26.05.2012 21:18 | Meine Presse Merkliste 0

Österreicher zahlen die höchsten Maklerprovisionen

10.03.2010 | 13:33 |   (DiePresse.com)

Die österreichischen Provisionen für Immobilien-Makler sind die höchsten in Europa, wie eine AK-Studie ergibt. Im Schnitt zahlt man bei einer Mietwohnung 2,400 Euro, bei Eigentumswohnungen sind es 5400 Euro.

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Mieter zahlen in Österreich durchschnittlich 2400 Euro, Käufer einer Eigentumswohnung durchschnittlich 5400 Euro an Maklerprovision. Das zeigt eine aktuelle Ifes-Erhebung für die Arbeiterkammer. Für die Studie wurden 200 Personen befragt, die in den vergangenen vier Jahren eine Wohnung über Makler gemietet oder gekauft haben.

Höchstprovision normal

Praktisch alle Makler verlangen von Mieter die höchst mögliche Provision. Das sind

  • drei Monatsmieten bei unbefristeten Mietwohnungen
  • zwei Monatsmieten bei bis zu drei Jahre befristeten Mietwohnungen.

Bei den Eigentümern wurde in drei Viertel der Fälle die Höchstprovision (im Schnitt 6070 Euro) verrechnet. Sie macht drei Prozent des Kaufpreises plus 20 Prozent Umsatzsteuer aus.

Höchste Provisionen Europas

Der Wirtschaftsminister muss die Maklerverordnung rasch ändern, verlangt die Arbeiterkammer. "Die Maklerprovisonen für Miet- und Eigentumswohnungen müssen gesenkt werden", fordert AK-Präsident Herbert Tumpel. Denn ein europaweiter Vergleich zeigt: Die österreichischen Mieter und Wohnungskäufer sind durch Maklerprovisionen am stärksten belastet. In einigen Ländern gibt es gar keine Provision, die Makler verrechnen dafür fixe Stundensätze.

Maklerprovisionen im Europa im Überblick (Auswahl):

Maklerprovisionen exkl. Ust







Land Mietwohnung Eigentumswohnung
Österreich 22.7 % 3,0 %
Niederlande keine 1-2 % K=A*
Belgien keine 3-5% k=A*
Norwegen keine frei k=A*
Schweden Fixum frei k=A*
Deutschland 12,03 % ortsüblich
Finnland 8,33% keine
Frankreich 4,5 % frei
Luxemburg 4,17 % keine
Italien 3,5 % 2 %
*Wenn der Käufer der Auftraggeber ist

Maklerverband: Vergleich falsch

Der Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI) hat den AK-Vergleich mit anderen EU-Ländern als "schlichtweg falsch" zurückgewiesen. Der mehr als zehn Jahre alte Vergleich berücksichtige die unterschiedlichen Geschäftsmodelle in den einzelnen europäischen Ländern nicht. Die im Regierungsprogramm vorgesehene Kürzung der Maklerprovision von drei auf zwei Monatsmieten lehnt die Branche ab. "Mit der Kürzung der Provision wird auch die Qualität der Vermittlung und der Kundenbetreuung sinken", warnte ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel.

(Red.)

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63 Kommentare
 
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Michael
26.08.2010 22:15
0 0

Bei aller Kritik

Der Vergleich hinkt, weil in anderen Ländern dafür Spesen weiterverrechnet werden dürfen, sowie Besichtigungen bezahlt werden müssen.

Da wäre jeder österreichische Makler damit einverstanden, wenn weniger Provision erlaubt wäre, dafür aber andere Gebühren erlaubt wären.

Wer zahlt die Inserate, Besichtigungszeiten, Fahrtkosten etc. wenn der Verkäufer einfach doch keine Lust mehr hat, die Bude zu verkaufen? In Österreich der Makler und somit indirekt die korrekten Käufer/Verkäufer.

Als angehender Immobilienmakler ist mir ehrlich gesagt egal, wie tief die Provisionen noch gesenkt werden, denn am Ende kann nur das geboten werden, was auch bezahlt wird und wird eben somit die Qualität sinken.

Gast: ich&ich
26.08.2010 07:35
0 1

Liebe Redaktion ...

ich finde es unverständlich dass man sich als hochwertiges Medium positionieren möchte und dann qualitativ in etwa auf Gossenniveau veröffentlicht.

Mit wenig Aufwand hätte ein unbezahlter/unterbezahlter Praktikant leicht herausgefunden,dass die AK-Daten nicht objektiv sind.
So wird sich der Abo-Bestand bzw. der Umsatz Ihrer Anzeigenverkaufenden Kollegen ,welche zu sehr hohen Preisen (wollen wir Europaweit vergleichen ? Ich gebe die Länder für die Studie vor ... ;-) ) an die bösen Wuchermakler verkaufen nicht erhöhen.

Ich bin neugierig wie die AK auf den Ansturm der Arbeitslos gewordenen Ex-Makler reagiert ,welche Vorschläge man hat und vor allem WER dann der Böse ist...

Ich würde der Ak und befreundeten politischen Fraktionen empfehlen vor der eigenen Tür zu kehren,hier gibt es reichlich an "Preisen mit Handlungsbedarf im Immobilienbereich" .

Allen die keinen Makler wollen,empfehle ich privat zu suchen oder zu Wiener WOhnen oder einer der Zahllreichen hervorragenden und preiswerten "Genossenschaften" zu gehen

0 0

sachlich bleiben

Bitte!
Glaubt den wirklich noch dass es irgendwo noch samariter gibt die umsonst was tun?

Beispiel: Bank - Bänker? Ich denke nur an eine kleinen Abschluss!
5-6% der gesamten Laufzeitberechneten Summe!
Gilt für Versicherer auch?

Verküfer(Handel) ca. 30-50% der Wahrenwerte?

Baumeister?
Bierbrauer?

Dass es überall sschwarze Schafe gibt ist klar!
Aber fakt ist, dass ohne dieser Leute nicht viel zu bekommen ist!
Oder möchten hier alle einmal in der Woche auf dem Markt gehen und Obst,Gemüse, Fleich und Brot für eine ganze Woche einlagern?
Nein; Es ist ja bequem in den Markt täglich zu gehen und frisch zu kaufen!

Das ist bei jedem Berufsstand das Gleiche!
Auch der Makler hat seine Berechtigung, aber die GIER der Menschen ist das Problem!

Ich sage immer wieder Gier frisst Hirn!
Aber es gibt seriöse Leute, die auch eine ordentliche Arbeit abliefern und auch dafür vergütet werden.

Gast: ivoryhunters
11.03.2010 10:23
0 0

makler

als einer der rund um den globus bereits angemietet hat, darf ich mir herausnehmen zu behaupten, dass alle Makler unabhängig davon wo sie gerade sind, Gauner sind. die österreichischen genauso wie alle anderen.

zu unserer situation: das ist der typisch österreichische regulationswahnsinn. völlig reformresistent.
vermutlich brauchen wir die EU, die das von Brüssel aus regelt, um eine reform durchzusetzen.

eine provision von 3 monatsmieten ist völlig absurd und klarer Wucher.

und das völlig absurde daran ist, dass makler nicht verstehen, dass sie bei einer reduzierung der kosten wesentlich mehr verdienen würden. denn der anteil derjenigen die ihre wohnung ohne makler über eine der unzähligen internetplattformen vermietet oder verkauft ist in österreich rekordverdächtig hoch.

Gast: Hintergründiger
11.03.2010 10:20
0 0

Sind die

... Leute die solche Informationen verbreiten einfach dumm oder hinterlistige Lügner?

Die Verbreitung solcher Halbwahrheiten kenne ich nur aus Kriegen und kommunistischen Ländern wie Südkorea.

Achtung Leser, nicht alles glauben was behauptet wird!

Gast: Makler
11.03.2010 10:07
0 0

zur Info

Es muss mal gesagt werden, dass Makler meisten selbständig sind, dh Unternehmer. Ohne monatliches Fixeinkommen mit hohen Schwankungen bei den Umsätzen. Sie tragen also unternehmerisches Risiko.

Weiters müssen sie von der Provsion ihre Fixkosten (Büro, Strom/Gas, Werbekosten,...) zahlen, von dem was übrig bleibt Sozialversicherung und Einkommensteuer. Von den (maximal) 3% bleiben in der Regel 0,5 bis 1% über.


Gast: Aha
11.03.2010 09:53
0 0

Erstaunlich

Wäre spannend, welcher sozialen Schicht die meisten dieser Kommentatoren angehören. Sehr ansprechende Wortwahl.

Ich bin Makler, weiß, dass ich meinen Job gutmache und dies zum Vorteil meiner Kunden ist.

Mir ist aber auch bewusst, dass es schlechte Makler gibt, genauso wie schlechte Kunden. Gleich und gleich gesellt sich gern. Also bitte nicht wundern, liebe Kommentatoren ;-)

0 0

Schwachsinn

Es ist schwachsinnig, sich eines Maklers fuer Kauf oder Miete zu bedienen. Zeitungsinserate sind in Oesterreich ein sehr effizientes Mittel um zu verkaufen/vermieten. Die Makler koennen auch nur inserieren und auf Kunden warten. Die Gebuehren sind horrende und voellig unverdient. Dazu kommt, dass man die Konditionen schon fast als Knebelvertraege bezeichnen koennte. Im Zeitalter des Internets werden Makler voellig ueberfluessig werden.

draken
11.03.2010 07:51
1 0

Wenn jeder ...

...Wohnungssuchende die Zeitungen und das Internet zielgerichtet nach seiner Wunschwohnung durchsucht, findet er bestimmt das Richtige über Privatvermietung.
So braucht niemand eine Ratte durchfüttern!

Antworten Michael
26.08.2010 22:20
0 0

Re: Wenn jeder ...

Steht ja jedem frei, keinen Makler zu beauftragen. Aber das ist noch kein Grund für eine Höchstbegrenzung!

Eine Tageszeitung um EUR 100,-- würde kaum wer kaufen. Aber muss man deshalb ein Gesetz erlassen, das einen Höchstpreis von EUR 3,-- vorschreibt?

Der Markt regelt sich in einem Polypol selbst. Höchstsätze dienen nur einer Orientierung, um ans Maximum zu gehen ;-) (macht verbotene Preisabsprachen unnötig). Danke, sagt der Makler.


draken
11.03.2010 07:49
0 0

Wenn jeder Wohnungssuchende die Zeitungen, das Internet g


Gast: Kiwi
11.03.2010 04:29
1 0

Bei uns in New Zealand

...würden sie die Österreichischen Mafia-Makler mit nassen Fetzten aus der Stadt jagen.

Antworten Gast: Verjäger
11.03.2010 09:59
0 0

Re: Bei uns in New Zealand

... und gleich auch noch die Pfuscher, die Beamten, die Öbbler,...

Nur wer jagt da?

Übrigens, wie wurden sie aus New Zealand verabschiedet?!

Gast: Volant
10.03.2010 17:43
0 0

Erfahrungswerte

1.Erfahrungswert: anmietung einer einwandfreien 3-Zimmer-Whg. in Leipzig. Maklerkosten :0,0
2.Erfahrungswert: anmietung einer einwandfreien 4-Zimmer-Whg. in Genf. Maklerkosten ca.300 Euro.
3.Erfahrungswert: anmietung einer 3-Zimmer-Whg in Oxford/England. Maklerkosten: 0,0
Alles passiert innerhalb der letzten 5 Jahre.
Schlimm wer einem oesterr.Makler ausgeliefert ist.

Antworten Gast: Makli
10.03.2010 19:28
0 0

Re: Erfahrungswerte

Von irgendetwas müssen die Makler in Oxford und Leipzig ja leben. Also dürfte dort der Vermieter für die Vermittlung bezahlen. Auch in Genf wird der Makler wenn er 10 Besichtigungen pro Objekt macht und auch Steuer zahlt mit den € 300 nicht sein Auslangen finden. Daher ist es nicht ganz fair, wenn Sie schreiben, dass es schlimm ist einem öst. Makler ausgeliefert zu sein, denn der Makler seinerseits ist dem Vermieter ausgeliefert. Tasache ist, dass heute in Ostösterreich kein Vermieter mehr bereit ist, für eine Wohnungsvermietung Provision zu bezahlen. Geiz ist geil.

hhubmer
10.03.2010 17:27
0 0

Makler

Ich bin seit 4 Jahren als Makler auf Mallorca tätig und es überrascht mich zu lesen, welchen Ruf die Branche in der Heimat geniesst. Auf Mallorca wird die Provision bei einem Verkauf vom Verkäufer getragen, diese beträgt 6% + MwSt. Bei Mieten ist es unterschiedlich, in unserem Unternehmen wir je eine Monatsmiete vom Vermieter und vom Mieter genommen. Generell finde ich dies einen fairen Ansatz. Ausserdem denke ich, dass wir einen extremen Mehrwert für beide Seiten bringen, da Käufer und Verkäufer bei uns oft nicht die gleiche Sprache sprechen und Leute generell wenig Zeit zur Wohnungssuche haben. In Österreich scheint dies ja dramatisch anders zu sein. Gibt es nichts Postivies zu berichten?

Gast: asylwerber
10.03.2010 17:05
0 0

Unwissenschaftlicher Mumpitz

Wieder eine typische "AK- Studie" von "Ifes erhoben"!
Gehören für die AK Finnland, Norwegen, Schweden zu "Europa", unsere Nachbarn Ungarn, Slowakei, Tschechien nicht und auch Spanien und Portugal nicht?
Natürlich deswegen nicht, weil dann die "Studie" nicht das von der AK gewünschte Ergbnis bringen würde.

Gast: lol
10.03.2010 16:28
2 0

so ein blödsinn

habe im september 2008 verzweifelt nach einer wohnung gesucht bis ich mich schlussendlich an eine maklerin wenden musste. das einzige, was sie konnte war das geld, das ich ihr in den rachen stecken musste, zu zählen. für mich hat sie gar nichts gemacht und schon gar nicht meine interessen vertreten. sie hat mich sogar mal am telefon angeschrien. wenn ich die wohnung nicht so dringend gebraucht hätte.... im endeffekt hab ich jetzt eine wohnung die mir als "sicher schimmelfrei und problemlos" verkauft wurde und 4 monate nach dem einzug hatte ich schon schimmelalarm im schlafzimmer. ich sch*** auf makler. nach meiner erfahrung bin ich mehr denn je der meinung, dass diese alle hoffnungslos überbezahlt sind.

Antworten Gast: Haftung
11.03.2010 09:49
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Re: so ein blödsinn

Da haben sie wohl den falschen Makler gewählt.
Nebenbei, Makler müssen eine Versicherung für Fehler bei der Beratung haben.
Und ich würde gerne wissen, welchen Job sie haben und was sie verdienen um Angemessenheit beurteilen zu können.

Antworten Gast: Makler123
10.03.2010 18:40
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Re: so ein blödsinn

Ich liebe meinen Beruf und kann nur eines anmerken:
Sucht euch doch selber eure Immobilien,
es zwingt euch doch keiner über einen Makler zu kaufen,
Viel Glück bei der Suche

Antworten Antworten Gast: Alles geht
10.03.2010 20:00
1 0

Re: Re: so ein blödsinn

Ich habe eine kleine Wohnung, die ich an Studenten vermiete. Die geht innerhalb von wenigen Stunden weg, wenn ein Mieterwechsel ansteht. Die Tatsache, daß keine Maklergebühr bezahlt werden muß, macht sie besonders attraktiv.

Ich suche mir die Mieter genau aus. Sicherheiten fordere ich alle gesetzlich zulässigen. Die Wohnung stand noch nicht einen Tag leer. Es geht. Mehr, als eine Internet-Anzeige schalten, macht der Makler auch nicht, um an Interessenten zu kommen.

Natürlich rufen alle Makler an, um um die Vermittlung zu betteln. Mit denen treibe ich dann meine Spielchen.

Antworten Antworten Antworten Gast: na dann
11.03.2010 09:46
0 0

Re: Re: Re: so ein blödsinn

Na dann ist es ja gut. Leider haben sie offensichtlich keine Ahnung welche Aktivtäten ein guter Makler setzt.

Und, gute Makler betteln nicht um die Vermietung einer Studentenwohnung.

Antworten Antworten Gast: Gast
10.03.2010 19:05
1 0

Re: Re: so ein blödsinn


genau das hab ich gemacht, und das beste grundstück weit und breit gefunden.

die makler die ich zuvor kontaktiert habe, haben teilweise nicht mal am telefon abgehoben.

Gast: Grundler
10.03.2010 16:15
0 0

Versagen der Arbeiterkammer!!!

Tatsache ist es, dass es in Wien hunderte haupt- und nebenberufliche Immobilienberater (in prekären Beschäftigngsverhältnissen) gibt, welche nach Abzug aller Spesen im Schnitt vielleicht € 5 pro Stunde verdienen. Ein Bekannter arbeitet seit einem Jahr als freier Mitarbeiter für einen großen Makler (angestellt wird er nicht), Einkommen für ca. 40 Stunden Arbeit/Woche, auch am Abend, am Samstag, am Sonnag ca. € 600. Wünschenswert wäre es, wenn sich die Arbeiterkammer dieser Arbeitnehmer annehmen würde. Es erscheint viel, wenn der Makler für eine Mietwohnung 3 Monatsmieten bekommt. Zu berücksichtigen ist, dass die Vermieter meist mehreren Maklern Aufträge erteilen, und dann nach vieler Arbeit und Kosten (Fahrtspesen) keine Provision rausschaut, da ein anderer Makler die Wohnung vermietet hat.

Antworten Gast: logik
10.03.2010 16:36
0 0

Re: Versagen der Arbeiterkammer!!!

das lässt sich ganz einfach lösen. weniger provision verlagen, dann mach ich das geschäft und nicht der konkurrent

 
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