Finanzminister Schelling holt Frauen in Aufsichtsräte

In den Aufsichtsräten der Beteiligungen des Finanzministeriums liegt die Frauenquote bei mindestens 50 Prozent. Bei den drei Staatsbeteiligungen hingegen dominieren weiter die Männer.

Schelling: �Meine Aufsicht ist mehrheitlich weiblich�
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Schelling: �Meine Aufsicht ist mehrheitlich weiblich�
Bundesminister Hans Jörg Schelling mit Aufsichtsrätinnen der BMF Beteiligungsgesellschaften – (c) BMF/Wilke (Foto Georg WILKE)

"Mit Oktober erhöhen wir die Frauenquote in den Aufsichtsräten der Beteiligungen des Finanzressorts auf mindestens 50 Prozent", erklärte heute Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP). Und er ergänzte: "Wir haben 14 Aufsichtsratsfunktionen mit Frauen neu besetzt. Unsere Quote bei den Aufsichtsrätinnen liegt bei rund 58 Prozent." 33 der 57 der Aufsichtsräte in den Beteiligungsgesellschaften des Bundesministeriums für Finanzen sind nunmehr Frauen. 

An der männlichen Dominanz in den teilstaatlichen Betrieben ändert dies aber wenig: Von den 15 Aufsichtsräten der Telekom Austria sind zwei Frauen, eine davon vom Betriebsrat entsendet. Etwas besser sieht es in der OMV aus, wo von den 15 Aufsichtsräten drei weiblich sind, davon eine Betriebsrätin. In der Post kommen auf zwölf Aufsichtsräte vier Frauen.

Hintergrund der Erhöhung der Frauenquote in den Aufsichtsräten ist die ab Anfang 2018 geltende, gesetzlich vorgesehene Mindestquote von 30 Prozent, die für Frauen und Männer gleichermaßen gilt. Die Regelung betrifft aber nur Konzerne die entweder börsenotiert sind oder ständig mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigen. Bei den drei Staatsbeteiligungen Telekom, Post und OMV ist dies der Fall.

 

(APA)

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