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Euro in Not: EU und IWF schnüren 750-Mrd.-Euro-Paket

10.05.2010 | 08:43 |  Von unseren Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Österreich übernimmt bis zu 13 Mrd. Euro Haftungen für einen Fonds, der ein Übergreifen der griechischen Krise auf Portugal und Spanien verhindern soll. Die EZB erklärt, erstmals auch Staatsanleihen zu kaufen.

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BRÜSSEL. Um 2:10 Uhr, nach mehr als elf Stunden Verhandlungen der 27 EU-Finanzminister, war es so weit: Das Paket an Maßnahmen zur Rettung der Europäischen Währungsunion ist beschlossen.

Es besteht aus drei Teilen. Erstens wird das bestehende 50-Milliarden-Euro-Programm von Zahlungsbilanzhilfen, mit dem EU und IWF seit 2008 Lettland, Rumänien und Ungarn helfen, um 60 Milliarden Euro aufgestockt und für alle EU-Mitgliedstaaten zugänglich gemacht. Also erstmals auch für Euroländer. Die Kommission wird diese 60 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufnehmen und wie bisher das EU-Budget (heuer 142,6 Milliarden Euro) als Sicherheit dafür einsetzen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird hier weitere 30 Milliarden Euro bereitstellen.

Zweitens wird eine "Zweckgesellschaft" gegründet, die bis zu 440 Milliarden Euro auf den Finanzmärkten sammeln soll. Als Sicherheit wird sie bilaterale Haftungserklärungen der 16 Euroländer verwenden. Nicht-Mitglieder der Eurozone sind "eingeladen, sich zu beteiligen", sagte Finanzminister Josef Pröll. Sprich: die Briten machen nicht mit.

Die Höhe der Haftungserklärungen bemisst sich an den Stimmrechten in der Europäischen Zentralbank. Österreich wird damit laut Pröll Haftungen im Ausmaß von 12 bis 13 Milliarden Euro übernehmen. Es geht ausdrücklich nicht um die Zahlung von bilateralen Krediten wie im Fall des 110-Milliarden-Euro-Hilfspakets für Griechenland, sondern um Haftungserklärungen (die natürlich irgendwann schlagend werden können).

Ob die Kommission diesen Fonds verwaltet oder die Finanzminister und unter welchen Bedingungen das Geld fließt, wird beim nächsten Finanzministertreffen am 17. und 18. Mai beschlossen werden.

500 Milliarden Euro von der EU selbst

Macht also 500 Milliarden Euro von der EU selbst. Für den dritten Teil des Rettungsplans hat sich der Internationale Währungsfonds bereit erklärt, die 440 Milliarden Euro um bis zur Hälfte aufzustocken. Vom IWF kämen also noch einmal bis zu 220 Milliarden Euro.

In Summe stehen somit 750 Milliarden Euro bereit, die vor allem für Spanien und Portugal bereitgestellt werden können, falls diese ihre Anleihen nicht mehr auf den Finanzmärkten unterbringen.

Beispiellose Erklärung der EZB

Im Anschluss an die Verkündigung dieses Beschlusses machte die Europäische Zentralbank eine bisher beispiellose Erklärung. Sie werde fortan auch Anleihen von Staaten und Unternehmen auf dem Sekundärmarkt aufkaufen. Laut EU-Recht darf die EZB zwar die Mitgliedstaaten nicht finanzieren, indem sie ihre Anleihen direkt von ihnen kauft. Sie kann dieses Verbot aber umgehen, indem sie die Bonds auf dem Sekundärmarkt von den Banken, Fondsgesellschaften und sonstigen Investoren erwirbt.

 "Noch gibt es keinen aktuellen Anlass, dass sich Portugal und Spanien nicht refinanzieren können", sagte Pröll. Aber natürlich geht es ausschließlich um diese beiden Sorgenkinder. Sie müssen ebenfalls bis zum Finanzministerrat Anfang nächster Woche konkrete Pläne zur Sanierung ihrer Budgets präsentieren.

Wie das im Falle Spaniens aussehen soll, das eine geringere öffentliche Schuldenquote als Österreich hat und dessen Problem die gigantische Verschuldung der Unternehmen und Privathaushalte ist, bleibt vorerst offen.

Der Kurs des Euro hat sich am Montag nach der Einigung der EU-Finanzminister auf einen Rettungsschirm für hoch verschuldete Mitgliedsstaaten der Euro-Zone über der Marke von 1,29 US-Dollar stabilisiert. Damit konnte die Gemeinschaftswährung die kräftigen Kursgewinne vom späten Freitagabend halten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung kaum verändert bei 1,2928 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7733 Euro.

Schäuble im Krankenhaus

Die Sitzung der Minister wurde vom Ausfall ihres wichtigsten Teilnehmers überschattet. Die allergische Reaktion auf ein Medikament hinderte Deutschlands Wolfgang Schäuble an der Teilnahme. Sein Zustand sei nicht bedrohlich, erklärte sein Sprecher. Bis heute, Montag, bleibe er aber zur Beobachtung in einem Brüsseler Krankenhaus. Innenminister Thomas de Maizière flog aus Berlin ein, um Schäuble zu vertreten. Er wird nun auch als Nachfolger Schäubles als Finanzminister gesehen.

Zahlungsbilanzhilfe hat zwei Pferdefüße

Der 60 Milliarden Euro schwere Teil aus der Zahlungsbilanzhilfe hat zwei Pferdefüße. Erstens sind Euroländer laut Artikel 143 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU (AEUV) von der bilateralen Zahlungsbilanzhilfe ausgeschlossen. Befürworter der Einbeziehung von Euroländern wenden dagegen ein, dass Europas Staatsführer im Jahr 1992, als sie diese Bestimmung in den Vertrag von Maastricht schrieben, davon ausgingen, dass die Währungsunion alle Zahlungsbilanzprobleme beseitigen würde. Die Gewährung dieser Form von Hilfen würde zudem die Budgetdisziplin nicht untergraben, sondern im Gegenteil fördern. Geld gäbe es ja nur gegen harte Sanierung. Pröll sagte, die Juristen des Rates hätten dies für legal einwandfrei erklärt.

Die zweite offene Frage: Was passiert, wenn diese 60 Milliarden Euro nicht reichen? Dann müsste das EU-Budget als Sicherheit herhalten. Alle daraus bezahlten Posten, von der Gemeinsamen Agrarpolitik bis zu den Forschungsprogrammen, müssten aus anderer Quelle finanziert werden. „Darüber will ich nicht spekulieren“, sagte ein Diplomat auf die Frage der „Presse“, ob die Mitgliedstaaten dann frisches Geld in den EU-Haushalt nachschießen müssten.

Der zweite, 440 Mrd. Euro schwere Teil der Rettungsmechanismus wird vorerst ausschließlich von den 16 Euroländern bestritten. Sprich: Nur sie werden Haftungserklärungen für die Darlehen aussprechen, die von diesem Fonds gesammelt werden. Schweden habe sich aber „sehr positiv“ geäußert, was eine Teilnahme betrifft, sagte Pröll. Großbritannien hingegen wird keine Haftungen für diesen „Europäischen Währungsfonds“ übernehmen.

Pröll wandte sich auch in scharfen Worten gegen jene Stimmen, welche den Hauptgrund für die Malaise der Eurozone in der Spekulation an den Finanzmärkten sehen. „Spekulanten haben nur da eine Chance, wo auf Kosten anderer gelebt wird“, sagte der Finanzminister. „Wo ein Staat ausgeraubt wird, lebt das Spekulantentum. Wir sollten nicht so tun, als ob uns das Spekulantentum an den Rand der wirtschaftlichen Perspektiven gebracht hätte."

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2010)

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255 Kommentare
 
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Gast: Fischer
10.05.2010 19:50
1 0

Alles wird schöner

13 Mrd+4 Mrd für IWF und 2,7 für Griechenland macht 20 Mrd. Kein Problem, erhöhen wir halt die MwSt auf 30%.
Und für die nächsten Faymann- Wahlgeschenke rechnen wir noch einmal 10 % ein, macht 40%.
40% ist schöner als 30, weil gut halbierbar, für die Halbsteuersätze. Dafür bekommen wir auch den schönsten Bundeskanzler aller Zeiten, das muß uns doch etwas wert sein.

1 0

Überlegungen zum österreichischen Beitrag

Die Höhe des Hilfspakets beträgt laut Regierungschefs 600 Milliarden Euro.

Nach den Erfahrungen beim Griechenland-Paket wissen wir bereits dass sich die genannte Summe nach 2 Wochen um das dreifache erhöht also sollten wir von 1.8 Billionen ausgehen.

Ebenfalls vom Griechenlandpaket wissen wir, dass Österreich bei einer Summe von 30 Milliarden 850 Millionen zahlen muss.

Eine kurze Rechnung ergibt:
850 Millionen * 60 = 51 Milliarden -
das ist der Beitrag Österreichs.

Unsere Staatsschuld von 180 Milliarden erhöht sich somit auf 230 Milliarden bzw. von 66% des BIP auf 84% des BIP.

Und Spanien hat bereits angekündigt, dass es die Hilfe nicht in Anspruch nehmen wird. Ebenfalls abgeleitet aus der griechischen Misere können wir hieraus die Schluß ziehen, dass Spanien spätestens in einem Monat die Hilfe voll und ganz ausreizen wird.

soweit meine kleiner Exkurs zum Thema: der österreichische Beitrag zum Hilfspaket.

Gast: pour le mèrite
10.05.2010 18:13
2 0

Wir werden Pakete schnüren, bis alles in Scherben fällt!

Denn Heut überschulden wir Deutschland,
und morgen die ganze Welt.

Denn wir kapitulieren nie!

Niemals!


jgpJim
10.05.2010 17:23
1 0

Euro-Phantasien


Wie schnell doch die Menschen vergessen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde uns der Euro, von den s.g. Experten bei seiner Einführung, als wahrer Segen verkündet.

Einer seiner großen Vorzüge, so wurde uns damals erklärt, sei die Tatsache, daß gegen den Euro keine Kursspekulationen möglich sein werden.

Die Wirklichkeit sieht jetzt katastrophal anders aus, es wäre nun wünschenswert die Experten dazu zu befragen.

Gast: machmuss verschiebnix
10.05.2010 16:15
0 1

Im Zusammenhang mit dem Börsen-Einbruch neulich,

da gab offenbar jemand einen "Wink mit dem Kriegsbeil" nach dem Motto:
"...seht doch, wir können das auch"

Landsleute, klickt Euch mal in diesen Link hinein,
unter diesem Aspekt sollten wir unsere Politiker
vielleicht doch nicht gleich auf den Mond schießen:

http://www.a-z.ch/news/wirtschaft/wirtschaftsprofessor-walter-wittmann-amerikaner-wollen-euro-zerstoeren-8480855

Und der Mann ist alles andere als ein
Verschwörungs-Theoretiker !!!


Antworten Gast: Bärenfalle...
10.05.2010 18:11
0 0

Re: Im Zusammenhang mit dem Börsen-Einbruch neulich,

Seit dem das Versagen Europas und seiner Elite offensichtlich ist sind krude Verschwörungstheorien anscheinend plötzlich gesellschaftsfähig geworden. Die Spekulanten, die Amerikaner, die Chinesen ...
Fakt ist, wer schlecht wirtschaftet und pleite geht bekommt vom Markt kein Geld. Da ist auch nicht der Markt daran schuld sondern der Pleitier und in diesem Fall seine kriminellen Helfershelfer in der Politik die ihn vor vorzeitiger Aufdeckung geschützt haben.

Antworten Antworten Gast: machmuss verschiebnix
10.05.2010 19:15
0 0

Re: Epanastasis

Also hat ihrer Meinung nach niemand
gesagt: "..wir müssen Krieg machen" ?

3 0

Auf wiedersehen Wirtschaftswachstum! Herzlich willkommen Inflation!


Wie meinte Jozef Schwejk so treffend nach dem Krieg: "Es ist alles wieder so wie es vorher. Nur ein bisserl schlechter."

Hat sich also good old Europe noch einmal aufgerafft, zum letzten Gefecht.

Man verteidugt die eigene Unvernunft, die eigene Gewissenlosigkeit der vergangenen Jahre: "Wir können Schulden machen soviel wir wollen, wenn wir nur dafür sorgen, dass alle glauben, wir könnten sie jemals zurückzahlen."

Es gibt sie, die Chance, dass dieses Paket seinen Zweck erfüllt. Aber es gibt nur EINEN Versuch. Und der muss klappen.

Das ganze EURO-Paket steht und fällt mit der Sparpolitik in ALLEN EU-Ländern, insbesondere den Club-Med-Staaten. Das geht nur mittels rigorosen Vorgaben und Kontrollen des IWF. Und da werden ALLE geschoren. Alle. Weil auch ALLE zugegriffen haben. Die Großen wie die Kleinen. Und die vielen kleinen "auf mich kommts nicht an" Summen ergeben mehr Schaden als die großen Korruptionsabzockereien.

Wenn man dann Faymann wieder quäken hört von "sozial verträglich" und "Spekulantensteuern" dann weiß hedes Kind: so wird das nichts. Dieser Mann ist nicht in der Lage den Ernst der Situation zu begreifen.

Davon abgesehen ist eines gewiss: dieses Paket verringert die Probleme Europas nicht, es verbreitert die Probleme nur. Auf die bisher halbwegs gesunden Staaten.

Und dieses Paket wird uns Wirtschaftskraft kosten. Wachstumsverlust. Und Inflation bringen. Geldmengenwachstum.

Ceterum censeo: Es wäre weitaus klüger gewesen den Euro I als das zu sehen was er ist: eine Schönwetterwährung. Und daraus die Konsequenzen zu ziehen:

Euro II

Problem geloest?

Also das nenn ich einen kreativen Problemloesungsansatz!
Der Euro hat einen Hohenflug im Vergleich zum USD hinter sich, der auch damit begruendet war, dass die FED eigene Staatsanlaeihen aufgekauft hat und damit Druck vom Markt genommen hat. Und jetzt "loesen" wir das Problem mit der gleichen Vorgangsweise.
Es wird damit argumentiert, dass der Euro stark bleiben soll. Welch ein Hohn. Der Euro hat immer zwischen 0,90 - 1,30 im Vergleich zum USD gependelt. Der Wahnsinn war der Kurs des vergangenen Jahres.
Die eigentliche Problematik der Wirtschaftskrise wird dadurch nicht geloest. Der Euroraum wird auf laengere Sicht immer mehr desindustrialisiert, Produktionsverlagerungen nach Fernost und China, weil die Kosten im Vergleich mit Laendern die in USD fakturieren immer weiter steigen.
Sollte ich hier einem Irrtum aufsitzen so bitte ich um Aufklaerung.
Ich lebe und habe meine Firma in Suedamerika und habe versucht Rohmaterialien aus Europa zu importieren, Preisdifferenz zu China und Maerkte, die auf USD Basis fakturieren liegt bei lockeren 20%!!! Dies ist mit den Lohnkosten nicht erklaerbar, denn diese Produkte haben einen Lohnanteil der unter 2% liegt!
Bei einem USD-EURO Kurs von 1,05 wuerden wir Preisgleichheit haben!

Gast: TaTa
10.05.2010 15:20
0 0

Forum

Ich glaube hier wird sich laufend widersprochen: Viele Forumseinträge schimpfen auf die Reichen und Gutverdiener hier im Land und fordern Umverteilung. Im gleichen Atemzug schimpfen die gleichen Personen: Warum sollen wir reiche Westeuropäer den armen Südeuropäern was geben..... Was jetzt meine Damen und Herren. Reich schickt was an Arm oder nicht?

Will damit weder die 750 Mrd oder sonstige politischen Anliegen (Umverteilung, keine Umverteilung etc.) gut noch schlecht heißen. Mich interessiert hier eher die Doppelmoral. Oder liegt es daran, dass Österreicher generell immer nur jammern.....

mr.vain-
10.05.2010 14:47
0 0

Der pröll pepi ist ein politiker von weltformat, dankeschön!

Ps: Wir können froh sein, dass wir solche leute in österreich als volksvertreter haben!
Dankeschön nochmal, dankeschön!

Antworten analos
10.05.2010 15:00
2 1

Auch Dank an Werner

Der sonst so beinharte Werner hat allen einen großen Dienst erwiesen, dass er sich aus dieser ernsten Angelegenheit so weit als moeglich herausgehalten hat.

Ist auch schwer ohne Ausbildung da mitzureden.

Antworten Antworten cerberus
10.05.2010 15:28
0 0

Hat der Befehlsempfäner der Raiffeisen eine bessere Ausbildung?

Letztendlich ist doch nur entscheidend, daß unsere Entscheidungsträger am Volkswillen vorbei als rückgratlose Befehlsempfänger die Befehlsausgabe der Brüssler Kommandozentrale - ohne Befragung des Parlaments oder gar des Volkes - mit weitreichenden Konsequenzen für die Österreicher, ohne Wahrung ihrer Interessen, as soon as possible umsetzen. Da kann ich in der schwarz/roten Farbenlehre keinen Unterschied erkennen. Und diese Kreaturen haben einen Eid auf die österreichische Verfassung geschworen...

Gast: Bruvon
10.05.2010 14:44
1 0

Pflästerlipolitik

Was hier abläuft nennt man Pflästerlipolitik. Neue "Finanz-Löcher" werden immer und immer wieder mit neuen Pflästerli zugedeckt, so dass der Schulden-Berg immer höher und höher wird. Würde das Volk nicht bewusst von diesen unfähigen und allmächtigen Politiker sowie dessen geldgierigen Finanzhaien belogen, betrogen und in die Irre geführt, hätten wir in allen betroffenen Ländern schon lange kriegsähnliche Zustände. Auch wenn es viele nicht für möglich halten und es erst recht nicht hören mögen, aber der absolute Supergau steht dieser Gesellschaft erst noch bevor.

Antworten Gast: Gast
10.05.2010 15:26
0 0

Re: Pflästerlipolitik

Sie haben mit den gestern beschlossenen Maßnahmen gegen alle wichtigen Regeln und Vereinbarungen des Vertrages (Lissabon, ....) verstoßen. Die Menschen wurden brutal belogen, die Abstimmung über den EU-Beitritt und den Vertrag unter völlig falschen Voraussetzungen gemacht. Der Beitritt und die Abstimmungsergebnisse müssten bei derart gravierenden Verstößen eigentlich UNGÜLTIG sein!!!! Aber Gesetze und Vereinbarungen gelten für die Politiker wohl schon lange nicht mehr. Wie in einer Diktatur.

der graf
10.05.2010 14:37
3 0

die groesste ver@rschung aller zeiten

wie sich jetzt herausstellt ist die ganze eu auf ein luegengebaeude gebaut. wieviele versprechen wurden bis jetzt gebrochen damit wir alle bei diesem theater mitspielen? es haette eine warnung sein muessen als die deutschen die 3% grenze nicht eingehalten haben und es NULL konsequenzen bzw. keinerlei bestrafung wie vorgesehen gegeben hat. was jetzt als rettungspaket gefeiert wird (in der selbstbeweihraucherung sind die eurokraten spitze) ist nur die besiegelung des verschobenen endes der union.

0 0

Ein bisschen weniger Egoismus und a bisserl mehr HIRN!

So schauen die Aussichten aus wenn wir es nicht schaffen die Menschen zu überzeugen.
Die Diktatur des Proletariats haben wir bereits. Ich persönlich kann auf "die Folgen" verzichten!

"A democracy is always temporary in nature; it simply cannot exist as a permanent form of government. A democracy will continue to exist up until the time that voters discover that they can vote themselves generous gifts from the public treasury. From that moment on, the majority always votes for the candidates who promise the most benefits from the public treasury, with the result that every democracy will finally collapse due to loose fiscal policy, which is always followed by a dictatorship."

2 0

Das heisst im Klartext:

Willkommen im Inflationseuro - wer heute noch Erspartes in Euro hat, kann sich morgen damit nicht einmal mehr ein Butterbrot kaufen.

Gast: Blow up
10.05.2010 14:27
0 0

Wenns bei den Griechen nicht funktioniert hat

werden sich die Spekulanten halt andere Länder aussuchen, Ziele gibts ja noch genug. Die rechnen nämlich damit, dass die EU ein zweites oder gar ein drittes 750er Packl nicht mehr derblasen wird.Dann sind sie nämlich am Ziel, dass sie die EU mit ihrem depperten € zerbröselt und in die Luft gesprengt haben. Nicht alles gelingt gleich beim ersten Versuch. Probieren geht über studieren und man wirds doch noch probieren dürfen.

Gast: Vergelter-Öko-Spiritualist
10.05.2010 14:25
0 0

Regionalgeld mit Umlaufgebühr

Eine Ursache der Krise ist der Kapitalismus. Dem kann z. B. begegnet werden durch Einführung von Regionalgeld mit Umlaufgebühr. Durch diese Umlaufgebühr wird erreicht, dass ein extremes Horten von Geld nicht mehr möglich ist. Die Reichen können dann nicht mehr auf Kosten der Armen leben. Siehe dazu
www.humane-wirtschaft.de
Es gibt bereits funktionierende Regionalgeld-Netze, z. B. den "Chiemgauer" in Süd-Bayern.

mr.vain-
10.05.2010 14:22
0 2

Ich bin dafür, dass wir die hilfe noch zusätzlich...

...aufstocken!
Die reichen westeuropäischen nationen sollen ruhig einen solidaritätsbeitrag leisten!
Ab heute bin ich ex blau wähler u. wähle nur noch rot!

Antworten der graf
10.05.2010 14:32
0 0

Re: Ich bin dafür, dass wir die hilfe noch zusätzlich...

sie haben von den zusammenhaengen anscheinend null ahnung.

Antworten Antworten mr.vain-
10.05.2010 14:45
0 0

Re: Re: Ich bin dafür, dass wir die hilfe noch zusätzlich...

Sie haben zu einhundert prozent recht, dass ändert jedoch nichts an meinem wahlverhalten!

cerberus
10.05.2010 14:22
3 0

Ohne Parlamentsbeschluss werden Milliardenkredite aufgenommen und quasi verschenkt

Wozu haben wir eigentlich eine Volksvertreteung im Parlament sitzen? Kanzler und Finanzminister entscheiden im Alleingang, ohne Abstimmung durch die Abgeordneten, über derartige Wahnsinnssummen, die unwiderbringlich verloren sind. Sparer und Pensionisten werden die Rechnung bezahlen müssen. "Aller Wille geht vom Volke aus!" - so gründlich wurde dieser eherne Grundsatz der Demokratie noch nie zur hüllenlosen Phrase degradiert. BP, Kanzler und Vizekanzler verraten die Interessen der Österreichischen Bevölkerung - der bislang größte Skandal der 2. Republik!

ujvar
10.05.2010 14:19
1 0

Frau Merkel die Pastorin, Herr Szarkozy der globale Playboy u. a. sie wollen nicht die faulen Griechen retten, die niemals Steuern zahlen, das soll man mal in teutschen Landen versuchen, sondern sie retten ihre Banken, die mit vielen Milliarden an hochverzinslichen Obligationen in Griechenland investiert sind

Das ist die Sauerei zum 2. und 3. Mal rettenunsere Steuergelder Banken die unverschämt spekulieren, sich mit Boni belohnen und nun wieder vom Idioten Steuerbüffel Garantien erhalten. Das ist Diktatur diese Art der Bündnispflicht, das ist Erpressung.

Gast: Arsen
10.05.2010 14:18
2 0

Volksabstimmung

Das Volk sollte über solch wichtige Entscheidungen abstimmen können.

 
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