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Energie: „Es ist noch kein Ökostrombetreiber pleitegegangen“

12.01.2010 | 18:38 |   (Die Presse)

Wirtschaftsminister Mitterlehner wehrt sich gegen die Kritik an Ökostromtarifen: "Das Ziel des Ökostromgesetzes ist, die Technologien bis zur Marktreife zu stützen, und nicht, den Betreibern ein hohes Einkommen zukommen zu lassen."

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Wien (jaz). Wenn die Regel stimmt, wonach politische Entscheidungen richtig sind, wenn sie von den Interessensvertretern betroffener Lager kritisiert werden, dann ist die neue Verordnung zu den Ökostromtarifen gelungen. Denn sowohl von den Befürwortern der alternativen Energieträger als auch von der Arbeiterkammer (AK) gab es Kritik. Erstere würden die Verordnung am liebsten „in hohem Bogen in das Meer“ werfen, da sie den Ausbau des Ökostroms behindern würde, wie es Peter Molnar vom Klimabündnis ausdrückt. Laut AK hat sich die Landwirtschaftslobby durchgesetzt, was höhere Stromtarife für die Konsumenten brächte.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) verteidigte indes am Montagabend vor Journalisten die Verordnung, die die geförderten Tarife für Ökostrom neu regelt. Produzenten des grünen Stroms erhalten ja im Rahmen des Ökostromgesetzes auf bis zu 15 Jahre erhöhte Preise. Die Kosten von derzeit rund 270Mio. Euro pro Jahr werden von den heimischen Stromkunden getragen. „Das Ziel des Ökostromgesetzes ist, die Technologien bis zur Marktreife zu stützen, und nicht, den Betreibern ein hohes Einkommen zukommen zu lassen. Bisher ist noch kein einziger Ökostrombetreiber pleitegegangen.“

Vor allem bei der Fotovoltaik müsse man die Kosten im Auge behalten. „Eine Tonne CO2 zu vermeiden kostet mit Fotovoltaik 1300 Euro. An der Börse kostet ein CO2-Zertifikat etwas mehr als zehn Euro“, so Mitterlehner. Die Tarife sollen daher auf 25 bis 38 Cent je Kilowattstunde gesenkt werden. Konventioneller Strom kostet rund fünf Cent je KWh. Bei Biomasse und Wind gibt es indes eine Anhebung. Bei Letzterem erhält man bei neuen Anlagen 9,4 statt bisher 7,5 Cent je KWh. „Dadurch soll ein Ausbau in mittleren Lagen möglich werden. Dort, wo es sich bislang noch nicht rentierte“, so Mitterlehner.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.01.2010)

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4 Kommentare
Gast: Dipl.-Ing. Theobald
14.01.2010 18:37
0 0

WIND und PV haben keine Zukunft ! NEE!

WIND und PV sind Unsinn, da sie Sklaven brauchen und zusammen dann 2-3fachen Strompreis und keinen Umweltvorteil bringen.
Darum: PEE (parasitäre).

Wasser, Bio und GEO hingegen kommen ohne Sklaven aus und heißen darum auch NEE
(nachhaltige EE).

Nur NEE haben eine Zukunft - der deutsche Weg ist ein Holzweg!

Dipl.-Ing. Theobald, sekuria@t-online.de

Gast: ökonomist
13.01.2010 19:37
1 0

Der Wirtshaftsminister hat recht

Er ist offensichtlich der einzige Politiker, welcher sich auch Gedanken darüber macht, dass das Geld für die Förderung auch aufgebracht werden muss. Jeder Euro mehr fehlt der Bevölkerung nämlich beim sonstigen Konsum und verrschlechtert obendrein die Wettbewerbssituation energieintensiver Betriebe im internationalen Handel. Nicht die ineffizientesten Öko-Stromanlagen sollen am höchsten gefördert werden, sondern die effizientesten im gerade notwengigen Umfang. So kann man mit weniger Geld viel mehr erreichen und vermeidet, dass einige Wenige hohe Profite langfristig garantiert erhalten. Die Öko-Industrie soll lieber wirtschaftlichere Technologien entwickeln - als ständig zu versuchen die eigenen Profite auf Kosten der Allgemeinheit zu maximieren. Windstromanlagen oder Fotovoltaik sollten z.B. billiger werden und nicht jährlich höhere Einspeisetarife fordern. Jeder, der nach mehr Öko-Stromförderung verlangt, kann sich ja selbst einen Abnehmer suchen, der bereit ist ihm dafür mehr zu zahlen. So ist dann beiden "Umweltschützern" geholfen und sie belasten nicht die Energiekosten für jene, welche diese verordnete Geldverschwendung gar nicht wollen. Ansonsten sollte man eine Volksabstimmung darüber machen, ob die Leute bereit sind wesentlich mehr für Öko-Strom zu bezahlen. Ach könnte man sich bei der E-Control anmelden und freiwillig eine Zuteilung zu höherne Abnahmepreisen eingehen. DAS wäre demokratisch - alles andere ist Zwangsbeglückung durch einige wenige Öko-Fundamentalisten

Gast: Daisy
13.01.2010 01:03
0 1

Ein Wirtschaftsminister der offensichtlich nicht weiß, was Arbeitsplätze bringt

Bisher dachte ich immer, um Wirtschaftsminister zu werden, müsse man eine Ahnung von der Wirtschaft haben. Diese Aussagen zeigen das Gegenteil. Die Zahl der Beschäftigten in allen Bereichen der Erneuerbaren Energienin Deutschland stieg von 160.000 im Jahr 2004 auf rund 236.000 im Jahr 2006. Etwa 134.000, das heißt fast 60 Prozent davon, sind dem EEG zuzurechnen.
Betrachtet man die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich weiter, so hat sich diese in den letzten zwei Jahren nahezu verdoppelt. Die Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien im Jahr 2008 wird mit 278.000 Beschäftigten angegeben.
Wobei gerade im Photovoltaikbereich das höchste Arbeitsplatzpotential vorhanden ist, durch die Errichtung vieler regionaler Photovoltaikanlagen, uf den Dächern von ganz normalen Einfamilienhäusern.

Weiteres Faktum: Photovoltaik ist Spitzenstrom, das heißt gerade dann, wenn die Anlage am meisten liefert, wird der Strom an der Strombörse am teuersten gehandelt!!!!! Wenn man sich dazu z.B. die Tarife an der Leipziger Strombörse im Sommer um die Mittagszeit anschaute, dann weiß man, dass diese sich rechnet!!

Gast: solarenergie
12.01.2010 21:10
1 0

Skandal: Mitterlehner voll gegen die Erneuerbaren Energien

Diese Gesetz richtet schon enormen Schaden an der Österreichischen Wirtschaft an:
Erneuerbare Energien-Firmen bauen Anlagen im Ausland. Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung ist dahin.
Wenn erst die Erdöl und Erdgas-Preise richtig steigen werden wir froh sein, um jedes installierte Kilowatt Erneuerbare Energie-Leistung!
Nabucco-Fan Mitterlehner fährt die Energiewirtschaft voll in die Sackgasse ...!
Das deutsche Erneuerbare Energien Gesetz EEG ist das beste der Welt!
Das soll auch Österreich übernehmen, so wie schon über 70 Länder weltweit!


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