26.05.2012 21:28 | Meine Presse Merkliste 0

Österreich hat 39.077 Dollar-Millionäre

11.06.2010 | 11:41 |   (DiePresse.com)

Die Zahl der Dollar-Millionäre ist nicht nur in Österreich sondern auch weltweit stark gestiegen. Weltweit gibt es 11,2 Dollar-Millionäre. Zuvor hatte die Finanzkrise die Zahl der Millionäre gedrückt.

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Die Zahl der Millionäre - in Dollar gerechnet - ist im Vorjahr in Österreich und auch weltweit stark angestiegen. Die Vermögenswerte von Privatanlegern haben die Verluste von 2008 wettgemacht und sind wieder auf Vorkrisen-Niveau geklettert, teils sogar darüber. Das geht aus der neuen "Global Wealth 2010"-Studie der Boston Consulting Group (BCG) hervor. Weltweit stieg die Zahl der Dollar-Millionärs-Haushalte um 14 Prozent auf 11,2 Millionen, in Österreich um 9,8 Prozent von 35582 auf 39077. Am ganzen Globus wuchsen die in Bargeld, Aktien, Wertpapieren oder Fonds angelegten privaten Vermögenswerte 2009 um 11,5 Prozent auf 111,5 Billionen Dollar (derzeit 92,6 Bill. Euro).

In Österreich stiegen die verwalteten Vermögen im Vorjahr von 628 auf 676 Milliarden Dollar (561 Milliarden Euro), wobei die Wachstumsrate in den Jahren 2007 bis 2009 durchschnittlich drei Prozent jährlich betrug. Weltweit wurden die Verluste von 2008 wieder wettgemacht - in Europa wurde sogar der Höchstwert von vor der Krise übertroffen: In der nach wie vor reichsten Region sprangen die verwalteten Vermögenswerte von 36,5 auf 37,1 Billionen Dollar (30,8 Billionen Euro) in die Höhe.

Steigerung durch Erholung der Finanzmärkte

Gründe für die Zunahme des globalen Privatvermögens waren das erneute Anziehen der Finanzmärkte sowie höhere Spareinlagen. Nordamerika (35,1 Billionen Dollar) und Japan (14,9 Billionen Dollar) waren die einzigen Regionen, deren Vermögen 2009 unter Vorkrisenniveau blieb. In Nordamerika machten steigende Börsenwerte 90 Prozent des Zuwachses aus, in Europa und Asien-Pazifik (ohne Japan) war das Plus zu gleichen Teilen durch höhere Börsenwerte und Spareinlagen bedingt. Bis 2014 erwartet BCG durchschnittlich sechs Prozent jährliches Wachstum der globalen Vermögenswerte nach plus 4,8 Prozent p.a. in den letzten fünf Jahren.

Die meisten der 11,2 Millionen Millionäre wohnen in den USA (4,7 Mill.), gefolgt von Japan (1,2 Mill.), China (670000), Großbritannien (485000 und Deutschland (430000). Am stärksten wuchs die Zahl der Dollar-Millionärs-Haushalte in Singapur (+35 Prozent), gefolgt von Malaysia (+33 Prozent), der Slowakei (+32 Prozent) und China (+31 Prozent). Die höchste Millionärsdichte weisen Singapur und Hongkong mit 11,4 bzw. 8,8 Prozent aller Haushalte auf. In Europa ist die Dichte in der Schweiz am höchsten mit 8,4 Prozent. Drei der sechs Länder mit der höchsten Dichte liegen im Nahen Osten: Kuwait (8,2 Prozent), Katar (7,4 Prozent) und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit 6,2 Prozent, auf Platz 7 folgen die USA mit 4,1 Prozent.

Geld in Steueroasen

Zum exklusiven Kreis der Millionäre zählte 2009 weltweit weniger als ein Prozent aller Haushalte: Diese verfügten aber über 38 Prozent der weltweiten Assets. Haushalte mit einem Vermögen von mehr als 5 Millionen US-Dollar (4,15 Millionen Euro) repräsentierten 0,1 Prozent aller Haushalte und besaßen über 21 Prozent der globalen Vermögenswerte. In Japan und Europa verfügen Millionäre über gut ein Viertel aller Finanzwerte, im Nahen Osten, in Afrika und in Nordamerika halten sie mehr als die Hälfte, geht aus der Boston-Consulting-Studie hervor.

Viele Reiche legen ihr Geld weiter in Ländern an, in denen sie sich vor Steuerbehörden ihrer Heimatstaaten geschützt glauben: Insgesamt rechnet die BCG-Studie 7,4 Billionen Dollar der Kategorie "Offshore-Vermögen" zu, die dort geparkt werden, wo der Eigentümer keinen gesetzlichen oder steuerlichen Wohnsitz hat. Mehr als ein Viertel dieser Vermögen - 27 Prozent oder 2 Bill. Dollar - liegt in der Schweiz. Doch die Offshore-Zentren kommen durch regulatorische Vorgaben und zunehmende Konkurrenz unter Druck.

Die Studie prognostiziert einen Rückgang der Offshore-Vermögen an den Gesamtwerten von zuletzt 7 Prozent auf rund 6 Prozent bis 2014. Der Vorstoß zu mehr Transparenz werde viele Kunden - vor allem aus Nordamerika und Europa - dazu veranlassen, ihre Anlagen abzuziehen, erklärt BCG-Experte Ludger Kübel-Sorger: "Für Privatbanken bedeutet dies, dass sie ihre Strategien und Operating-Modelle anpassen müssen - bis hin zur Aufgabe ausgewählter Märkte."

(APA)

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19 Kommentare
Gast: Franziskusderdritte
20.11.2011 20:30
0 0

Blöd nur....

... dass die wirklich "Reichen" die Möglichkeit haben ihr bald zu versteuerndes Vermögen flux ausser Landes zu bringen.

Bareld, Firmenanteile/Aktien etc lassen sich - vor allem zu Zeiten des WWW - problemlos über die berühmten Off-Shore Konten unsichtbar verwalten.

Immobilien kann man ja wie man weiß herrlich auf ausländische Firmen und Stiftungen verteilen.

Die angepeilten Einnahmen wird es nur geben, wenn man die Freigrenzen derartig absenkt, dass erst recht jeder sparsame Eigentumswohnungsbesitzer wie immer zahlt.

Interessant ist auch (was nie erwähnt wird) dass der wahre Grund der Vermögenssteuer -

diese macht in den meißten Ländern nicht einmal 1%!!! des Steueraufkommens aus -

vielleicht garnicht wirklich in den geringen Einnahmen (Vermögenserfassung ist zusätzlich noch sehr teuer!) liegt sondern wieder ein weiterer Schritt in Richtung absoluter Kontrolle ist.

Kauft sich der Durchschnittsmensch (die berühmten 99% der Bürger die immer den Großteil der Steuern zahlen werden) z.B. ein Auto, dass er sich zusammengespart hat und kann nicht erklären woher das Geld kommt gibt es 2 Möglichkeiten:

1. Er hat bei seinen Vermögensverhältnissen gemogelt - STRAFE

2. Das Geld stammt aus illegalen Kanälen (z.B. Pfuschen) STRAFE

In Verbindung mit dem riesen Anteil an bargeldlosen rückverfolgbaren Zahlungen entsteht eine Lückenlose Kontrolle bis auf den letzten Cent.

Gast: Sandler
14.06.2010 10:48
0 0

"Mehr als ein Viertel dieser Vermögen liegt in der Schweiz."

Witzig, dass noch immer so viel "Schwarzgeld" in der Schweiz gebunkert ist. Meines Wissen nach muss doch die Schweiz ab dem 1.1.2011 alle Konten ihrer Kunden offenlegen. Entweder reagieren die Menschlein sofort mit Selbstanzeigen und der passenden Beratung bei Institutionen wie der Capital Bank, oder die (österreichischen) Dollar-Millionäre werden sich in einem Jahr wieder reduziert haben.

Murray
13.06.2010 14:51
0 0

Hatte BCG Zugriff auf alle Steuerakten?

Woher wollen die smarten Leute von Boston wissen, wer wie viel besitzt? Sie können vielleicht die notierten Aktien- und Anleihenwerte addieren, wissen aber nicht, welche Schulden gegenüber stehen.
Der ganze Artikel besteht doch nur aus dem konzept- und sinnlosen Herunterrasseln nicht aussagekräftiger Phantasiezahlen.

Nur Bares ist Wahres!


Es wäre interessant zu wissen, wieviele Millionäre nach einer Ultrastarken Sonnenprotuberanz, welche alle Computer global ausser Betrieb setzt, übrigblieben....
(der Micro-Jam könnte auch KÜNSTLICH erzeugt werden)

STONE-AGE RELOADED!

Gast: markus trullus
12.06.2010 08:22
0 0

Fehlgriff des Jounalismus

Auch hier; bitte, wie rechnte sich das denn? Jeder Selstbständige, der einen mittleren Betrieb besitzt und volles Risiko nimmt, ist in den meisten Fällen Dollar Millionär. Nur eben nicht: Cash! So, als wäre jeder Unternehmer der böswillige Ausbeuter! Und wer schafft dann die Arbeitsplätze? Die Republik? Das ich nicht lache!!!Und irgendwo hätte ich mir von Der Presse etwas mehr Objektivität erwartet. Dieser populistische Neidblick- Artikel trägt zum Verständnis von Wirtschaft kaum bei!

Gast: UKW
11.06.2010 21:58
1 0

Alle Millionäre sind böse

Erst wenn wir ein Land der Mindestsicherungsbezieher sind ist alles gut.

Gast: Hahahahahaha
11.06.2010 20:17
1 0

Die Zahl der Dollar-Millionäre ist nicht nur in Österreich sondern auch weltweit stark gestiegen.

Ja natürlich müssen immer mehr Leute reich werden, wenn Systembedingt immer mehr Geld entsteht.

Antworten Gast: markus trullus
12.06.2010 19:52
0 0

Re: Die Zahl der Dollar-Millionäre ist nicht nur in Österreich sondern auch weltweit stark gestiegen.

Richtig: wenn dann die große Inflation kommt, werden wir alle Trillionäre ( Waren wir schon mal, unsere Altvorderen...)

Antworten Antworten Gast: Parteiloser
13.06.2010 11:10
0 0

Re: Re: Die Zahl der Dollar-Millionäre ist nicht nur in Österreich sondern auch weltweit stark gestiegen.

Hast Dir schon eine Scheibtruhe besorgt?

Das könnte ein nützliches Utensil zum Einkaufen werden. Irgendwie müssen ja die Trillionen zum Bäcker gebracht werden. Hoffentlich können die Menschen dann schnell genug zählen, bevor der Preis steigt.

Gut, dass wir im elektonischen Zeitalter leben. Die Preisangaben der Verkäufer können so automatisch im Sekundentakt gehoben werden. Nach der Ära Tito waraben durchaus ein Problem für die Verkäufer.

Auch wenn es heute ein Scherz ist, es könnte doch auch ein Funken Wahres dabei sein.

Gast: ...
11.06.2010 15:21
2 0

?

Unsere Währung ist der Euro und nicht der Dollar...

Gast: Besucher
11.06.2010 14:27
0 0

Kann mich jemand aufklären?

Laut diesem Artikel gibt es in Österreich also 39.077 Dollar-Millionäre.
Warum aber gab es vor ziemlich genau einem Jahr dann 62.100 Millionäre - laut diesem Artikel: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/489618/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

Dann müsste die Zahl der Millionäre im Jahresvergleich doch um ca. 40% gesunken sein? Außerdem: Der Euro ist trotz seiner aktuellen Schwäche zum USD immer noch mehr wert, sodass die Zahl der Euro-Millionäre größer sein müsste als die der Dollar-Millionäre.
Jedenfalls verstehe ich nicht, warum die beiden Angaben (62.000 bzw. 39.000) derart stark voneinander abweichen - Welche der beiden Zahlen stimmt nun?

Antworten Gast: alter mann
12.06.2010 16:23
0 0

Re: Kann mich jemand aufklären?

ja, leicht. Damals hat man auch Immobilien mitgezogen Immobilien-Preis-Wert-Relationen sind aber ziemlich unsicher.

Antworten Gast: Gastxx
11.06.2010 16:21
0 0

Re: Kann mich jemand aufklären?

Um ein Dollarmillionäre zu sein muss Zitat: "Kriterium: Person mit einem Finanzvermögen von mehr als einer Million US$, ohne Berücksichtigung von selbst genutztem Immobilienbesitz" ggf. wurde bei der anderen Studie über die Euromillionäre dies nicht berücksichtigt! Aber wie man weiß haben Statistiken immer ihre eigenen Gesetze und weiche zwangsläufig von einander ab! In wiki findest Du aber sicher genau Definitionen...

Antworten Gast: gast
11.06.2010 15:34
0 0

Re: Kann mich jemand aufklären?

Die erklärung ist ganz einfach :-)
.. da rechnen die werksstudenten (man merkt, der sommer ist da :-) bei der boston consulting zahlen aus.

und weil die alten werksstudenten nicht mehr da sind kommen halt die neuen werkstudenten auf ganz andere zahlen :-)

Gast: Parteiloser
11.06.2010 12:23
1 0

Wo sind die 39.000 Millionäre in Österreich?

Sicher ist, dass sich sämtliche Vorstände der staatsnahen Untern. dieses Vermögen in sehr kurzer Zeit "erwirtschaften" können. Dann noch die vielen Funktionäre und Gewerkschafter, Kämmerer, Politiker, etc. dazu, kommt schon ein Menge zusammen.

Bemerkenswert sind auch die Bezüge und die Ruhegenüsse im öff. Dienst. Wir haben über 500.000 aktive Bedienstete, da können es viele, über die Jahre, zum USD Millionär bringen!

Aktivgehälter Bund Ö 2008, (Kurs USD 1,3):
Exekutive:........ 45.750.- (59.475.- USD)
Lehrer:..............49.932.- (64.911.- USD)
Staatsanw. Richter: 66.455.- (86.391.- USD)
Militär:................33.338.- (43.339.- USD)
Verwaltung:.......29.938.- (38.919.- USD)

Ruhegenüsse 2008:
Exekutive:....... 32.246.- (41.919.- USD)
Lehrer:.............49.969.- (64.959.- USD)
Staatsanw. Richter: 73.308.- (95.300.- USD)
Militär:............... 33.646.- (43.739.- USD)
Verwaltung:.......30.088.- (39.114.- USD)

Nur 20 – 30 Jahre Ruhegenuss würden bei einem sparsamen Leben, wie Mindestpens. reichen, um USD Millionär zu werden! Ich glaube da hat Österreich viele heimliche Millionäre geschaffen.

Dann kommen noch die Korruptionsmillionäre. Bei einem jährlichen Korruptionsschaden zwischen 4 und 7 Mrd. USD könnten wir, bei guter Aufteilung, dann bis 7.000 neue Millionäre pro Jahr produzieren!

So nebenbei gibt es dann Anwälte und Notare, welche unter dem Schutz des Gesetzes immer Millionäre werden, wenn diese nicht deppat anstellen.

Etc.

Antworten Gast: markus trullus
12.06.2010 19:55
0 0

Re: Wo sind die 39.000 Millionäre in Österreich?

Mag sein, Beamtengehälter kenn ich zu wenig; Nur: Lehrer 64.000 Bitte wo???????? Denn deren Abrechnungen kenn ich aus der Familie. I glaub I tram....

Antworten Antworten Gast: Parteiloser
13.06.2010 09:31
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Re: Re: Wo sind die 39.000 Millionäre in Österreich?

Meine Zahlen sind für Bundeslehrer. Das wurde auch genauso dargestellt.

Ich bitte auch zu beachten, dass die 64.000.- USD sind und keine Euro. Als Umrechnungskurs habe ich 1,3 genommen, wie auch angeführt.

Bundeslehrer (meist Akademiker) hatten 2008 als ein durchschnittliches Jahresbruttogehalt von 3.566,57 Euro x 14 Monate = 49.932.- Euro

Die Daten kommen aus dem Bundeskanzleramt. Sie können sich gerne das Personaljahrbuch des Bundes online besorgen.

www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=36432

Gast: gast1984
11.06.2010 12:22
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Weltweit gibt es 11,2 Dollar-Millionäre...

Einer wurde schon zerstückelt....
Von diesem sind nur noch 20% über ;-)

Gast: gast1984
11.06.2010 12:20
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Ist kein Wunder bei den Bankenstimuli und andern Geld-hintenreinschiebe-Aktionen!


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