erhalten. Daher soll die Einigung auch nur dann gelten, wenn Opel, wie bisher geplant, an Magna verkauft wird. Wie mehrfach berichtet, trat am Dienstagabend der GM-Verwaltungsrat zusammen, um erneut über den Verkauf von Opel an Magna zu beraten.

Eigentlich sollte die Sache schon seit dem 10. September klar sein. Damals einigte sich der GM-Verwaltungsrat auf einen Verkauf an Magna. Seither machte jedoch die EU-Kommission einen Strich durch die Rechnung. So erklärte die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes Mitte Oktober, dass die deutsche Regierung die offizielle Zusage geben müsse, die Staatshilfen von 4,5 Mrd. Euro auch bei einem Verkauf an einen anderen Bieter als Magna zu gewähren. Zuvor wurde dies von mehreren deutschen Politikern ausgeschlossen. Dann solle GM noch einmal die Möglichkeit haben, über den Verkauf zu beraten.

 

Kaufvertrag ist ausverhandelt

Beobachter erwarten, dass sich an der Entscheidung des GM-Verwaltungsrats trotz der neuen Gegebenheiten nichts verändert. Im Sommer dürfte der US-Konzern zwar damit geliebäugelt haben, Opel an den Finanzinvestor Ripplewood zu verkaufen. Mit diesem wurden jedoch seit zwei Monaten keine Gespräche mehr geführt, außerdem erklärte der Fonds, inzwischen kein Interesse an Opel mehr zu haben. Zudem ist der Vertrag mit Magna seither bis ins kleinste Detail ausverhandelt worden. Die Verzögerung bei den Sanierungsmaßnahmen durch ein neuerliches Aufschnüren dieses Pakets würde Opel Millionen an Euro kosten.

Bis der Deal endgültig abgeschlossen ist, dürften aber in jedem Fall noch Monate vergehen. Denn auch wenn GM bei einem Verkauf an Magna bleibt, muss die EU-Kommission noch zustimmen. Und diese erklärte bereits mehrfach, genau zu prüfen, ob der laut des Magna-Konzepts geplante Jobabbau deutsche Werke bevorzugt. In Summe will Magna 10.500 der rund 50.000 Opel-Arbeitsplätze streichen. 4500 davon in Deutschland (von insgesamt 25.500).

Verantwortlich für die Opel-Sanierung dürfte schlussendlich wahrscheinlich ein Österreicher sein. So verdichten sich die Hinweise darauf, dass der ehemalige Fiat-Chef und nunmehrige Magna-Manager Herbert Demel das Ruder bei Opel übernehmen könnte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2009)

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1 Kommentare
Gast: ???
03.11.2009 23:55
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Die Rechnung ohne den Wirt gemacht


Schlagzeilen Wirtschaft

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