Vom Rad bis zum Werkzeug: Was die Wiener am liebsten teilen

Die "Sharing Economy" laut einer Umfrage auch in Wien immer beliebter. Kosten- und Platzersparnis gaben die Befragten als größte Vorteile des Ausleihens an.

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APA/HELMUT FOHRINGER

In immer mehr Branchen ist es möglich, Gegenstände zu mieten oder kurzzeitig auszuleihen. Die bekanntesten Angebote der "Sharing Economy" in Wien umfassten nach einer im März durchgeführten Umfrage von MAKAM Research Fahrräder und Carsharing. Besonders häufig genutzt wurden Ausleih- und Streamingmöglichkeiten bei Musik, Filmen und eBooks. Befragt wurden 500 Bewohner der Hauptstadt ab 15 Jahren.

Die Bekanntheit von Miet- bzw. Ausleihmöglichkeiten war bei Fahrrädern (wie z.B. citybike) und Carsharing (etwa car2go, Drive Now, Zipcar) mit 87 bzw. 86 Prozent am größten. Ebenfalls eine sehr hohe Bekanntheit wiesen Ausleih- bzw. Streamingmöglichkeiten im digitalen Bereich auf: eBooks, Filme und Musik kannten zwischen 76 und 79 Prozent der Wiener. Am häufigsten nutzte dementsprechend etwa ein Drittel der Wiener Ausleih- bzw. Streamingmöglichkeiten bei Musik, Filmen und eBooks (siehe Grafik).

 

Von jenen Befragten, die im jeweiligen Bereich noch nie etwas ausgeliehen bzw. gemietet haben, lag das größte Potenzial im Bereich Autozubehör. So kann sich etwa jeder sechste vorstellen, in Zukunft Autozubehör auszuleihen bzw. zu mieten (17 Prozent). Bei Spielzeug, Pflanzen, Werkzeug, Gartenmöbeln, Musikinstrumenten, Kunst und Haushaltsgeräten kann sich jeder Zehnte vorstellen, es auszuleihen.

Kosten- und Platzersparnis

Kosten- und Platzersparnis gaben die Befragten als größte Vorteile des Ausleihens an. Als häufigster Grund für das Mieten von Gegenständen werden Kosteneinsparungen genannt, besonders wenn die Gegenstände nicht häufig gebraucht werden. Aber auch der Vorteil, keinen Stauraum haben zu müssen, sowie die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sprachen für viele der befragten Wiener für eine geteilte Nutzung.

Die häufigsten Gründe gegen das Mieten bzw. Ausleihen waren Unsicherheiten bezüglich der Haftung bei Beschädigung oder hinsichtlich der Qualität der ausgeliehenen Gegenstände. Auch die Tatsache, Gegenstände lieber besitzen zu wollen sowie Bedenken wegen der Hygiene sprachen für viele Wiener gegen die "Sharing Economy".

(APA)

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