EZB fordert Banken zur Meldung von Cyber-Vorfällen auf

Die EZB-Bankenaufsicht will das Thema Cyber-Sicherheit bei den von ihr überwachten Kreditinstituten stärker in den Fokus rücken.

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 EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger
EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger – APA/HERBERT NEUBAUER

Von diesem Sommer an werde von Banken gefordert, dass sie alle signifikanten Cyber-Vorfälle melden, sagte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger am Montag auf einer Veranstaltung in Frankfurt laut Redetext.

Die EZB-Bankenaufsicht werde so besser abschätzen können, wie viele Angriffe es gegeben habe und welche Bedrohungen es gebe. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die direkte Kontrolle der größten Banken in der Eurozone zuständig. Zuletzt überwachte sie 125 Geldhäuser.

Die EZB hatte ein Rahmenwerk für die Meldung von Cyber-Attacken erstellt und 2016 in einer Pilotphase für die von ihr überwachten Banken getestet. Nicht erst seit dem spektakulären Cyber-Bankraub in Bangladesch, bei dem im vergangenen Jahr 81 Mio. Dollar (72,5 Mio. Euro) erbeutet wurden, gewinnt das Thema Cyber-Sicherheit bei Banken immer mehr an Bedeutung. Die Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G-7) war unlängst auf ihrem Treffen in Bari darin übereingekommen, sich mehr um die Sicherheit technischer Systeme zu kümmern.

(Reuters)

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