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Arbeitsmarkt-Ostöffnung: FPÖ will EU-Recht brechen

09.06.2010 | 13:34 |   (DiePresse.com)

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache spricht sich für den Bruch des EU-Vertrages aus, Österreich soll ein Verletzungsverfahren provozieren. Österreich soll die "Übergangsfristen in Eigenregie verlängern", sagt Strache.

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Die Freiheitlichen stemmen sich weiter dagegen, dass ab 1. Mai 2011 Bürger aus den neuen EU-Staaten in Österreich frei arbeiten dürfen. Um das zu verhindern, würde die Partei auch EU-Recht brechen und ein EU-Vertragsverletzungsverfahren in Kauf nehmen.

Kickl: "Abwehrkampf gegen diesen Unfug"

Das würde "auf jeden Fall einen Zeitgewinn verschaffen", sagte Parteichef Heinz-Christian Strache am Mittwoch. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl spekuliert in diesem Zusammenhang mit einem Stimmengewinn bei den Landtagswahlen in Wien und der Steiermark und sprach von einem "Abwehrkampf gegen diesen Unfug".

Während in der EU grundsätzlich seit dem EU-Beitritt der osteuropäischen Staaten auch das Recht gilt, in der ganzen EU zu arbeiten, haben Länder wie Österreich Übergangsfristen in Anspruch genommen, die aber mit 1. Mai 2011 auslaufen. Laut den Freiheitlichen ist aber auch dieser Termin angesichts der schlechten Wirtschaftslage immer noch inakzeptabel.

Strache: "Übergangsfristen in Eigenregie  verlängern"

"Notfalls muss sich Österreich überlegen, die Übergangsfristen in Eigenregie zu verlängern", sagte Strache, für den ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem EuGH "billiger" ist als das von ihm befürchtete Ansteigen der Arbeitslosigkeit bei einer Öffnung der Grenzen. Der FPÖ-Chef warnte auch vor Lohndumping, das seiner Meinung nach durch billigere Arbeitskräfte aus Österreichs östlichen Nachbarländern ausgelöst werden könnte.

Kickl kritisierte vor allem die rot-schwarze Koalition scharf und warf der Regierung Untätigkeit vor. Die SPÖ sei zum "Stiefelknecht von neoliberalen Entwicklungen" geworden und mache zunehmend Karriere beim "Klassenfeind".

(APA)

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43 Kommentare
 
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Gast: klimax
14.01.2011 12:22
0 0

die firmen

Die Firmen die mehr als 10 % nicht Österreicher beschäftigen sollen die Kosten für österreichische Arbeitslose zahlen

Ilka
16.06.2010 19:15
0 0

EU-Diktat

Immerhin setzen sich die Freiheitlichen in Österreich für Österreicher ein!

Welche der anderen Parteien kann das noch von sich behaupten!

"Strache: "Übergangsfristen in Eigenregie verlängern"

Ja, solange es für uns richtig und gut ist!

Gast: RotGrünInnengeschädigter
14.06.2010 21:11
0 0

Die sich da so aufregen wegen der EU-Gesetze..

denen kann es egal sein, weil denen nimmt eh keiner hinterm Eisernen Vorhang den Arbeitsplatz weg, weil die sind eh Berufsarbeitslose und denen dann der Arbeitsplatz weg genommen ist, die können sich dann bei der Arbeitslosen beschweren.

Gast: user1234
10.06.2010 21:41
0 0

Aufruf zum Rechtsbruch

Recht muss Recht bleiben. Sagte das nicht maldie FPÖ? Scheinbar aber nicht jedes. Man ist auch noch stolz zum vorsätzlichen Rechtsbruch aufzurufen.

Gast: conscientia
10.06.2010 18:39
0 0

Arbeitsrechtsänderung

Ich glaube nicht, dass Österreich einen "Abwehrkampf" gegen das EU recht führen sollte.

Ein Abwehrkampf gegen die eigenen Links- und Rechtsradikalen (dies gemeint in Gedanken, Worten und Taten) würde vollauf genügen.

Abgesehen davon sind die Grundfreiheiten der EU, zu denen nunmal auch die Niederlassungsfreiheit bzw. die Beschäftigungsfreiheit zählt , unverzichtbare Werte der Union.

Das sollten gerade die Freiheitlichen eigentlich wissen.

Das Problem ist mE nicht die genannte Freiheit des EU Vertrages , sondern unser "Schmarotzer" Arbeitsrecht (viel Geld für wenig Arbeit). Vielleicht sollten die Bürger aus ihrem luciden Traum geweckt werden und endlich das Arbeitsrecht, die Lohnnebenkosten usw. in Angriff genommen werden.

Die Zeit des Redegeblänkels wird wohl hoffentlich vorbei sein (nachdem schon voriges Jahr im Sommer kein weißer Rauch zu sehen war).

Es wird Zeit zu handeln und dies so effektiv wie möglich. Alle Eitelkeiten der Politiker in Ehren, aber jetzt geht es schon lange nicht mehr um deren Befindlichkeiten, sondern um ihre Defizite und unseren Schaden.

MfG

Thomas Rohrmeister

Gast: Otto F. Krammer
10.06.2010 09:21
1 3

Dogmatiker werden in alle Ewigkeit an alten Gesetzen festhalten..

festhalten wollen, ginge es nach ihnen, wären wir noch bei den Hexenverbrennungen im Mittelalter
und müssten dem Landesherren als Sklaven dienen.
Von dieser Sorte haben wir leider noch zu viele, siehe die Postings hier!

Gast: Na und?
10.06.2010 08:05
5 0

Es war vor dem EU-Beitritt Tschechiens...

...als bei einer anstehenden Wahl im Bezirk Hollabrunn ein Landespolitiker der SPÖ von einem Wachstumsgürtel im Osten Österreichs geschwärmt hat.

Reihenweise sollten die Betriebe in Niederösterreichs Grenzbezirken an der Grenze aufsperren, ein Wachstumsgürtel in ganz Ostösterreich bis tief hinein nach Osteuropa sei zu erwarten.

Trockene Realität: Viele Betriebe sind nach Tschechien abgewandert oder gleich weiter nach Rumänien, aber dafür hat der Verkehr in Ostösterreich gewaltig zugenommen!

Von Mistelbach bis hinauf ins tiefste Waldviertel ist von einem "Wirtschaftswunder" nichts zu sehen, dafür steht Österreich direkt in Konkurrenz zu den östlichen Anrainerstaaten.

Nachdem vor allem NÖ den Transit und die wirtschaftliche Konkurrenz zum Osten bewältigen muß sehe ich es nur als fair an, wenn zumindest der Arbeitsmarkt geschützt bleibt!

Gast: gastauswien
09.06.2010 22:08
7 1

Einzige Möglichkeit!

Wenn eine Sache richtig ist und zusätzlich noch Wählerstimmen bringt, so sehe ich das Problem nicht!

Und diejenigen, die für eine Arbeitsmarktöffnung, eine Globalisierung, eine Öffnung der Grenzen generell und weitere Torheiten eintreten, sei vorgeschlagen, diese Ideen irgendwo in weiter Ferne zu verbreiten, wo sie unserem Österreich, dessen Zukunft vielen Österreichern wirklich am Herz liegt, nicht schaden können!

Gast: luzifer
09.06.2010 21:34
3 0

Beispiel: Ewiges Licht am Tag.

Das uns der hl.Hubertus zum Gesetz gemacht hat.
Erst nachdem Gusi darauf aufmerksam gemacht wurde, hat der das wiederum abgeschafft.
Auch der Landvogt Gessler hat das berüchtigte Grußgesetzt erlassen, bis sich der Wilhelm Tell dagegen erhoben hat.
Denen solche Gesetze mehr Wert sind als der Mitbürger, die dürfen sich selbstverständlich privat daran halten (siehe Tagfahrlicht)
Aber Gesetze sind keine Naturgesetze, die können auch abgestellt werden, oder?

0 0

"...Grußgesetzt..."

Gesetzte müssen eingehalten werden!

Blitzky
09.06.2010 21:30
2 1

Das Problem dabei ist nur, dass unser Nachwuchs

durch unser Schulsystem für viele Tätigkeiten nicht mehr verwendbar ist. Wenn unsere Betriebe konkurrenzfähig bleiben sollen, wird uns leider nichts anderes übrigbleiben, als ausländische Arbeitskräfte hereinzulassen.
Dass das immer mehr soziale Spannungen mit den sich benachteiligt fühlenden, aber da facto minder qualifizierten Inländern und Migranten erster Generation (bes. Türken) führen wird, ist eine andere Frage.
Strache profitiert jedenfalls so oder so vom zunehmenden Chaos und Politikverdrossenheit, welches die ÖVSPÖ produziert.

Gast: eu
09.06.2010 21:14
2 0

aasddddddddd

ein paar hundert tausend NICHT EU bürger arbeiten in österreich!...................................................................

.


Retropolitik

Anders kann man das gar nicht bezeichnen. GB, Schweden, IRL haben bessere Wirtschaftsdaten als wir nachdem sie den Arbeitsmarkt geöffnet haben. Selbst die Schweiz hat ihren Arbeitsmarkt für EU Länder aufgemacht. Wer für die selbe Leistung mehr bezahlt nur weil es ein Österreicher ist/sein muß, ist selber schuld. Her mit mehr Globalisierung, aber schnell.

Antworten Winston2
10.06.2010 09:04
2 0

Re: Retropolitik

Die Entfernung von Bratislava nach Wien beträgt (Luftlinie von Stadtgrenze zu Stadtgrenze) 38 Kilometer !

Das ist sogar für Tagespendler sehr lukrativ und man kann auch Fahrgemeinschaften bilden.

"Die Österreicher nehmen den Slowaken die Krankenschwestern weg (per Zeitungsinserate)" hat eine slowakische Buchhalterin in Bratislava vorwurfsvoll zu mir gesagt.

Und da machen Sie Traumtänzer Vergleiche mit GB, Schweden und IRL ?

Antworten Gast: speibender regenbogen
10.06.2010 00:42
3 0

Re: Retropolitik

sollich dir was verraten? china hat die besten wirtschaftsdaten der welt. die wachsen und wachsen und werden immer wohlhabender... und dennoch erhöht sich die armut bei über 90% der bevölkerung.

und zu den briten, schweden und iren: die schweden haben schon vor jahren massive einschnitte im sozialsystem vornehmen müssen,nachdem sie den arbeitsmarkt geöffnet haben. zudem haben sie obdrein jetzt auch probleme mit migranten, die bald einem bürgerkrieg gleichen, bzw. einem migrantenkrieg gegen schweden. die iren haben wir ja unlängst aus dem dreck ziehen dürfen, trotz ihrer so tollen wirtschaftsdaten. und die briten krachen grad wie die kaisersemmeln.

und wir sollen jetzt mit unseren verhaltenen "wirtschaftsdaten" den arbeitsmarkt öffnen? damit wir spätestens drei jahre danach unser sozialsystem beerdigen können?wenn du nicht willst, daß der märz ausbricht, dann solltest du etwas mehr nationalbewußtsein entwickeln. der märz ist nämlich nicht mehr weit...

Antworten JJD_92
09.06.2010 23:20
1 0

Re: Retropolitik

Dabei sollte man aber durchaus anmerken, dass diese Länder auf die Qualifikationen der Leute achten, die aus dem Ausland kommen.
Man holt sich die qualifizierten Arbeitskräfte, die man braucht und nicht einfach jede zusätzliche Wählerstimme, so wies in Österreich gern getan wird.

Gast: Fidel Gastro
09.06.2010 19:50
5 2

Die FPÖ ist die einzige Partei ...

... die sich für die Interessen der Österreicher einsetzt. Wenn die Österreicher einen funktionierenden Hausverstand hätten, würden sie der FPÖ bei den Wahlen die absolute Mehrheit geben!

Antworten Gast: Finsy
10.06.2010 00:18
0 5

Re: Die FPÖ ist die einzige Partei ...

da muss ich entschieden wiedersprechen, jemand der sich nicht zur österreichischen nation bekennen kann - vertritt sicher keine österreichischen interessen. der strache und seine leute sehen sich als deutsche (die am schnellsten wachsende ausländergruppe in diesem land und die passen sich auch nicht an - vor allem nicht sprachlich) also vertritt die fpö doch eindeutig die deutsche minderheit in diesem land.

Gast: freindalwirtschaft
09.06.2010 19:39
1 3

die logik der rechten

die banken fahren das werkel gegen die wand, schuld sind ab 1 mai 2011 die zukünftigen arbeitnehmer, die nicht aus österreich stammen. in anderen worten: wählt die fpö und ihr bekommt die plutokraie.

Gast: Knut
09.06.2010 19:26
1 2

WahlDampf

Straches WAHLKRAMPF soviel Wahldampf (heiße Luft)

St.Rache ist für "eigen Regie" Gesetzes Änderung Frech gesagt: PFUSCH... Wenn einem die Gesetze nicht passen einfach nicht dran halten oder wie?
Typisch POLITIKER

Gast: gast
09.06.2010 18:23
1 0

unnötig!

Besser wird es (für Österreich) nämlich sowieso nicht mehr. Die Globalisierung bedingt eine "Harmonisierung "des Wohlstandes.

Man könnte auch das Prinzip der kommunizierenden Gefäße bemühen um die Situation zu veranschaulichen.

Keines unserer Polit-Kasperl kann das noch aufhalten, höchstens minimal verzögern.

Gast: Drauf ankommen lassen
09.06.2010 18:19
2 2

Alle EU Rechte sollten gebrochen werden

und dann schauen wir uns einmal an was sie vorhaben und was sie sich getrauen zu machen. Wer fürchtet sich schon vor einer EU, sind doch sowieso lauter Weicheier und Luschen. Haben sie bei Anderen schon x-mal bewiesen.

bufo
09.06.2010 17:10
7 1

Gute Idee

Wäre einen Versuch wert.
Denn die exponierteLage ATs ist mit der Situation der meisten anderen EU Länder nicht vergleichbar.

Gast: kudlich
09.06.2010 17:02
5 0

alle Unrechtssysteme wurden NUR durch

Wenn sich alle Unterdrückten/Ausgebeuteten dem "Recht" unterworfen hätten, würden wir heute noch im Absolutismus leben, unsere Bräute in der Hochzeitsnacht dem Fettwanst in der Burg überlassen müssen, das halbe Jahr für die Fettwänste auf den leibeigenen Feldern schuften müssen, dass sie sich die Wänste im Schloss vollschlagen können, und unsere Söhne für private Feldzüge der Burgherrn jahrelang in dei Fremde schicken müssen, um die persönlichen Komplexe des absoluten Herrschers erfüllen zu können.

Aber - durch "REchtsbrüche" wurde auch dieses Unrechtssystem zerstört - um ein besseres schaffen zu können!!

0 2

"...dei Fremde ..."

Mei Fremde? Hob i kane!

Amnael
09.06.2010 16:49
2 12

Themenwechsel gefällig?

Hat diese Partei eigentlich sonst noch irgend ein anderes Thema außer "Ausländer draußen bleiben"?

Sollten die wirklich an die macht kommen gibt's zwar keine Zuwanderung mehr, aber wollen wir auch wirklich die Lenkung unserer Wirtschaft in die Hände einer Partei geben, die sich durch zweitklassige Werbeslogans auszeichnet?

Ich mein, mit so einer Werbung, würd' ich ihnen vielleicht ein Waschmittel abkaufen, aber bestimmt keine politische Kompetenz.

 
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