21.11.2009 21:34 | Meine Presse Merkliste0

Raiffeisen Tirol verlangt Geld für Bankomat-Abhebung

06.11.2009 | 18:44 |   (DiePresse.com)

60 Cent müssen Kunden der Raiffeisen Landesbank Tirol zahlen, wenn sie bei einer anderen Bank Geld abheben. Nicht nur die RLB liebäugelt seit Längerem mit einer Gebühr für Bankomat-Behebungen.

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Die Raiffeisen Landesbank (RLB) Tirol verrechnet als erstes Institut in Österreich seinen Kunden eine Gebühr, wenn diese beim Bankomat einer "Fremdbank" Geld abheben. Pro Abhebung werden laut Tageszeitung "Der Standard" 60 Cent eingehoben. Das bestätigte der Sprecher der RLB Tirol, Wolfgang Weninger. Auch rund zehn andere Tiroler Raiffeisenbanken hätten "dieses Modell" bereits im Einsatz. Alte Kunden sollen aber eine Wahlmöglichkeit haben.

Das "Postenentgelt", wie die Tiroler Raiffeisen-Banker die Bankomat-Gebühr nennen, ergebe sich aus dem Faktum, dass "die Bank, die den Bankomat zur Verfügung stellt, ein Entgelt an die kontoführende Bank verrechnet". Die anfallenden Kosten seien "bisher von der RLB Tirol AG getragen und nicht an die Kunden weiter verrechnet" worden. In anderen Ländern würden bereits "seit Jahren erhöhte Entgelte berechnet", in Deutschland zwischen drei und acht Euro je Transaktion, rechnet man in der RLB Tirol vor.

Liebäugeln mit Bankomat-Gebühr

Mit der Einhebung von Bankomat-Gebühren (sie sind fast überall in Europa üblich) liebäugeln österreichische Banker schon lange. Anders als in anderen Ländern ist das Bankomatennetz hierzulande ein einheitliches, organisiert wird es von der Paylife Bank, einer Gesellschaft, die den Banken gehört. Die Anschaffungskosten eines Bankomaten (zwischen 30.000 und 70.000 Euro je Stück) und die Kosten fürs Betreiben bezahlt die Bank, die das Gerät aufstellt.

Die Kosten, die dann "bankfremde" Kunden mit ihren Abhebungen verursachen, stellen die Banken ihrer Konkurrenz bisher in Rechnung, per "Standortentgelt". Genau um diese Kosten geht es nun, Raiffeisen Tirol wälzt diese nun an ihre Kunden ab.

Insgesamt gibt es in Österreich derzeit 6900 Geldausgabe-Automaten, 4300 davon sind "Indoor"-Bankomaten in den Foyers. Und: Die meisten Bankomaten hat der Raiffeisen-Sektor, er hat auch die höchste Filialdichte im Lande.

Pilotprojekt für andere Banken?

Raiffeisen hat bereits Ende 2002 einen Versuch in diese Richtung gestartet. Damals war die RLB NÖ-Wien vorgeprescht und hatte für 2003 Abhebungsgebühren (55 Cent bzw. 30 Cent für Foyer-Automaten) angekündigt. Nach einem Aufschrei der Konsumentenschützer und von den Konkurrenzbanken argumentativ im Stich gelassen, musste der damalige RLB-Chef Peter Püspök seine Idee zur "betriebswirtschaftlich mehr als gerechtfertigten Preisgestaltung" zurücknehmen, berichtet der "Standard".

Während Wiener Raiffeisen-Manager den Tiroler Vorstoß nicht als Pilotprojekt interpretieren wollen, sieht man es in Tirol etwas anders. "Auch andere Sektoren werden dieses Entgelt einführen, da die Quersubventionierung auf Dauer nicht möglich ist", heißt es dort.

(APA)

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76 Kommentare
1 2 3
Gast: kopo
09.11.2009 21:53
0 0

schön

langsam verstehe ich bei solch einfältiger passivität
der Masse jeden gewaltbereiten Globalisierungsgegner!

ohne eine Ideologie in irgendeiner Richtung zu verfolgen: "Wehret den Anfängen"

Passiver Protest zu spät
aktiver Protest als Selbstschutz!!

0 0

Einfach die Bank wechseln.

Dies ist das einzige Signal, dass die Raiffeisen wirklich verstehen wird.

Gast: Raika-Kunde
08.11.2009 10:32
2 0

3,50 €uro Gebühr bei Barabhebung!

Ich habe nur eine normale Kundenkarte um an meine Kontoauszüge zu kommen.
Muß aber doch an mein Geld kommen und hier verrechnet die Raiffeisenbank Tirol bei einer Abhebung bei einer Raiffeisenbank in der Steiermark schon seit einiger Zeit 3,50 € Gebühr, ganz gleich wie hoch der Abhebebetrag ist.
Eigentlich Wucher!


Antworten Gast: ossi
08.11.2009 17:26
0 0

Re: 3,50 €uro Gebühr bei Barabhebung!

Warum lässt Ihr euch von den Banken so betrügen ?
Die Banken probieren jeden Betrug aus der nur möglich ist! Ihr müsst reagieren ! Ihr lässt¿s euch so viel gefallen !
Wenn dass wie oben beschrieben den Tatsachen entspricht dann ist es ein aufgelegter Betrug ! Die Menschen wurden von den Kassen mit ZWANG auf die Automaten verwiesen und jetzt wollen die Banken eine Gebühr wenn ein Kunde sein eigenes Geld abhebt ? Ihr seid¿s selber Schuld wenn ihr so etwas zulässt¿s ! Jeder Bürger kann eine Anzeige gegen eine Bank machen die mit solchen Mitteln Geld ergaunert!

Kreuzhans
08.11.2009 15:40
1 0

Re: 3,50 €uro Gebühr bei Barabhebung!

Jeder selber schuld wenn er nicht sofort die Bank wechselt. Niemand ist mit Raiffeisen verheiratet.Weg gehen ist die Sprache die jede Bank sofort versteht.

Antworten Gast: international
08.11.2009 13:19
0 0

Re: 3,50 €uro Gebühr bei Barabhebung!

auch andere banken haben ähnlich hohe spesen. ich finde, die banker haben mit diesen gebühren einfach den bezug zur realität verloren.
1kg brot kostet z.b. deutlich weniger als die 3,50 in ihrem beispiel.
und das, obwohl auch beim brotkauf eine kassentransaktion stattfindet.



Gast: BoykottAufruf
08.11.2009 08:16
2 0

WEG VON RAIFFEISEN!

Ich schließe mich dem Boykott von Raiffeisen an. Überall, wo dieses Pferdekopf-Symbol drauf ist, stehen Abzocker dahinter. Daher geht mein Geld weder ins Raiffeisen-Lagerhaus, noch ins Raiffeisen-Reisebüro, noch zur Raiffeisen-Versicherung und schon gar nicht mehr auf eine Raiffeisen-Bank!

Auf Nimmerwiedersehen, Raiffeisen!!!

Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
09.11.2009 14:27
0 0

Re: WEG VON RAIFFEISEN!

Es ist Ihnen schon bekannt. daß Sie mit Ihrem Konto bei Raiffeisen den ÖVP-Bauernbund sponsern!!!

Die Prölls danken herzlichst!

Gast: PfuiRBL
08.11.2009 08:08
2 0

Wo kommen wir da noch hin?

Wo soll das denn noch hinführen, wenn dieses Beispiel Schule macht. Die Kunden der RLB Tirol müssen jetzt sofort reagieren und ihre Geschäftsbeziehung mit dieser Abzocker-Bank beenden! Sonst geschieht, was geschehen muss: Nächste Melkkuh wird das Internet-Banking. Die Banker finden immer was, wo sich sich krumm und dämlich verdienen können. Erst einmal wird gratis irgendwas eingeführt (wie das Girokonto vor 30 Jahren) und wenn es alle haben wird es kostenpflichtig.
Eine Unverschämtheit ist das!!!

Gast: gast
08.11.2009 00:36
1 0

dann erwarte ich aber

tiptop-Geräte mit erstklassigem Bildschirm und nicht so totgebrannten CRTs, schneller Reaktion und nicht so eine Pentium1-Schnecke, immer guter Bestückung und endlich einen ausgedruckten Beleg für jede Abhebung. Des weiteren Geräte in ergonomischer Aufstellung und nie wieder Wartungsarbeiten die die Funktion beeinträchtigen.

Die miese Leistung der Gegenwart ist nur für Gratis zu ertragen. Wenn dieser selbstverständliche Service zukünftig Geld kosten soll, will ich Leistung sehen, ihr Dumpfgummis.

Gast: nyc
08.11.2009 00:32
2 0

Irgendwie leicht durchschaubar, die Aktion

Seit letzter Woche müssen die Banken Überweisungen rascher tätigen - diese Schmälerung des Profits muss natürlich irgendwo anders wieder reinkommen. Und prompt lässt man eine Woche später mal eine mittelgroße Regionalbank in den sauren Apfel beißen und nachfühlen, wie so eine Bankomatgebühr denn aufgenommen wird. Wenn es sich die Kunden so halbwegs gefallen lassen, werden dann die restlichen Banken tröpferlweise folgen.

othellos
07.11.2009 20:40
3 0

Das mußte ja so kommen!

Anfang der achtziger Jahre begannen die Banken Geldautomaten, sprich Bankomaten zu installieren.

Wie immer, wenn man etwas Neues einführt war dies gratis. Aber auch durch dieses damals neue System haben sich die Banken Arbeitskräfte gespart.

So weit so gut!

Der Geldausgabeautomat kostet "nur" Investitionskosten, wird nicht krank, geht nicht auf Urlaub und kostet keine Abfertigung und ist daher in Folge billiger wie ein Mensch hinterm Bankschalter.

Jetzt 30 Jahre später, wo sich die Banken zig Schilling /Euro durch den Bankomaten erspart haben, wollen diese eine Gebühr pro Abhebung einheben.

Auch haben die Banken seit Mitte der 90-er Jahre das Interntbanking eingefüht, was dazu führte, das noch mehr Menschen durch die Rationalisierung eingespart wurden.

Seit Herbst 2008 gibt es eine Wirtschaftskrise, in denen das Volk, und damit der Kunde den Banken mittels Staatskrediten geholfen hat.

Diese haben daraus nichts gelernt. Die Bonizahlungen gehem ins unerläßliche, während immer grösser werdende Teile des Volkes und damit auch Kunden in die Arbeitslosigkeit schlittern.

Wenn ihr (die Banken, Finanzdienstleister, Regierungen) in eurer Gier nicht aufpasst, welch Ungerechtigkeit hier geschehen, kann und ala long und wird es (ich wünsche das nicht, aber verstehen würde ich es) zu Crash zwischen dem Volk und dem System kommen.

Bügerkriege sind dann nicht mehr fern.






Antworten Gast: nyc
08.11.2009 00:53
1 0

Re: Das mußte ja so kommen!

Na ja, ein Bankomat kostet nicht nur (einmalige) Investitionskosten, sondern er muss auch regelmäßig gewartet, überprüft und sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. - Allerdings frage ich mich auch, wofür man regelmäßig Kontoführungsgebühren bezahlt, wenn man sich von der Geldabhebung, Einwerfen und Stempeln des Erlagscheins bis zum Onlinebanking ohnehin inzwischen das meiste selbstständig erledigen muss. Und wenn ich mal was an der Kassa brauche, erhalte ich von den unmotivierten Mitarbeitern dort meist ein herablassendes Service, wo ich fast das Gefühl habe, ich muss mich entschuldigen, dass ich ihnen auf die Nerven falle.

Antworten Antworten Gast: Dr.Gernot Stöckl
09.11.2009 15:31
0 0

Genau so ist es!

Überdies sind die Bank"beamten" vom Filialleiter abwärts zu allermeist überaus schlecht geschult, ihre Beratung sehr oft total falsch! Die eigenen Vorschriften sind ihnen unbekannt, bei Reklamationen wird man abgekanzelt, man könne ja selbst (das Kleingedruckte!!) lesen, geschweige denn es gibt eine Entschuldigung!

Nach meiner Erfahrung liegt man meist nicht schlecht, wenn man genau das Gegenteil davon tut, was die Bank gerade intensiv bewirbt!

Mit einem Wort: Die Banken sind die größten Parasiten der Wirtschaft! Möglich ist das durch die Steuerpolitik, die den Unternehmungen absolut keine Möglichkeit zur Eigenkapitalbildung läßt!

Und wenn die gierige Dummheit der überbezahlten Bankmanager, die mit der Politik bekanntlich immer unter einer Decke stecken, dann zum Desaster geführt hat, darf der Steuerzahler erst recht blechen!!!

So, jetzt habe ich mir den Frust von der Seele geschrieben!

Gast: Mitglied
07.11.2009 18:36
2 0

Als Mitglied bei Raiffeisen,

seit über 40 Jahren, muß ich sagen: keine gute Idee, umgehend rückgängig machen. Welcher Vollkoffer hatte diese derart unternehmensfeindliche Idee. Dieser Idiot gehört sofort geschasst.

Antworten Gast: Pecunia
07.11.2009 20:41
1 0

Re: Als Mitglied bei Raiffeisen,

wahrscheinlich ein Absolvent eines MBA Kurses (M= mediocre B= but A= Arrogant) an einer der hochgelobten BS?

Gast: international
07.11.2009 17:41
3 0

60 cent sind nicht wenig!

60 cent klingt ja gar nicht viel.
ich behaupte aber, keine bank hätte sich getraut in der schillingära ats 8,26 für eine buchung zu verlangen! da wären ihr die kunden reihenweise davongelaufen. ich hoffe, dass sich die kunden auch 60 cent nicht bieten lassen werden!

Gast: NiederMitAbzockern
07.11.2009 15:02
2 0

Raiffeisen boykottieren!

Nicht nur Bankomaten von Raiffeisen sollten boykottiert werden, sondern alle Produkte von Raiffeisen!!! Ob Sparbücher, Girokonten, Lebensversicherungen, Versicherung, Reisebüro und Lagerhäuser! Nieder mit diesen Abzockern!!! ÖSTERREICHWEIT!!!!

Antworten Gast: nyc
08.11.2009 01:02
0 0

Re: Raiffeisen boykottieren!

Die BAWAG hat neulich ganz spontan hunderte (für die Kunden lukrative) Kapitalsparbücher aufgelöst, weil sie die hohen Zinsen (um die 4%) nicht mehr bezahlen wollten. Ich würd also sagen, außerhalb von Raiffeisen gibt's nicht weniger Unverschämtheiten.

Gast: GuterZeitpunktZumKontoWechseln
07.11.2009 14:56
3 0

Jetzt Bank wechseln!

Wie gut, dass das neue Bankendienstleistungsgesetz seit 1. November in Kraft getreten ist! Jetzt ist Bankwechseln kostenlos und ohne Schikanen möglich. Die Raiffeisenlandesbank Tirol spielt also mit dem Feuer. Hoffentlich sind ihre Kunden klug genug, um ihrer Bank den "schwarzen Peter" zu zeigen!!! Wo kommen wir denn da noch hin, wenn die schon für jeden Käse Geld einstreifen wollen??? Weg von dieser RLB!!!

Gast: MS Deutschland
07.11.2009 14:10
0 0

Bargeld ist eben knapp und daher erschwert man das Abheben!

Es ist sowieso gefährlich, wenn man sich sein Gehalt auf ein Konto überweisen lässt. Das Geld kann bei immer häufiger werdenden Bankenzusammenbrüchen gar schnell in einer Konkursmasse verschwinden und dann ist es eben weg.

Daher am besten alles am Monatsersten abheben - ausser das was für Daueraufträge am Konto bleiben muss.

Natürlich ist bei Raiffeien wie bei anderen Banken BARGELD - nur BARES IST WAHRES - knapp und daher will man Kunden im in Wahrheit von der Notenbank nicht kontrollierbaren Giralgeld halten, das zwar in die Gruppe M1 gehört, aber eben doch nicht das EINIG ECHTE und GUTE BARE ist. Mit Tricks kann man, da der Euro auch via Börse im vom Verfall gezeichneten Mickymousewährungen wie dem US- oder Z-$ notiert, GIRAL"geld" praktisch beliebig im Euro schöpfen!

Der echte BARE Euro - und ich weise EINDRINGLICH darauf hin, dass alles andere als Euros in BARGELD (egal ob Münzen oder Scheine) keine ECHTEN Euro sind - hat Sicherheitsmerkmale und ist nicht wirklich fälschbar. Giralgeld hingegen ist legale Geldfälschung und der Schmarrn ist die eigentliche Wurzel der Krise. Banken sollten endlich verpflichtet werden, 100 % in BAR (gegen 0,25 - 0,5 % Zinsen) bei der EZB zu hinterlegen, was Kunden am Girokonto liegen haben.

Billiger, besser und sicherer als ein permanent konkursgefährdetes Bankensystem wären Zahlungen via der neuen diebstahlsicheren BAR-Geldscheine (sind aus zwei kletthaftschichten, die getrennt lagerbar sind). Worauf wartet die EZB noch?

Antworten Gast: HMS Great Britain
07.11.2009 16:58
0 0

Re: Bargeld ist eben knapp und daher erschwert man das Abheben!

wissen sie nicht dass die EZB mit dem gelddrucken nicht nachkommt?

seit einführung des EUROS wurde die Geldmenge in Münzen und Scheinen um über 50 % erhöht

also BARES ist bei weitem nicht unbedingt WARES


0 0

Re: Re: Bargeld ist eben knapp und daher erschwert man das Abheben!

WARES sicher nicht!

Che G
07.11.2009 13:56
1 0

Wo ist das Problem?

wir sind ja mündig, Institut wechseln und das Problem ist gelöst.

Antworten Gast: gast
07.11.2009 15:47
0 0

Re: Wo ist das Problem?

Optimist! Wenn einer mal damit begonnen hat, werden die anderen Institute wohl innerhalb kürzester Zeit nachziehen!

Che G
08.11.2009 11:24
1 0

Re: Re: Wo ist das Problem?

ich habe mich in unserer Firma >300 Beschäftigte) schon öfters mit dem Personalchef über die unverschämten Bankgebühren unterhalten und er wäre bereit, wenn gewünscht, zur guten alten Barauszahlung zurückzukehren.
Nur so könnte man die Banken unter Druck setzen.


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