Vorurteile verschärfen Jobkrise

AMS-Chef Kopf fordert ein Umdenken bei den Firmen.

Wien. „Wir erleben laufend, dass wir passende Personen bei uns haben, diese aber zu keinem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, weil sie über 50 Jahre alt sind“, so die Erfahrung von AMS-Chef Johannes Kopf, der an die heimischen Unternehmen appelliert, in Zeiten einer verstärkten Nachfrage nach Fachkräften aus eingefahrenen Denkmustern auszuscheren.

„Hier wird Gold zu ungenau gewaschen“, sagte Johannes Kopf am Donnerstag vor Journalisten. Falsche Einschätzungen würden auch für die rund 117.000 Langzeitarbeitslosen und die 113.000 arbeitslosen ausländischen Staatsbürger den Weg in den Arbeitsmarkt erschweren. „Ich kann nur jedem Personalverantwortlichen raten, beim Posteingang den Nachnamen wegzulassen“, so der Tipp von Kopf. (ag)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2017)

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