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ÖBB: Lopatka ortet Wildwuchs freigestellter Betriebsräte

21.11.2009 | 13:27 |   (DiePresse.com)

Staatssekretär Reinhold Lopatka spricht von einer Selbstbedienungsmentalität der Eisenbahner. Durch die Aufsplitterung in zahlreiche Tochterfirmen gebe es zu viele dienstfreie Betriebsräte.

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Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (V) ortet bei den ÖBB einen "Wildwuchs an freigestellten Betriebsräten". Bei aktuell 42.265 Eisenbahnern seien in den zehn Konzernteilen derzeit 101 Mitarbeiter dienstfrei gesellt. Durch Hilfskonstruktionen von Tochterfirmen unterhalb der Betriebsgesellschaften seien es in Wirklichkeit noch viel mehr, so Lopatka in der "Kleinen Zeitung".

Rechtlich seien bei mehr als 3000 Beschäftigten drei Freigestellte, für weitere 3000 Mitarbeiter ein zusätzlicher vorgesehen. Im ÖBB-Teil "Infrastruktur, Bau und Betrieb" mit dessen 18.500 Eisenbahnern gebe es aber - etwa durch die Aufsplitterung in viele Tochtergesellschaften - statt acht gut fünf mal mehr, nämlich offiziell 41 Freigestellte.

Zu den 101 dienstfreien Betriebsräten kämen in jedem Bundesland noch Dutzende dazu, so der Staatssekretär, der von einer Selbstbedienungsmentalität der Eisenbahner spricht. Diese dann meistens in der Kommunalpolitik, beim Land oder Bund hauptsächlich Tätigen "kommen nur in den Dienst, wenn sie glauben, dafür Zeit zu haben".

Dies trifft laut Lopatka nicht nur etwa auf Wilhelm Haberzettl, den Vizechef der Eisenbahner-Gewerkschaft zu, der für die SPÖ im Parlament sitzt. Allein für die Wiener SPÖ seien sechs weitere etwa als Landtagsabgeordnete und vor allem in der Spitze der politischen Bezirkverwaltung aktiv. Diese schafften es zu allem Überdruss auch häufig, "mit 47 Jahren in Pension zu gehen", so Lopatka.

ÖBB: Ratschläge entbehrlich

"Die Zahl der ÖBB-Betriebsräte steht im korrekten Verhältnis zu den Strukturen und bewegt sich im gesetzlichen Rahmen", reagierte das Unternehmen auf die Aussagen Lopatkas. "Die Strukturen der ÖBB wurden und werden von der Politik vorgegeben. Wenn nun ein Mitglied einer Regierungspartei diese öffentlich kritisieren, löst das innerhalb der ÖBB ein gewisses Befremden aus". Die "parteipolitisch motivierten Ratschläge" seien entbehrlich.

(APA)

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19 Kommentare
anna89
23.11.2009 09:01
0 0

Na, wo sind sie denn jetzt, die ÖBBler im Forum

die sich für ihre Lokführer und das ganze System so stark gemacht haben und die angeprangerten Missstände vehement in die Ecke der Lügern und wasweißich alles gebannt haben.

Ich muss mich diesbezügl. noch korregieren:
Nach neuesten realistischen Berechnungen schießt der Steuerzahler diesem SPÖ Pensions- und Stimmenpoolkader nicht 1,5 sondern 2 MILLIARDEN EURO an sauer verdienten Stuergeldern der arbeitenden Bevölkerung zu.

Wenn man bedenkt, dass viele ÖBBler unfreiwillig in Pension gegangen worden sind, bleibt einem sowieso die Luft weg ...

Gast: prinz
22.11.2009 21:01
0 0

immer weiter so

erbpachten hegen und pflegen, arbeit was ist das?, wichtigstes ziel ist wer als schnellster und jüngster die zielgerade der pension und damit die gesetze der bahn einhält.
Feine Pinkl die sich vom ANSTÄNDIGEN REST DER BEVÖLKERUNG AUSHALTEN LASSEN.
Mein Vorschlag: Alle zur Eisenbahngewerkschaft oder GÖD beitreten.
Ja keine andere Teilorganisation annehmen!!

Gast: ET
22.11.2009 10:59
0 0

Wildwuchs stimmt schon!

Der Hr. Lopatka ist nach einem Jahr Finanzministerium sicher gut informiert wohin die Riesenmittel der laufenden Staatseinnahmen so fliessen. Er ist auch gut informiert, dass der geschützte Bereich so nicht weiter arbeiten kann. Die Wortmeldungen zur ÖBB, der auch die Eifersucht gegenüber der Besserstellung der Landesbediensteten deutet darauf hin, dass er sich hauptsächlich Sorgen um die Finanzierung der Bundesbeamten macht. Diese Sorge ist sicher berechtigt, löst aber nicht die Kernprobleme.

Im Rahmen der Koalitionsregierung könnte sich dann jede Partei um den eigenen Einflussbereich kümmern und endlich mit der Sanierung beginnen. Nur auf den anderen hin zu dreschen bringt weder der ÖVP was, den Österreich schon gar nichts. Aus der Sicht der ÖVP wäre es aber dringend erforderlich aus dem Eck einer Beamtenpartei endlich wieder raus zukommen und Staatstragend zu werden. Wenn sich der Hr. Lopatka die Aufgabe stellen würde endlich seinen Parteifreund Neugebauer unter Kontrolle zu bekommen wäre er gut ausgelastet.

Eigentlich hat sich der Hr. Lopatka letztes Jahr mit der Verantwortung zu dem Gehaltsabschluss des öff. Dienstes selbst voll disqualifiziert. Seine Wortmeldungen 2009 zur Verschwendung sind maximal unglaubwürdig.

Che G
21.11.2009 23:11
0 0

Vorher denken Herr Lowpatka,

bevor sie solchen Unsinn von sich geben!

Schauen sie einmal in die schwarz regierten Länder oder in "ihre" Ministerien. Fangen sie dort einmal mit der Entfernung des Wildwuchses an.
Wer hat denn die ÖBB in 17 Gesellschaften zersplittert, nur um die verhassten Roten zu zerstören?
Und jetzt "Haltet den Dieb schreien" ist eine Unverschämtheit sondergleichen.

LUPO
21.11.2009 18:28
0 0

Rote Glaubensbrüder verkünden ...

Einer muss ja den sozialistischen Lobgesang verkünden bzw mit den Finger auf die Anderen zeigen, derzeit vorzugsweise auf die Blau/Schwarzen.

Merlin
21.11.2009 18:05
0 0

Ideologiebeauftragte

Ohne ihre Ideologiebeauftragten die in den ÖBB-Firmen herumspazieren und die Leute aushorchen würde die Idee "SPÖ" nicht richtig funktionieren.

Carretto
21.11.2009 17:53
0 1

"Wenn die Dummen fleissig werden...."

....dann wird's gefährlich, sagen noch heute nicht wenige Leute zur ÖBB-Reform im Jahre 2003. Urheber des Werks waren die schwarz/blauen Kapazunder Kukacka und Gorbach.

Nicht die Betriebsräte dafür umso eifriger Sumper- und Strizzitum konnten sich unter dem Schutzpatronat der Parteien prächtig vermehren. Kompetenz und Anstand wurden durch Arroganz und Feudalherrschaft aus dem Steigbügel ersetzt.

Wie sonst wäre es unter dem ÖVP-Intimus und Ex-General Huber möglich gewesen mehr als 600 Millionen Euro Steuergeld mit hochriskanten Spekulationsgeschäften in den Sand zu setzen. Der Kerl ohne Konsequenzen mein und dein "verwechseln" durfte und mit seinem Arbeitgeber höchst fragwürdige Immobiliengeschäfte auf eigne Rechnung machte. Der Rechtsstaat im allen Unternehmen der ÖBB faktisch ignoriert wurde.

Von überlegener schwarzer Wirtschaftskompetenz keine Rede. Eher von Weltmeistern im Krenreiben die sich auf Steuerzahlerkosten ihre Taschen füllten.

Lopatka soll mit seinen Kumpanen wallfahren und "Hände falten, Gosche halten".


kraehe
21.11.2009 17:10
0 0

Freigestellte Betriebsräte

Kennt Hr. Lopatka die Gesetze nicht?
Hätte die blau - schwarze Regierung die ÖBB nicht in so viele Teile zerlegt würde es auch nicht so viele vom Dienst freigestellte Betriebsräte geben !
Die vielen " Manager" die dieses Zerstückeln
hervorgebracht hat und die ein Viefaches kosten stören den Hernn nicht, sind sie doch
einschlägig eingefärbt !

Gast: Hadik
21.11.2009 16:41
1 0

Das war Kukackas Werk!

Die Aufsplitterung der ÖBB in mehrere Einzelfirmen war die Erfindung von Lopatkas Parteifreund und Gesinnungsgenosse Kukacka - zusammen mit dem Bauspekulanten Huber einer der Totengräber der ÖBB.

0 0

Bei der ÖBB kommen auf einen Arbeitenden SIEBEN andere die Mitgeschleppt werden müssen (inkl. Pensionisten)


2 0

Herr Lopatka in den eigenen Reihen sitzt das Problem

Die Wannsinnsumstrukturierung der ÖBB unter Schwarz - Blau zeigt nun offen auf, dass damals nicht gedacht wurde - sondern Posten geschachert wurden. Wer brauchte eine so radikale Aufsplitterung in AGs. Die FPÖ hatte nie die Ökonomie begriffen - die ÖVP gibt es vor.
Die FPÖ - Verkehrsminister waren alle unfähig und nur darauf aus Posten für ihre Clique zu ergattern und möglichst viel Parteiarbeit in das Ministerium zu verlegen. Dazu kam eine neue Spitze der ÖBB .... die nach zu Himmel schreienden Vorfällen gefeuert werden mussten. Nicht die Betriebsräte sind schuld - sondern Herr Schüssel, dem es nur angenehm war, dass die FPÖ mitgeholfen hat - die ÖBB fast zu zerstören.

hw
21.11.2009 15:22
2 0

naja

herr lopatka, die idee jeden "arbeitsgang" in eine gmbh auszugliedern, kam aber von ihrer partei. und das gesetz sieht dann eben betriebsräte vor.

erst denke dann handeln.

antikarl
21.11.2009 19:57
0 0

Re: naja

ich kenne diese Typen: ob Betriebsrat oder nicht - sie arbeiten so und so nicht viel.

0 1

Und dazu....

...gibt es noch viele Gemeinderäte die ebenfalls Freistellungen für z.B. Gemeinderatssitzungen oder Parteitage bekommen.
Endlich wird das mal aufgegriffen, jeder Gemeinderat in der freien Wirtschaft muss sich Urlaub dafür nehmen. Oder die vielen Feuerwehrleute die keine Unterstützung von ihrem Betrieb erhalten, müssen ebenfalls Urlaub nehmen.
Bravo Herr Dr. Lopatka, bitte weiter so!!!

kraehe
21.11.2009 17:16
0 0

Re: Und dazu....

Da werden aber seine Parteifreunde keine Freude haben, sind doch die meisten schwarz eingefärbt...........und ihre Vertreter daher stärker betroffen !

hw
21.11.2009 15:23
0 0

Re: Und dazu....

wäre halt schlau, wenn er nicht nur redet, sondern auch danach handelt.

Gast: Grufti
21.11.2009 14:20
1 0

Wildwuchs

Als unbedarfter Aussenseiter stelle ich hier die Frage: Wer war fuer die Aufsplitterung der OeBB in unzaehlige "Subunternehmen" verantwortlich? Ist der unsinnige Privatisierungswahn nicht an vielen der Unzulaenglichkeiten schuld?

kraehe
21.11.2009 17:18
0 0

Re: Wildwuchs

Ja, natürlich wurde jedoch bewusst so gemacht um die Roten zu schwächen, leider auf Kosten aller Steuerzahler !

Gast: Klemperer
21.11.2009 14:18
1 0

Überraschung

Hätte die Schwarz-Blaue Regierung die ÖBB nicht in so viele Betriebe geteilt, hätte die ÖBB auch weniger Betriebsräte.
Wenn man das ArbVG nicht kennt, sollte man es studieren, nicht jammern