31.07.2010 06:30 | Meine Presse Merkliste0

Österreich bei Maklerprovisionen "Europameister"

10.03.2010 | 19:08 |   (Die Presse)

Am Mittwoch übte die Arbeiterkammer (AK) erneut Kritik an der Höhe der Maklerprovisionen: Dabei handle es sich um die höchsten in ganz Europa. In Deutschland zahlten Mieter nur halb so viel.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien (b.l.). Wer in Österreich eine Wohnung mietet und dafür einen Makler einschaltet, zahlt bei erfolgreicher Vermittlung drei Bruttomonatsmieten (Miete und Betriebskosten) an Maklerprovision. Der Vermieter zahlt häufig nichts (vom Gesetz her dürfte der Makler auch von ihm bis zu drei Bruttomonatsmieten verlangen). Wer eine Immobilie kauft oder verkauft, muss bis zu drei Prozent des Kaufpreises an den Makler entrichten, bei kleinen Wohnungen mitunter mehr.

Am Mittwoch übte die Arbeiterkammer (AK) erneut Kritik an der Höhe der Maklerprovisionen: Dabei handle es sich um die höchsten in ganz Europa. In Deutschland zahlten Mieter nur halb so viel, in Belgien und den Niederlanden gar nichts: Dort zahle nur der Vermieter. Auch in Großbritannien und Irland falle nur für den Auftraggeber eine Provision an. In Österreich zahlen dagegen Mieter oder Käufer auch dann, wenn Vermieter oder Verkäufer den Makler beauftragt haben, kritisiert die AK. Und legt eine Ifes-Studie vor, derzufolge die Beratung durch Makler oft mangelhaft sei: Mieter würden wenig über die tatsächliche Höhe der Wohnkosten, Käufer kaum über anstehende Reparaturen informiert. Einmal mehr fordert die AK eine Senkung der Provisionen.

 

„Qualität würde sinken“

Das Regierungsprogramm sieht indes seit drei Jahren eine Senkung der maximalen Höhe von drei auf zwei Monatsmieten vor. Doch soll dieser Schritt „in Zusammenarbeit mit der betroffenen Berufsgruppe“ erfolgen, also den Maklern. Und die wehren sich: Die Beratungsqualität würde sinken, da es nicht mehr möglich wäre, bei allen Besichtigungen mitzugehen, argumentiert man.

Auch über den Vergleich der AK ärgert man sich beim Fachverband der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer und beim Österreichischen Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI): Dabei würden Äpfel mit Birnen verglichen. So würde in anderen Ländern die Vermittlung oft durch die Hausverwaltung durchgeführt, die später pro Monat einen Anteil der Miete als Provision erhalte.

Auch die Forderung, dass der Vermieter stärker zur Kasse gebeten werden soll, gehe ins Leere, meint Anton Holzapfel vom ÖVI: Anderswo könnten Vermieter die Maklerkosten über die Miete an die Mieter weitergeben. In Österreich ist das laut Mietrechtsgesetz nicht zulässig.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.03.2010)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentar BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

64 Kommentare
1 2
0 0

sachlich bleiben

Bitte!
Glaubt den wirklich noch dass es irgendwo noch samariter gibt die umsonst was tun?

Beispiel: Bank - Bänker? Ich denke nur an eine kleinen Abschluss!
5-6% der gesamten Laufzeitberechneten Summe!
Gilt für Versicherer auch?

Verküfer(Handel) ca. 30-50% der Wahrenwerte?

Baumeister?
Bierbrauer?

Dass es überall sschwarze Schafe gibt ist klar!
Aber fakt ist, dass ohne dieser Leute nicht viel zu bekommen ist!
Oder möchten hier alle einmal in der Woche auf dem Markt gehen und Obst,Gemüse, Fleich und Brot für eine ganze Woche einlagern?
Nein; Es ist ja bequem in den Markt täglich zu gehen und frisch zu kaufen!

Das ist bei jedem Berufsstand das Gleiche!
Auch der Makler hat seine Berechtigung, aber die GIER der Menschen ist das Problem!

Ich sage immer wieder Gier frisst Hirn!
Aber es gibt seriöse Leute, die auch eine ordentliche Arbeit abliefern und auch dafür vergütet werden.

Gast: ivoryhunters
11.03.2010 10:23
0 0

makler

als einer der rund um den globus bereits angemietet hat, darf ich mir herausnehmen zu behaupten, dass alle Makler unabhängig davon wo sie gerade sind, Gauner sind. die österreichischen genauso wie alle anderen.

zu unserer situation: das ist der typisch österreichische regulationswahnsinn. völlig reformresistent.
vermutlich brauchen wir die EU, die das von Brüssel aus regelt, um eine reform durchzusetzen.

eine provision von 3 monatsmieten ist völlig absurd und klarer Wucher.

und das völlig absurde daran ist, dass makler nicht verstehen, dass sie bei einer reduzierung der kosten wesentlich mehr verdienen würden. denn der anteil derjenigen die ihre wohnung ohne makler über eine der unzähligen internetplattformen vermietet oder verkauft ist in österreich rekordverdächtig hoch.

Gast: Hintergründiger
11.03.2010 10:20
0 0

Sind die

... Leute die solche Informationen verbreiten einfach dumm oder hinterlistige Lügner?

Die Verbreitung solcher Halbwahrheiten kenne ich nur aus Kriegen und kommunistischen Ländern wie Südkorea.

Achtung Leser, nicht alles glauben was behauptet wird!

Gast: Makler
11.03.2010 10:07
0 0

zur Info

Es muss mal gesagt werden, dass Makler meisten selbständig sind, dh Unternehmer. Ohne monatliches Fixeinkommen mit hohen Schwankungen bei den Umsätzen. Sie tragen also unternehmerisches Risiko.

Weiters müssen sie von der Provsion ihre Fixkosten (Büro, Strom/Gas, Werbekosten,...) zahlen, von dem was übrig bleibt Sozialversicherung und Einkommensteuer. Von den (maximal) 3% bleiben in der Regel 0,5 bis 1% über.


Gast: Aha
11.03.2010 09:53
0 0

Erstaunlich

Wäre spannend, welcher sozialen Schicht die meisten dieser Kommentatoren angehören. Sehr ansprechende Wortwahl.

Ich bin Makler, weiß, dass ich meinen Job gutmache und dies zum Vorteil meiner Kunden ist.

Mir ist aber auch bewusst, dass es schlechte Makler gibt, genauso wie schlechte Kunden. Gleich und gleich gesellt sich gern. Also bitte nicht wundern, liebe Kommentatoren ;-)

0 0

Schwachsinn

Es ist schwachsinnig, sich eines Maklers fuer Kauf oder Miete zu bedienen. Zeitungsinserate sind in Oesterreich ein sehr effizientes Mittel um zu verkaufen/vermieten. Die Makler koennen auch nur inserieren und auf Kunden warten. Die Gebuehren sind horrende und voellig unverdient. Dazu kommt, dass man die Konditionen schon fast als Knebelvertraege bezeichnen koennte. Im Zeitalter des Internets werden Makler voellig ueberfluessig werden.

draken
11.03.2010 07:51
1 0

Wenn jeder ...

...Wohnungssuchende die Zeitungen und das Internet zielgerichtet nach seiner Wunschwohnung durchsucht, findet er bestimmt das Richtige über Privatvermietung.
So braucht niemand eine Ratte durchfüttern!

draken
11.03.2010 07:49
0 0

Wenn jeder


draken
11.03.2010 07:49
0 0

Wenn jeder Wohnungssuchende die Zeitungen, das Internet g


Gast: Kiwi
11.03.2010 04:29
1 0

Bei uns in New Zealand

...würden sie die Österreichischen Mafia-Makler mit nassen Fetzten aus der Stadt jagen.

Antworten Gast: Verjäger
11.03.2010 09:59
0 0

Re: Bei uns in New Zealand

... und gleich auch noch die Pfuscher, die Beamten, die Öbbler,...

Nur wer jagt da?

Übrigens, wie wurden sie aus New Zealand verabschiedet?!

Gast: Volant
10.03.2010 17:43
0 0

Erfahrungswerte

1.Erfahrungswert: anmietung einer einwandfreien 3-Zimmer-Whg. in Leipzig. Maklerkosten :0,0
2.Erfahrungswert: anmietung einer einwandfreien 4-Zimmer-Whg. in Genf. Maklerkosten ca.300 Euro.
3.Erfahrungswert: anmietung einer 3-Zimmer-Whg in Oxford/England. Maklerkosten: 0,0
Alles passiert innerhalb der letzten 5 Jahre.
Schlimm wer einem oesterr.Makler ausgeliefert ist.

Antworten Gast: Makli
10.03.2010 19:28
0 0

Re: Erfahrungswerte

Von irgendetwas müssen die Makler in Oxford und Leipzig ja leben. Also dürfte dort der Vermieter für die Vermittlung bezahlen. Auch in Genf wird der Makler wenn er 10 Besichtigungen pro Objekt macht und auch Steuer zahlt mit den € 300 nicht sein Auslangen finden. Daher ist es nicht ganz fair, wenn Sie schreiben, dass es schlimm ist einem öst. Makler ausgeliefert zu sein, denn der Makler seinerseits ist dem Vermieter ausgeliefert. Tasache ist, dass heute in Ostösterreich kein Vermieter mehr bereit ist, für eine Wohnungsvermietung Provision zu bezahlen. Geiz ist geil.

hhubmer
10.03.2010 17:27
0 0

Makler

Ich bin seit 4 Jahren als Makler auf Mallorca tätig und es überrascht mich zu lesen, welchen Ruf die Branche in der Heimat geniesst. Auf Mallorca wird die Provision bei einem Verkauf vom Verkäufer getragen, diese beträgt 6% + MwSt. Bei Mieten ist es unterschiedlich, in unserem Unternehmen wir je eine Monatsmiete vom Vermieter und vom Mieter genommen. Generell finde ich dies einen fairen Ansatz. Ausserdem denke ich, dass wir einen extremen Mehrwert für beide Seiten bringen, da Käufer und Verkäufer bei uns oft nicht die gleiche Sprache sprechen und Leute generell wenig Zeit zur Wohnungssuche haben. In Österreich scheint dies ja dramatisch anders zu sein. Gibt es nichts Postivies zu berichten?

Gast: asylwerber
10.03.2010 17:05
0 0

Unwissenschaftlicher Mumpitz

Wieder eine typische "AK- Studie" von "Ifes erhoben"!
Gehören für die AK Finnland, Norwegen, Schweden zu "Europa", unsere Nachbarn Ungarn, Slowakei, Tschechien nicht und auch Spanien und Portugal nicht?
Natürlich deswegen nicht, weil dann die "Studie" nicht das von der AK gewünschte Ergbnis bringen würde.

Gast: Sepp
10.03.2010 16:30
0 0

Die Immobilienmafia


Die haben nur ein Interesse die Mietpreise möglichst hoch zu halten. Oft stehen Wohnung eine Jahr oder länger leer, weil die Makler nicht bereit sind den Preis auf ein vernünftiges Maß zu senken. Da ist es ihenn lieber es dauert 2 Jahre bis eine Wohnung vermietet wird, weil sie bei eine mhohen Mietpreis dementsprechend auch 3 fette Monatsmieten Provision kassieren können. Wenn man diesm Pack die Provision kürzen würde, würde dies vermutlich auch mit sich bringen, dass diese mehr auf ihre Kosten schauen müssen und dann versuchen werden eine Wohnugn an einen der ersten 10 Interessenten zu vergeben und nicht die Wohnung lieber 100 Interessenten zeigen bis sie endlich einen Deppen finden der die Wohnung völlig üvberteuert nimmt.
Bin ich froh, dass ich emien letzte Wohnung privat übernommen habe und dieses Immobilienmaklerpack ausschalten konnte.

Und ad.:

"Mit der Kürzung der Provision wird auch die Qualität der Vermittlung und der Kundenbetreuung sinken", warnte ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel.

Super Scherz! Welche Qualität? Das der Makler die Tür gekonnt aufsperrt? Dann irgendwas daherlabert während ich mir die Wohnung ansehe? Und eine Vertrag mit dem Vermieter kann ich auch alleine abschliessen, dazu brauch ich keien Makler.


Antworten Gast: Gast
11.03.2010 09:56
0 0

Re: Die Immobilienmafia

Zur Info: Makler sind nicht die Eigentümer der Wohnung! Die Eigentümer bestimmen, ob eine Wohnung vermietet wird oder leersteht und über die Höhe des Preises. Der Makler kann nur Ratschläge geben.

Insofern bezweifle ich, dass sie in der Lage sind einen Mietvertrag zu verstehen.

Gast: lol
10.03.2010 16:28
2 0

so ein blödsinn

habe im september 2008 verzweifelt nach einer wohnung gesucht bis ich mich schlussendlich an eine maklerin wenden musste. das einzige, was sie konnte war das geld, das ich ihr in den rachen stecken musste, zu zählen. für mich hat sie gar nichts gemacht und schon gar nicht meine interessen vertreten. sie hat mich sogar mal am telefon angeschrien. wenn ich die wohnung nicht so dringend gebraucht hätte.... im endeffekt hab ich jetzt eine wohnung die mir als "sicher schimmelfrei und problemlos" verkauft wurde und 4 monate nach dem einzug hatte ich schon schimmelalarm im schlafzimmer. ich sch*** auf makler. nach meiner erfahrung bin ich mehr denn je der meinung, dass diese alle hoffnungslos überbezahlt sind.

Antworten Gast: Haftung
11.03.2010 09:49
0 0

Re: so ein blödsinn

Da haben sie wohl den falschen Makler gewählt.
Nebenbei, Makler müssen eine Versicherung für Fehler bei der Beratung haben.
Und ich würde gerne wissen, welchen Job sie haben und was sie verdienen um Angemessenheit beurteilen zu können.

Antworten Gast: Makler123
10.03.2010 18:40
0 0

Re: so ein blödsinn

Ich liebe meinen Beruf und kann nur eines anmerken:
Sucht euch doch selber eure Immobilien,
es zwingt euch doch keiner über einen Makler zu kaufen,
Viel Glück bei der Suche

Antworten Antworten Gast: Alles geht
10.03.2010 20:00
1 0

Re: Re: so ein blödsinn

Ich habe eine kleine Wohnung, die ich an Studenten vermiete. Die geht innerhalb von wenigen Stunden weg, wenn ein Mieterwechsel ansteht. Die Tatsache, daß keine Maklergebühr bezahlt werden muß, macht sie besonders attraktiv.

Ich suche mir die Mieter genau aus. Sicherheiten fordere ich alle gesetzlich zulässigen. Die Wohnung stand noch nicht einen Tag leer. Es geht. Mehr, als eine Internet-Anzeige schalten, macht der Makler auch nicht, um an Interessenten zu kommen.

Natürlich rufen alle Makler an, um um die Vermittlung zu betteln. Mit denen treibe ich dann meine Spielchen.

Antworten Antworten Antworten Gast: na dann
11.03.2010 09:46
0 0

Re: Re: Re: so ein blödsinn

Na dann ist es ja gut. Leider haben sie offensichtlich keine Ahnung welche Aktivtäten ein guter Makler setzt.

Und, gute Makler betteln nicht um die Vermietung einer Studentenwohnung.

Antworten Antworten Gast: Gast
10.03.2010 19:05
1 0

Re: Re: so ein blödsinn


genau das hab ich gemacht, und das beste grundstück weit und breit gefunden.

die makler die ich zuvor kontaktiert habe, haben teilweise nicht mal am telefon abgehoben.

Gast: Grundler
10.03.2010 16:15
0 0

Versagen der Arbeiterkammer!!!

Tatsache ist es, dass es in Wien hunderte haupt- und nebenberufliche Immobilienberater (in prekären Beschäftigngsverhältnissen) gibt, welche nach Abzug aller Spesen im Schnitt vielleicht € 5 pro Stunde verdienen. Ein Bekannter arbeitet seit einem Jahr als freier Mitarbeiter für einen großen Makler (angestellt wird er nicht), Einkommen für ca. 40 Stunden Arbeit/Woche, auch am Abend, am Samstag, am Sonnag ca. € 600. Wünschenswert wäre es, wenn sich die Arbeiterkammer dieser Arbeitnehmer annehmen würde. Es erscheint viel, wenn der Makler für eine Mietwohnung 3 Monatsmieten bekommt. Zu berücksichtigen ist, dass die Vermieter meist mehreren Maklern Aufträge erteilen, und dann nach vieler Arbeit und Kosten (Fahrtspesen) keine Provision rausschaut, da ein anderer Makler die Wohnung vermietet hat.

Antworten Gast: logik
10.03.2010 16:36
0 0

Re: Versagen der Arbeiterkammer!!!

das lässt sich ganz einfach lösen. weniger provision verlagen, dann mach ich das geschäft und nicht der konkurrent

Antworten Antworten Gast: Grundler
10.03.2010 18:55
0 0

Re: Re: Versagen der Arbeiterkammer!!!

Das würde nur in einem vollständig transparenten Markt funktionieren. Es müsste also der Mietwohnngssuchende sämtliche Anbieter für ein bestimmtes Objekt suchen und finden. Da die Objekte jedoch mit unterschiedlichen Texten und Bildern, auf mehr als 14 verschiedenen Plattformen und Medien verteilt sind, kann ein Suchender gar nicht alle Anbieter finden. Also bringt es dem Makler nicht mehr Geschäft wenn er weniger Provision verlangt. Das Risiko das Geschäft an einen anderen Makler zu verlieren bleibt gleich hoch. In Bezug auf die Maklergebühr nennt man das - so glaube ich - unelastische Nachfrage.

1 2