Wien (APA/Reuters). Für den austrokanadischen Autozulieferer Magna brachte die vergangene Woche ein Wechselbad der Gefühle. Am Dienstag musste das Unternehmen die Kehrtwende von GM hinnehmen: Den bereits sicher geglaubten Zuschlag für Opel erhielt man doch nicht. Am Freitag konnte Magna dafür die ebenso überraschende Rückkehr in die schwarzen Zahlen vermelden.
So ging der Umsatz zwischen Juli und September zwar erneut um 16 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro zurück. Unter dem Strich wurde jedoch ein Nettogewinn von 34,3 Mio. Euro erzielt. In den gesamten neun Monaten seit Jahresbeginn musste Magna jedoch immer noch einen Nettoverlust von 237,5 Mio. Euro hinnehmen.
Besseres USA-Geschäft
Die plötzliche Verbesserung im dritten Quartal ist vor allem auf Nordamerika zurückzuführen. Die dortige Verschrottungsprämie („Cash for Clunkers“) hat bei den wichtigen Kunden GM, Ford und Chrysler für zusätzliche Absätze gesorgt.
In Europa war die Entwicklung indes deutlich schlechter – vor allem auch bei der Fahrzeugproduktion bei Magna Steyr in Graz. Dort wurden heuer erst 40.800 Autos erzeugt, um 62 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum Höchststand 2006 rollten in Graz– im Gesamtjahr – noch 250.000 Fahrzeuge von den Bändern.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2009)

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