Die Staatsverschuldung betrug Ende März in Österreich 185,5 Milliarden Euro oder 66,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Im Vergleich zu Quartalsbeginn (1.1.) bedeutet das einen Schuldenanstieg von 1,443 Milliarden Euro. Vor einem Jahr, also Ende des ersten Quartals 2009, war die Verschuldung allerdings um 300 Millionen Euro höher als nun. Das geht aus der aktuellen Berechnung der Statistik Austria hervor.
Absolut weniger, relativ mehr
Im Jahresvergleich sind die Schulden aber um 0,2 Prozentpunkte des BIP gestiegen. Diese gegensätzliche Entwicklung – Rückgang der öffentlichen Verschuldung in absoluten Zahlen bei einem gleichzeitigen Anstieg in Prozent des BIP – ist durch einen noch deutlicheren Rückgang des BIP im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise zu erklären. Von der Art der Verschuldung entfielen Ende März 2010 161 Milliarden Euro auf Anleihen und 24,5 Milliarden Euro auf Kredite.
Bundesschulden wachsen am stärksten
Im Vergleich zum Vorquartal war die größte Steigerung mit 1,082 Milliarden Euro beim Bund zu finden, während die Länder einen Anstieg von 906 Millionen Euro verzeichneten. Der öffentliche Schuldenstand der Gemeinden erhöhte sich vom 4. Quartal 2009 bis 1. Quartal 2010 um 426 Millionen Euro, während die Verbindlichkeiten der Sozialversicherungsträger (im Wesentlichen kurzfristige Kredite zur Zwischenfinanzierung von Pensionszahlungen) um 971 Millionen Euro zurückgingen
Die öffentlichen Schulden im Überblick:
Entwicklung seit 2005:
| Öffentlicher Schuldenstand in Mio. Euro | |||||
| Bund | Länder | Gemeinde | Sozvers. | Gesamt | |
| 2005 | 142.315 | 6.858 | 4.813 | 1.767 | 155.753 |
| 2006 | 145.195 | 7.643 | 4.751 | 1.861 | 159.450 |
| 2007 | 146.559 | 8.372 | 4.751 | 1.352 | 161.033 |
| 2008 | 160.539 | 9.259 | 5.031 | 1.716 | 176.544 |
| 2009 | 165.425 | 10.518 | 5.555 | 2.607 | 184.105 |
| 1.Q 2010 | 166.507 | 11.424 | 5.981 | 1.636 | 185.548 |