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Euro in Not: EU und IWF schnüren 750-Mrd.-Euro-Paket

10.05.2010 | 08:43 |  Von unseren Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Österreich übernimmt bis zu 13 Mrd. Euro Haftungen für einen Fonds, der ein Übergreifen der griechischen Krise auf Portugal und Spanien verhindern soll. Die EZB erklärt, erstmals auch Staatsanleihen zu kaufen.

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BRÜSSEL. Um 2:10 Uhr, nach mehr als elf Stunden Verhandlungen der 27 EU-Finanzminister, war es so weit: Das Paket an Maßnahmen zur Rettung der Europäischen Währungsunion ist beschlossen.

Es besteht aus drei Teilen. Erstens wird das bestehende 50-Milliarden-Euro-Programm von Zahlungsbilanzhilfen, mit dem EU und IWF seit 2008 Lettland, Rumänien und Ungarn helfen, um 60 Milliarden Euro aufgestockt und für alle EU-Mitgliedstaaten zugänglich gemacht. Also erstmals auch für Euroländer. Die Kommission wird diese 60 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufnehmen und wie bisher das EU-Budget (heuer 142,6 Milliarden Euro) als Sicherheit dafür einsetzen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird hier weitere 30 Milliarden Euro bereitstellen.

Zweitens wird eine "Zweckgesellschaft" gegründet, die bis zu 440 Milliarden Euro auf den Finanzmärkten sammeln soll. Als Sicherheit wird sie bilaterale Haftungserklärungen der 16 Euroländer verwenden. Nicht-Mitglieder der Eurozone sind "eingeladen, sich zu beteiligen", sagte Finanzminister Josef Pröll. Sprich: die Briten machen nicht mit.

Die Höhe der Haftungserklärungen bemisst sich an den Stimmrechten in der Europäischen Zentralbank. Österreich wird damit laut Pröll Haftungen im Ausmaß von 12 bis 13 Milliarden Euro übernehmen. Es geht ausdrücklich nicht um die Zahlung von bilateralen Krediten wie im Fall des 110-Milliarden-Euro-Hilfspakets für Griechenland, sondern um Haftungserklärungen (die natürlich irgendwann schlagend werden können).

Ob die Kommission diesen Fonds verwaltet oder die Finanzminister und unter welchen Bedingungen das Geld fließt, wird beim nächsten Finanzministertreffen am 17. und 18. Mai beschlossen werden.

500 Milliarden Euro von der EU selbst

Macht also 500 Milliarden Euro von der EU selbst. Für den dritten Teil des Rettungsplans hat sich der Internationale Währungsfonds bereit erklärt, die 440 Milliarden Euro um bis zur Hälfte aufzustocken. Vom IWF kämen also noch einmal bis zu 220 Milliarden Euro.

In Summe stehen somit 750 Milliarden Euro bereit, die vor allem für Spanien und Portugal bereitgestellt werden können, falls diese ihre Anleihen nicht mehr auf den Finanzmärkten unterbringen.

Beispiellose Erklärung der EZB

Im Anschluss an die Verkündigung dieses Beschlusses machte die Europäische Zentralbank eine bisher beispiellose Erklärung. Sie werde fortan auch Anleihen von Staaten und Unternehmen auf dem Sekundärmarkt aufkaufen. Laut EU-Recht darf die EZB zwar die Mitgliedstaaten nicht finanzieren, indem sie ihre Anleihen direkt von ihnen kauft. Sie kann dieses Verbot aber umgehen, indem sie die Bonds auf dem Sekundärmarkt von den Banken, Fondsgesellschaften und sonstigen Investoren erwirbt.

 "Noch gibt es keinen aktuellen Anlass, dass sich Portugal und Spanien nicht refinanzieren können", sagte Pröll. Aber natürlich geht es ausschließlich um diese beiden Sorgenkinder. Sie müssen ebenfalls bis zum Finanzministerrat Anfang nächster Woche konkrete Pläne zur Sanierung ihrer Budgets präsentieren.

Wie das im Falle Spaniens aussehen soll, das eine geringere öffentliche Schuldenquote als Österreich hat und dessen Problem die gigantische Verschuldung der Unternehmen und Privathaushalte ist, bleibt vorerst offen.

Der Kurs des Euro hat sich am Montag nach der Einigung der EU-Finanzminister auf einen Rettungsschirm für hoch verschuldete Mitgliedsstaaten der Euro-Zone über der Marke von 1,29 US-Dollar stabilisiert. Damit konnte die Gemeinschaftswährung die kräftigen Kursgewinne vom späten Freitagabend halten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung kaum verändert bei 1,2928 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7733 Euro.

Schäuble im Krankenhaus

Die Sitzung der Minister wurde vom Ausfall ihres wichtigsten Teilnehmers überschattet. Die allergische Reaktion auf ein Medikament hinderte Deutschlands Wolfgang Schäuble an der Teilnahme. Sein Zustand sei nicht bedrohlich, erklärte sein Sprecher. Bis heute, Montag, bleibe er aber zur Beobachtung in einem Brüsseler Krankenhaus. Innenminister Thomas de Maizière flog aus Berlin ein, um Schäuble zu vertreten. Er wird nun auch als Nachfolger Schäubles als Finanzminister gesehen.

Zahlungsbilanzhilfe hat zwei Pferdefüße

Der 60 Milliarden Euro schwere Teil aus der Zahlungsbilanzhilfe hat zwei Pferdefüße. Erstens sind Euroländer laut Artikel 143 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU (AEUV) von der bilateralen Zahlungsbilanzhilfe ausgeschlossen. Befürworter der Einbeziehung von Euroländern wenden dagegen ein, dass Europas Staatsführer im Jahr 1992, als sie diese Bestimmung in den Vertrag von Maastricht schrieben, davon ausgingen, dass die Währungsunion alle Zahlungsbilanzprobleme beseitigen würde. Die Gewährung dieser Form von Hilfen würde zudem die Budgetdisziplin nicht untergraben, sondern im Gegenteil fördern. Geld gäbe es ja nur gegen harte Sanierung. Pröll sagte, die Juristen des Rates hätten dies für legal einwandfrei erklärt.

Die zweite offene Frage: Was passiert, wenn diese 60 Milliarden Euro nicht reichen? Dann müsste das EU-Budget als Sicherheit herhalten. Alle daraus bezahlten Posten, von der Gemeinsamen Agrarpolitik bis zu den Forschungsprogrammen, müssten aus anderer Quelle finanziert werden. „Darüber will ich nicht spekulieren“, sagte ein Diplomat auf die Frage der „Presse“, ob die Mitgliedstaaten dann frisches Geld in den EU-Haushalt nachschießen müssten.

Der zweite, 440 Mrd. Euro schwere Teil der Rettungsmechanismus wird vorerst ausschließlich von den 16 Euroländern bestritten. Sprich: Nur sie werden Haftungserklärungen für die Darlehen aussprechen, die von diesem Fonds gesammelt werden. Schweden habe sich aber „sehr positiv“ geäußert, was eine Teilnahme betrifft, sagte Pröll. Großbritannien hingegen wird keine Haftungen für diesen „Europäischen Währungsfonds“ übernehmen.

Pröll wandte sich auch in scharfen Worten gegen jene Stimmen, welche den Hauptgrund für die Malaise der Eurozone in der Spekulation an den Finanzmärkten sehen. „Spekulanten haben nur da eine Chance, wo auf Kosten anderer gelebt wird“, sagte der Finanzminister. „Wo ein Staat ausgeraubt wird, lebt das Spekulantentum. Wir sollten nicht so tun, als ob uns das Spekulantentum an den Rand der wirtschaftlichen Perspektiven gebracht hätte."

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2010)

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255 Kommentare
 
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Gierig wie Pröll - weil die EU uns mehr Wert ist.

Ein Ruck geht durchs Land - Was nur 13 Mrd Euro?, fragt sich die mutige Bürgerin, die gerne das Doppelte als Hilfe gegeben hätte.

Wieder einmal zeigt sich, welche gierige ÖVP Politiker wir haben, die der Griechin nur ein paar Almmosen überweissen.

"Die EU war für uns Tag täglich da. Nun sind wir für die Bürgerin da. Gestern nahmen sich sogar die Politikerinnen Zeit, obwohl Muttertag war. Die EU gibt uns Viefalt, Hoffung und wirtschaftliche Stärkung. Gerade jetzt müssen wir Solid@risch sein. Leider ist es den Herrn Pröll nicht viel Wert", sagt eine mutige Bürgerin.

Andere mutige und moderne Bürgerinnen hätten auch nichts dagegen, von jedem und jeder Europäerin 200 Euro zu kassieren, um noch schneller helfen zu können. Auch dieser Schritt wird alternativlos sein.


Re: Gierig wie Pröll - weil die EU uns mehr Wert ist.

Rechnen kann Michi_Austria ja nicht, denn 13 Mrd € sind nicht 200 "pro Europäerin" sondern 1500 € nicht nur pro Österreicherin, sondern auch allen Männern, Greisen und Babys wurde diese zusätzliche Schuldenlast aufgebürdet!
Trotzdem scheint er mir nicht dumm genug zu sein, um alle die Absurditäten, die er so schreibt, wirklich ernst zu meinen. Hat er vielleicht die Absicht, sozialistische Politik mit seinen grotesken Verzerrungen lächerlich zu machen?

0 0

Re: Re: Gierig wie Pröll - weil die EU uns mehr Wert ist.

Michi_Austria ist ja auch ein Sozi; waum soll gerade er rechnen können?

Gast: prinz eugen
10.05.2010 09:45
5 0

13 milliarden

Besser wäre es die 13 Milliarden in unser Heer zu stecken! Wir weden es bald brauchen!!

3 0

DIE EU

Könnte unter dem Titel laufen:
" Wie reitet man ein totes Pferd "

Gast: Günther R. Neukamp (BTSplus)
10.05.2010 09:41
0 1

EZB erhöht die Geldmenge des EUR

Auch wenn es niemand war haben wollte.

Die EZB beginnt endlich Geld zu drucken. Politisch gibt es keine andere Alternative um die Staatsschulden abzubauen.

Eine moderate einstellige Inflation (die kommt früher als Europa lieb ist) und ein EUR/U$D Kurs von 1.0 bis 1.2 wird für notwendige Strukturreformen sorgen...

UK steht daneben wie ein unbeteiligter Dritter, aber UK hat ja viel größere Problem zu bewältigen. Bin schon gespannt wann UK von Europa Hilfe braucht (oder ob US die Hilfe bringt?). Die Geldmengenentwicklung in UK während des letzten Jahres sollte man sich einmal im Detail ansehen.

Die Auswirkung eines schwachen EUR auf U$D und Yuan wird sehr spannend. Da liegen herausfordernde Zeiten vor uns.

Günther R. Neukamp (BTSplus)


Gast: Gast
10.05.2010 09:41
2 0

Rettungsschirm?

Rettung für wen?

Damit ist das Schicksal endgültig besiegelt und Europa wird mit einem überbordenden Schuldenberg in den Abgrund rasen. Wenn dann in osteuropäischen Ländern die Krise wieder an die Oberfläche dringt, dann geht die "Party" erst richtig los.

Und nachdem die EZB nun zu quantitative easing überschwenkt, ist doch es nur eine Frage der Zeit, bis die Inflation deutlich ansteigt.

Wie schaut übrigens die "Haftungserklärung" aus. Haftung womit?

Mit den Maßnahmen ist ledglich sichergestellt, dass die Reichen auf dem Rücken Europas noch reicher werden. Nicht die Bevölkerung, sondern die Reichen und Spekulaten werden gerettet.


1 0

Re: Rettungsschirm?

Wer wird uns retten, wenn wir durch die "Rettungsmaßnahmen" hoffnungslos überschuldet sind?

Antworten Antworten Gast: Gast
10.05.2010 11:17
0 0

Re: Re: Rettungsschirm?

Was dann passiert, wenn EE wieder aufkocht und die "Party" richtig losgeht?

Bankrun - Game over!

Antworten Antworten Gast: Gast
10.05.2010 11:10
0 0

Re: Re: Rettungsschirm?

niemand mehr. Dann haben die Haifische erreicht, was sie wollten und können sich Europa, unser Land und den Rest der Welt einverleiben.

2 0

nur magere 13 Mrd.

Österreich übernimmt nur 13 Mrd Euro Haftung? Ich bin enttäuscht Herr Pröll!

*Ironie off*

Gast: Otto
10.05.2010 09:23
2 0

Zahlen

bitte. Österreich, zahlen bitte.

Gast: Österreich
10.05.2010 09:12
3 0

Haifische im Binnenstaat

Willkommen im Club der Schuldner, die Kredithaie bestimmen jetzt unser Leben.

3 0

Jetzt wird es für Faymann insteressant, denn

wenn die EU-Verträge geändert werden, und das müssen sie, dann wäre das eine erhabliche Vertragsänderung und dafür hat er eine Volksabstimmung versprochen.

Sollte Wählen einen Sinn haben, und das behaupten ja alle Politiker und stotternden Politikwissengschaftler, dann wäre das ein guter Anlaß, die Wähler zu den Urnen zu holen, tun sie es nicht, dann wird Wählen wirklich sinnentleert.

Es ist ja nicht so, dass ich dagegen bin, aber Demokratie heißt halt, bei Themen, die nicht zur Wahl gestanden haben oder sonst tägliches Geschäft sind, den Bürger selbst zu fragen, das auch den Parlamentariern ins Stammbuch geschrieben. Die Vertratungsvollmacht betrifft nur einen deutlich formulierten Auftrag, und dieser wird in Wahlprogrammen formuliert. Auch wenn die 'Realpolitiker' dies nicht so sehen wollen.

Re: Jetzt wird es für Faymann insteressant, denn

wenn sie wollen, dass ueber eu-vertraege das volk abstimmt, dann befuerworten sie sicher auch, dass hauptschulabgaenger die oesterreichische bildungspolitik massgeblich mitbestimmen. oder?

Re: Re: Jetzt wird es für Faymann insteressant, denn

Das tun sie doch, bei jeder Nationalratswahl.

Zulässige Frage

Warum sitzen die echten Sachverständigen, Auskenner, Wissenden etc., "die Guten" also, nicht in den Vorstandsetagen, Aufsichtsräten, Regierungen und anderen wichtigen Schaltstellen, sondern ausnahmslos an den Tastaturen der PC's und anderen Stammtischen und teilen nur dort ihre fundierte Meinung den Wissenshungrigen mit? Da KANN ja nichts gelingen!

2 0

Re: Zulässige Frage

aber die Frage zeigt, dass sie das polititsche Geschäft noch immer nicht verstanden haben.
Und die Rekrutierung von Politikern auch nicht, da ist es gleich wie bei den Vorstandsetagen, nicht alle, und auch nicht die Besten, kommen dran.

Ausserdem: warum gibt es dann politkberater und Coaches, wenn die Politiker so gut wären?

Doch eine legitime Frage!

Dass alle "Sachverständigen" in den Foren (und je dümmer, desto häufiger die Postings) bei Besetzungen in Politik und Wirtschaft außen vor sind, kann ja dann auch nicht sein.

Re: Doch eine legitime Frage!

Doch, lieber doc, das IST so, denn in Politik und Wirtschaft steigen nur die auf, die die stärkeren Ellbogen und/oder die besten Beziehungen haben, also ähnlich wie Erbpacht. Das ist ein persönlicher Erfahrungswert.

Re: Re: Doch eine legitime Frage!/Gottesanbeterin

Schon allein Ihr Nick zeigt, dass es nicht nur in Politik und Wirtschaft so zugeht, sondern auch im "ganz normalen Leben" -, dem ja PolitikerInnen und Wirtschaft(l)erInnen entstammen (es sind ja keine Aliens, die von irgendwo her auf die Erde plumps(t)en). Die ganze Angelegenheit ist wohl ein Spiegelbild unserer Gesellschaft(sordnung) mit all ihrer Raffsucht und Gier.

750 Mia ??


Hätt ma s net - so tät ma s net!

Gast: Österreicher
10.05.2010 09:06
1 0

EU - das andere Afrika

Schuldenfalle durch billige Kredite an die Dritteweltländer wird nur durch die Aneignung deren Rohstoffe auf Generationen zurückbezahlt. Wir werden mit unseren Inovationen, viel Fleiß und Muskelkraft dies bewerkstelligen müssen, wobei wir von einem lahmen, unangreifbaren Beamtenheer überwacht, dirigiert und ausgenutzt werden, so wie es sich in Österreich aber auch in Griechenland und an allen Ecken und Enden Europas zeigt. Verschulde die Völker, dann hast du Sie in der Hand. Die Kammern sind die Gehilfen dieses Systems. Unternehmer sollen Kredite aufnehmen, investieren, spekulieren und diese elitäre Gesellschaft speisen, die ständig nur mitnaschen und von der Arbeit anderer leben. Das nennt man die Hochfinanz, wo an jeder Leistung ein Kreditgeber mitsaugt, die beste Idee von Blutsaugern, die die Schafherde Griechenlands und Europas aussaugt und zu Marionetten macht!

wollen wir das, wo uns dauernd wer auf die Schultern klopft und uns auf Generationen die Geldeintreiber nachjagt, damit der Fatalismus an allen Ecken und Enden in Europa damit auf unser Niveau des trägen Beamtentums gebracht wird, wie in Griechenland.


5 1

Die Party ist vorbei!

* zuwenige Kinder
* Wachstumsideologie
* Vernichtung traditioneller Strukturen (Familie)
* Bevölkerungsexplosion in Afrika und Asien
* beschränkte Resourcen
* immer stärkere Vernetzung und damit weltumspannender Prozesse, die niemand mehr überblickt und steuern kann
* Dekadenz des Westens
* Verlust der Hegemonie der europäisch/amerikanischen Kultur am Globus

http://radio.rebell.tv/gunnar-heinsohn-vortrag-demografie-konklave-auf-wwwschlossneuhardenbergde.html

http://radio.rebell.tv/diskurion/gunnar-heinsohn-vortrag-oekonomie-konklave-auf-wwwschlossneuhardenbergde.html


Re: Die Party ist vorbei!

@raeter....

Du könnstest deine Aussagen einrahmen und allen europaischen Politikern zuschicken... Genau so sieht es aus!

Gast: jetztgehtsrund
10.05.2010 09:02
1 0

eu?

typisch eu - die wunden sollen mit ganz viel geld geheilt werden. auf dieses allheilmittel setzt die eu ja schon seit jahrzehnten. gebe den unterentwickelten ländern einfach einen haufen subventionsgelder und schon wächst und gedeiht die wirtschaft. wie man sieht funktioniert dieses prinzip aber nicht - und trotzdem wird es weitergeführt! wie krank die eu bzw. eurozone ist, wenn über 700 mrd notwendig sind um sie nur ansatzweise zu stabilisieren sagt doch wirklich alles.
warum redet man eigentlich nie darüber, wieso der teure beamtenstaat in brüssel, der von uns steuerzahlern finanziert wird, nicht gemerkt hat was in diesen ländern vor geht oder besser nicht merken wollte. die eu hat tausende mitarbeiter - was machen die jetzt nochmal genau aus fördermilliarden rauswerfen? für europa schaut's echt finster aus. entweder es kommt schnell zu einer grundlegenden reform der eu oder die europ. wirtschaft wird nieder gehen.

Gast: Astrowolf
10.05.2010 09:01
2 1

Was wäre wenn.......

Was wäre, wenn die Presse europaweit die VOLLE WAHRHEIT über die EU und den Euro berichtet hätte? (Und damit IHRER PFLICHT gegenüber den Staatsbürgern nachgekommen wäre.....)

Vermutlich hätte es dann schon vor Jahren VOLKSAUFSTÄNDE & REVOLUTION gegeben. Vermutlich wäre die EU inkl. Euro NIEMALS zustande gekommen.

Wir wurden aber bis zuletzt (!) mit JUBELMELDUNGEN und billiger PROPAGANDA belogen und betrogen. Erst in den letzten Tagen DURFTE EIN WENIG WAHRHEIT veröffentlicht werden.

Was erkennen wir daraus? Die Medien sind fest in den Händen der Mächtigen im Hintergrund. (Aus diesen "Quellen" zu trinken, vernebelt die Sinne!)

.....vernebelt die Sinne

aber hindert auch Sie nicht, Ihre Weisheit den Lesern solcher Pamphlete zu offenbaren!

Gast: Westend
10.05.2010 09:00
0 0

Sieht gut aus! Danke!

Fürs Erste kann man heute aufatmen, der Euro ist vorläufig gerettet. Die Gefahr, dass ungehemmtes Schuldenmachen jetzt Mode wird und uns Zinsen und Zinseszinsen auffressen hat durch die vorgeschriebene Deckelung des Staatsdefizits und der Neuverschuldung nie bestanden. Auch Eurogegner können hoffen, falls dieser Mechanismus zum ersten oder zweiten Mal notwendig wird. Das ist ungefähr der Zeithorizont für das Bestehen des Euro.

Gast: Apokalypse
10.05.2010 08:56
1 0

Verflucht sie diese EU

bis in alle Ewigkeit und noch 2 Tage und alle die dafür gestimmt haben und uns somit in den Untergang treiben. Sowie alle seine Schergen und Helfershelfer.

Gast: blecha
10.05.2010 08:51
4 0

Es lebe der "Ederer-Tausender"

Wer jetzt noch eine Systempartei wählt, ist ein Voll......

Gast: janu
10.05.2010 08:50
5 0

Warum zwingt man den Griechen etwas von außen auf

Man zwingt ihnen Hilfen auf, die die Bevölkerung offenbar nicht will. Die Protestwelle der Gewerkschaften hat gezeigt ,dass an der Basis der Wille fürs Sparen und tiefgreifende Reformen fehlt. Man sollte den Wunsch des griechischen Volkes respektieren und den Staat pleite gehen lassen. Aber vermutlich handelt es sich bei den EU Millliarden nicht um eine Rettungspaket für Grichenland oder den Euro sondern um eine indirekte Bankenhilfe bzw. eine Rettungsaktion für das Vermögen der Spekulanten. Am Anfang haben diese geldgierigen Haie alles getan um Griechenland schlechtzureden um die dadurch steigenden Risikozinsen einzustreichen. Die Medien und Bevölkerung hat es ihnen geglaubt (Bilanzbetrüger...) und sich unkritisch vor ihren Karren spannen lassen und bei Spiel mitgemacht. Dann wurde selbst den gierigsten Spekulanten die Sache zu heiß und gaben kein neues Geld mehr usw. . Jetzt intervenieren sie mit all ihrer Lobbymacht um Hilfe zu erhalten, da sie sich offensichtlich verspekuliert haben. Ich weiß nicht ob man die Konten der gierigen Spekulanten wirklich retten sollte. Wäre es nicht besser mit EU-Geld nur die Folgen einer Pleite für die griechische Bevölkerung und die Realwirtschaft (europaweit) abzufedern? Für diese Hilfe würde sich sicher eine breite Mehrheit unter den Europäern finden. Man sollte sich gegnseitig Helfen wenn es nötig ist, aber nur denen die es wirklich brauchen bzw. keine Schuld daran tragen. Dann helfen auch die anderen gerne wenn man selber in Not ist.

Antworten Gast: think2
10.05.2010 09:05
0 0

Re: Warum zwingt man den Griechen etwas von außen auf

ach gott, denken sie mal nach. die griechen protestieren nicht weil gespart werden muss - ich glaube sie wissen das kein weg vorbeiführt. die protestieren, weil defacto nur die kleinen angestellten und beamten zahlen während reiche und wirtschaft brav so weitermachen dürfen wie bisher. fällt ihnen da nicht auch die schieflage auf? und das alles mit zustimmung der eu!

Gast: Langfristig
10.05.2010 08:46
2 1

Wie bei Hunden ...

... ein beginnt zu bellen und alle anderen bellen mit!

Da wird jede Menge Sensationsjournalismus gemacht und keiner denkt nach.

Volkswirtschaftlich betrachtet fördert ein "niedriger" Euro die Exporte und sichert so Arbeitsplätze. Paralell zur Euro-Diskussion gibt es übrigens die China-Diskussion, bei der alle auf eine Aufwertung des Yuan drängen. Da wollen also alle genau das Gegenteil.

Es werden immer nur "ausgewählte" Charts gezeigt, in den ein Fall des Euro gezeigt wird. Wer sich die Kursentwicklung seit Beginn ansieht, wird feststellen, dass der Einführungskurs in etwa dem jetztigen entsprochen hat. Und das in 14 Jahren Euro der Kurs nur ca. 3 Jahre höher war (davon die letzten beiden).

Also, einfache Gemüter, nachdenken und nicht nachbellen.

Antworten Gast: Codex Gigas
10.05.2010 10:33
1 0

Re: Wie bei Hunden ...

Ihr Posting ist schon ein bisschen beleidigend, wenn Sie Kritik als Bellen wie Hunde beurteilen.
Der springende Punkt ist, es werden Volkswirtschaften unterstützt,

welche :
1 keinen Wert drauf gelegt haben Ihre Staatsausgaben in den Griff zu bekommen.
2 sich täglich weiter verschuldet haben.
3 welche ein Pensionssystem haben wo man mit 53 Jahren in die Pension geht.
4 Haben die ur niedrige Lohnsteuerabgeben und Sozialversicherungsabgaben nicht so wie wir bei ca 5 Monatsgehältern..
5 haben viel niedrigere Lohnnebenkosten im Vergleich zu uns.
6 Geben Jährlich ca 5% des Bips für neue Waffen aus.
7 Von Vorhinein Jahrelang Netto Empfänger gewesen sind.
8 Es werden faule Kredite auf fremden Staats gebieten getilgt.
9 Es wurden schon vor einem Jahr faule Kredite auf einem anderen Staatsgebiet „Bankenkrise“ Ukraine usw. getilgt..
10 und jetzt wird das Spiel weiter fortgesetzt...

usw..

Bei uns plant man schon wieder Steuer Erhöhungen..

Hmmm.. wer hat da noch bock zu hackeln? Bellen ist ja noch harmlos, solange keiner anfängt zu beißen.

Gast: ET
10.05.2010 08:46
4 0

Madoff System zur Rettung der EU!

Eine Neuverschuldung von Organisationen, welche noch eine Kreditwürdigkeit haben.

Dazu werden neue Haftungen zum Abdecken verwendet, um die nicht vorhandenen Mittel zu beschaffen. Es ist ja kein Geld da!

Es geht darum die alte Überschuldung als korrekt darzustellen und dient damit zum Verschleiern der kaputten Finanzen.

Das kennen wir doch von Hrn. Madoff und von den Pyramidenspielen. Pyramidenspiele sind verboten und Hr. Madoff sitzt ein. Unsere Politiker werden sich aber selbst beweihräuchern. Ist das nicht krank?

Die Finanzmärkte werden das schon bald durchschauen und darauf reagieren. Der kaputte USD wird gegenüber dem EUR schon bald wieder zulegen.

Europas Kinder wurden schon ausgeraubt. Es scheint, dieser Raub wird nun perfektioniert.

3 0

Re: Madoff System zur Rettung der EU!


Stimmt vollkommen !!!

Madoff hat nichts anderes gemacht.

Die EU Kommission hat hunderte Madoffs als Berater, bis zum endgültigen Absturz.

Die ominösen "Spekulanten" kennen dieses Spiel aber auch, und werden es besser spielen.


Antworten Antworten Gast: ET
10.05.2010 09:26
2 0

Re: Re: Madoff System zur Rettung der EU!

Wir werden ja nicht von den Spekulanten ausgeraubt, sondern von den eigenen Politikern, Beamten und sonstigen Gxindel im Dunstkreis der Parteien. Die Spekulanten sind nur soweit dabei, als diese den Wahnsinn finanzieren helfen, also den Raubzug an den kommenden Leistungen unserer Kinder möglich machen.

Es sind unsere eigenen "Volksvertreter" welche uns ausrauben!

Da Pröll sagts eh laut:

"„Spekulanten haben nur da eine Chance, wo auf Kosten anderer gelebt wird“,
sagte der Finanzminister.

Wenn mich nicht alles täuscht ist damit auch Österreich gemeint. Nicht?

Antworten Gast: ET
10.05.2010 08:51
2 0

Re: Da Pröll sagts eh laut:

Sicher ist Österreich ein Teil der EU und auch ein Teil des Euroraumes. Der Pröll meint auf jeden Fall alles.

Leider macht er genau das Gegenteil von dem was er als Kernproblem identifiziert hat. Mit dem verschlossenen Paket werden die Schulden noch weiter steigen. Die Schulden der einzelnen Länder werden weiter steigen und nun auch noch bei der EU, dem IWF und die Haftungen der Einzelländer auch.

Das bedeutet, dass die "Spekulanten" jetzt noch nichts machen können, vielleicht erst in einigen Jahren.

Gast: trader
10.05.2010 08:31
1 0

ein bissi mehr fachverstand bitte :-):-)

wenn alle die währung short gehen, muß der spekulant sich auch irgendwann wieder rückdecken .. heist, die währung steigt wieder ..
das heist die vielgeschmähten spekulanten bringen die währung auch wieder zum steigen ..
das einzige was passiert ist, dass die schwankungen um ein bissi größer werden ...
sorry freunde, das ist mathematik, obwohl politiker sind meistens die ehemaligen klassensprecher, die haben in deutsch meist ein sehr gut, und in mathematik ein nichtgenügend gehabt haben

Gast: cui bono
10.05.2010 08:31
2 0

zuerst

waren es 800 Mio.
Dann wurde daraus eine Milliarde.
Kurz danach 2.
Genau genommen 2,2.
Jetzt dürfen wir uns auf 13 Milliarden einstimmen.
Was ist das nächste ?
Werden Bevölkerungsteile als Sklaven ins Ausland verkauft?

das Hinauflizitieren erinnert mich an: "Ein paar Millionen Schilling Schulden machen mir nicht so große Sorgen wie tausend Arbeitslose"


ein paar Milliarden Euro Schulden für andere EU-Länder machen uns nicht so große Sorgen wie ein schwacher Euro

auffallend ist das perfekte Teamwork:

die einen machen sich Sorgen
die andern bezahlen dafür

Eine anteilige Haftung

von 13 Milliarden € übernimmt Österreich , um das morsche Gebäude EU samt Währungsunion
zu stützen? Wagen sich unsere dafür verantwortlichen Politiker überhaupt noch auf die Straße? Jetzt zeigt sich, das EU-Gesetze und die mit diesem Verschwendungsklub abgeschlossenen Vereinbarungen nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt wurden! Die Österreicher werden mit Hilfe von Fischer, Faymann, Pröll & Co. in finanzielle Geiselhaft mit unabsehbaren Folgen genommen. Wer gibt uns unsere Souveränität wieder ?

Gast: Astrowolf
10.05.2010 08:27
4 0

In der Geiselhaft des Euros?

Die sogenannten "Nettozahlerländer" des Euros sind so lange von den "PIIGS" erpressbar, so lange sie im Euro bleiben.

Es stellt sich die mehr als berechtigte Frage: "Was haben WIR noch vom Euro???"

Antworten Gast: Ahab
10.05.2010 09:09
0 0

Re: In der Geiselhaft des Euros?

Die viel herbeigesehnte Rückkehr des Schillings löst nur leider das Problem nicht. Österreich (genauer: österreichische Banken) hat zuviele Kredite in Griechenland vergeben. Ob die nun in Schilling oder Euro gerechnet werden, spielt bei einer Staatspleite Griechenlands keine Rolle, wir werden so oder so mitgerissen.
Verstehen's mich nicht falsch, ich bin ja selbst Euro-Skeptiker. Nur, welche Währung wir oder die Griechen haben, spielt zumindest für Österreich derzeit kaum eine Rolle.

Österreich übernimmt bis zu 13 Mrd. Euro Haftungen

und über Kärnten wurde die Nase gerümpft

und übrigens, was bedeuten die Schlagzeilen:

der "Euro" kämpft ums Überleben
mM kämpfen andere ums Überleben

Wie kann gegen den Willen der Mehrheit eine Währungsunion ohne jegliche Rahmenbedingungen durchgedrückt werden

und keiner ist schuld??

wenn einem Pferd vor dem Start alle vier Beine festgebunden werden, würde ich auch gegen dieses Pferd wetten

gewinnen ist schließlich nichts Anrüchiges,
anrüchig ist für mich, einen Dritten auf Kosten des Ersten gewinnen zu lassen

meistens schneidet in solchen Fällen der Zweite mit

Es wäre ein Wunder gewesen, wenn keine "Panne" passiert wäre

der Euro mit seinen "Kontrollstrukturen" war für Spekulanten einfach zu verlockend, ein Heimspiel

ich frage mich nur:
handelten die Maßgeblichen fahrlässig oder vorsätzlich (zumindest zum Teil)



Gast: blecha
10.05.2010 08:05
3 0

Tanz um das goldene Kalb


Gast: Till
10.05.2010 08:02
4 0

Wünsche der EU einen schnellen Tod - von ganzem Herzen

Hoch lebe die Schweiz.

Gast: Graf Gudenus
10.05.2010 07:58
3 0

Euro in Not - Österreich übernimmt bis zu 13 Mrd.

Die Reihung der Hafter samt Höhe ist ..., das allein ist die Basis einer ordentlichen Berichterstattung!

Genauso wie Griechenland....

...sind die Polit-Lügner nicht mehr zu retten.

 
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Hobbyökonom