Belgier stimmen über Verbleib von AKWs ab

Kernkraftwerke Tihange und Doel in der Kritik.

AKW Doel in der Nähe von Antwerpen.
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AKW Doel in der Nähe von Antwerpen.
AKW Doel in der Nähe von Antwerpen. – (c) REUTERS (FRANCOIS LENOIR)

Brüssel. Die wegen ihres mangelhaften Sicherheitsstandards umstrittenen beiden belgischen Kernkraftwerke in Tihange und Doel werden möglicherweise geschlossen. Denn die belgische Bevölkerung soll nun in einer Volksbefragung darüber entscheiden, welche Energiepolitik sie haben will. In den kommenden drei Wochen werden die Belgier gefragt, ob sie bereit sind, höhere Stromkosten zu zahlen, wenn der Strom künftig hauptsächlich aus erneuerbaren Energiequellen kommt und damit nachhaltig produziert wird.

Ihnen wird auch die Frage vorgelegt, ob sie weiterhin Strom haben wollen, der von Kernkraftwerken produziert wird oder ob Belgien den Ausstieg aus der Atomkraft unternehmen soll.

Unter Vorsitz der belgischen Umweltministerin Christine Marghem soll dann im November ein neuer „Energie-Pakt“ ausgehandelt werden, der für das ganze Land gilt. Ziel des neuen belgischen Energiepaktes ist es, eine langfristig orientierte neue Energiepolitik auszuarbeiten, die auch von der Bevölkerung mitgetragen und akzeptiert wird. Bisher gilt in Belgien, dass die beiden Kernkraftwerke in Doel und Tihange noch bis zum Jahr 2025 offen bleiben und Strom produzieren sollen. (htzl)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2017)

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