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Quelle Österreich: Pleite einer gesunden Firma

06.11.2009 | 18:12 |  CHRISTINE IMLINGER (Die Presse)

Der Konkursantrag bei Quelle Österreich wird bereits vorbereitet. Kommenden Donnerstag soll er eingereicht werden, falls der letzte Interessent Quelle nicht doch noch übernimmt. Das gilt als sehr unwahrscheinlich.

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Linz/Wien. Der Überlebenskampf ist fast vorbei. Zwar klammere man sich bei Quelle Österreich an einen „letzten Strohhalm“, berichtet Vorstandschef Wolfgang Binder, aber selbst bei Quelle bezeichnet man die Chancen als „äußerst gering“. Wenn dieser Strohhalm, eine Investorengruppe, die eventuell einen Alleingang von Quelle Österreich finanzieren würde, Quelle nicht bis Montag oder Dienstag übernimmt, werde man am Donnerstag den Insolvenzantrag stellen.

Damit steht nach Konsum und Libro die drittgrößte Handelspleite in Österreich bevor. Der KSV schätzt die Passiva auf über 100Mio.Euro. Damit wäre Quelle in etwa die zehntgrößte Insolvenz in Österreich seit dem Jahr 2000. Bei einer Pleite würden im schlimmsten Fall 1100Quelle-Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Das AMS wird Ende kommender Woche eine eigene Außenstelle einrichten. Auch eine Insolvenzstiftung von AMS und Land Oberösterreich werde es geben (Siehe Seite 12).

Der Name „Quelle“, lange das Synonym für Versandhandel, und die 1500Seiten starken Kataloge, die halbjährlich an 1,2Millionen Haushalte verschickt wurden, werden damit aller Voraussicht nach aus Österreich verschwinden. Schließlich gehören die Rechte an der Marke bereits der deutschen Otto-Gruppe. Diese hätte zwar mit Quelle verhandelt. Nun heißt es, Otto hatte nie Interesse an einer Übernahme, sondern nur am Namen, um diesen künftig vom Markt und möglichen Konkurrenten fernzuhalten. Allerdings würde man den Namen, sollte es zu einer Übernahme kommen, wieder zum Verkauf anbieten. Ein Aus würde auch rund 175 Quelle-Shops treffen. Diesen Franchise-Geschäften mit je zwei bis drei Mitarbeitern droht dasselbe Schicksal wie ihrem Franchisegeber, schließlich dürften sie den Namen Quelle nicht mehr verwenden und würden keine Waren mehr bekommen.

Die Überlebenschancen waren schon nach der Pleite der deutschen Mutter bescheiden, obwohl Quelle Österreich an sich profitabel ist. Die Waren kommen großteils aus Deutschland, auch der Druck der Kataloge wurde gemeinsam organisiert und finanziert. Binder wollte nach der Pleite in Deutschland Quelle Österreich zur Drehscheibe für das Geschäft in Zentral- und Osteuropa machen. Der Plan wurde zunichte gemacht, als Quelle Deutschland die lebenswichtigen Markenrechte im gesamten Konzern sowie die Russland-Tochter an Otto verkauft hat. Einer Stand-Alone-Lösung geben Branchenkenner allerdings keine großen Chancen. Binder bedauere besonders, dass mit Quelle Österreich ein an sich gesundes Unternehmen in Konkurs gehen würde.

In welcher Form es nach einem Konkursantrag weitergeht, wird der Masseverwalter entscheiden. Ohne Investor kann der Betrieb nicht mehr lange aufrechterhalten werden. Theoretisch besteht auch die Möglichkeit, nach der Insolvenz zu verkaufen.

Die Chancen, einzelne Teile zu verkaufen, schätzt man selbst bei Quelle als gering ein. „Außer der Logistik bleibt da aber nicht viel über“, meint ein Sprecher. In dieser Sparte arbeiten 400Menschen. Branchenkenner vermuten, dass Quelle, so wie die deutsche Mutter, abgewickelt und der Betrieb eingestellt wird, sobald die Lager leer sind. Eine vollständige Abwicklung könnte bei einem Unternehmen dieser Größe bis zu fünf Jahre dauern, erklärt Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner vom KSV.

 

Kunden können Bestellung stornieren

Die Kunden von Quelle müssen noch nicht um ihre Bestellungen oder ihr Geld bangen. Schließlich werden die Waren meist erst bezahlt, nachdem sie bei den Kunden angekommen sind. Werden Order nicht innerhalb von 30 Tagen geliefert, können Kunden von einer Bestellung zurücktreten.

Probleme können bei Garantieansprüchen auftreten. Diese richten sich zwar üblicherweise an den Hersteller, im Fall der Haushaltsgeräte-Eigenmarke Privileg aber an Quelle. Diese Ansprüche können verfallen. Vorsicht ist auch bei den Daten geboten. Dank einer möglichen Zustimmung zur Datenweitergabe im Kleingedruckten könnten die wertvollen Kundendaten zu Geld gemacht werden. Otto hat daran bereits Interesse bekundet. Wer die Weitergabe seiner Daten verhindern möchte, sollte die Zustimmung zur Weitergabe schriftlich widerrufen.

 

Schwerer Schlag für die Post

Eine Pleite der Quelle würde weite Kreise ziehen: Die Post will die Ausfälle nicht beziffern. Der Umsatz, den Kataloge und Pakete der Post gebracht haben, wird auf bis zu 25 Mio. Euro pro Jahr geschätzt, das entspricht etwa drei Prozent in der Paketsparte. Auch bei Hermes könne man die Folgen nicht einschätzen, heißt es. Personelle Konsequenzen werde es nicht geben. Die Zusteller hoffen, dass sich das Geschäft von Quelle künftig auf andere Versandhändler verteilt. Otto, Universal oder Neckermann wickeln den Versand ebenso wie Quelle über den Vertragspartner Hermes ab, dieser wiederum hat die Zustellung der Post übergeben.

Die ÖBB haben mit dem Haushaltsgeräte-Transport im Vorjahr 4,5 Mio. Euro Umsatz gemacht, für heuer wurden 4,9 Mio. Euro erwartet. Auf das Betriebsergebnis werde sich der Ausfall mit einem Rückgang um zwei Mio. Euro niederschlagen. Personelle Konsequenzen seien nicht nötig. Auch Druckereien, Spediteure oder Kartonagefirmen würden bei einem Aus Teile ihres Geschäfts verlieren. Folgeinsolvenzen sind möglich.

AUF EINEN BLICK

Der Konkursantrag bei Quelle Österreich wird bereits vorbereitet. Kommenden Donnerstag soll er eingereicht werden, falls der letzte Interessent Quelle nicht doch noch übernimmt. Das gilt als sehr unwahrscheinlich. Schließlich gehören die Markenrechte schon Otto. Damit wird Quelle voraussichtlich nach 50Jahren aus Österreich verschwinden.

1100 Mitarbeiter von Quelle-Österreich bangen um ihre Jobs. Ein Aus würde zahlreiche weitere Unternehmen treffen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2009)

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76 Kommentare
 
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Gast: exshopbetreiber
10.11.2009 21:49
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Quellepleite: 1100 Mitarbeiter, 175 Shops selbst., Kundenstock, Warenlager und Liegenschaften

interessanten online-Artikel gefunden:

Der tragische Untergang von Quelle Österreich (215 Millionen € Umsatz, 1100 Mitarbeiter) ­mündet diese Woche – aller Voraussicht nach – in einem gerichtlich organisierten Restlverwerten. Im geplanten Liquidationskonkurs wird sich alles um die verfügbaren Assets drehen. Im Mittelpunkt stehen Kundenstock, Warenlager und Liegenschaften.
52,5 Millionen €
Hauptgläubiger von Quelle Österreich ist die Oberbank, die ein hypothekarisches Höchstpfandrecht in Höhe von insgesamt 20,5 Millionen € auf der Quelle-Betriebs- und Büroliegenschaft in der Industriezeile 47 am Linzer Hafen hat. Der größere Brocken ist aber das Quelle-Logistik-Zentrum in der Ignaz-Mayer-Straße 7, das laut Grundbuch der Projektgesellschaft QLZ Leasing GmbH gehört. Die Oberbank sitzt mit 32 Millionen € auf dieser Liegenschaft und ist de facto Eigentümer.
Quelle hat diese Logistikdrehscheibe bloß angemietet. Die hohen Mietverpflichtungen wurden bisher von der deutschen Mutter in Fürth subventioniert.
Die Quelle-Hausbank muss nun einen Käufer oder Nachmieter für die knapp 20.000 Quadratmeter große Immo­bilie finden.
Immo-Verwertung
Dem Vernehmen nach soll das Logistikzentrum auch von Unternehmen aus anderen Branchen genutzt werden können.
Etwaigen Interessenten will man den Standort am Hafen aufgrund der Verkehrslage schmackhaft machen: Es gibt eine Anbindung an die Autobahn, die Bahn und an die ­Donau-Wasserstraße.

auch das wissen die Manager schon lange!

Gast: exshopbetreiber
10.11.2009 20:03
0 0

Der Kapitän hat das Schiff verlassen............

10. November 2009, 15:06
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- Wie es mit den rund 175 Quelle-Shops nach einer möglichen Insolvenz von Quelle Österreich weitergeht, ist noch unklar. Beim KSV in Linz wird davon ausgegangen, dass manche der Franchisenehmer ihre Tätigkeit beenden müssen, "wenn sie nur das gemacht haben", also ausschließlich Quelle-Produkte im Sortiment hatten.
Quelle-Österreich-Chef Wolfgang Binder, der bis zuletzt "wie ein Löwe" kämpfen wollte, nimmt an den Verhandlungen nicht teil. Er ist an der Schweinegrippe erkrankt.
Das alles in einem online-Artikel einer Zeitung

- ich war immer im festen Glauben diese Grippe greift nur uns Menschen an ;-)


jopc
08.11.2009 20:49
0 0

ich kenn mich nicht so richtig aus

eine gesunde firma behaupten die einen.

der KSV sagt: 100 mille miese.

ich glaube hier dem KSV mehr.

es wurde eher den arbeitern und der öffentlichkeit was vorgelogen.

Antworten Gast: Ameeon
10.11.2009 16:12
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Re: ich kenn mich nicht so richtig aus

Ich kenn mich auch nicht so richtig aus ... aber ich vermute mal, dass die Quelle-Ö (Tochtergesellschaft) ja nicht finanziell eigenständig war und damit könnte die deutsche Muttergesellschaft der Tochter ja bei Bedarf etwas aus dem Börserl nehmen, wenn sie selbst a bissal was braucht ...

Gast: Quit
07.11.2009 19:48
0 2

Quelletod

Hat einer von Euch überhaupt eine Ahnung was es kostet Quelle in den Konkurs zu schicken!Wir müssen nicht jeden Unsinn den Deutschen nachmachen!! Rettet diese Firma! 1000 Leute keinen Job, groß die schulen wir um, kostet ja nichts. Ich hab keine Ahnung wieviele Zulieferer da Sterben, nochmals 500 Leute. Da wird groß von neuer Insolvenz abwicklung gesprochen, helfen statt ruinieren. Jetzt könnt Ihr zeigen dass Ihr das -Ernst meint. Herr Hundsdorfer über den Kredit schutzverband über Anwälte
Politiker und alle die mit der Firma befasst sind.

Gast: glasklar
07.11.2009 19:22
0 0

Letztlich wäre das alles zu vermeiden gewesen.

Ein gutes Management sorgt in guten Zeiten dafür, dass entsprechende Rückstellungen gebildet werden. So hat man dann in schlechteren Zeiten die Möglichkeit davon zu zehren.

Speziell in diesem Fall kommt noch dazu, dass für Quelle-Ö schon seit Monaten die auf sie zukommenden Probleme absehbar waren. In so einer Ausnahemsituation hätte man bereits im Mai / Juni schnellstens handeln (Abkoppelung von der Mutter, Markenrechte sichern, Investoren suchen, etc. ) müssen.

Antworten Gast: stimmt
08.11.2009 11:06
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Re: Letztlich wäre das alles zu vermeiden gewesen.

Sie haben leider recht. Es wurde ja auch in Deutschland sehr oft kritisiert das zB. das Managament von Arcandor/Karstadt ihre Eigentums-Werte verscherbelt und dann teuer gemietet hat. zB. wurden etliche Kaufhäuser günstig verkauft und dann zu teuren Mietpreisen gemietet.
Ein absoluter Irrsinn.

Das mit den Rückstellungen war in den 70igern und 80igern noch Mode. Es gab ja in den 70ern die Ölkrise, die auch für viele Unternehmen ein schwerer Schlag war. Etliche Unternehmen haben diese Situation aber überstanden. Weil sie Rückstellungen hatten, auf die sie zurück greifen konnten.

Ja und es stimmt auch, dass die Arcandor Pleite bereits seit fast einem Jahr absehbar war.


Antworten Faktum Est
08.11.2009 09:03
0 0

In so einer Ausnahemsituation hätte man bereits im Mai / Juni schnellstens handeln (Abkoppelung von der Mutter, Markenrechte sichern, Investoren suchen, etc. ) müssen.

So stellt sich das "der kleine Maxi" vor...
Hut ab, vor so viel Wirtschaftskompetenz!

Antworten Antworten Gast: exshopbetreiber
08.11.2009 20:18
0 0

Re: In so einer Ausnahemsituation hätte man bereits im Mai / Juni schnellstens handeln (Abkoppelung von der Mutter, Markenrechte sichern, Investoren suchen, etc. ) müssen.

Vor nicht langer Zeit (ich kann die Jahre in der halben Hand zählen) habe ich von gewisse Managern gehört das Österreich-Quelle nix mit Deutschland-Quelle zu tun hat, der Großteil hatte ihnen geglaubt.

Stehen dieselben Leute auch noch heute zu dem was sie damals versprochen hatten?

Aber Nein, die wurden ja schon längst ausgetauscht und nachbesetzt, die Neuen können ja nicht einhalten was sie nicht versprochen haben, das waren ja ANDERE!

Die musikalische Werbung:.....
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Quelle eingestellt....das ist meine Welt und sonst gar nix....hörte man jeden Tag im Fernsehen und Radio etc.(sehr viele konnten sie nicht mehr hören)
musik aus Zeiten der Marlene Dietrich (vergangenheit) .
jetzt die Galaxie, Raumschiff, BODENLOSE (Zukunft).
da frag ich mich wo bleibt die Gegenwart?

Manchmal dachte ich mir auch was alleine diese paar Minuten Werbung im Fernsehen der Quelle kostet?

Versand, Internet, Telef. Bestellungen wurden forciert, aber wo blieb die versprochene Werbung für die Shops?
In dem dicken Jahreskatalog waren ganz wenige Zeilen für 170 Shops (fast am Ende ein Inhaltsverzeichnis ganz klein gedruckt wo es Shops in ganz Österreich gab).

Auf einem sinkenden Schiff verläßt der Kapitän als Letzter das Schiff, bei Quelle waren die die Kapitäne die ersten, sie hatten schon mehrere Schwimmjacken und Schlauchboote bereit!
Scherzhaft gesagt: werden sie in nächster Zeit mit ihren Raumschiffen untertauchen?

Gast: sparstift
07.11.2009 14:10
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was heisst da gesund ?

gestern im radio: die 3t grösste pleite nach konsum und libro

was soll daran gesund sein ????

Antworten Gast: international
07.11.2009 18:23
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Re: was heisst da gesund ?

richtig formuliert:
quelle österreich war vermutlich nicht defizitär = gesund. die pleite entsteht durch die enge verflechtung mir der zugrundegegangenen muttergesellschaft in deutschland.
dadurch fallen lieferanten aus (eigenmarken) und viele dinge, die bisher gemeinsam organisiert wurden, müsste sich quelle österreich jetzt allein neu organisieren = wesentlich höhere kosten, synergieeffekte fallen weg.

Antworten Antworten SOKs
08.11.2009 12:32
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Re: Re: was heisst da gesund ?

Einfach ein Kollateralschaden der Globalisierung. So wird es munter weitergehen. Einfach zurücklehnen und den Wahnsinn beobachten und genießen. Die Firmen/die tollen Manager haben's selber verursacht, sie müssen selbst wieder raus aus dem Palawatsch. Die Arbeitnehmer sollten sich nun absichern bei diesen schrägen Geschäften der Neuzeit. Dafür braucht es eine starke Gewerkschaft und einen gescheiten Wirtschaftsminister. KEINE STAATSHILFE SOKs

Gast: Hadik
07.11.2009 11:46
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Stiftung? Sonderzahlung?

Warum bitte soll man für die Arbeiter eine eigene Stiftung einrichten und 200€ Bonus bezahlen? (lt. ZIB gestern)

Was hebt diese Leuten von allen anderen ab, die "nur" Arbeitslosengeld bekommen?

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Re: Stiftung? Sonderzahlung?

Es geht darum die neuen Arbeitslosen aus der Statistik zu bekommen. Sobald jemand in einer Stiftung, SÖB, Schulung, Praktikum usw. steckt, gilt er nicht mehr als arbeitslos. Das ist der wahre Grund.

Antworten Antworten Gast: UKW
07.11.2009 14:38
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Re: Re: Stiftung? Sonderzahlung?

Mag sein, Antwort auf obige Frage ist es aber keine.

Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
07.11.2009 17:13
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Re: Re: Re: Stiftung? Sonderzahlung?

schließe mich Ihrer Meinug an. Diese Stiftungen sind eine Sauerei dem Rest gegenüber.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: UKW
07.11.2009 19:43
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Re: Re: Re: Re: Stiftung? Sonderzahlung?

Ich kannte vor Jahren einen ehemaligen Semperit Arbeiter, der auch in so einer Stiftung war und der eine Umschulung bezahlt bekam. Er machte einen Wifi-Kurs für Personalverrechnung. Bevor er gekündigt wurde war er Arbeiter im Semperit-Werk.

Ich besuchte zu dieser Zeit ebenfalls einen Wifi-Kurs. Ohne seine Vorgeschichte zu kennen, kam ich mit ihm ins Gespräch. Er meinte er suche nur eine geringfügige Beschäftigung, weil er in einer Stiftung sei und zwei Jahre lang ein höheres Arbeitslosengeld bekommt als gewöhnliche Arbeitslose und von der Firma bekam er auch noch was drauf. Der Kurs wurde ihm natürlich auch bezahlt.

Stiftungen sind daher für mich lediglich Plattformen für Politiker um sich in Szene zu setzten. Das dadurch zwei Klassen von Arbeitslosen entstehen scheint offenbar niemand zu stören.

Gast: Gast
07.11.2009 09:25
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Eine gesunde Firma...

...sterben zu lassen ist nicht das Vorrecht der Amerikaner.
Das könnn die Deutschen auch gut genug.

Die Antwort muß der Kunde den Heuschrecken geben:

BOYKOTT!

Antworten Gast: gasteig
07.11.2009 10:23
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Re: Eine gesunde Firma...

was soll an Quelle Österreich denn gesund sein - der Schuldenstand von kolportierten 100 mio € ? Also behalten Sie Ihre lächerliche Meinung über Heuschrecken bei sich und boykottieren sich selbst, indem Sie nicht mehr hier posten !

Gast: exshopbetreiber
07.11.2009 09:06
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mein kommentar hier....

habe heute nacht mehre kommentare hier reingestellt, schade das keiner davon veröffentlicht wurde, gilt halt auch nur für "Gewisse" ......

Antworten Gast: exshopbetreiber
07.11.2009 10:10
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Re: mein kommentar hier....

sorry nehme mein vorheriges Schreiben zurück und bedanke mich für das Veröffentlichen der Kommentare, lg

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Der Namenskauf war der geniale Trick - da könnten sich Politker eine Scheibe abschneiden!

Mit wenig Häme, mehr Gewißheit über die Qualität von Funktionären, steht der Private vor dem Scherbenhaufen einer Existenz.

Die Aufgabe für das Gemeniwohl zu sorgen wird mangels Befähigung auf "mehr konnten wir nicht machen" abgeschoben.

Es ist tatsächlich so - Unfähigkeit kann eben nicht mehr machen.

Antworten lurch
07.11.2009 18:20
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Re: Der Namenskauf war der geniale Trick - da könnten sich Politker eine Scheibe abschneiden!

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.
So miese Tricks wie Namen und fragwürdige Patente lassen lediglich den Aktien-Zirkus weiter laufen.
Am eigentlichen Wirtschaftsgeschehen ändert das gar nichts. Es werden nur lediglich einige fragwürdige Typen am Leben gehalten.

Gast: Neoliberal
07.11.2009 08:25
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Gesunde Firma

in Konkurs? Geh Frau Redakteur, tun¿s net plauschen. Die Quelle Ö ist strukturell genauso mausetot!

Gast: shopbetreiber
06.11.2009 23:34
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mir tun die shopbetreiber leid

Jeder Arbeitslose ist zuviel.
Aber diese Menschen werden vom AMS aufgefangen, bekommen "Lohn" weiterhin, aber was machen die Shopbetreiber?

Ich finde es eine "Schweinerei" das Ende September 09 noch Shops von Quelle eröffnet oder wiedereröffnet wurden, obwohl sie jetzt schon seit Monaten wußten, das es so endet! (ich weiss wovon ich schreibe bin selbst davon betroffen gewesen).
Die Shopbesitzer sind selbständige Kaufleute, haben die Ware auf Kommission "eine hohe Bankgarantie mußte bei Quelle hinterlegt werden", bezahlen Miete, Telefon, Versicherungen, Einrichtungen wie Regale usw., und wenn sie diesen Shop als Hauptstandbein haben dann sollten sie auch noch mit 10 % Provision auf Netto was für sich zum "Beissen" verdienen!
Ihr fragt euch sicher warum macht "ihr" das dann?
Diese Frage habe ich mich in den Jahren auch gestellt, meine Antwort ist: es wird einem Schmackhaft gemacht!

Diese Menschen tun mir leid, denn ich glaube sie haben von Quelle bis jetzt nicht erfahren wie es weitergeht und werden nur vertröstet.
Etwas positives hat diese Insolvenz auch, diese Ungewissheit hat endlich ein Ende.
Wo ein Ende gibt es sicher einen Neuanfang.....ich wünsche alle Betroffenen alles Gute.

eine Exshopbetreiberin

Antworten Gast: international
07.11.2009 18:38
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Re: mir tun die shopbetreiber leid

mir tun die schopbetreiber auch leid.
bei dieser art von selbstständigkeit handelt es sich aber um ein modell, das ich als scheinselbstständig bezeichnen würde. der shopbetreiber kann nur wenige eigene entscheidungen treffen. das sortiment, die preise und die werbung sind vom anbieter vorgegeben. die laufenden kosten muss der selbstständige aber selbst tragen. wenn der anbieter dann fehler macht oder gar pleite geht, verliert der shopbetreiber ohne etwas dagegen tun zu können seinen umsatz. auf den kosten bleibt er aber sitzen.
sich in eine derartige abhängigkeit zu begeben sollte man sich sehr gut überlegen!

 
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