Sanktionen: Geliebte Waffe ohne Wirkung

Regierungschefs greifen derzeit wieder vermehrt zu Wirtschaftssanktionen, um Länder wie Nordkorea, Russland oder Katar zu bestrafen. Nur schade, dass sie kaum wirken.

1963 war „El Bloqueo“, das US-Handelsembargo gegen Kuba, schon in Kraft. Sein Ziel, das Regime Fidel Castros zu vertreiben, hat es bis heute nicht erreicht.
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1963 war „El Bloqueo“, das US-Handelsembargo gegen Kuba, schon in Kraft. Sein Ziel, das Regime Fidel Castros zu vertreiben, hat es bis heute nicht erreicht.
1963 war „El Bloqueo“, das US-Handelsembargo gegen Kuba, schon in Kraft. Sein Ziel, das Regime Fidel Castros zu vertreiben, hat es bis heute nicht erreicht. – (c) REUTERS (PRENSA LATINA)

Fünfzehn zu null. Ohne eine einzige Gegenstimme beschloss der UNO-Sicherheitsrat vergangene Woche die drastische Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea, das die Vereinigten Staaten mit einem Atomschlag bedroht. Nur wenige Tage vorher besiegelte Donald Trump ein Sanktionsgesetz gegen Russland, die EU legte wenig später nach. Und im von den Nachbarn isolierten Golfstaat Katar wurden die ersten 165 von 4000 deutschen Kühen eingeflogen, um die Milchversorgung zu sichern. Sanktionen haben wieder Hochsaison. Allzu große Sorgen müssen sich Wladimir Putin und Kim Jong-un aber nicht machen. Denn die Geschichte zeigt: Sanktionen scheitern fast immer – und das seit der Antike.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2017)

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